Eine Erklärung dafür wäre, dass die Stellen unattraktiv sind, eine andere, dass viele Grundschullehrkräfte überhaupt keine Mehrverantwortung tragen wollen.
Es ist die Entscheidung SL oder nicht-SL, dazwischen gibt es oft nichts, nur größere Grundschulen haben in NDS Konrektor:innen (also eine Stelle mit wenigen Entlastungsstunden und einer Zulage).
Fachkonferenz, Inklusion, Klassenfahrt, Ausbildung von Studierenden und Refs, Kopierer (?) macht jede.
I-Pad und Admin diverser Programme einschließlich Zeugnisprogramm, Öffentlichkeitsarbeit, Wettbewerbe, Konzepte, Beauftragungen, Arbeitsgruppen etc. trägt jede, soviel sie schafft oder zugewiesen bekommt. Auch die Vertretung der SL kann jede treffen, wenn die SL kurz oder länger ausfällt. Fällt eine andere Lehrkraft aus, werden die Aufgaben unter den verbliebenen verteilt, also hat man noch mehr Aufgaben.
Immerhin gab es in NDS die Umstellung von A12 auf A13, an der Verteilung der Aufgaben hat das nichts geändert.
Davon zu sprechen, die Kolleg:innen würden die Verantwortung scheuen, kann man nur aus großen Systemen heraus denken, wo man womöglich ohne zusätzliche Aufgabe bleiben kann und „nur“ Unterricht hält, womöglich noch ohne Klassenleitung.
Als SL in der GS in NDS macht man die Aufgaben der SL und Unterricht in einem Umfang, der z.T. auch eine Klassenleitung bedeutet. Da es keine Konrektoren gibt, hat das Kollegium z.T. kaum Einblick in die SL-Aufgaben und springt ins kalte Wasser oder, bei einer offenen SL oder bereits zuvor geteilten Aufgaben oder notwendiger Vertretung, weiß man zumindest in Teilen, was zu erledigen ist.