Beiträge von Humblebee

    Auch ich würde diese Frage als m E. erfahrene Lehrerin (nach fast 20 Jahren plus 1,5 Jahren Ref.) mit "nie" beantworten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendeine Lehrkraft jede erdenkliche Situation schon mal erlebt hat (und das ist auch gut so! Einige Situationen möchte ich auf keinen Fall erleben müssen!).

    Manche hatten dann gesagt, dass man ja bei ernsthaften Krankheiten sowieso zum Arzt geht und dann das Attest sicherlich kein Problem wäre.


    Und hier nochmal nein: weder meine Kinder noch ich gehen bei jeder Krankheit zum Arzt.

    Du siehst aber doch wohl auch einen Unterschied zwischen einer "ernsthaften" und "jeder" (sprich: "banalen") Krankheit, oder?

    Ansonsten gebe ich dir durchaus recht.

    Nur finde ich die Annahme seltsam, dass man bei jeder Krankheit zum Arzt geht.

    Wer hat denn das angenommen bzw. wo liest du das hier im Thread? CDL zumindest hat das so nicht geschrieben.

    Ich selbst habe mehrere chronische Krankheiten und bin trotzdem sicherlich nicht häufiger als 2-3x im Jahr beim Arzt.

    Nochmal: Es freut mich für dich, dass dies bei dir nicht notwendig ist. So geht es aber nun einmal nicht jedem.

    Wegen banalen grippalen Infekten und Magen Darm gehe ich eigentlich nie zum Arzt. Was soll denn der Arzt da machen? Zaubern?

    "Zauberei" ist sicherlich nicht das Tätigkeitsgebiet von Ärzt*innen, wohl aber die Behandlung von Patient*innen, gell?! Und wenn es jemandem länger als drei Tagen schlecht geht und er/sie eine AU für die Arbeit benötigt, muss er/sie halt bei einer Ärztin/einem Arzt vorstellig werden (einige ja sogar schon am ersten Krankheitstag). Auch hier nochmal: Schön für dich, wenn du nie so lange krank bist und mit grippalen oder Magen-Darm-Infekten oder sonst was so schnell "durch" bist. Bei mir ist das nicht immer der Fall.

    Ich habe aber auch einen freien Tag in der Woche, so dass die Kombi von 2-3 Tagen krank melden + freier Tag + Wochenende in der Regel ausreicht, um sich ausreichend zu kurieren. Mit einem leichten Schnupfen etc. kann man ja auch mal zur Schule gehen. Wie gesagt, als Teilzeitkraft fällt das nicht so sehr ins Gewicht. Wenn man nur 2-3 Stunden Unterricht hat an dem Tag steht man den sicherlich besser durch als 6 Stunden oder mehr.

    Aha, siehst du mal. Das ist aber ja nicht der Regelfall, dass man so einen günstigen Stundenplan mit einem unterrichtsfreien Tag hat. Zudem gab es bei uns vor etlichen Jahren sogar mal eine Mail der SL, wonach wir uns auch an unterrichtsfreien Tagen, an "Brückentagen" und in den Ferien krankmelden sollen (hat aber dann niemand gemacht und es wurde auch nicht weiter verfolgt).

    an kann auch ernsthaft krank sein und NICHT zum Arzt müssen. Z.B. bei einem Magen-Darm-Infekt. Damit kann ich auf gar keinen Fall in die Schule. Aber beim Arzt war ich damit noch nie. Wieso auch? Was sollte der machen?

    Nicht jeder Magen-Darm-Infekt ist innerhalb von drei Tagen auskuriert...

    Ich bin wirklich extrem selten mehr als 3 Tage nicht arbeitsfähig. Zuletzt bei meiner Corona Erkrankung.


    Mein Hausarzt weiß von ganz vielen Erkrankungen nichts. Habe auch nicht vor, ihm von jedem Schnupfen etc Bericht zu erstatten. Und viele, viele Jahre hatte ich überhaupt keinen Hausarzt. Erst seit ich 40 bin oder so.

    Tja, dann mal meinen herzlichen Glückwunsch, dass du dich so guter Gesundheit erfreust. Nur solltest du von dir nicht auf alle anderen schließen. Ich persönlich - und da bin ich sicherlich nicht die Einzige hier - bin leider gesundheitlich nicht so gut aufgestellt wie du und bin durchaus gelegentlich mal länger als drei Tage krank. Heftige Erkältungen, grippale Infekte, Rücken- und Knieprobleme oder auch Magen-Darm-Infekte etc. haben mich schon des Öfteren eine Woche oder länger "aus der Bahn geworfen". Und selbst Migräne hatte ich schon mal über mehrere Tage so schlimm, dass ich nicht zur Arbeit gehen konnte und meine Hausärztin mich fünf Tage krankschrieb.

    Wie gesagt: Freu' dich, dass es dir gesundheitlich so gut geht, erwarte das aber bitte nicht von allen deinen Mitmenschen!

    Zitier doch bitte alles ;)

    Warum? Das ist doch nicht notwendig. Dass es in Hessen laut Schulgesetz sowohl "Schulkonferenzen" als auch "Gesamtkonferenzen" gibt, hatten wir doch schon lange festgestellt. Du hattest dann allerdings gemeint, dass es die "Schulkonferenz" an beruflichen Schulen gar nicht gäbe. Daraufhin wiederum hatten wir bemerkt, dass es eine "Schulkonferenz" dort nur unter bestimmten Umständen nicht gibt (also ist es nicht kategorisch ausgeschlossen, denn an der Schule, wo Alterra tätig ist, scheint es sie ja zu geben).

    Fazit: Es gibt durchaus in Hessen auch berufliche Schulen, wo es eine "Schulkonferenz" gibt! Wie die Begrifflichkeiten in anderen BL lauten, ist dabei aber unerheblich (in NDS gibt es beispielsweise u. a. eine "Gesamtkonferenz" und einen "Schulvorstand").

    Sowas kann auch nur von KuK kommen die nicht wissen, was mittlerweile an einigen BKs abgeht. Ich muss regelmäßig Nach-Nach-Nach-Nachklausuren erstellen, da einige SuS wirklich die Dreistigkeit besitzen, so häufig zu schwänzen und für jedes Mal ein Attest abgeben (natürlich immer nur für einen Tag gültig und auch immer von anderen Ärzten).

    Oh, das ist ja wirklich blöd. Das ist bei uns zum Glück nicht so verbreitet. Ich persönlich musste noch nie mehr als eine Nachschreib-Klausur/Klassenarbeit stellen und habe davon auch nur in ganz vereinzelten Fällen im Kollegium gehört. Von den wenigen, die bei mir nicht zum ersten Nachschreib-Termin erschienen, hat mir dann niemand eine Entschuldigung (weder AU noch handschriftliche Entschuldigung) vorgelegt.

    Kontrollen vor den Ferien an Flughäfen gibt es schon länger

    Ja, davon habe ich auch schon gelesen, aber das betrifft eben nur einzelne Flughäfen als Routinekontrolle und nicht auch noch alle Raststätten o. ä. (und wer schlau ist, fährt dann eben über die Landstraße oder vermeidet es Raststätten anzufahren ;) ).

    „Kinder“ über 16 reisen wohl auch eher selten gemeinsam mit den Eltern.

    Ist das so? Ich kenne so einige, die auch mit mehr als 16 Jahren mit ihren Eltern in den Urlaub fahren. Aber das ist halt anekdotisch.

    Wie dem auch sei: Ich finde diese Idee von allumfassenden Kontrollen von Familien mit vermeintlich schulpflichtigen Kindern in den Tagen vor den Ferien reichlich absurd und nicht durchführbar, allein schon weil es dafür - wie ich ja oben schon schrieb - höchstwahrscheinlich gar nicht genug "Kontrolleur*innen" geben würde.

    kann man so oder so sehen.
    Mit einem lädierten Knie ist man krank geschrieben, nicht bei der Schwangerschaft.

    Auch wenn MrsPace "nur" zuhause war und sich in der Lage fühlte, online zu unterrichten, muss man sich dessen bewusst sein, dass dies auch den Druck auf jemanden erhöht, der zuhause mit gebrochenem Bein und starken Schmerzen sitzt, mit denen er/sie schwer arbeiten kann, und dann unterrichten muss. Ich verstehe total den Gedanken und das Bedürfnis, in der Regel aus der Verantwortung für die Lerngruppe heraus, vll auch aus Langeweile, aber man soll aufpassen, dass das Recht auf Krankschreibung nicht ausgehöllt wird und man demnächst Kartons mit Dokumenten nach Hause gebracht bekommt, die man grippig einlaminieren soll.

    Ok, da hast du recht, dass das evtl. Druck aufbauen könnte. "Krank ist krank" sage ich eigentlich auch immer. Nichtsdestotrotz finde ich, wenn wirklich jemand arbeiten möchte, sollte ihr/ihm das auch nicht verwehrt werden; das muss sie/er dann im Endeffekt m. E. selbst wissen, ob sie/er sich wieder in der Lage fühlt zu arbeiten. Ist aber auf jeden Fall ein schmaler Grat.

    Da es in der Regel um günstige Pauschalurlaube geht: Verbot vom Verkauf von Reisen an Minderjährige außerhalb der Ferienzeit wäre vielleicht noch eine ebenfalls schwer umzusetzende Möglichkeit. Kontrollen an Flughäfen und Raststätten.

    Und wie soll das gehen, wenn noch minderjährige SuS nach ihren Abschlussprüfungen früher entlassen werden? Ich weiß ja nicht, wie es in anderen BL ist, aber in NDS werden in der Sek ) die Abschlussklassen schon vor dem letzten Schultag entlassen (Auszug aus der Bekanntmachung des MK: "Ausgabe der Abschlusszeugnisse Sek. I: Freitag, 23.6.2023 und Donnerstag, 29.6.2023 – Samstag, 1.7.2023"). Sollen die SuS dann an den Flughäfen und Raststätten ihre Abschlusszeugnisse dem - sicherlich in Masse für solche Überprüfungen vorhandenem! - Personal vorlegen oder wie stellst du dir das vor?

    Naja, man könnte auch mal drüber nachdenken, das „System“ einfach mal zu flexibilisieren.

    Ich war im Herbst zehn Tage Invalide wegen eines Sturzes aufs Knie. Online-Unterricht wäre gegangen. Aber nein, die SL zog es vor, meine KuK reihenweise zu Vertretungen heran zu ziehen…

    Stimmt, das ist wirklich unflexibel! In meiner Abteilung waren im letzten Schuljahr zwei schwangere Kolleginnen im "Homeoffice" wegen Corona-Ansteckungsgefahr und die haben auch bis zum Mutterschutz Online-Unterricht durchgeführt. Hat gut geklappt!

    Wie wäre es, die Zeugniskonferenz 2 Tage vor der Zeugnisausgabe zu machen, am nächsten Tag einen gemeinsame Schulveranstaltung (Sporttag z.B.) und dann die Zeugnisausgabe und Entlassung in die Ferien?

    An meiner Schule sind die Zeugniskonferenzen im Sommer grundsätzlich erst ca. eine Woche vor dem letzten Schultag (dieses Jahr z. B. am Mo., 26. und Di., 27.06.; letzter Schultag ist Mi., 05.07.). Diese noch später durchzuführen, ist aber nicht möglich, weil die Zeugnisse ja auch noch gedruckt, geprüft und vom Schulleiter unterschrieben werden müssen. Das ist bei fast 2000 SuS/Zeugnissen in den von dir vorgeschlagenen zwei Tagen nicht zu schaffen, zumal ja bei uns gar nicht alle Klassen am letzten Schultag erst ihre Zeugnisse bekommen (bspw. sind die Fachoberschulklassen 11 nur donnerstags und freitags in der Schule, bekommen ihre Zeugnisse also dieses Jahr am Fr., 30.06., und auch viele Berufsschulklassen erhalten ihre Zeugnisse schon zwischen dem 29.06. und 04.07.).

    An den beiden Tagen vor dem letzten Schultag - das sind in NDS i. d. R. ein Montag und ein Dienstag - finden an meiner Schule Einschulungsveranstaltungen für die SuS des kommenden Schuljahres statt und für die noch verbliebenen Klassen (die nicht früher entlassen wurden, wie bspw. die Abiurient*innen des BG oder die Fachschüler*innen nach bestandener Abschlussprüfung) haben Sporttage (einen Tag Fußball, einen Tag Volleyball).

    Ach, und am letzten Schultag gab es - vor Corona, nun leider nicht mehr - in der Sporthalle in den ersten beiden Unterrichtsstunden für alle Berufsfachschul- und Berufseinstiegsklassen eine Abschlussveranstaltung mit Reden des Schulleiters und der Vorsitzenden des Fördervereins, einem kurzen Theaterstück, musikalischen Einlagen von Schüler*innen und einer "Ehrung" für SuS/Klassen mit besonderem Engagement (z. B. sozialem Engagement oder besonderen Projekten) sowie den SuS mit den besten Zeugnissen.

    Mittlerweile sind die Klassenlehrkräfte auch zum Klassen-Frühstück in der ersten Doppelstunde des letzten Schultags übergegangen. Dann ist 20 Min. Pause und in der 3. Stunde gibt's Zeugnisse; danach ist Unterrichtsschluss und die noch anwesenden Lehrkräfte treffen sich traditionell zum Grillen auf dem hinteren Schulhof 8).

    In Bullerbü braucht man doch keine 6 Wochen Ferien, oder? Natürlich habt ihr später Ferien und müsst dafür früher wieder anfangen! :P

    Die Klassenarbeiten, Tests und andere Leistungsbewertungen sind abgeschlossen. Wir haben jetzt am Mittwoch (7.6.) die Zeugniskonferenzen, dann ist "langes Wochenende" und nur noch 8 Tage Schule. Nach der Konferenz brauchen die KL doch noch etwas Zeit zum "Ausbessern", die Fehlstunden der Schüler*innen in den Tagen bis zur Konferenz werden auch noch nachgetragen. Dann wird gedruckt.

    Und schließlich muss unsere SL die ca. 320 Zeugnisse nach dem Druck noch unterschreiben. Danach siegeln wir alles und kopieren die Blättchen für die Akte. Wir haben einen Kopierer für 13 Klassen...

    Da ist ein wenig zeitlicher Puffer bis zur Zeugnisausgabe am 21.6 schon nötig.

    Ah, ok, das läuft dann bei euch doch sehr viel anders ab als bei uns!

    Kleiner Tipp: BBSen (mit Schwerpunkt Sozialwesen) in der Region anschreiben (per Mail) und um Verteilung der Anfrage im Kollegium bitten. Könnte den Kreis der LuL erweitern, die sich angesprochen fühlen.

    Diesen Tipp wollte ich auch gerade geben! Die Zahl der Lehrkräfte an beruflichen Schulen, die in einer Fachschule Sozialpädagogik unterrichten, dürfte hier im Forum m. E. recht klein sein.

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