Beiträge von Meer

    Darf ich fragen, warum du dich dafür entschieden hast an eine Ersatzschule zu gehen? Bereust du es? Ich persönlich sehe viele Nachteile (zusammengefasst: mehr Arbeit aber schlechter vergütet, da weniger Beförderungen, geringere Anzahl an Entlastungsstunden und häufig nicht ausgezahlte Vertretungsstunden), an einer Ersatzschule zu arbeiten. Den einzigen Vorteil sehe ich darin, dass man nicht abgeordnet werden kann (was ja zumindest in NRW ein häufiges Phänomen zu sein scheint, aus anderen Bundesländern (weil sie vielleicht nicht so dicht besiedelt sind) kenne ich das in der Häufigkeit nicht))

    Also an unserer Schule gibt es nicht weniger Beförderungen, evtl. gibt es weniger Entlastungsstunden, dafür wird fast jedes Zusatzamt mit einer Zulage entlohnt. Mehrarbeit wird natürlich abgerechnet.

    Im Endeffekt verdiene ich für meinen Teil mehr als ich an einer öffentlichen Schule verdienen würde.

    ZfSL (früher Studienseminar) und Schule müssen mindestens 30km auseinander liegen. Das dürfte schwer werden. Der Wohnort des Referendars spielt da keine Rolle, ein etwaiger Zweitwohnsitz auch nicht.

    Das ist nicht schwer, insbesondere, wenn sich ZfsLs abwechseln mit Jahrgängen wo sie für bestimmte Schulformen geschlossen sind. Dann muss man zum nächsten und schwupps... Und wie andere schon schrieben, brauch es je nach Region noch nichtmal das.

    Und bei uns lag BiWiss im normalen Seminaralltag. Wir hatten üblicherweise morgens BiWiss, dann Kernseminar und anschließend 2-mal Fachseminar.

    Samstags nie, bis 18 Uhr hatten Leute mit exotischen Kombis.

    Bei mir war es an einem anderen Tag und in einem anderen ZfsL. Weil verschiedene Bildungsgänge und ZfsLs zusammengelegt. Zu der Zeit hatte ich auch noch kein offizielles Fachseminar. Nur Kernseminar.

    Samstags? 8-18 Uhr? Ach Du liebe Güte, da war ich ja mit meinem ZfsL gut bedient. Wir hatten wirklich nur den einen Tag. Da ich keine exotischen Fächer habe, lagen die auch zeitlich vernünftig, aber DU hast Recht: Einige von uns hatten einen Freiblock und dann bis 18 Uhr Seminar.

    Ich kann mir aber auch vorstellen, dass die Orga stark von der Leitung abhängt.

    Ich selbst hatte nie Samstags. Ein Kollege hatte aber irgendwie 14 tätig Samstags. Ich hatte Bildungswissenschaften an einem zusätzlichen Nachmittag. Dort aber dann bis 18 Uhr oder so ca.

    mit 8-18 Uhr meinte ich auch, dass dies die generellen Seminarzeiten waren. Es kam dann drauf an, wann die eigenen drei Seminare lagen.

    Ich hatte damals im ersten halben Jahr an unterschiedlichen Tagen Seminar. Bildungswissenschaften liegt irgendwo, manchmal auch Samstags. Da kommen alle Schulformen zusammen.

    Danach hatte ich Seminar zu wechselnden Zeiten. Grundsätzlich konnte da alles von 8 bis 18 Uhr dabei sein an unserem ZfsL.

    Das ist ja auch was völlig anderes. Bei Allergikern, Epileptikern, etc. wird ans Klassenteam kommuniziert, wie man sich als Lehrperson konkret verhalten soll, wenn es zu einem relevanten Ereignis kommt. Ein Kollege hatte mal einen Epileptiker in einer Klasse, da wurde sogar eine kurze Schulung mit allen Lehrpersonen durchgeführt was man machen muss, wenn der Schüler einen Anfall hat.

    Was ist daran so anders? Wenn ich weiß, was der Person bei einer Panikattacke hilft, kann ich sie genau damit dabei begleiten. Und um nichts anderes geht es hier. Wie können wir im Raum Schule unterstützen, dass heißt, gibt es Auslöser, die wir ggf. im Unterricht vermeiden können und gibt es Übungen an die wir ggf. im Fall der Panikattacke erinnern können.

    Alles weitere gehört natürlich in die Hände eines Psychotherapeuten/einer Psychotherapeutin.

    Manchmal dauert es aber ewig bis jemand einen Platz hat und dann kann es hilfreich sein, wenn man kleine Übungen kennt die in diesem Moment ggf. helfen können. Eben wie schon jemand schrieb, erste Hilfe für die Psyche.

    Ich würde in einem solchen Gespräch auch noch fragen, ob es eine Idee gibt wie die Lehrkraft oder Schule generell unterstützen kann.

    Manchen hilft z.B. auch eine kleine Erinnerung an Regulationsübungen oder so. Da gibt es auch viele tolle, die man auch ganz unauffällig machen.

    Sind auch hilfreich, wenn es um Prüfungsängste geht, oder bei Kindern/Jugendlichen mit Traumaerfahrungen.

    Wer Interesse an so etwas hat, schaut mal nach den SOS-Übungen von Kathi Bohnet bzw. helperscircle

    Also ich persönlich habe auch auch noch keine entsprechende Alternative für Windows gefunden, die so reibungslos etc. läuft.

    Foxit haben wir auch in der Schule neben AdobeReader.

    Wenn es mir drauf ankommt nutze ich dann doch lieber meinen privaten Mac. Irgendwie bin ich damit oft auch viel schneller als unter Windoof... Selbst wenn ich Microsoft Tools wie OneNote und Co nutze.

    Wenn wirklich etwas mit der Abrechnung nicht stimmt bist du verpflichtet dich sofort zu melden.

    Ich hatte es mal und habe mich durch Urlaub erst zwei Wochen später gemeldet, ich durfte mir einiges anhören von der anderen Seite des Telefonhörers.

    Ich auch, sie tut dem Kollegium nicht gut.

    Immer wieder Sonderrollen, Verhaltensweisen etc. die sich sonst niemand erlauben darf. Gesagt werden darf eigentlich auch nichts.

    Auch wenn es stimmt, würde ich einwerfen, dass die Weiterqualifikation des Doktorats in sehr vielen Fällen diejenige ist, das "auszuhalten" und geforscht zu haben, mehr als die konkrete inhaltliche Kompetenz.
    Und nach vier Jahren in einer Hochschule / Behörde, in der - wie sicher in den meisten Behörden - die Leitungspositionen grundsätzlich nur an promovierte Personen vergeben werden und in einer Abteilung mit weiteren (also zusätzlich zur Abteilungsleitung) promovierten Menschen, kann ich sagen: OH DOCH, es wird auch auf Leute ohne Promotion herabgeschaut.
    Es gab sehr viele Tätigkeiten / Momente, in denen ich ungebildete Unpromovierte nicht mit bestimmten (promovierten) Menschen reden durfte, sondern es entweder über meinen Chef (okay) oder meine (promovierte) Kollegin gehen musste, obwohl diese GAR NICHTS mit dem Bereich zu tun hatte.

    und es war immer wichtig, dass auf jeder PPT "Dr. Rote Bete, Dr. Frisch Käse und Chili Paprika" stand.

    Oh krass, dass scheint aber sehr vom Fachbereich abhängig zu sein oder so. Ich habe ja selbst viele Jahre an der Uni gearbeitet und bin ohne Promotion gegangen. So etwas habe ich tatsächlich nie erlebt.

    Allerdings muss ich im Nachgang auch sagen, hätten einige der Menschen mit Titel(en) mal mehr ihren eigentlich Job gemacht und weniger an ihre Mitarbeiter delegiert, wäre ich wohl mit dem Titel aus der Zeit rausgegangen.
    Neben OBAS war dann keine Zeit mehr und inzwischen sind meine Daten veraltet. Manchmal schade, auf der anderen Seite, habe ich es immer aus Interesse an den Themen gemacht und nicht explizit um diesen Titel zu erreichen. Vielleicht geht man mit einigen Situationen in jüngeren Jahren auch anders um. Heute würde ich mir manches vielleicht auch nicht mehr gefallen lassen und stattdessen die Zeit in meine Forschung stecken, statt zum x.ten mal den Allerwertesten vom Herrn Professor zu retten.

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