Beiträge von Palim

    Eine Erklärung dafür wäre, dass die Stellen unattraktiv sind, eine andere, dass viele Grundschullehrkräfte überhaupt keine Mehrverantwortung tragen wollen.

    Es ist die Entscheidung SL oder nicht-SL, dazwischen gibt es oft nichts, nur größere Grundschulen haben in NDS Konrektor:innen (also eine Stelle mit wenigen Entlastungsstunden und einer Zulage).

    Fachkonferenz, Inklusion, Klassenfahrt, Ausbildung von Studierenden und Refs, Kopierer (?) macht jede.

    I-Pad und Admin diverser Programme einschließlich Zeugnisprogramm, Öffentlichkeitsarbeit, Wettbewerbe, Konzepte, Beauftragungen, Arbeitsgruppen etc. trägt jede, soviel sie schafft oder zugewiesen bekommt. Auch die Vertretung der SL kann jede treffen, wenn die SL kurz oder länger ausfällt. Fällt eine andere Lehrkraft aus, werden die Aufgaben unter den verbliebenen verteilt, also hat man noch mehr Aufgaben.

    Immerhin gab es in NDS die Umstellung von A12 auf A13, an der Verteilung der Aufgaben hat das nichts geändert.

    Davon zu sprechen, die Kolleg:innen würden die Verantwortung scheuen, kann man nur aus großen Systemen heraus denken, wo man womöglich ohne zusätzliche Aufgabe bleiben kann und „nur“ Unterricht hält, womöglich noch ohne Klassenleitung.

    Als SL in der GS in NDS macht man die Aufgaben der SL und Unterricht in einem Umfang, der z.T. auch eine Klassenleitung bedeutet. Da es keine Konrektoren gibt, hat das Kollegium z.T. kaum Einblick in die SL-Aufgaben und springt ins kalte Wasser oder, bei einer offenen SL oder bereits zuvor geteilten Aufgaben oder notwendiger Vertretung, weiß man zumindest in Teilen, was zu erledigen ist.

    hatten wir mehrere Tagen mit fiesem Eisregen; das ist m. E. doch ungewöhnlich für unsere Region.

    Ich fand es ungewöhnlich. Eisregen ist hier sonst ein 2-Stunden-Ereignis, es friert vorher, der Boden ist noch gefroren, der Wind dreht, der Regen trifft auf den kalten Boden 7nd gefriert dann dort, ABER nach 2 Stunden taut es und dann ist der Spuk vorbei.

    Das war dieses Mal nicht so, es war sehr viel länger kalt und frostig, es fiel mehrere Tage Eisregen, der alles glasiert, es blieb kalt und die Glasur blieb bestehen.

    Die Autobahn war etliche Stunden gesperrt und die Salzvorräte sind vielerorts nahezu aufgebraucht oder deutlich reglementiert, es wurde mehrfach darauf verwiesen, dass Salz bei Extremwetter erlaubt ist.
    Bei der Wetterlage ist es besser, wenn möglichst wenige Menschen unterwegs sind, für die, die es nicht vermeiden können, bleibt es gefährlich, für die Rettenden dann aber übersichtlicher.

    Ich gucke oft bei Kletts Anoki-Heften, man kann die Lösungn einsehen und damit den Aufbau des kompletten Heftes.

    Für die Differenzierung habe ich inzwischen auch etwas von der Rico-Schnabel-Reihe eingesetzt, die RS-Sachen allerdings noch nicht.

    Dumm nur, wenn sogar die SL diese Einstellung hat und regelmäßig während der Unterrichtszeit wichtige Informationen, Anweisungen etc. verteilt und erwartet, dass man diese zeitnah (also innerhalb der nächsten max. 1 Stunde) liest und umsetzt.

    Ich wäre nicht bange, der SL die gleiche Antwort zu geben: Unterricht oder Digitales.

    Es mag Schulstandorte/ Schulformen geben, in denen man Zeit im Unterricht für anderes hat, ich habe sie nicht, mein Klientel ist fordernd und ich langweile mich im Unterricht nicht.

    Leider hat uns die Schulleitung mitgeteilt, dass wir verpflichtet sind, einmal pro Tag, und zwar morgens, unsere E-Mails zu überprüfen.

    Wann denn morgens? Noch vor dem Unterricht? Dem würde ich nicht nachkommen - und sicher andere Lehrkräfte auch nicht, weil sie morgens andere Verpflichtungen haben.

    Die Mails zu überprüfen bedeutet zudem nicht, dass man sie dann beantworten muss. Guck, was du für den Tag dringend benötigst, alles andere kann warten.

    „Zeitnah“ bedeutet bei uns an der Schule „innerhalb von 3 Tagen“, manchmal ist es früher möglich, manchmal aber eben nicht. Gerade bei vorwurfsvoll klingenden Mails ist es sinnvoll, die Antwort mit Bedacht zu formulieren.

    Alles, was am Vormittag von außen erwartet wird, ignoriere ich. Sollte jemand nachfragen, werde ich äußern, dass ich mich darum kümmern kann, dann aber kein Unterricht mehr erfolgen kann für die gesamte Klasse.

    Manche Eltern haben eine merkwürdige Vorstellung von Unterricht, mir ist bewusst, dass viele sich nicht an die Grundschulzeit erinnern und ihr eigener Unterricht eine Weile vorbei ist. Aber die Vorstellung, man klebe dauerhaft an digitalen Geräten oder stünde unentwegt für Gespräche zur Verfügung, ist schlicht unrealistisch.

    Wenn es zu wild wird, kann man auch darauf verweisen, dass man über das Sekretariat einen Termin vereinbaren kann … oder selbst einen Termin vorschlagen, wenn es inhaltlich wirklich notwendig ist.

    Normal tickende Etern

    … stehen mixen mitten im Werkunterricht und erwarten ein sofortiges Gespräch

    … beschweren sich, wenn am Vormittag innerhalb einer Stunde keine Antwort erfolgt, was sie unter „zeitnah“ fassen

    … diskutieren die von Kindern erzählten Erlebniss in der WhatsApp-Gruppe, ohne je eine Nachfrage zu stellen


    Was ist schon normal?

    Wir rutschen von einer schlechten Versorgung gerade in eine sehr schlechte, sodass auch wir in das Aufteilen der Klassen gehen müssen, sowohl bei vorab bekannten Terminen wie auch bei kurzfristiger Vertretung.

    Es gibt Jahrgänge, in denen wir Klassen zusammenlegen können, aber das geht nicht überall. Das 2. Halbjahr wird übel.

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