Beiträge von Palim

    Das gab es doch aber auch beides schon.

    In Nds gab es Sprachförderung vor der Einschulung,

    1 1/2 Jahre vorab ein Test,

    je Kind 1 Std., die die Schule bekam, sodass man die Förderung in Kleingruppen organisieren konnte,

    1 Jahr Sprachförderung (mit Schulpflicht und entsprechenden Sanktionen bei unentschuldigtem Fehlen).

    Dann gab es zu wenig Lehrkräfte und die Sprachförderung wurde eingestampft,

    die KiTa sollen das übernehmen (günstiger ist es vermutlich auch - und ein anderer Finanztopf).

    Durch die Rückstellung verzögert man Einschulungen, ähnlich wie bei den verschobenen Einschulungszeiträumen oder flexiblen Einschulungen.

    Dann benötigt man DIESEN Sommer weniger Lehrkräfte ... und hebt die Maßnahme irgendwann doch wieder auf.

    Bei der Zurückstellung der Kinder überlege ich, was es bringt. Was gibt es dann für Förderung im Zurückstellungs-Jahr? Was ist mit Kindern, die auch nach der Zurückstellung ihre Zweitsprache noch immer nicht ausreichend (nach Testergebnis) beherrschen? Einschulung mit 8, 9 oder 10 Jahren?

    BY hat ja ohnehin mehr Stunden in der Tafel, HH auch,

    andere Länder haben in der GS weniger Stunden, NDS will nun aufstocken, es kommen über 4 Jahre 3 Stunden dazu, die in Klasse 1+2 eingetragen sind.

    Ich finde es richtig, dass NDS mehr Stunden setzt.

    Wer 3x 20-min Lesephasen haben möchte oder andere Inhalte, muss auch sagen, woher die Zeit kommen soll.

    Wir haben im Vergleich zu BY je eine Stunde Englisch, Musik, Sport und Religion weniger in Klasse 4 und auch keine flexible Förderung,

    dafür aber eine Stunde AG, die an den Schulen unterschiedlich umgesetzt wird.

    Letztlich ist es doch auch schlimm, dass man sich wieder einmal nach unten nivelliert, Stunden streicht, um dem selbst verbockten Lehrkräftemangel zu begegnen - am Ende stehen schöne Zahlen zur Unterrichtsversorgung in den Medien, obwohl weniger Unterricht erteilt wird und mehr Inhalte erwartet werden.

    Hefte mit sinnverstehenden Übungen zum Lesen von Silben, Wörtern, Sätzen und Texten,

    oft haben sie A5-Größe oder sogar kleiner.

    Es gibt mehrere Anbieter und recht viel Auswahl, so dass man auch gut differenzieren kann.

    Die Hefte von Jandorf kosten 3,30€, die Hefte anderer Anbieter meines Wissens etwas mehr.

    Professionalität bedeutet dann, das Beste aus den Ressourcen zu machen. Dazu muss man negative Erfahrungen reflektieren.

    Ja, das machen Lehrkräfte.

    Und diejenigen, die jeden Tag wieder weit über ihre Grenzen gehen, um im inklusiven Alltag überhaupt Unterricht gewährleisten zu können, sind dann auch so professionell, die Umsetzung schlichtweg schlecht zu finden.

    Das sind auch die, die freiwillig in den Brennpunkt gehen, die viel Idealismus mitbringen, die sich für die Schüler:innen einsetzen, die gerade nicht aus den guten Elternhäusern kommen, sie sich nicht die Schülerschaft aussuchen und sich nicht über was auch immer abgrenzen, sondern genau diese Aufgabe viele Jahre übernehmen und schon lange übernommen haben und die Inklusion noch obenauf bekommen.

    Mit deinem vehementen Fordern der richtigen Einstellung erwischst du auch diese Lehrkräfte. Und sie fühlen sich verhöhnt.

    Meiner Meinung nach muss man viel besser differenzieren zwischen

    a) einer professionellen Haltung im Unterricht, zu der die Umsetzung des Möglichen gehört und die Abgrenzung vom nicht Machbaren. Da ist meine Erfahrung, dass die kritischen Lehrkräfte die Latte sehr hochlegen, die wohlwollenden dagegen auch winzige Maßnahmen gelungen einstufen und allen kollegiale Beratung und bessere Standards sowie bessere institutionelle Hilfen gut tun würden.

    und b) der Bewertung der Inklusion im Diskurs oder im politischen Kontext. Das ist etwas ganz anderes als a) und entsprechend fällt die Äußerung zu Inklusion anders aus.

    Da können Lehrkräfte für Inklusion sein, die Umsetzung und die mangelnden Ressourcen aber schlecht finden. Sie können die Umsetzung unter den gegebenen Umständen ablehnen. Sie können aus Gründen des Arbeitsschutzes gegen die nicht entlasteten Zusatzaufgaben stimmen, selbst wenn sie diese auf sich nehmen (müssen). Sie können sich deutlich äußern, dass die Inklusion erheblich besser ausgestattet sein müsste und nur dann als solche bezeichnet werden kann. Sie können kritisieren, dass es derzeit allein um Einsparungen geht und die Teilhabe gar nicht im Fokus steht, was mit der schlechten Ausstattung belegt werden kann.

    Ja, bestimmt bedingen sich a) und b) auch gegenseitig, dennoch finde ich, dass man die Ablehnung hinterfragen muss und es zu leicht ist, sich darauf zu berufen, dass die Einstellung der Lehrkraft positiv zu sein hat.

    Schön, schön, internationale Studien,

    die darf es dann auch gerne mal zu den Bedingungen des inklusiven Unterrichts geben.

    Man müsste jetzt jede Studie einzeln nachlesen und gucken, wie die Daten erhoben wurden, wie die Bedingungen des Unterrichts in den Schulen sind und insgesamt im System.

    Ähnlich einem Sozialindex für die Schülerschaft bräuchte es zusätzlich einen Personalindex, wie die Versorgung mit Lehrkräften ist - oder zumindest die Versorgung der Schule.

    Dazu kommt, dass in einigen BL die Wahl der FöS besteht und dann ggf. die fitteren Kinder an der Regelschule landen und die schwächeren in der FöS … oder umgekehrt oder entsprechend Sozialindex.

    Um darstellen zu können, ob Kinder in der Inklusion besser beschult sind, müsste man das persönliche Profil in jungen Jahren erstellen, eine Prognose geben und später schauen, ob diese erreicht wurde - oder warum nicht.

    Der Eindruck, man würde nur das halbleere Glas sehen, mag stimmen. Meiner Meinung nach zeugt aber gerade der von Haltung: Es ist die Haltung, dass man für alle SuS an allen Schulen gute Bildung verlangt und entsprechende Ressourcen erwartet.

    Stattdessen sehen viele im Alltag, was fehlt, und sprechen es deutlich an, weil es täglich alle an der Schule beeinträchtigt.

    Denn dann bedeutet das halbe Glas eben auch, dass nur halbe Ressourcen gegeben sind, man dieses aber als „voll eingeschenkt“ vertreten oder verkaufen oder gut darstellen soll.

    Dazu kommt dann der Eindruck oder der Wille, das Glas trotz halber Ressourcen wenigstens zu 3/4 auffüllen zu wollen, damit es nicht einfach nur enttäuschend oder gar schäbig ist. Die einen schaffen das, indem sie immer selbst noch etwas aus dem eigenen Glas nachschenken, die anderen sprudeln den Inhalt zu Schaum, der schön glänzt, wieder andere kommen mit dem halben Glas irgendwie zurecht, sind aber zunehmend unzufrieden, weil man alle vertrösten muss und von vielen Seiten hört, dass man sich eben Inklusion mit vollem Glas vorgestellt hatte.

    Gerne wird die Regelschule mit dem halbvollen Glas mit der Förderschule mit übervollem Glas verglichen, nicht aber umgekehrt.

    Leider ist das Glas für Regelunterricht an manchen Schulen auch nicht gut gefüllt und das der Arbeitszeit reicht auch nie aus, schon gar nicht, wenn man damit noch den Mangel in den anderen Gläsern auffüllt.

    Der Frust kommt also auf, weil die Getränkelieferung für die große Hochzeit leider nur für eine kleine Familienfeier reicht. Man versucht es zu retten, wird hinterher sagen, dass es trotzdem ein sehr schönes Fest war, aber mit dem Getränke-Lieferer bleibt man unzufrieden.

    Bei den Vorzeige-Schulen denke ich oft: Es sollte im Anschluss nicht auf die Haltung verwiesen werden, sondern auf die zusätzlichen Stunden und Ressourcen, die es gebraucht hat. Will Bertelsmann zeigen, wie es mit halbem Glas gelingen kann - und das Land spart sich auch nur maßgerecht einzuschenken, oder will Bertelsmann auf den Markt der Bildung verweisen?

    Von Anfang an hätte Inklusion eine Überversorgung gebraucht, um erst einmal Zeit zur Strukturierung zu haben und die Wege, die man gehen kann, zu finden. Nach über 10 Jahren inklusiven Unterrichts denke ich immer noch, dass Inklusion eine Überversorgung bräuchte, weil Inklusion viel Arbeit ist und weil man immer noch am Suchen ist und weil man nie auf das vorbereitet sein kann, was morgen im Klassenzimmer sein kann, da man alle SuS aus allen Bedarfen in Regelschulen finden kann.

    An deinen Schüler:innen in der Berufsvorbereitung haben sich vor 10 Jahren oder mehr schon die Grundschullehrkräfte die Zähne ausgebissen.

    Nicht in jeder Grundschule sitzen alle eure Schüler:innen, aber irgendwo werden sie ja zur Schule gegangen sein.

    (Werden Schülerakten eigentlich dann noch weitergegeben oder am Ende der allgemeinbildenden Schule archiviert?)

    Wenn also z.B. einzelnen Klassenstufen die Bestellung von Arbeitsheften und Büchern komplett verwehrt wird, weil das Geld für die Digitalisierung anderer Klassenstufen benötigt wird... I

    Wodurch ist denn der Etat festgelegt?

    Bekommt ihr einen Zuschuss für die sozialschwache Lage oder für Inklusion?

    Kann man mit dem Träger für die Digitalisierung etwas aushandeln?

    Sind das Lizenzen, die nur für ein Jahr gelten? Da wittern die Verlage ja das große Geld, die Schulen gucken in die Röhre.

    Wenn es für dieses Jahr schlecht gelaufen ist, würde ich es zur Sprache bringen und auf eine gemeinsame Absprache drängen.

    Über das Forum könnte man überlegen, wie der Mangel aufgefangen werden könnte. Gibt es ein bestimmtes AH nicht, müssen andere Materialien auf den Tisch.

    Habt ihr wenigstens die Kopien frei?

    Auf den Schreiblehrgang wollte ich auch nicht unbedingt verzichten, aber bei der Differenzierung wird es schon schwieriger mit einheitlichen Heften.

    Sinnvoll fände ich ein freies Kontingent, aus dem dann differenzierte Hefte bezahlt würden, z.B. Lese-Übungshefte, die dann je Kind unterschiedlich sein können.

    Oder einen Fundus, aus dem man dann die Materialien nutzen kann, also 30 Hefte X, Y und Z, wovon man dann wählt, was zur Klasse passt, der Rest kann aufgestockt und von den nächsten genutzt werden. Ändert man die Auswahl, kann man die übriggebliebene immer noch zum Fördern einsetzen.

    Aber vieles kann man auch über Kopien zusammenstellen, da die AH ohnehin selten zu den vielen verschiedenen Ausprägungen der besonderen Bedürfnisse passen.

    Noch ein Nachtrag: Es ist ein Arbeitsplan und eben kein Wochenplan. Über die Stopp-Schilder kann ich die Plan-Arbeit für eine nicht zuvor bestimmte Zeit unterbrechen und danach wieder aufnehmen.

    Möglich ist auch, die Einführung zu geben, die Fitteren wieder an den Plan zu lassen und sich mit den anderen in kleinerer Gruppe noch mal zusammenzusetzen.

    Den Stärkeren kann man dann noch Angebote machen. Theoretisch hat man auch eher mal Zeit, mit ihnen eine zusätzliche Phase zu haben, aber mir fällt es eher schwer, dafür Zeit zu haben/ zu nehmen.

    Es ist eine Einführung für alle, manchmal auch weiterer Unterricht dazu, in dem etwas erarbeitet oder erörtert wird.

    Beispiel: In Mathe wird eine bestimmte Rechenweise gezeigt und auch gemeinsam geübt. Erst danach darf dann nach dem Stopp-Schild im Plan weitergearbeitet werden. Da stehen dann zuerst die Pflichtaufgaben, die ich von allen, die regulär mitarbeiten, sehen möchte.

    Anderes Beispiel: In SU geht es um einen Teil eines Themas, wir gucken uns gemeinsam etwas an, erarbeiten Inhalte, es können auch Vorgehensweisen, erheblich praktischere Phasen dazwischen sein, im Plan sind dann eher Aufgaben zum Festigen, Zuordnungen, lesen + Fragen zum Text, Zeichnungen und anderes, bei dem die SuS in ihrem Tempo arbeiten können. Das passt aber nur bei bestimmten Themen.

    Zuvor hatte ich auch schon drei verschiedene Pläne, eine Kollegin hat eine Art Ampelsystem mit Aufgaben auf verschiedenen Niveau-Stufen, aber zum einen muss man dann die Pläne für 3 Gruppen im Blick behalten und eben auch, wann man Erläuterungen mit den Gruppen durchführen muss, zum anderen wollte ich - gerade in Mathe - dass es relativ durchlässig ist und die Kinder alle auch Kür-Aufgaben erreichen können (klappt nicht immer).

    Ich habe seit einigen Jahren Arbeitspläne mit Stopp-Schild und Haltestelle.

    So muss ich nicht so viele Pläne machen.

    Es gibt Pflichtaufgaben für alle,

    ein Stopp-Schuld, wenn man anhalten und warten muss, weil ich zunächst noch etwas Neues einführen will,

    und eine Haltestelle (auf dem Plan als Symbol), an der es weitere Aufgaben zur Auswahl gibt, aus den AH oder auch Material im Raum (Schublade/Kiste), die die Kinder bearbeiten, die mit den Pflichtaufgaben fertig sind und vor dem Stopp warten.

    Aber auch da geht es im Plan in der Regel ums Üben (Mathe) oder um Aufgaben, die selbstständig bearbeitet werden können (Sachunterricht).

    Und auch bei mir sind es bestimmte Themen, bei denen es besser passt und immer nur eine Phase. Auch bin ich bemüht, dass dann nicht in allen Fächern gleichzeitig Pläne anstehen, sondern dass es in den anderen Stunden dann andere Methoden gibt.

    Es ist ein Thread im Bereich der Primarstufe.

    Ich habe derzeit einige SuS, die mit den normalen Materialien nicht arbeiten können und eigene Sachen bekommen, in Mathe, in Deutsch, in SU, in Reli, jeweils aus verschiedenen Gründen und auch nicht immer das gleiche Material. Das sind Kinder mit bestimmtem Status und ja, bei manchen ist es dann individualisieren.

    Bei einigen Kindern weiß ich, dass sie in ein paar Monaten oder einem Jahr mithalten können, bei anderen gehe ich derzeit nicht davon aus, aber es könnte ja in den verbleibenden Schuljahren auch eine andere Entwicklung nehmen.

    Für den allgemeinen Unterricht muss man dennoch auch differenzieren.

    Das bedeutet aber nicht, dass man für alle SuS, die man unterrichtet, ein eigenes Programm fährt.

    Die Frage ist vielleicht eher, wie weit die natürliche Differenzierung ausreicht.

    Meines ist es nicht, wenn ich den Eindruck bekomme, es sei alles beliebig und die Schwachen machen dann eben nur ein bisschen dies oder das oder malen.

    Wenn andererseits die gleichen Aufgaben mit unterschiedlichen Hilfsmitteln zu lösen sind, die Hilfsmittel eingeführt sind und die Schwachen damit zum Ziel kommen, wenn auch langsamer und mit weniger Aufgaben, aber doch so, dass sie einen richtigen Lösungsweg finden, dann ist das eine mögliche Wahl unter mehreren, die allen die Mitarbeit und auch das Voranschreiten ermöglicht.

    Aber immer muss man auch die Klassenzusammensetzung hinterfragen, mit oder ohne Inklusion, mit welchen Unterstützungsbedarfen oder Begabungen, mkt welchen Schwierigkeiten oder Talenten.

    Ich bin auch häufiger krank und auch länger,

    die Kinder auch

    und auch Eltern sagen, sie nehmen seit Corona alles mit.

    So ist man ständig von Kranken umgeben, vielleicht war das sonst nicht so heftig, vielleicht fällt es jetzt mehr auf, weil man eher darauf achtet, wie viele Kinder krank sind.

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