Beiträge von Kris24

    Der Hörsaal ist doch das kleinste Problem. Da sägt ein Tischler unten die halbe Bankreihe ab und baut einen Beistelltisch.

    Problematischer sind die Gebäude mit den vielen Treppen. Wir haben eins, da ist kein einziger Klassenraum ohne Treppe erreichbar. Selbst Gebäudeteile haben Höhenunterschiede von drei Stufen. Wohlgemerkt zu Anbauten die nach 2005 entstanden sind. Da schüttelt man echt nur den Kopf.

    Das Problem ist der Betonboden. Und es muss genug Platz zwischen 1. Reihe und Lehrertisch bleiben. Wir würden es gerne ändern.

    Treppen haben wir überall. Ich steige ja auch regelmäßig 78 Stufen hoch und wieder runter. Bis in den 3. Stock sind sie auch noch breit und doppelt vorhanden. Problematisch ist der 4. Stock (unter dem Dach).

    Ergänzung

    Außerdem haben wir nur 28 Plätze und können daher nicht auf eine halbe Bankreihe verzichten. Zudem müsste der Betonboden entfernt werden und darunter ist der nächste naturwissenschaftliche Raum ebenfalls schräg. Dein Vorschlag passt nicht.

    Man kann sich auch reinsteigern, ein Gymnasium, das nur naturwissenschaftliche Fachräume im Hörsaal-Baustil hat, dürfte es in Deutschland schon lange nicht mehr geben. Und Unterricht unterm Dach, der über die Dachbodenleiter erreichbar ist, gibt es vielleicht bei Harry Potter aber in realen deutschen Schulen verhindert schon der Brandschutz auch nur halb so schlecht zugängliche Räume.

    Im übrigen sind die SuS mit körperlichen Einschränkungen bei der Inklusion die, mit den geringsten Problemen. Förderbedarf Hören und körperliche Entwicklung laufen bei uns völlig problemlos mit.

    Ich beschrieb meine Schule.

    Hören ist bei uns auch kein Problem, Rollstuhlfahrer hatten wir aus den genannten Gründen noch nie.

    Das sehe ich auch so, aber das würde dann ja keine Mehrarbeitsstunde mehr vermeiden. (Denkt denn keiner an die Steuerzahler!!!1!)

    Da bei mir nach dem Abitur mein LK wegfällt, andere Klassen auf Klassenfahrt sind, muss ich mindestens 50 Überstunden vor Mitte Juni haben, damit ein paar übrig bleiben (Bagatellgrenze). Dass schaffe ich nur, wenn ich wie im letzten Jahr 2 zusätzliche Klassen 5 Monate unterrichte (29 Deputatatstunden am Gymnasium ganz offiziell). Bugstunden werden kaum noch bewilligt (nur bei Teilzeitkräfte), ich habe vor ca. 15 Jahren 7 Jahre benötigt, bis ich meine 5 Bugstunden wieder abgebaut habe. Das soll nicht mehr passieren. Kurz Vertretungsstunden sind für mich fast immer unbezahlt, von 6 Wochen Elternzeit für einen Kollegen mit 2 zusätzlichen Nachmittagen mit je einer Doppelstunde pro Woche blieb 0 Euro übrig.

    Ich schaffe dies gesundheitlich nicht mehr. Eine gute SL wie meine nimmt darauf Rücksicht.

    So kurzfristig sind bei uns "statt-Stunden" nicht und dank digitalem Klassenbuch wissen auch die Schüler Bescheid.

    Ich fand "Statt-Stunden" immer gut, 6. Stunden oder gar Nachmittagsstunden sind auch nicht so produktiv. Bei uns fordern es oft sogar die betroffenen Schüler ein. Sie erfahren von einem Ausfall und fragen z. B. mich, ob meine 11. Stunde vorverlegt werden kann. Ich melde dies den Stundenplanern und alle sind happy. Gegen einen freien Nachmittag hat bei uns niemand etwas.

    Inklusion ist einklagbar und die dafür notwendigen Voraussetzungen, wie bauliche Maßnahmen, ebenso. Das wird auch regelmäßig gemacht und bei uns werden immer wieder bestimmte Voraussetzungen für einzelne zu inkludierende SuS angepasst, die Stadt finanziert das auch anstandslos (weil sie weiß, dass sie muss).

    Und wie funktioniert dies mit alten Gebäuden mit schräg ansteigenden naturwissenschaftlichen Räumen und Kunst- und PC-Räumen unter dem Dach, erreichbar nur über eine sehr schmale Treppe?

    Kurz bei uns ändert sich nichts. Wer kurzfristig Krücken benötigt, springt einbeinig die Treppen hoch.

    Wie macht ihr das denn, wenn die Vertretung auf euer Deputat draufkommt? Dann unterrichtet ihr 30-35 Stunden die Woche? Sind das dann Plusstunden, die irgendwann abgebaut werden müssen? Und wenn ja; wann und wie geht das?

    Wenn sie nicht bis zum Ende des Schuljahres abgebaut werden konnten, dann werden sie bei uns mit dem Oktober- oder Novembergehalt ausgezahlt (und es bleibt netto erst einmal wenig übrig).

    Bei uns fallen Randstunden auch immer aus und wenn es möglich ist, werden andere Stunden vorgezogen. Letzteres geht bei uns selten, weil unsere Schüler ab Klasse 5 verschiedene Profile wählen und wenn Latein ausfällt, Französisch aber nicht, kann nicht vorgezogen werden.

    Ich hatte im letzten Schuljahr auch massiv Vertretung, 12 Stunden Unterricht im Monat mehr klingen für Außenstehende vielleicht nach nicht so viel, aber wenn man nicht nur beaufsichtigt, sondern Unterricht machen möchte, muss man die Vorbereitung mit dazu zählen. Ich schaffe dies gesundheitlich nicht mehr und auch viele meiner Kollegen weigern sich. Es bringt nichts, wenn wir auch noch krank ausfallen. (5 und mehr Stunden mal 2 inkl. Vorbereitung gibt es durchschnittlich trotzdem noch.)

    Aber wenn du am BK erstmal ein gewisses Standing hast und dann auch mehr in den Bildungsgängen eingesetzt wirst, die dir Spaß machen, ist das durchaus eine Nische.

    Oder in weniger. 😉

    Ich unterrichte immer beide Chemie-LKs und damit fast die Hälfte meiner Stunden in kleinen interessierten Gruppen.

    Wer "draußen" rechtzeitig eine Alternative gefunden hat, ist zu beglückwünschen. Leichtfertig würde ich das nicht aufgeben.

    Schreib bitte über dich und nicht allgemein. Ich sehe dies wie andere hier auch absolut anders.

    Und Nischen gibt es genug. Aber es stimmt oft, was Finnegans Wake schreibt, am Anfang war es auch für mich viel Mehrarbeit.

    Das mag sein, aber je länger man bereits im Schuldienst ist, umso schwieriger ist es wieder raus zu kommen. Man hat kaum noch Kompetenzen für andere Berufe und die Verbeamtung macht es auch finanziell extrem unattraktiv. Ich habe ein Nische gefunden, mit der ich glücklich bin, aber die findet nicht unbedingt jeder.

    Schrieb ich, aber wenn du nur meinen 1. Teil zitierst und den 2. weglässt...

    Unterlasse bitte solch perfide Unterstellungen. Ich sehe nur, dass Trump einen massiven Fokus auf Länder mit Ölquellen hat und andere Länder dazu zwingt, den USA Fracking-Gas abzukaufen und mit solchen Maßnahmen den Preis in die Höhe treibt. Auch hier: Qui bono.
    Kanada, Venezuela, Grönland, Iran ... mal schaun' wer als nächster dran ist.

    Und wie zwingt er sie? Quatschen tut er viel.

    Warum auch. Gibt ja keine in dieser Einbahnstraße.

    Ich hatte vor und direkt nach dem Ref die Wahl, in Chemie zu promovieren und dann evtl. in die Forschung zu gehen wie meine Studienkollegen. Ich habe nicht auf Lehramt studiert.

    Vielleicht bin ich deswegen so zufrieden, ich hatte nie das Gefühl Einbahnstraße (auch wenn dies nach der Entscheidung nach dem Ref für Schule natürlich so war).

    Lehrerin zu werden war die schlechteste Entscheidung meines Lebens, ich kann das niemandem empfehlen. Wenn es für mich einen wirtschaftlich machbaren Weg gäbe dem System zu entkommen, würde ich es sofort tun.

    Und für mich die beste Entscheidung, ich bin seit über 30 Jahren glücklich mit meiner Entscheidung.

    Das ist natürlich suboptimal. Hast du eine Idee, woran es liegt, dass ihr kein zusätzliches pädagogisches Fachpersonal für Ganztag und die Gestaltung außerunterrichtlicher Angebote erhaltet? Mauert die Kommune oder scheitert es an Bewerbern (m/w/d) für potentielle Stellen?

    Zahlst du es?

    Geld ist bei den Kommunen endlich. Nicht jede hat ein großes gutverdienendes Unternehmen vor Ort. Den allermeisten geht es schlecht.

    Manchmal frage ich mich echt, ob du wirklich so wenig Ahnung hast.

    Hier gibt es eine Hof- und eine Gangaufsicht. Letztere schließt bei Bedarf Klassenräume auf, damit die Schülerschaft sich nicht in den Gängen drängt, und ist damit zeitweise sogar alleine für eine komplette Etage (12-15 Räume) zuständig, vor allem vor der 1. Stunde.

    Deshalb wird bei uns nicht aufgeschlossen, die Schüler bleiben auf dem Gang bis die unterrichtende Kollegin kommt.

    Das ist Quatsch. Das tangiert uns alle.
    Die Sperrung der Straße von Hormuz treibt den Öl- und Benzinpreis - und damit auch die Gewinne von Trumps Kumpels nach oben.

    Und weil der Ölpreis hoch geht, bist du für das iranische System?

    (Für unser Klima wäre es übrigens gut. Vielleicht steigen auch mehr auf E-Autos um? Ich verstehe auch nicht, warum Trumps Kumpel bei höheren Transportkosten profitieren. Da war Venezuela wichtiger. Ich finde übrigens, dass der Preis für fossile Brennstoffe viel zu niedrig ist. Die Schäden sollten miteingepreist sein.)

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