Beiträge von Humblebee

    Was ist das? Fachabi während der Ausbildung?

    Nein, in dieser Schulform wurden die "einjährige Berufsfachschule" (Eingangsvoraussetzung: Real- oder Hauptschulabschluss) und die Fachoberschule Klasse 11 (Eingangsvoraussetzung: guter Realschulabschluss) zusammengefasst. Im ersten Halbjahr werden nun alle SuS gemeinsam beschult, im zweiten Halbjahr werden sie in einen F-Zweig (die mit gutem Durchschnitt im Halbjahreszeugnis können dann bei Bestehen in die FOS Klasse 12 gehen) und einen B-Zweig (Berufsfachschulzweig mit dem Ziel, im kommenden Sommer eine Ausbildung zu beginnen) aufgeteilt. Die SuS können in der BFS dual in einem Jahr den erweiterten Sek I-Abschluss erwerben.

    Für einen weiteren Überblick: Die Berufsfachschule dual (BFS dual) - Innovationsvorhaben - | Nds. Kultusministerium Fun fact: Diese neue Schulform läuft auch weiterhin als "Innovationsvorhaben"; ob und wann sie nun verpflichtend an allen BBSn eingeführt, steht in den Sternen (zuerst hieß es - siehe verlinkter Text - zum Schuljahr 25/26, dann 26/27, jetzt: offen). Einige Schulen sitzen es aus und führen weiterhin die einjährige BFS und die FOS 11 ;) .

    Natürlich kann man zu Weihnachtsferien Winterferien sagen, man darf sich aber nicht über Missverständnisse wundern, wenn man einen Begriff wählt, der eine andere Bedeutung hat. Manche Bundesländer haben schon immer Winterferien zwischen Mitte Februar und Mitte März. Wer also Winterferien sagt, muss damit rechnen, dass der Gegenüber an diesen Zeitraum denkt und nicht an die Zeit um Weihnachten.

    Na ja, man kann sich aber doch wohl denken, dass zwischen den tatsächlichen "Winterferien" und den Osterferien keine "laaaange Durststrecke" - wie griding es formulierte - liegt, oder?

    9 bis 12 Lerngruppen über Sek I und II verteilt (warum auch immer das von Belang ist).

    Warum das von Belang ist? Wenn du so viele Lerngruppen nur in der Oberstufe hättest, kämst du aus dem Korrigieren kaum noch 'raus, oder?! Es ist ja schon ein Unterschied, ob du nun zwei Oberstufenkurse und acht Klassen in der Sek I hast oder fünf in der Sek I und fünf in der Sek II.

    unterschiedliche Lerngruppen (je mehr desto höher der Aufwand, mehr Konferenzen, Veranstaltungen u.ä. kommen hinzu), die auch noch zudem i.d.R. randvoll sind, so dass der Aufwand noch weiter steigt (mehr Tests, Klassenarbeiten, Klausuren, Elternsprexhtagstermine, Beratungsgespröche etc. etc. etc.),

    Teilweise besteht hier ein Unterschied zwischen dem allgemeinbildenden und dem berufsbildenden Bereich: Wenn wir in der BBS mehr Lerngruppen haben, sind damit bspw. nicht mehr Konferenzen (abgesehen natürlich von Zeugnis- und Ordnungsmaßnahmenkonferenzen - wobei letztere zum Glück selten vorkommen) oder mehr Veranstaltungen (wir haben so gut wie keine "außerunterrichtlichen Veranstaltungen") verbunden.

    "Randvoll" sind bei uns zudem nicht alle Klassen. In einer ganzen Reihe von Bildungsgängen liegt die durchschnittliche Klassenstärke bei unter 20 (z. B. in verschiedenen Fachschul- und mehrjährigen Berufsfachschulklassen, einzelnen Berufsschulklassen oder in der Berufseinstiegsschule (Ausbildungsvorbereitung), wo teilweise nur 10 bis 15 SuS in einer Klasse sind).

    Zum jährlichen Eltern- und Ausbildersprechtag kommen eigentlich nur in der Klasse 11 des BG relativ viele Erziehungsberechtigte (leider sind in unserer Schulform die wenigsten Eltern noch an ihren Sprösslingen interessiert). Zudem haben wir ja viele SuS, die schon volljährig sind, und Ausbilder*innen kommen in den letzten Jahren auch nur noch wenige zu den Sprechtagen, da die Klassenlehrkräfte mit ihnen über Telefon und E-Mail in Kontakt stehen und persönliche Gespräche in der Schule daher unnötig sind. Ich hatte vorletzte Woche beim Eltern- und Ausbildersprechtag ganze fünf etwa fünfminütige Gesprächstermine, ausschließlich mit Müttern von SuS aus einer BG 11. Insgesamt habe ich dieses Schuljahr sieben Klassen (alle - außer BG 11 - nur eine Doppelstunde pro Woche), aber aus den anderen Klassen waren keine Eltern bei mir; die gehen - wenn überhaupt - normalerweise nur zu den Klassenlehrkräften.

    Beratungsgespräche führen wir mit den SuS i. d. R. auch nicht bzw. nur in bestimmten Bildungsgängen. In der neuen "Berufsfachschule dual" sind Coachinggespräche vorgesehen, die von den Klassenlehrkräften aber während der Unterrichtszeit geführt werden (es gibt jeweils eine Klassen- und eine Co-Klassenlehrkraft; eine übernimmt dann den Unterricht, die andere coacht). Und in den Berufseinstiegsklassen ist für die Klassenlehrkräfte ebenfalls eine Doppelstunde pro Woche als "Betreuungsunterricht" geblockt.

    Wir haben ganz viele kleine Berufe. Oder in einer Klasse sitzen 5 verschiedene Berufe. Daher gibt’s auch viele Ausschüsse.

    Ah, das ist natürlich was anderes! Wir haben im kaufmännischen Bereich an meiner Schule nur fünf Ausbildungsberufe, die aber alle eigene Klassen haben (die - bis auf den Großhandel - aber auch alle recht groß sind).

    Es sind im Gros mittlerweile halt immer mehr Schüler auf dem Gymnasium, die dort definitiv nicht hingehören.

    Darüber lässt sich streiten - was hier im Forum ja auch schon lang und breit getan wird.

    Schrieb ich nicht.

    Was schriebst du nicht? Ich habe dich gefragt, ob du 9 bis 12 Lerngruppen in der Oberstufe oder insgesamt - also in Sek I und Sek II - hast. Die Antwort bleibst du schuldig.

    Und dass das "normal" ist, ist ja das Problem.

    Nein, das ist überhaupt kein Problem, weder für mich noch für meine BBS-Kolleg:innen. An den Berufsbildenden Schulen war es schon immer so, dass in fast allen Bildungsgängen die Fächer und Lernfelder/Profil- und Qualifikationsbausteine nur zweistündig unterrichtet werden. Also ist es für uns sehr wohl "normaler" Unterrichtsalltag.

    Bei uns in der Schule handhaben es meines Wissens die allermeisten KuK so, dass SuS während einer Klassenarbeit/Klausur gar nicht auf die Toilette dürfen. Nur bei mehr als 90minütigen Klausuren - die es allerdings nur im BG und in der FOS gibt - dürfen die SuS einzeln aufs Klo; da werden die Abwesenheitszeiten aber in einem "Pipi-Plan" notiert.

    In all den Jahren haben bei mir noch nie SuS über diese Regelung gemeckert oder auf ihr (angebliches) Recht gepocht, auf Toilette gehen zu dürfen. Ich wüsste gar nicht, wann mich überhaupt das letzte Mal jemand in einer 60- bis 90minütigen Klassenarbeit/Klausur gefragt hat, ob er/sie aufs Klo darf. Wenn ich dann in der Vergangenheit gesagt habe: "Sorry, aber während einer Arbeit darf niemand aufs Klo.", gab es noch nie Proteste.

    Jeder Fachlehrer kann und muss in diesen Prüfungsausschüssen sitzen, da diese paritätisch mit Lehrkraft, Arbeitnehmer-, Arbeitgebervertreter besetzt sein müssen. Es ist daher nahezu jeder Lehrer, der schwerpunktmäßig in einem Beruf unterrichtet, Mitglied einer PA der Kammer (Handwerk und/oder Industrie).

    Das ist in NDS - oder zumindest an meiner Schule und einigen anderen BBSn, wo Bekannte von mir arbeiten - nicht so extrem. In meiner Abteilung "Wirtschaft und Verwaltung" bspw. sind wir über 30 KuK, von denen viele mehrstündig in Berufsschulklassen unterrichten. Trotzdem sind seit Jahren nur drei KuK in den IHK-Prüfungsausschüssen (je eine Lehrkraft in den PA für Einzelhandel, Büromanagement und Industrie). Bis vor zehn Jahren ein Kollege, der fast ausschließlich in der BS Einzelhandel unterrichtet hat, in Pension gegangen ist, waren es vier.

    Es ging um die Zeit zwischen Winterferien (Faschingswoche) und Osterferien, nicht zwischen Weihnachtsferien und Osterferien.

    Diese "Winterferien" - also die beweglichen Ferientage in BW, die ja offensichtlich meist in der Karnevalswoche liegen - hast erst du 'reingebracht. Im ursprünglichen Beitrag von griding ging es um die Zeit zwischen den Weihnachts- und den Osterferien in NRW:

    Nach den Winterferien kommt die laaaange Durststrecke bis Ostern :teufel:

    Was ich in dem Zusammenhang spannend finde, ist dass die beruflichen Gymnasien nicht nach diesem unsäglichen punktebasierten Raster korrigieren, sondern mit lediglich 6 Kategorien im Bereich Sprache, für die man jeweils direkt Noten setzt.

    Wie genau sieht denn in NRW dieses Raster aus und wie die Kategorien, nach denen im BG korrigiert wird? In NDS gibt es meines Wissens kein solches "punktebasiertes Raster"; weder am beruflichen noch am allgemeinbildenden Gymnasium.

    bei einem GK mit 26 Schülern ist es inzwischen Glück, wenn ein oder max. zwei Schüler mir Arbeiten einreichen, die ein paar aufeinanderfolgende Sätze ohne Fehler beinhalten,

    Tja, das war bei mir in den Englisch-GK vor 10 oder 15 Jahren leider auch schon der Fall.

    dass die Prüfungszeiten hier 'explodiert' sind

    Das mag in NRW so sein, in NDS - um das es in diesem Thread geht! - nicht. Hier schreiben wir schon seit langer Zeit in den Grundkursen/Kursen auf grundlegendem Anforderungsniveau in Englisch in der Oberstufe i. d. R. zwei-, selten dreistündige Klausuren.

    Habe ich vor ca. 10 Jahren mit entsprechender Routine/Effizienz noch mehrere Klausuren in einer Korrekturstunde korrigiert bekommen, sind es heute i.d.R. nur noch 1 1/2

    Bei mir hat sich in den letzten 10 Jahren nichts an der Korrekturzeit geändert - siehe oben: Ich habe nicht den Eindruck, dass unsere SuS im BG in Englisch schlechter geworden sind (mehr Fehler machen usw.) als noch vor 10 oder 15 Jahren; dort "sammeln" sich doch i. d. R. die SuS, die nicht gut in Englisch sind... Ich kann für mich tatsächlich nur sagen, dass ich in den letzten 20 Jahren schneller geworden bin bei der Korrektur von Englischklausuren im BG.

    Und dennoch sind die Schüler auf dem Papier nicht schlechter als frühere Schüler, die erheblich leistungsfähiger waren, weil die 'von oben' vorgegebenen Bepunktungen das so wollen - war früher die Hälfte falsch, war das allenfalls eine mangelhafte Leistung, heute ist das ausreichend; frustrierend.

    Auch an der Bepunktung hat sich hier in NDS in den letzten Jahrzehnten nichts geändert.

    Es ist immer zu viel, i.S.d. Schüler, i.S.d. Kollegen, im Sinne dessen, was Schule eigtl. leisten soll.

    Ah ja...

    Da bringen auch Durchhalteparolen nichts, es saugt einen mit der Zeit einfach aus (ich habe i.d.R. 9 bis 12 Lerngruppen... das ist schon eine Zumutung, wenn die dann aber auch - wie das hier der Fall ist - alle bei über zwei Dutzend Schülern sind, ist das ein Armutszeugnis für das System... mein LK hat gerade die Hälfte, ist 'ne ganz andere Welt des Unterrichtens).

    Du hast 9 bis 12 Kurse in der Oberstufe?!? Oder sowohl Sek I als auch Sek II? 9 bis 12 Lerngruppen oder unterschiedliche Fächer/Lernfelder/Profilbausteine/Qualifikationsbausteine in verschiedenen Bildungsgängen im Unterricht zu haben, ist für uns Lehrkräfte an BBS normal, da die meisten Fächer sowie LF/PB/QB nur zweistündig unterrichtet werden. Vorletztes Schuljahr hatte ich z. B. Englisch in einer BES-, drei BFS-, zwei Berufsschul- und einer BG11-Klasse (bei letzterer ist Englisch dreistündig, ansonsten haben wir nur eine Doppelstunde pro Woche), dazu noch zwei unterschiedliche Lernfelder in einer der o. g. BFS-Klassen und einen Qualifizierungsbaustein in obiger BES-Klasse (alle ebenfalls zweistündig). In der BES-Klasse waren "nur" 21 SuS, in allen anderen 24-27 SuS und es werden überall zwei Klassenarbeiten/Klausuren pro Halbjahr geschrieben. Die sind aber natürlich im BG korrekturintensiver als in den anderen von mir genannten Bildungsgängen.

    Und wie gesagt: Bei uns im BG sind in den Englisch-gA-Kursen schon immer (unser BG gibt es seit 2006) zwischen 25 und über 30 SuS (vor etwa 12 Jahren hatte ich mal einen GK mit 32 SuS); in den eA-Kursen - also den Leistungskursen - sind es in Englisch durchschnittlich 22 bis 25 SuS. Von einem Englisch-LK/eA (oder ist dein zweites Fach?) mit nur einem Dutzend SuS können wir nur träumen!

    Mein Ex war alleinerziehender Vater seit dem 3. Lebensjahr seines Sohnes, die Mutter ein ins Ausland verzogener Totalausfall. Er hat trotzdem immer Vollzeit gearbeitet und eben einen Job angenommen, mit dem es passte. Vorher war er Rettungssanitäter und parallel selbstständig im IT Business, das ging mit Kind beides nicht mehr gut, also hat er eben was anderes gemacht und einen 0815 Bürojob angenommen.

    Freut mich für ihn, dass er einen anderen Job, bei dem die Betreuung für ihn machbarer war, bekommen hat. Das dürfte aber halt nicht für jede/n Alleinerziehende:n so einfach sein.

    Alleinerziehend zu sein ist einfach kein Grund für Sofa und Bürgergeld, sorry.

    Hat das hier jemand behauptet? Mag sein, dass ich das überlesen habe.

    Dazwischen sind fünf Wochen Unterricht wie jedes Jahr.

    Das mag in BW so sein, aber auch nur, wenn dazwischen noch bewegliche Ferientage liegen, oder? In NRW sind es - wenn ich mich gerade nicht verguckt habe - im kommenden Jahr 11,5 Wochen (die Winter-/Weihnachtsferien enden am 07.01.26, die Osterferien starten am 30.03.26). Ich weiß allerdings nicht, ob es nicht doch auch viele Schulen in NRW gibt, die zwischen Weihnachts- und Osterferien noch bewegliche Ferientage haben.

    Hier NDS haben wir zwei Tage "Halbjahresferien", aber ansonsten liegen - da es hier ja keine beweglichen Ferientage gibt - auch fast 11 Wochen zwischen Weihnachts- und Osterferien (Ende Weihnachtsferien: 06.01., Beginn Osterferien: 23.03.; Halbjahresferien sind am 02. und 03.02.26)

    Und mir fällt auf, dass Englisch-Korrekturen so unglaublich viel Arbeit sind in der Oberstufe...

    Klar machen die mehr Arbeit als Korrekturen von Unterstufen-Klassenarbeiten (oder in meinem Fall: von anderen Bildungsgängen), aber das ist m. E. auch Gewöhnungssache. Mit der Zeit wird man schneller und arbeitet effizienter.

    Habe auch noch einen Kurs mit 26 SuS erwischt, herzlichen Dank an die Schulleitung...

    Öhm, 26 SuS im Englisch-Grundkurs finde ich nicht viel, muss ich sagen. Wir haben im Beruflichen Gymnasium immer mal wieder Leistungskurse mit 25 oder mehr SuS (vor drei Jahren hatten wir sogar zwei mit je 28 SuS) und die gA-Kurse haben regelmäßig um die 30 SuS.

    Durchhalten! Du packst das! Schön finde ich im Übrigen, dass du dem Ganzen auch Positives abgewinnen kannst.

    Die Frau kann hieran kaum etwas ändern und muss schauen, dass sie auf Basis der Ausgangsfaktoren die Situation möglichst optimal für sich und das Kind gestaltet.

    Richtig!

    Aus der Makroebene betrachtet kann sich der Vater aber auch nur seine Position erlauben, nicht nur weil die Rechtsprechung es hergibt, sondern weil sein Umfeld diese akzeptiert.

    Woher weißt du denn so sicher, dass sein Umfeld dies akzeptiert?

    Ja, das Verständnis dafür fehlt mir auch. Das bringt aber doch der beschriebenen Mutter rein gar nichts. Denn wie Magellan oben schrieb:

    Der Vater möchte das Kind nur alle 2 Wochen am Wochenende sehen. Vor Gericht wurde dem stattgegeben.

    Die Mutter kann also nicht viel machen, nur dieses Urteil akzeptieren und sich leider größtenteils allein um ihr Kind kümmern. Da hat sie eben rein gar nichts davon, wenn andere Menschen sich fragen, warum ihr Ex-Partner sein Kind nicht öfter sehen will oder du der Meinung bist, dass er sich wie ein Kind verhalte.

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