Beiträge von Gruenfink

    Nein, nicht mehr. Früher hatte ich noch verschiedene Gartenforen, aber da geht mein Interesse inzwischen gegen 0.


    Nutzt du Plattformen wie X (Twitter), Facebook oder Insta, sei es zur Unterhaltung oder aber um dich tatsächlich auch berufsbezogen auszutauschen?

    Hast du schon mal eine Reha gemacht und war sie nützlich?

    Ja, 2019, 8 Wochen Tagesklinik, um meinen 1. Burnout zu verarbeiten. Nein, es war nicht nützlich, aber das lag tatsächlich an der Klinik - die war einfach nicht auf Lehrer und deren Welt eingestellt. Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass ich eine andere Klinik am selben Ort hätte nehmen müssen. Immerhin hat der Aufenthalt dort einen Denkprozess eingeleitet, der mich heute begleitet und dafür sorgt, dass ich meine bisherige Laufbahn zunehmend kritischer sehe.


    Würdest du eher eine Brille oder doch eher Kontaktlinsen empfehlen - und warum?

    Die Alternative wäre, dass Eltern privat die Vermittlung von Schwimmkompetenzen zu organisieren haben, entweder indem sie es selbst machen oder indem sie kommerzielle Angebote nutzen (öffentliche Badeanstalten).

    Ganz ehrlich?

    Nachdem sich viele Eltern ja oftmals schon vor den basics einer vernünftigen Erziehung drücken, glaube ich kaum, dass du das durchkriegen würdest.

    • Wir arbeiten beide/ den ganzen Tag.
    • Wir können selbst nicht schwimmen, haben es aber auch nie gebraucht.
    • Dafür haben wir kein Geld.
    • Das ist Aufgabe der Schule.
    • laber rharbarber faselbla

    Aufgrund meiner Medikamente fange ich spätesten bei der Temperatur so stark an zu schwitzen, dass ich ab da keine Klassenbucheinträge mehr machen kann ohne ein Handtuch dabei zu haben.

    Same here - ich stehe vor der Klasse, als hätte ich mit Klamotten geduscht. 8o

    Ich bin ehrlich gesagt noch nie darauf gekommen, dass das mit regelmäßigen Medikamenten zu tun haben könnte. Ich hab's eher auf mein Alter oder auf die Tatsache, dass ich rauche, geschoben. Danke für den Anstoß, vielleicht sollte ich das wirklich mal mit dem Hausarzt abklären! :super:

    Nachtrag: Was ich mich auch frage: Warum ist die Bayern-Hymne auf Hochdeutsch?

    Da kann ich ehrlich gesagt nur raten - weil die Texte von Hymnen ganz allgemein zunächst einmal gelernt werden müssen und das idealerweise auf Hochdeutsch stattfindet?

    Für alle Menschen außerhalb Bayerns: In den Schulen Bayerns wird Hochdeutsch gesprochen, in den Lehrerzimmern gibt es keine Wunderbäume Typ "Weißwörscht" und wir haben auch richtige Schulklingeln/-gongs und nicht etwa Kuhglocken.

    Verrückt, ich weiß. 8)

    Ich habe mich auch gefragt, welche Hymnen noch gespielt werden, wenn mindestens die BY-Hymne zu spielen ist,

    das klingt so, als würden weitere Stücke folgen.

    Wir hätten noch die Nationalhymne und/oder die Europahymne zur Auswahl.

    Was ich persönlich viel bedauerlicher finde, ist, dass man allen Ernstes glaubt, man könne durch eine Anweisung von oben die Kinder dazu bringen, sich mit ihrem Land/Bundesland zu identifizieren. Meiner Erfahrung nach ist das von vornherein zum Scheitern verurteilt, weil die Kinder ohne Migrationshintergrund in einer Welt sozialisiert wurden, in der es verdächtig ist, sein eigenes Land toll zu finden. Kinder mit Migrationshintergrund hingegen sagen klipp und klar: "Wieso soll ich da mitsingen? Das IST ja nicht mein Land!"

    Wieder ein schönes Beispiel dafür, dass der Maggus halt so überhaupt keine Ahnung hat, was in den Schulen eigentlich los ist.

    Bei uns wurde damals nach Jahrgang eingeteilt. Ich als Dezemberkind musste immer mehr Punkte erbringen als meine Freundin, die ein Februarkind war. Na klar habe ich mich mit gespielter Empörung echauffiert. Aber unterm Strich war's mir wurscht, weil uns einfach die ganze Veranstaltung Spaß gemacht hat. Die ganze Schule war unterwegs, wir haben unsere Lehrer völlig entspannt und sogar in Sportkleidung gesehen (nicht nur die Sportlehrer) und wir haben miteinander gelacht und rumgealbert. Und ja, ich bin oft ohne Urkunde heimgekommen.

    Diesen entspannten Umgang mit den BJS scheint es nicht mehr zu geben. Dann ist es sicher besser, sie abzuschaffen und auch nicht durch pfiffige Alternativen zu ersetzen. Ich jedenfalls finde es befremdlich, wie sehr sich manche Menschen an diesem Thema aufreiben können. :weissnicht:

    Kann ich nur unterstreichen!

    Tatsächlich habe ich als "Junglehrerin" direkt nach dem Ref nur 7 Jahre Vollzeit gearbeitet und bin da schon dank des Korrekturaufwandes in die Knie gegangen. Lag vielleicht auch an mir, weil ich lange Zeit den Standard meiner Seminar-Schule aufrecht halten wollte, was natürlich in der Praxis Quatsch ist. Ab dann kam der typische Eiertanz, um durchschnaufen zu können: Stundenreduzierung und fachfremd Ethik bzw. Geschichte. Manche KuK haben angefangen Klassen parallel zu unterrichten und finden das heute noch total super, d.h. nicht 30x, sondern 60x der gleiche Mist. Glaube mir, speziell in Deutsch ist das eine freudlose Angelegenheit.

    Aus meiner heutigen Sicht reicht ein Korrektur-/Prüfungsfach völlig, das Beifach bzw. die Beifächer sollten schon im eigenen Interesse lieber Nebenfächer sein.

    Ich komme zwar aus Bayern, bin dafür aber gelernte Realschullehrerin für Deutsch und Englisch.

    Aus meiner Erfahrung als Sprachenlehrerin würde ich sagen, dass das recht ambitioniert ist, was du da vorhast. Sicherlich, die Fremdsprache übt einen gewissen Reiz auf die Schüler aus, man kann sie heutzutage fantastisch lebensnah vermitteln und von dem Mehrwert, den eine lebende Fremdsprache außer Englisch mitbringt, will ich gar nicht erst anfangen.

    Dennoch wirst du immer ein Nischendasein führen, du wirst (zumindest an der RS) maximal eine(n) Kolleg*in haben, ihr werdet euch die Fachschaft teilen und ihr werdet immer gemeinsam die Abschlussprüfungen korrigieren, weil es ja niemanden sonst gibt. Je nachdem, wie du mit Deutsch eingebunden bist, kann das im Kollegium schon mal blöde aussehen, wenn du wie selbstverständlich Spanisch korrigierst, während die anderen sich durch Deutsch quälen. So kenne ich es zumindest mit D/E.

    Nun kann es ja in Hessen ganz anders sein - vielleicht hat man dort ein ganz anderes Verhältnis zur 2. oder 3. Fremdsprache. Ich sehe aber vor allem unsere Schüler, die oft nicht verstehen, dass sie (bevor sie cool auf Spanisch daher plaudern können) erst einmal ganz unsexy Vokabeln und Grammatik pauken müssen, und das zusammenhängend über einen längeren Zeitraum.

    Wie wäre es, wenn du einfach die KI befragst? Frag' doch mal nach, ob es Erhebungen über Spanisch an der HS/RS in Hessen gibt, ob es bereits unterrichtet wird, ob es möglich ist, den Bedarf zu ermitteln, wie viele Schulen Spanisch anbieten etc. Du schreibst zwar, dass es das Lehramt erst seit 2023 gibt, aber das KM etabliert ja sicher keinen neuen Studiengang, wenn schon im Vorfeld feststeht, dass es eine Totgeburt wird.

    Good luck! :super:

    Ich bin froh, dass wir 2 Sozialarbeiter an der Schule haben, die quasi als Bindeglied zum Jugendamt arbeiten. Oftmals können sie im Vorfeld im Gespräch mit dem Kind oder aus ihrernErfahrung heraus Situationen genauer durchleuchten und besser einschätzen.

    Die haben wir auch... und ich möchte bestimmt nichts Schlechtes über sie sagen... In Einzelfällen ist ihre Arbeit an unserer Schule sehr hilfreich, aber im regelmäßigen Dauerbetrieb haben wir schon öfter den Kopf geschüttelt.

    [...], um ihre elterlichen Pflichten nachlesen zu können. Sollte sie dies wiederum nicht einsehen wollen, dürfe sie dies doch gerne mit dem Jugendamt ausdiskutieren.

    Zitat

    [...], unbedingt Richtung Elternhaus/Erziehungsberechtiger weitergeleitet werden und wenn diese sich stur stellen und ihre gesetzlichen Verpflichtungen nicht wahrnehmen wollen, geht der Fall Richtung Jugendamt.

    Steht deine SL derartig hinter euch, dass sie auch nichts dagegen hat, das Jugendamt zu involvieren?

    Die Beispiele, die ich genannt habe, könnte man meinetwegen auch noch unter der Rubrik "pubertätsverblödet - wegen Umbau geschlossen" abheften, das ist halt unser täglich Brot. In diese Richtung geht ja auch Vandalismus in den Schultoiletten, sonstige Beschädigungen oder die ach so lustigen Raufereien während der Pause, bei denen es immer heißt "War doch nur Spaß!", wenn du als Pausenaufsicht dazukommst.

    Meine SL hatte aber aus irgendeinem Grund echte Berührungsängste mit dem Jugendamt, und Fälle von Verwahrlosung oder gar Kindswohlgefährdung wurden (sinngemäß) kommentiert mit den Worten: "Ach, lass mal, die können da auch nichts machen." Oder: "Die sind da schon dran, mehr können wir nicht tun."

    Deshalb bin ich jetzt aufmerksam geworden, weil du gleich 2x das Jugendamt erwähnst. Bei uns wäre es undenkbar, dass man das Jugendamt kontaktiert, bloß weil Eltern ihrer Erziehungsverpflichtung nicht nachkommen. :(

    Unser Fokus liegt auf der Vermittlung fachlicher Kompetenzen. Wenn das erreicht ist, können wir immer noch darüber nachdenken, an welcher Stelle wir ggf. Eltern bei ihrem Erziehungsauftrag unterstützen können.

    Das mag am Gymnasium so sein.

    An der Realschule hat sich der Fokus definitiv in Richtung Erziehung verschoben - und diesen Erziehungsauftrag muss ich wahrnehmen, sonst ist in manchen Klassen an den Bildungsauftrag gar nicht zu denken.

    Die erzieherischen Defizite sind mir erst nach Corona so richtig aufgefallen, Stichwort Niesetikette (um mal ein harmloses Beispiel zu nennen). Was ich da erlebt habe, fing bei "unangenehm" an und hörte erst bei "echt ekelhaft" auf. Ab dann sind mir auch die anderen Dinge aufgefallen, angefangen beim Umgangston untereinander, dem Verhalten KuK gegenüber, dem Auftreten ganz allgemein in der Gruppe.

    Seitdem beobachte ich eine Gleichgültigkeit der Schule gegenüber und vor allem eine unerträgliche Opfer-Täter-Umkehr. Du hast beim Wurf deiner halbleeren und deshalb schlingernden Cola-Flasche einen Mitschüler am Kopf getroffen? "Kann ich doch nichts dafür, dass der da so rumsteht!" Dein Deutsch-Heft ist seit Wochen voll? "Kann ich doch nichts dafür, dass meine Mutter nicht dran denkt!" Deine Mitschülerin weint, weil du ihr Wasser über den Rock gegossen hast? "Mein Gott, sooo kalt ist es nun auch wieder nicht!"

    Irgendwoher müssen es diese Kinder doch haben - und deshalb vermute ich ganz stark, dass sie es von den Eltern vorgelebt bekommen. Der andere ist immer schuld und der andere soll mich gefälligst in Ruhe lassen.

    Deshalb habe ich jetzt mit Interesse LadyBlondis Beobachtungen gelesen und kann ihr nur zustimmen. Auch ich kannte es so, dass man am Schuljahresende eine kleine Aufmerksamkeit bekommt. Das ist aber schon lange nicht mehr so. Die Schule und die KuK darin sind mittlerweile nicht mehr als fester Tagesordnungspunkt in den Köpfen verankert, bestenfalls noch als vormittägliches Ärgernis, dass es durchzustehen gilt. Deshalb überreißt man auch nicht, wie viel Arbeit dahinter steckt und dass die meisten LuL eben nicht nur Dienst nach Vorschrift machen, sondern immer eine Prise mehr geben.

    Ich finde es eher mutig, hier offen darüber zu sprechen, dass man enttäuscht ist von diesem gedankenlosen Verhalten. :thumbup:

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