Auch wir müssen uns von der eurozentristischen Sichtweise lösen, dass nur das Leben in Europa lebenswert sei.
Wenn es dir hier zu eng wird, kannst du ja schauen, wo es für dich jenseits von Europa lebenswerter wird.
Auch wir müssen uns von der eurozentristischen Sichtweise lösen, dass nur das Leben in Europa lebenswert sei.
Wenn es dir hier zu eng wird, kannst du ja schauen, wo es für dich jenseits von Europa lebenswerter wird.
warum nicht Türkei, Griechenland, Polen oder Italien
Weil die Türkei - wie auch Jordaninen und der Libanon - in den letzten Jahren sehr viele Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen hat,
weil in Polen viele aus den östlichen Ländern aufgenommen wurden,
weil Deutschland ein Transitland auf dem Weg nach Frankreich, Großbritannien, Skandinavien ist und Menschen hier hängen bleiben,
weil die Arbeitslosenquote in den meisten von dir genannten Ländern weit höher ist als in Deutschland und Deutschland Arbeitskräfte aktiv anwirbt, somit bekannt ist, dass sie gesucht sind, die Leute sich also vorstellen, dass sie in Deutschland leicht eine Arbeitsstelle finden - als Flüchtlinge aber vermutlich die Hürden in Deutschland nicht kennen,
weil Syrerinnen per Kontingent aus der Türkei aufgenommen werden, Deutschland damit als Zielland bekannt ist oder auch Teile der Familie bereits in Deutschland lebt (z.B. Eziden),
weil...
Solltest du wirklich Interesse haben, dich mit den Gründen der Flucht und der Entscheidung oder dem Zufall das Ziellandes zu beschäftigen?
Die Frage ist ja immer die Motivation.
Interessiert es mich wirklich oder muss ich es machen..
Wenn man als Erwachsener etwas aus Interesse studiert ist die Motivation eine ganz andere als die eines 20 jährigen Erstsemestlers.
Sehe ich anders,
zum eine man auch ein Erstsemester etwas interessiert studieren, warum denn nicht,
zum anderen ist es eine aufgetragene Aufgabe und u.a. eine Form der Höflichkeit und der Mitarbeit, dass man die vorbereitenden HA erledigt, um im Seminar verstehen zu können, worum es geht.
Da habe ich weder bei Erstklässlern noch bei Erstsemestern Verständnis, letztere sollten es begriffen haben.
Es geht mir eher in FoBi so, dass ich denke, dass etwas ein alter Hit ist oder Erstsemesterkram, aber offenbar haben andere Lehrkräfte da dann doch Bedarf, wobei in der letzten größeren FoBi auch Leute aller Schulformen und Fächer zusammengewürfelt waren, da war es kein Wunder, dass einige weniger Durchblick bei speziellen Themen hatten.
Da war es übrigens so, dass man zwar Sachen lesen sollte, diese dann in den Veranstaltungen aber überhaupt nicht einbezogen wurden, Chance vertan, es hätte ganz sinnvoll sein können, aber die Kursleitenden hatten das offenbar nicht verstanden und waren auch in mehrfacher Hinsicht beratungsresistent.
Einführungsveranstaltungen ins "wissenschaftliche Arbeiten" oder die Arbeit mit wissenschaftlichen Texten gab's übrigens damals nicht. Das mussten wir uns selbst erarbeiten.
Stimmt,
aber es gab Einführungsveranstaltungen in den Fächern, ohne Schein kein Weiterkommen.
Und es gab schon damals Dozierende, da waren es MC-Klausuren unter Nutzung der Aufzeichnung, und andere, da musste man weit mehr Umfang lernen und können.
Bei uns gab es auch Dozierende, die gute Seminare auf Freitagnachmittag gelegt haben, damit nicht so viele Studierende teilnehmen - es war trotzdem toll, aber die Di-Mi-Do-Studierenden waren nicht dabei. Umso besser war das Seminar und das wussten viele zu schätzen.
Mir war damals schon unbegreiflich, warum man die Chancen der Uni nicht für sich nutzt. Dass es nur um Punkte und Scheine geht, dafür weniger um Inhalte und Bildung, scheint durch die Umstellung schlimmer geworden zu sein.
Wir hatten irgendwann einen wirklich guten Psy-Prof, man musste zu jedem Mal ein Kapitel lesen, allerdings recht leicht geschrieben, und das Seminar war dann genau darauf aufgebaut.
Wer nichts gelesen hatte, konnte nicht folgen und nicht mitreden.
Der Prof war aber sehr gelassen und hat dann eben mit denen durchgezogen, die mitgemacht haben.
Die Teilnahme bröckelte auch damals zügig, aber die Inhalte waren prüfungsrelevant und ich denke bis heute, dass der Prof sehr genau wusste, wen er was fragen konnte.
Ich finde, du solltest dir die schlechte Arbeitshaltung der Studierenden nicht anziehen.
Dennoch ist es sicher sinnvoll, sich mit den anderen Dozierenden abzusprechen, wie sie damit umgehen oder ob man etwas im Seminar selbst ändern kann.
Ich hatte auf Beitrag #159 geantwortet und @NRW-Lehrerin schafft es ohne Probleme, die beiden Narrative in einem Post unterzubringen. Dann richtet doch eure Kritik gerne an sie.
Meiner Meinung nach gehört es zusammen, wenn man sich über „importierten Antisemitismus“ sorgt, den der eigenen Bevölkerung aber nicht benennt und als etwas ganz anderes darstellt, weil man darüber nicht reden will.
Dazu ist es undifferenziert und Wasser auf die Mühlen der Hetzer, wenn man die Narrative ständig wiederholt und in Nebensätzen einflicht und salonfähig macht oder machen möchte.
Es gibt eben auch Iraner:innen, die vor dem System geflohen sind, es gibt Palästinenser, die sich gegen die Hamas stellen. Nicht jeder Muslim ist Islamist und unterstützt Terroristen.
Und ja, in jeder Gesellschaft gibt es Menschen, bei denen Antisemitismus verfängt.
https://mediendienst-integration.de/fileadmin/Date…limen.pdf#page3
Mich wundert da eher, warum es bei Deutschen immer wieder so ist, Migrationsdebatten wahlentscheidend sein müssen und alles andere davon bestimmt oder verdrängt wird.
Whataboutism. Ja,ist ein Problem, aber macht das den Punkt des importierten Antisemitismus weniger relevant und valide?
Du trägst also die Erzählung, dass die Flüchtlinge vor allem aus wirtschaftlichen Gründen kommen und ihre andere Kultur Probleme bereitet, über die du sie dann definieren möchtest?
Der ganze importierte Antisemitismus ist nur schwer zu ertragen .
Und erst der nicht-importierte, der sich immer wieder Bahn bricht, obwohl es alle in Deutschland lebenden Menschen besser wissen müssten.
Da äußert man Angst vor anderen Kulturen und hat gar nicht bemerkt, dass es Nachbarn und Freunde sind.
Genau deshalb habe ich mich für naturwisenschaftl- technisch geprägte Fächer entschieden und kann auch erwarten, dass das respektiert wird.
Wird es ja, du könntest ja deine Person mit Hilfe von Schaltplänen vorstellen, wenn du dich dadurch repräsentiert siehst.
Du hast dich aber auch für den Beruf der Lehrkraft entschieden und man darf davon ausgehen, dass dazu auch das Sprechen vor einer Gruppe, Präsentieren und der Bereich Kommunikation gehören, selbst an der BBS.
Es ging mir gar nicht um „macht euch mal locker“, hatte ich auch nicht geschrieben, das liest du da hinein.
Es ging mir eher darum, dass die Aufgabe als solche oder ähnliche auch für anderes genutzt werden können.
Geht es um eine lustige Vorstellung oder darum, das Methodenrepertoire zu erweitern, hinsichtlich des Aufwandes und des Nutzen zu reflektieren, verschiedene Vorlieben und Zugänge abzuwägen und dies für Ausbildung und Unterricht zu bedenken?
Oder geht es darum, die Schülerperspektive bei Aufgaben zu reflektieren?
Ist es eine Ausbildung, in der man auch Sachen machen muss, die einem zwar nicht liegen, die aber in Beruf wichtig sein könnten (Fachlehrer für was?)?
Wenn „Ich habe keine Lust dazu“ der Hintergrund ist für „Das Ausbildungsseminar war doof.“ kann man in jeglicher Ausbildung nur Fehler machen.
Und wenn ihr so gar nichts sagen wollt:
Ich bin erstaunt, wie viele Personen hier äußern, dass sie mit Kreativität und Präsentationen ein Problem haben.
Präsentieren ist wichtig, Theater wird immer wieder gefordert, Musik, Kunst, alles ist möglich, dann darf das auch Raum haben und bekommen.
Wir wissen doch gar nichts über die Personen, die es machen sollen.
Vielleicht sind sie gute Sänger:innen oder können Gedichte schreiben/ Poetry-Slam artige Texte, die amüsant und nachdenklich zugleich sind,
vielleicht lieben sie Theater und finden Rollen, die sie darstellen,
vielleicht sind sie mehrsprachig und nutzen es
oder sie zeichnen gerne Comics oder Gemälde oder sie zeichnen einfach schnell spontan, und es wird eine Runde Montagsmaler (kennt man das heute noch unter dem Namen?).
Zu dritt kann man es hintereinander hängen, hat ja aber auch im Zusammenspiel neue Möglichkeiten.
Die Aufgabe besteht ja nun gerade nicht darin, den Lebenslauf abzugeben, womöglich gibt es mehr Sinn hinter der Aufgabe, als die Namen der Kursteilnehmenden zu kennen.
Dass man teilweise schwer mental eingeschränkte Schüler einfach so, ohne Unterstützung, Entlastung oder andere Hilfe in randvolle Regelklassen setzt und das erfolgreiche Inklusion nennt, kann doch wirklich niemand unterstützen. Hauptsache, auf dem Papier findet Inklusion statt?
Ich finde übrigens das Bild, das du hier von Beeinträchtigten zeichnest, beschämend. Entweder sind sie intellektuell in der Lage, das Gym zu schaffen, oder sie sitzend sabbernd und schreiend in der Ecke?
Kinder mit Beeinträchtigungen bleiben Kinder und zwischen Abitur und Schwerst-Mehrfach-Behinderung gibt es eine sehr, sehr große Breite.
In unserem Schulsystem haben alle Schüler einer Schulform die gleichen Lernziele.
Ähm, nein.
einen irgendwie gearteten Unterstützungsbedarf
„Sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf“ ist in meinem Bundesland die Bezeichnung für einen festgestellten Bedarf in einer oder mehreren sonderpädagogische. Schwerpunkten, bei zieldifferenter Beschulung liegt dieser im Lernen oder der Geistigen Entwicklung vor.
Die Feststellung ist ein längerer Prozess unter Beteiligung mehrerer Lehrkräfte, häufig unter Berücksichtigung weiterer ärztlicher Diagnosen und/oder Berichten von Therapeut:innen.
Warum sollten Kinder mit Behinderung da eine Sonderbehandlung erfahren?
Weil es Kinder mit Behinderung sind.
„Leistungsdifferenzierung“ ist aber nicht „lernzieldifferent“
und CDL schreibt nicht von einer Gesamtschule, sondern von einer Realschule.
"lernzieldifferent" bedeutet übrigens, dass die Lernziele ANDERS sind.
Du kannst die Leistungen des Kindes nicht an denen Anforderungen messen, die du an die zielgleich beschulten Kinder stellst, das geht an sämtlichen Schulformen nicht, da das Kind ja einen Unterstützungsbedarf hat.
Darum steht ja unter dem Zeugnis ein entsprechender Satz. Wir kennzeichnen auch Klassenarbeiten oder Tests entsprechend.
Ich sehe den Konflikt auch nicht.
An allen anderen Schulformen müssen Schüler auch wiederholen, Förderschüler werden zieldifferent unterrichtet.
Warum sollte das am Gymnasium anders sein?
So ähnlich ist „Dollbohrer“, aber das ist aus dem Süden … von hier aus betrachtet.
Werbung