Beiträge von Humblebee

    Das hängt wahrscheinlich tatsächlich von der Schule ab.

    Wir haben ja fast nur von 8-13 Uhr Unterricht und wenn alle Teilzeit Kollegen am Konferenztag Unterricht haben wollen, dann war das kaum machbar.

    Deshalb bei uns letztes Jahr der Beschluss das wieder zu ändern.

    Das ist verständlich.

    Wie gesagt, war bei uns der Wunsch nach einem festen Konferenztag damals auch bei den TZ-Kolleg*innen groß. Ich kann mich noch erinnern, dass mehrere TZ-Kolleg*innen damals sagten, es sei für sie einfacher, an einem festen Tag/Donnerstag für ihre Kinder eine Betreuung zu organisieren, als wenn die Konferenztage immer wechseln würden. Da ist wahrscheinlich mal wieder "jeder Jeck anders".

    Es hängt sicher von der Schule ab.

    Ja, vermutlich. An meiner Schule starten alle schulischen "Veranstaltungen" erst nach Ende der 8. Stunde, d. h. es fällt kein Nachmittagsunterricht dafür aus (sollte jemand noch in der 9./10. Stunde Unterricht haben, ist er von der jeweiligen Konferenz befreit). Ausnahmen bilden der i. d. R. einmal jährlich stattfindende "pädagogische Nachmittag", der schon um 14 Uhr startet (EDIT: da findet tatsächlich nur bis zur 6. Stunde Unterricht statt) und die Zeugniskonferenzen mit Starttermin um 13:30 Uhr. Bei letzteren wird es aber so gehandhabt, dass die KuK, die in der 7./8. oder 9./10. Stunde noch Unterricht haben und in der Zeit an einer ZK teilnehmen müssen, die Klasse für diese halbe Stunde allein lassen, sprich: sie erledigen dann Arbeitsaufträge (das ist ja bei unseren älteren SuS problemlos möglich). Nur, wenn eine Lehrkraft an mehreren ZK in dieser Zeit teilnehmen muss, fällt ausnahmsweise mal der Nachmittagsunterricht aus (das kommt aber selten vor).

    Das Problem mit dem Konferenztag war, dass wir zu viele Leute in Teilzeit hatten und es nicht mehr möglich war einen vernünftigen Stundenplan zu erstellen bei dem alle Kollegen am Konferenztag Unterricht hatten.

    Das sehe ich jetzt nicht wirklich als Problem an, muss ich sagen. Bei uns gibt es natürlich KuK, die donnerstags unterrichtsfrei haben (nicht nur TZ-, sondern auch VZ-KuK). Da sich der Stundenplan aber ja eh jedes Jahr ändert - wenn nicht sogar zweimal pro Schuljahr -, stört das niemanden (zumindest habe ich noch nie jemanden darüber meckern hören); mich selber betraf es auch schon.

    Bevor wir den festen Konferenztag - mit überwältigender Mehrheit in der Gesamtkonferenz - vor ca. acht Jahren eingeführt haben, hatten wir auch an verschiedenen Tagen (Mo., Di., Do.) Termine (den weit im Voraus erstellten Terminplan gab es natürlich trotzdem). Den Antrag auf Einführung eines festen Konferenztags hat damals übrigens der Personalrat gestellt, nachdem der Wunsch danach von vielen Seiten an ihn heran getragen worden war.

    Und eine Woche Einladungsfrist ist auch weit entfernt von langfristiger Planung.

    Das sehe ich auch so, aber mit einem schon zu Schuljahresbeginn erstellten Terminplan lässt sich das ja vermeiden. Abgesehen von Ordnungsmaßnahmenkonferenzen, die ja nicht planbar sind, werden an meiner Schule alle Konferenz- und andere Termine - Gesamtkonferenzen, Abteilungsdienstbesprechungen, Bildungsgang- und Fachkonferenzen (diese können wir mittlerweile ausfallen lassen, wenn nichts Wichtiges ansteht), Zeugniskonferenzen, Eltern- und Ausbilder*innen-Sprechtag usw. - schon etwa zwei Wochen nach Schuljahresbeginn veröffentlicht. Die Planbarkeit ist daher für alle Beteiligten gegeben. Wir haben zudem schon seit Jahren den Donnerstag als festen Konferenztag.

    Vom Konferenztag wird allerdings doch manchmal abgewichen, da die Zeugniskonferenzen an einem Montag, einem Dienstag und zwei Donnerstagen stattfinden und die Abteilungsdienstbesprechungen sowie GK zum Schuljahresabschluss "traditionell" an dem Dienstag vor den Sommerferien sowie selbige und auch Fachkonferenzen am letzten Dienstag und Mittwoch in den Sommerferien - bei Schuljahresende und -beginn an einem Donnerstag, wie es fast immer in NDS der Fall ist - angesetzt werden. Aber auch diese Termine stehen durch den o. g. Schuljahresterminplan weit im Voraus fest.

    Warum ist es immer so laut in Klassen, sogar im Gym?

    BS habe ich in Hospitationen (vor 10 Jahren) als extrem laut erlebt (Sozialassiszenten, Krankenpflege, Förderung von Schülern ohne Schulabschluss- da hatte nie ein Lehrer 1 ganzes Schuljahr "überlebt", Burnout, Kündigung und ständig Polizei da 🙄 )

    Hm, ich habe an meiner BBS schon in sehr vielen Bildungsgängen unterrichtet und noch nie Klassen gehabt, in denen so extrem laut ist/war, wie du es berichtest. Gerade in den Bildungsgängen im sozialen Bereich, in denen ich bereits eingesetzt war (Berufsfachschule Pflege, BFS Sozialpäd. Assistenz, Fachschule Sozialpädagogik), war es nie laut in meinem Unterricht; genauso wenig aber in den meisten anderen Bildungsgängen, in denen ich unterrichte (z. B. Berufliches Gymnasium und Fachoberschule).

    Klar gibt es Klassen - wie z. B. die "Berufseinstiegsschule" (für SuS ohne oder mit schwachem Hauptschulabschluss) -, wo den SuS die Konzentration schwer fällt und es auch mal zu einem etwas höheren Lärmpegel kommt, aber als wirklich "laut" habe ich es noch nie empfunden. Auch deine Schilderungen bzgl. täglicher Anwesenheit der Polizei und KuK, die "nie ein ganzes Schuljahr in diesen Klassen überleben", kann ich nicht bestätigen. Wir haben im Gegenteil KuK, die ausschließlich oder zumindest mit einem sehr großen Teil ihrer Stunden in der BES eingesetzt sind - seit Jahren freiwillig und ohne dadurch ins Burnout gerutscht zu sein oder gar gekündigt zu haben.

    Nein, also bei uns gibt es die Funktion des Koordinatoren nur einmal pro Schule und das ist der/die Koordinator/in für Fachpraxis (A12). Alle anderen Aufgaben, die irgendwie mit Koordination benannt werden, kennt unser System offiziell nicht. Die Abteilungsleitungen sind bei uns A15, diese verantworten die ihnen zuordneten Schulformen.

    Ah, ok, dann ist das wieder von BL zu BL unterschiedlich. Unsere Abteilungsleiter*innen heißen offiziell "Studiendirektor*innen zur Koordination schulfachlicher Aufgaben" (siehe hier unter 2.2: Funktionsstellen an berufsbildenden Schulen (schure.de)).

    Das ist natürlich übel. Da tun mir die Lehrkräfte an deiner Schule wirklich leid. Ich persönlich würde tatsächlich im Fall solch einer hohen Zahl von "Hohlstunden" zusehen, dass ich mich versetzen lasse. Andererseits finden ein paar meiner KuK laut eigener Aussage "Freistunden" gar nicht so schlimm, solange sie zu den Zeiten nicht ständig Vertretung machen müssen; sie bereiten in ihren unterrichtsfreien Stunden Unterricht vor oder nach. Ein paar KuK arbeiten eh lieber in der Schule als zuhause, weil sie dort - wie sie sagen - ihre Ruhe haben ;) ,

    Du kannst dir bei uns nahezu jeden Stundenplan der sehr jungen KuK ohne Kinder rausgreifen und wirst einen Schweizer Käse vorfinden. Weil die Jungen trauen sich nix sagen und lassen es mit sich machen. Weil sie müssen ja noch beurteilt werden. Letztes Jahr hatte sich eine junge Kollegin an mich gewandt, die (bei vollem Deputat) noch 13 Hohlstunden hatte. 13! Als ich dann angeboten habe, ihr Anliegen bei der Schulleitung vorzutragen, hat sie einen Rückzieher gemacht. Sie möchte nicht, dass sich das auf ihre Beurteilung auswirkt. Und natürlich ist es dann so, dass in die vielen Hohlstunden Vertretungsunterricht reingelegt wird. Weil sie ist ja eh da.

    Das finde ich eine Frechheit von Seiten der Schule bzw. der Stundenplaner*innen, junge Kolleg*innen derart zu verheizen, muss ich sagen! Wir haben an meiner Schule zum Glück ein Stundenplankonzept, nach dem u. a. niemand mit VZ-Stelle mehr als max. dreimal die Woche "Hohlstunden" haben soll. Dieses Schuljahr haben es die Stundenplaner*innen sogar geschafft, dass nur ein paar einzelne KuK zweimal die Woche eine Doppelstunde als "Hohlstunde" im Plan haben; die überwiegende Mehrheit hat gar keine oder nur eine Doppelstunde "Hohlstunde". Und es gibt schon seit Jahren KuK, die trotz VZ-Stelle einen unterrichtsfreien Tag pro Woche haben (wobei wir weder Abend- noch Samstagsunterricht haben).

    Am Gymnasium ... frag mal die anderen Schulformen ... (außer berufliche Schule)

    Dass die von dir zitierte Aussage auch für Gymnasien (wie auch für berufliche Schulen) so pauschal nicht stimmt, hat Seph bereits im Beitrag 15 dargelegt.

    Im Übrigen gilt für NDS (ja, ich weiß, dass der TE aus NRW kommt und dies somit für seine Schule nicht gilt!) - wenn ich mich nicht total "verlese" -, dass durchaus auch den Fachkonferenzleitungen an Oberschulen etc. Anrechnungsstunden zustehen (wobei insgesamt sechs Stunden für alle Fachkonferenzleiter*innen ja nun nicht wirklich viel sind). Siehe: Anlage 1 Nds. ArbZVO-Schule, Anrechnungen für Lehrkräfte mit besonderen Funktionen | Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS) (wolterskluwer-online.de)

    Die TE hat aber keine Telefone an ihrer Schule

    Doch, laut ihres Beitrags vom letzten Mittwoch (siehe unten) gibt es in ihrer Schule zumindest im Lehrerzimmer ein Telefon. Sie wollte (oder "konnte") aber in der im Ausgangsbeitrag genannten Situation den Klassenraum, in dem sie sich gerade befand und der sich anscheinend weit entfernt vom Lehrerzimmer befindet, während des Unterrichts nicht verlassen, damit die SuS ihre Eltern von diesem Festnetztelefon aus hätten anrufen können.

    Ich konnte nicht ins Lehrerzimmer gehen, da ich Unterricht in einer 7. Klasse zu erteilen hatte. Dort gibt es noch ein Festnetztelefon.

    Ich erfrage morgen was die Notlösung ist, wenn das Sekretariat unbesetzt ist. Ich kann ja keine 30 SuS alleine lassen, um ins andere Gebäude für das Telefon zu gehen.

    Ist es normal, dass meine Mentorin garnichts zu meiner Prüfung sagt mit den Worten dass sie garnichts zu meiner Prüfung sagen darf und mir nicht helfen darf?

    Ist das tatsächlich so? Das kenne ich aus meiner Schulform und meinem Bundesland nicht so, muss ich sagen. Da wird ein Prüfungsunterricht nicht anders behandelt wie alle anderen Unterrichtsbesuche auch; also dürfen auch die Ausbildungslehrkräfte den LiV beratend bei der Vorbereitung zur Seite stehen.

    MrsPace : Darf ich nochmal nachhaken, warum bei euch nicht die Möglichkeit besteht, sich mit einer anderen Klasse zusammenzutun für die Klassenfahrt? Habt ihr tatsächlich nur diese eine kleine Klasse im Beruflichen Gymnasium? Und wenn ja, wäre es nicht möglich, mit einer Klasse aus einem anderen Bildungsgang zusammen auf Klassenfahrt zu fahren?

    Plattenspieler geht nicht von der Klassengröße eine Klasse eine Regelschule aus, sondern von den üblichen Klassengrößen einer Förderschule.

    Na ja, er kann aber doch nicht grundsätzlich von seiner Schulform auf alle anderen schließen.

    Klassenbildung_2023.pdf (kmk.org) Vorgabe für alle hier genannten Schulformen (die Förderschulen werden nicht mit aufgeführt) sind für BW 16 SuS als Untergrenze.

    In unseren BG-Klassen haben wir durchschnittlich 25 SuS in den Fachbereichen Wirtschaft und Gesundheit/Soziales; der Bereich Technik schwächelt in den letzten Jahren ziemlich mit max. 18-20 SuS pro Klasse.

    Aber selbst erlebt bei meinen Azubis ausm Sauerland:

    Jeder fährt selbst, also eine Person pro Auto

    Warum? Weil man sonst ja 10 Minuten eher los müsste und sich aufeinander abstimmen müsste..

    Ist natürlich anekdotisch, aber ich erlebe an meiner Schule vielfach das Gegenteil, nämlich dass SuS - sowohl im Teilzeit- als auch Vollzeitbereich -, die einen Führerschein und ein Auto zur Verfügung haben, in Fahrgemeinschaften zur Schule kommen. Diejenigen, die fahren, nehmen z. B. in der Nachbarschaft wohnende SuS mit oder sammeln Klassenkamerad*innen auf dem Weg zur Schule ein.

    Ich selbst fahre - wie die meisten meiner hier in der Stadt wohnenden KuK (wir sind eine ganze Reihe, die zu unserer Schule pendeln) - oft in Fahrgemeinschaft zur Arbeit. Mein Mann fährt ebenfalls meistens mit einem Kollegen zusammen zum Betrieb.

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