Beiträge von Kris24

    Das gilt aber allenfalls für die Übertragung der Ergebnisse auf die Beamten. Denn der TdL Beschluss ist immer einheitlich verbindlich.

    Ich schrieb ja von Bundes-, Landes- und Kommunalbeamten.

    (Ich teile übrigens immer durch die Laufzeit und sage dies auch in Gesprächen, 2,x% empfinde ich korrekt, nur dann kann verglichen werden. )

    2006 habe ich es einmal beim Nachmittagsunterricht erlebt, die gesamte Schule sah im (kühlen) Forum gemeinsam ein Deutschlandspiel ("Sommermärchen"). (Sonst hätte es vielleicht hitzefrei gegeben?) Alle, die sich geäußert haben (selbst Fußballablehnende) fanden die Gemeinschaft gut, Unterricht findet jetzt 3 Tage vor Sommerferien sowieso nicht mehr statt. Ich gebe aber zu, ich war damals auch erst überrascht. Und an Grundschulen ist sicher anders als an weiterführenden Schulen.

    Und da die meisten meiner Mitmenschen nicht den Unterschied zwischen Bundes-, Landes- und Kommunalbeamte kennen, werde ich wieder oft erklären müssen, dass es nicht schon wieder Inflationsausgleich und erneut 5,5 % gibt ("ihr habt doch gerade mehr Geld erhalten"), ich gehe bei einigen Bundesländern von etwas weniger aus, wie dies in der Vergangenheit auch war.

    Die Zeugnisvergabe in der Klasse im Film hat mich an meine Schulzeit erinnert (die meine Schüler*innen noch 2018 beim Schüler*innenaustausch GENAUSO erleben durften), wo die Klassenarbeiten entweder laut mit Note, und/oder in der Reihenfolge zurückgegeben werden (entweder von der schlechtesten bis zur besten, oder umgekehrt).
    Meine Schüler*innen waren schockiert, ich kenne es aus meiner Schulzeit nicht anders. Mindestens 70% der Klassenarbeiten habe ich von der Grundschule bis zum Abitur so zurückbekommen.
    Dasselbe für die Grundschulzeugnisse (die Zeugnisse ab der weiterführenden Schule werden in Frankreich nicht mehr so gegeben und/oder besprochen, sondern direkt nach Hause verschickt.)
    Das nennt man wahrscheinlich "Motivation" (hat bei mir geklappt, aber im Prinzip traumatisierend für mindestens 30% der Klasse - zumal Frankreich nur reine Gesamtschulen hat)

    Ich habe dies nur einmal erlebt und zwar bei einer Klausur an der Uni Anfang der 90er (Aushang im Treppenhaus). Bereits Ende der 70er am Gymnasium war dies bei uns verpönt, an der Grundschule zuvor kam es auch nicht vor. (Es gab einen Lehrer, der bei Rückgabe Kommentare (ohne Noten) abgab. Er ließ es bald.)

    Ich gebe bewusst keinen Notenspiegel an (wir müssen es nicht), diese Traumata müssen wirklich nicht sein.

    Das halte ich für unzumutbar. Bei so einem Stundenplan wäre ich erst beim Stundenplanungsteam und würde das nichts ändern im nächsten Schritt beim PR. Wenn eure Kopplungen derartige Auswirkungen haben, dann muss im Sinne der Fürsorgepflicht für die Arbeitnehmer:innen das eine oder andere entkoppelt werden. Lass dir das bitte nicht gefallen!

    Tja, dann hätten wir noch weniger Schüler, wir stehen in Konkurrenz und müssen alle Profile anbieten.

    (Es wird darauf geachtet, dass wenn möglich, nicht immer die gleichen Kollegen betroffen sind. 16 Hohlstunden waren mein Rekord, 12 oder 13 hatte ich auch schon, meistens sind es ca. 5 Stunden. Ich habe mir daher angewöhnt, alles in der Schule vorzubereiten (und habe in der Chemiesammlung eine gute Ausstattung). Wenn ich gegen 17 oder 18 Uhr heimgehe, muss ich sehr selten noch etwas tun. Das finde ich gut.)

    Ich wäre froh, ich hätte mal nur 2 Hohlstunden. Ja, es ist völlig normal, in der Mitte eines Schultages frei zu haben (und evtl. für eine Vertretung einspringen zu müssen) oder meistens herumzusitzen (bzw. ich korrigiere oder bereite Unterricht vor).

    Da bei uns extrem viel gekoppelt ist, hatte ich auch schon einmal 16 Hohlstunden (bei 25 Deputatsstunden).

    Nachdem es in dem Thread um die Ferienreife geht (über die Suchfunktion findest du diverse Threads zum Workload oder auch zur Arbeitszufriedenheit oder kannst alternativ einen neuen Thread zu diesem Thema erstellen): Mein Workload ist gerade noch zu hoch, da erst nächsten Mittwoch bei uns der letzte Schultag ist, aber jetzt in den letzten Tagen natürlich deutlich entspannter bereits, als bis zur Notenabgabe. Meine Ferienreife nimmt jedenfalls gerade täglich spürbar zu. :schlafen:

    Wir haben aktuell Projektwoche, außerdem müssen mehrere Räume inkl. Chemie ausgeräumt werden wg. Renovierung. Ich bin also jeden Tag bis zu 14 Stunden an der Schule (heute konnte ich nicht mehr und bin nach 10 Stunden heim, mit der Folge morgen am Samstag in die Schule zu müssen). Ich bin aber froh, dass endlich renoviert wird. Ich werde sehr ferienreif sein (und hoffe auf besseres Wetter).

    Bei uns gibt es nach den Ausschreibungen Anfang des Jahres noch das Listenverfahren ab Juni und da erhält man alle Stellen besetzt, aber leider nicht das, was man sich wünscht. Konkret haben wir viel zu viele Fremdsprachkollegen, aber auch Bio und bekamen jetzt noch zwei Kollegen mit genau dieser Kombination, alle Stellen besetzt, aber leider nicht mit Mathe. Folge, ich werde in den nächsten Jahren kaum noch mein Lieblingsfach Chemie unterrichten können, weil meine Chemiekollegen nicht ihr 2. Fach Fremdsprache bzw. Bio unterrichten können und Chemie unterrichten müssen. Folge, alle unterrichten nur noch ein Fach, alle sind unglücklich, weil dies ausgerechnet nicht ihr Lieblingsfach ist (die SL weiß dies und kann nichts ändern), aber alle Stellen sind besetzt. Noch fällt bei uns kein Unterricht aus.

    Ja, ich weiß. Aufgewachsen und ausgebildet bin ich aber in Bayern (war ich damals froh drum, die Cousinen in B-W hatten damals noch Samstagsunterricht). Wir haben es in BY sogar mal geschafft, dass der 1. August der letzte Schultag war.

    Es gibt immer noch vierzehntägig Samstagunterricht in Baden-Württemberg, sieht man am Ferienplan (nur kann jede Schule bzw. Schulkonferenz entscheiden, ob Unterricht stattfindet oder nicht und die allermeisten haben sich dagegen entschieden) und ich hatte auch schon Anfang August noch Schule in Baden-Württemberg (ist ca. 15 Jahre her, Ferien begannen am 2. oder 3. August), es gab ein Riesenkuddelmuddel, weil 4 Kollegen an unserem kleinen Gymnasium zum 31. Juli in Pension gehen mussten und nicht ihre Klassen am letzten Tag verabschieden konnten (einer wollte unbedingt, es wurde ihm von oben verboten).

    Ganz allgemein gesprochen bereichern Kinder das Leben. Klar, man kann stattdessen auch jedes Jahr nach Bali in den Urlaub oder eine Katzenzucht aufmachen. Aber für wen machen wir den ganzen Quatsch sonst? Für den Lehrerberuf ist das Elternsein ganz sicher auch eine Bereicherung, wenn man so einen Strategen zuhause sitzen hat. Das ist hilfreicher als jedes erziehungswissenschaftliche Seminar und Spaß macht es (meistens) auch.

    Let's agree to disagree.

    Es gibt so verschiedene Schüler. Wie viele eigene Kinder benötigst du, um für jede Schülerpersönlichkeit gewappnet zu sein, um ein erzieherisches Seminar zu ersetzen? Und was machst du, wenn deine eigenen Kinder unproblematisch sind? Oder erziehst du bewusst verkorkste Kinder, um auf (manche) Schüler vorbereitet zu sein?

    Das ist die blödeste Behauptung, die ich (tatsächlich einmal (!) in 30 Jahren) von einer Mutter gehört habe.

    Ok, kann natürlich sein, dass die einfach nur umgestiegen sind. War auf jeden Fall voll.

    Aber interessant, dass Deutsche keinen Schulplatz in der Schweiz kriegen - umgekehrt aber schon?

    Ja (und es sorgt manchmal für viele Diskussionen, wenn dann deutsche Schüler abgewiesen werden müssen, angeblich gilt nur die Entfernung).

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