Beiträge von Humblebee

    Das wäre ja ausgesprochen traurig, wenn es an Schulen keine Linksradikale und Klimaaktivist*innen gäbe.

    Na ja, auf "total radikale" Schüler*innen könnte ich - ehrlich gesagt - verzichten (egal, ob links- oder rechtsextrem). Und wer Klimaaktivist*in ist, muss ja nun nicht gleich bei den Aktionen der "Letzten Generation" mitmachen.

    Und selbstverständlich bin ich links. Vermutlich sogar radikal. Dafür reicht doch heute schon, wenn man einen bewohnbaren Planeten haben möchte, geschlechtergerechte Sprache verwendet, Nazis aufhalten möchte und bezahlbaren Wohnraum für ein Grundrecht hält etc

    Wenn's nach den von dir aufgezählten Punkten ginge, wäre ich auch "links" (Jaaaa, ich gehöre zu den "links-grün versifften" Lehrkräften.) Aber als radikal würde ich mich definitiv nicht bezeichnen.

    Das ist in NDS für die BBSn schon vor zwei Jahren eingeführt worden. Ich finde den entsprechenden Erlass gerade nicht, aber es sollen an unseren BBSn schulweit in allen Bildungsgängen mind. 15% und max. 30% des Unterrichts in Distanz erfolgen. Ob das wirklich an allen BBSn umgesetzt wird, weiß ich nicht. An meiner Schule wurde es in den letzten beiden Schuljahren so gehandhabt, dass die einzelnen Klassen tageweise in den Distanzunterricht versetzt wurden (was recht gut geklappt hat; wobei bei uns das Internet aber i. d. R. gut läuft, so dass die meisten KuK ihre Distanzstunden von der Schule aus durchführen konnten).

    Allerdings haben wir auch bei uns keiner Linksextremisten und Klimakleber. Ist halt ein BK.

    Was ist denn das für eine merkwürdige Aussage?!? Warum sollte es in einer beruflichen Schule keine links- oder rechtsextremen SuS oder "Klimakleber*innen" geben? Gerade in unserem Bereich ist doch die Klientel sehr gemischt. Ich kann für meine und auch andere BBSn im Umkreis sagen, dass wir von allem etwas "dabei haben" und immer mal wieder extrem eingestellte SuS auftauchen.

    Haaaalloooo ballmaedchen! Wir warten!!!

    EDIT: Aber mal ernsthaft... Ich kenne niemanden - weder in meiner "Altersklasse" noch unter den jüngeren Lehrkräften - die/der WhatsApp zum Austausch von Materialien nutzt (allein schon wegen des rechtlichen Aspekts). Gibt es sowas wirklich?

    Da mit 20 Jahren bei A10 einzusteigen

    Das dürfte hier schwierig bis unmöglich werden, denn eine der Voraussetzungen um in NDS als Fachpraxis-Lehrkraft tätig zu werden, ist - neben mind. Realschulabschluss - u. a. eine abgeschlossene Berufsausbildung plus der Abschluss einer mind. drei Schulhalbjahre umfassenden geeigneten Fachschulausbildung oder eine geeignete Meisterprüfung sowie eine anschließende mind. zweijährige einschlägige hauptberufliche Tätigkeit.

    Na ja, viel mehr Arbeit ist es in NDS für die Fachpraxis-Lehrkräfte gar nicht. Wir Theorielehrkräfte haben ein Deputat von 24,5 Stunden. Zudem unterrichten hier die Fachpraxis-Lehrkräfte in aller Regel nur halbe Klassen der Berufsfachschulen und Berufseinstiegsklassen im fachpraktischen Unterricht; sie müssen dementsprechend keine Klausuren/Klassenarbeiten usw. korrigieren und lediglich praktische Leistungsnachweise und Prüfungen abnehmen. So reduziert sich ja schon mal die Zeit, die sie für Unterrichtsnachbereitung aufbringen müssen und sie haben keine vollen Klassen im Unterricht vor sich. Klassenlehrer*innen sind sie ebenfalls selten. Und vielfach wird auch damit argumentiert (was nicht unbedingt meiner Meinung entspricht), dass diese Lehrkräfte halt meist nicht studiert haben.

    Ich würde allerdings auch für A11 für diese KuK plädieren. Im Zuge von "A13 für alle" in NDS sollen die Fachpraxis-Lehrkräfte ab 01.08.24 zumindest A10 erhalten.

    Je älter ich werde, desto mehr nimmt mich das alles mit.

    Die Ereignisse im Laufe eines Tages, in denen man sich "Durchsetzen" muss, haben in den letzten Jahren drastisch zugenommen. Mir fehlt oft die Kraft dazu.

    Oh, das tut mir leid :( ! Den Eindruck, dass ich als Lehrkraft in den letzten Jahren vermehrt in solche Situationen gerate, habe ich an meiner Schule nicht. Es gab in den letzten 20 Jahren, wo ich an dieser Schule tätig bin, immer mal Klassen oder einzelne SuS, wo das der Fall war, aber ich finde, das schwankt eher, als dass es zunimmt (oder abnimmt). Letztes Schuljahr bspw. hatten wir bis zu den Herbstferien schulweit schon mehrere Ordnungsmaßnahmenkonferenzen (eine bereits in der dritten Schulwoche); hingegen habe ich bislang in diesem Schuljahr das Gefühl, dass alles sehr "friedlich" ist (wobei wir auch gerade erst 2,5 Wochen hinter uns haben).

    Würde jemand von euch sagen, dass er oder sie grundlegende Veränderungen in seinem Lehrerverhalten durchgemacht hat? Kannst du dich besser durchsetzen als zu Beginn deiner Laufbahn?

    Ja, ich finde schon, dass ich mich heutzutage besser durchsetzen kann als zu Beginn meiner Lehrerinnentätigkeit. Mir fällt es mittlerweile - nach Jahren der Routine im Schulalltag - z. B. leichter Regeln durchzusetzen oder einzelne SuS gezielt auf ihr Fehlverhalten anzusprechen und damit umzugehen. Früher fand ich dieses Sich-Durchsetzen-Müssen anstrengend, heute habe ich das Gefühl als "alte Häsin" damit sehr viel professioneller umgehen zu können. Dadurch habe ich auch das Gefühl, dass die SuS, die ich im Unterricht habe, gar nicht mehr großartig versuchen Grenzen auszutesten.

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