Beiträge von Kris24

    Was spricht dagegen, dass eine solche kurze Abstimmung eben in einer der Pausen stattfindet, anstatt Personen Wege von mehr als 200km insgesamt unnötig fahren zu lassen? Oder dass sie eben online stattfindet?

    Leider sind bei uns die Wege weit und die Kollegen haben unterschiedliche Tage Unterricht. Kurz, ich habe es immer wieder versucht, aber es nie geschafft. Bei uns werden inzwischen kurze Konferenzen gebündelt, also z. B. vor und nach einer GLK. Weil dies aber viele (Fachschaften, Klassenlehrer, SL) versuchen, gibt es wieder Terminprobleme. Allen es immer recht machen, klappt leider nicht.

    Ich durfte mal schweizer Kalbsbratwurst probieren. War jetzt gar nicht mal so gut. Ich glaube, Schoki könnt ihr besser.

    Das sieht meine Familie anders. (Aber sie schmecken wirklich anders, wobei falsches Wort, Schweizer meinen mit schmecken riechen, gab schon öfter Erstaunen in meiner deutsch-schweizer Familie.)

    Von Haribo selbst habe ich noch keine Chili Variante gesehen, aber es gibt Chili Gummibärchen, ja. Im Zweifelsfall im Süßigkeitenladen danach schauen oder bestellen. Ich find sie in gewisser Weise auch richtig lecker, obwohl es erstmal ungewohnt ist beim ersten Stück. Das zweite ist schon besser und dann gewöhnt man sich ganz gut dran und frisst sie weg wie andere Süßigkeiten.

    Erinnert mich an eine Facharbeit in NwT (Klasse 10). Ich erhielt zusätzlich zur Arbeit auch eine Probiertüte mit verschiedenen Bärchen (ohne Beschriftung). Das erste, was ich probierte, enthielt eindeutig Knoblauch, das 2. Chili, dann hatte ich erst einmal genug. (Die übrigen waren dann "harmlose" vegane, mit Fruchtsaft usw.)

    Ich habe mir jetzt überlegt, warum ich nicht am BK etc. unterrichten möchte? Eure Schilderungen haben dazu beigetragen. (Sie stimmen mit denen von meiner Kollegin überein.) Ich schreibe daher bewusst in Ichform.

    Ich möchte Schüler nicht gegen ihren Willen unterrichten (das fand ich damals an der Gesamtschule schlimm), freue mich, wenn sie Freude an meinem Unterricht finden, wenn sie Leistung bringen (schwänzen (sogar nach dem schriftlichen Abitur) ist bei uns selten. Arroganz empfinde ich euch gegenüber nicht, manchmal wundere ich mich (bei Erzählungen), dass es euch anscheinend nichts ausmacht, aber Menschen sind verschieden und vermutlich sammeln sich am Gymnasium mehr Kollegen, für die Leistung wichtig ist. (Und dazu gehört für mich auch, schwache Schüler zu fördern, sodass sie bei uns bleiben können. Nur wollen müssen sie schon, dauerhaft gegen den Willen der Schüler zu unterrichten, fällt mir schwer.)

    Ich hatte ja überlegt (und ein Angebot erhalten), ob ich in Chemie promovieren soll. Vielleicht ist das der Unterschied?

    Vielfalt habe ich dadurch, dass ich bewusst mit Fünftklässler und Leistungskurse arbeite. Und ja, ich verstehe mich oft als Lernbegleiter, wir arbeiten gemeinsam auf ein Ziel zu. An der Gesamtschule hatte ich nicht oft dieses Gefühl, das habe ich vermisst.

    Vielleicht kommen deshalb Gymnasiallehrer für Hannelotti humorlos und engstirnig vor? (So wie ich mich über Leistungssportler wundere, warum nehmen die ihren Sport so ernst?) Wir sind es sicher nicht mehr als andere.

    Wer will denn 8-9 Jahre an der Uni sein und dann nachher "Nischen" suchen müssen...

    Deine Anekdoten gibt es natürlich für Geschichtswissenschaftler auch, das will ich nicht in Abrede stellen. Für das Gros sieht es ganz anders aus...

    Die Nische wäre ohne Studium nicht erreichbar. Mein Klassenkamerad mit eigenem Unternehmen hat z. B. seine Doktorarbeit als Geschäftsidee ausgebaut. Man sollte halt nicht das machen, was alle machen (oder man muss viel besser sein). Das meinte ich mit Nische.

    Dumme Frage, weil ich tatsächlich niemand "gescheitertes" kenne, waren deine Beispiele, Menschen, die absolut nicht mobil waren, die glaubten, in ihrem Heimatort bleiben zu können? Dann könnte ich es nachvollziehen, warum du entsprechende Jobs empfiehlst.

    Dass einem mit Biologie nicht grad der Hintern geküsst wird, sollte eigentlich jedem, der das studiert, seit gefühlten 100 Jahren schon klar sein. Mit Chemie war und ist man indes immer gut bedient, mit Physik erst recht. Und wer's wirklich drauf hat, studiert halt Mathe oder Informatik, bitteschön, jeder wie er mag und kann.

    Wobei, ein guter Freund von mir hat Biologie studiert, in Biochemie promoviert und bekam sofort eine hervorragend bezahlte Stelle beim europäischen Patentamt angeboten (sein Professor hat ihn vorgeschlagen). Er hat damals allerdings abgelehnt, weil 70 Stunden pro Woche angekündigt wurden. Er hatte noch andere Angebote.

    Ein Klassenkamerad (ebenfalls Biologie) hat sich mit einem Freund selbstständig gemacht und besitzt jetzt eine sehr erfolgreiche Firma für Medizintechnik. Es ist möglich, wenn man sich Nischen sucht.

    Meine Studienfreundin (Mathe) erhielt allerdings ebenfalls hervorragende Angebote und musste nicht promovieren.

    Leider kann man dich nicht zitieren, weil du falsch zitiert hast.

    Du schreibst "Natürlich Zahnmedizin, Medizin und die Beamtenstudiengänge für den gehobenen Dienst. Wer das studiert kann überhaupt nicht auf die Nase fallen."

    Ich habe geschrieben, dass Chemieunterricht für das Medizinstudium besonders hilfreich ist (meine Schüler studieren eher Medizin statt Chemie und selten Biologie). Also sollte ich noch mehr Werbung für meinen Chemieunterricht machen, noch mehr Shows usw., damit sie nachher erfolgreich Medizin studieren?

    Du widerspricht dir also selbst.

    Und warum sollte ich auf gehobenen Beamtendienst studieren, wenn ich auf höheren Beamtendienst studieren kann?

    Wer bei uns in Chemie promoviert hat und Postdoc im Ausland war, verdient heute ein vielfaches von mir. (Ausnahme, er wollte nach dem Studium nicht weg ziehen. Das gilt für alle Studiengänge.)

    (Zu meiner Zeit war das Durchschnittsgehalt aller Chemiker höher als das aller Ärzte und zumindest hier gibt es immer noch genug offene Stellen.)

    (Ich habe kopiert, weil ich Dr. Caligiari nicht zitieren konnte und kann jetzt den Fettdruck nicht entfernen.)

    Ich habe 58 km ein Weg, ca. 45 Fahrzeit. Ja, pendeln kostet ein bisschen Geld, allerdings hoffe ich, bald (wieder) mit dem Zug fahren zu können und dann wird das deutlich günstiger. Mit Kind ist das allerdings wegen der Nachmittagsorga nicht ganz so einfach.

    Trotzdem bin ich sehr zufrieden. Ich kann mir sicher sein, dass ich weder beim Einkaufen noch im Fitnessstudio noch sonst irgendwo Schüler:innen oder deren Eltern treffe.

    das mit den eltern ist wirklich ein grund, nicht wohnortnah zu arbeiten.. man will ja auch mal schlunzig im supermarkt rumkriechen und bier und kondome im einkaufswagen haben statt immer geschniegelt loszugehen, vorbildlich vollkornbrot und möhren zu präsentieren und schwätzchen über schule halten zu müssen..

    Dann müsste ich richtig weit weg ziehen, unser Einzugsbereich ist teilweise 30 km groß (und da wäre Auto mangels ÖPNV und bergige Landschaft, aber teilweise Autobahn notwendig) . Und ich traf schon Samstagmorgen Schüler und Eltern 200 km entfernt im Ikea oder 800 km entfernt beim Chinesen im Urlaub.

    Zuhause treffe ich sie dagegen selten. Ich habe gerade überlegt, mein letztes Treffen war Mitte März beim Einlösen eines Gutscheines ca. 10 km entfernt. Das davor ist mindestens ein halbes Jahr her.

    Ich denke sicher nicht an Eltern und Schüler, wenn ich in meiner Kleinstadt schlenkere.

    (Und wenn ich wirklich Sorge hätte, Kondome zu kaufen (warum eigentlich? ), dann würde ich lieber dafür einmal weiter fahren als täglich in die Schule. Letzteres ist auf jeden Fall immer häufiger.)

    Kris24

    Den Unterricht für unfähige Kollegen mit vorzubereiten gehört (zumindest in NRW) nicht zu den sonstigen Aufgaben einer Lehrperson. Hier sollte man der SL vielleicht auch deutlich sagen, bis hier hin und nicht weiter.

    Es wurde freundlicher ausgedrückt, ich hätte ja die Parallelklasse usw.

    Und mein damaliger SL war sonst sehr hilfsbereit und verständnisvoll, ganz anders als mein 1. (Er ermöglichte mir z. B. später die Freigabe in ein anderes RP, was eigentlich unmöglich war (von absolutem Mangelgebiet mit Mangelfach in ein sehr gut versorgtes). Ich bin ihm dafür sehr dankbar, er hat mich auch sonst sehr unterstützt.

    Versuche bitte nicht zu suggerieren, dass Frust Inkompetenz gleicht. "

    Wie kommst du darauf? Von Inkompetenz schrieb ich nicht.

    Zitat

    Ich jedenfalls kenne zig gescheiterte Biologen und zwei Chemiker mit BESTNOTEN aus meinem eigenen Abijahrgang. Phd mit summa, dann Pipettenverkäufer und kein "Krebsheilen".

    nicht promoviert? Das wissen meine (das war mir schon vor über 30 Jahren klar, Promotion und anschließend Stellen im Ausland. Ein Chemiediplom reichte nicht).


    Und doch, es gibt Studiengänge mit garantiertem Erfolg.

    Welche? Und warum wählt die nicht jeder? (Du nennst sie hoffentlich deinen Schülern. Wenn sich dieses "Insiderwissen" verbreitet, vermutlich auch nicht mehr.)

    Übrigens meine Chemie-Leistungskursschüler studieren häufig Medizin und genau dort profitieren sie vom Chemie-Leistungskurs. (Das wurde mir inzwischen so oft rückgemeldet, dass ich glaube, dass dies stimmt. )

    Bei uns sind das dann meist Doppeltbesetzungen, Hausaufgabenbetreuer oder sie bieten AGs an.

    Gibt es bei uns nicht. Hausaufgabenbetreuung übernehmen ältere Schüler, AGs sind insgesamt vielleicht eine Stelle (aber ich kenne niemanden, der zugleich Musik, Sport, Schülersanitätsdienst, Theater-AG usw. anbieten kann) und Doppeltbesetzungen gab es vor 20 Jahren, vor Lehrermangel.

    Nein, jeder unterrichtet eigene Klassen und ich habe schon mehrfach erlebt, dass ich auf Anweisung der SL mit einem unfähigen Kollegen dessen Unterricht mitvorbereiten musste (und froh war, als er versetzt wurde, solche Kollegen heißen hier Wanderpokal), weil der Protest der Eltern zu laut wurde. Dann unterrichte ich lieber 2 Stunden mehr und bekomme sie bezahlt.

    Und es gab schon Kollegen, die wirklich Mist gebaut haben (z. B. Dienstgeheimnisse und Passwörter mit den Schülern geteilt haben, so dass Schüler plötzlich Zugang zu Lehrerchats usw. hatten), Aufsichtspflicht nicht wahrgenommen haben (und prompt etwas passiert ist). Dann gibt es richtig unbezahlte Mehrarbeit für Dritte.

    uch die Leidenschaft, mit der Biologie- und Chemielehrer für Leistungskurse werben, ist mir schon oft begegnet. Nicht selten beginnen die SuS dann ein naturwissenschaftliches Studium, nur um zu merken, dass ihnen nach der Promotion keinesfalls der rote Teppich in der Wirtschaft ausgerollt wird... und stehen dann als OBASler auf der Matte. Wirklich so erlebt.

    Und zu diesem

    Du bist der Meinung, dass sie besser Germanistik oder Geschichte studieren sollen, weil ihnen dann der rote Teppich ausgerollt wird?

    Und wenn noch nicht einmal die Lehrer von ihrem Fach begeistert sind, ...

    Ich denke immer noch, dass ein naturwissenschaftliches Studium eher zu "Erfolg führt" als ein geisteswissenschaftles. Wichtig ist, die Schüler aufzuklären, was sie erwartet (und da habe ich auch schon positive Rückmeldungen erhalten, ich hätte sie gut vorbereitet). Du scheinst sehr frustriert zu sein. Aber kein Studium (auch nicht BWL usw.) garantiert Erfolg.

    "Chemieshow" ist schon der richtige Ausdruck, denn mit dem späteren Unterricht haben diese unseriösen Präsentationen selten etwas zu tun.

    Auch die Leidenschaft, mit der Biologie- und Chemielehrer für Leistungskurse werben, ist mir schon oft begegnet. Nicht selten beginnen die SuS dann ein naturwissenschaftliches Studium, nur um zu merken, dass ihnen nach der Promotion keinesfalls der rote Teppich in der Wirtschaft ausgerollt wird... und stehen dann als OBASler auf der Matte. Wirklich so erlebt.

    Ja, es ist eine Show, weil die Schüler ein Theaterstück selbst in ihrer Freizeit schreiben und wir gemeinsam mit Versuchen füllen. Aber jeder weiß, dass ein Theaterstück nicht Alltag ist (bist du auch gegen Theater-AGs oder jede andere AG, gegen Exkursionen, gegen Schüler-Austausch usw.?).

    Es geht um Freude und Zusammenhalt in meinem Kurs, ich staune selbst, wie gut inzwischen die Theaterstücke sind (da hat sich etwas über die Jahre entwickelt, jeder Kurs will es noch besser machen, niemand (bisher) ein altes Stück übernehmen), es ist inzwischen ein Multimedia-Spektakel (und die Freude meiner Schüler dabei überzeugt die Eltern).

    Meine Schüler wissen, was im Studium auf sie zukommt. Ja, nicht jeder schafft es, aber auch Geisteswissenschaftler geben auf (und sie können noch nicht einmal OBASler werden, zumindest bei uns gibt es in diesen Fächern keinen Lehrermangel).

    Ich sehe dies analog zu Schüleraustausch etc. Also nicht mehr anbieten, weil jemand sonst fälschlicherweise Spanisch wählt? Es sind die Sahnestückchen, die den Schulalltag auflockern. Und die allermeisten Schüler wissen dies und erwarten dies nicht täglich. (Ich unterrichte auch Mittelstufe.)

    Ich bin jahrelang gependelt (15 Minuten mit Auto), habe mir eingeredet, dass das gut sei, um abzuschalten. Ich weiß inzwischen, dass abschalten zu Hause oder in der Freizeit statt auf dem Arbeitsweg viel besser funktioniert. Ich wohne seit einigen Jahren wenige Fußminuten von der Schule entfernt (war für meine jetzige Wohnung Priorität).

    Jetzt kann ich entscheiden, was ich mit dieser Zeit anfange (länger schlafen, Radfahren, Musik hören usw.), ich genieße es. Muss mir keine Gedanken machen, wenn das Auto in die Werkstatt muss, wenn eine neue Baustelle eingerichtet wird, wenn der ÖPNV streikt, wenn Glatteis ist. Die paar Minuten durch die Fußgängerzone schaffe ich immer. Und so viele Schüler und Eltern treffe ich auch nicht, ein kurzer Gruß reicht.


    Wenn die nächste Schule wirklich schlecht wäre, würde ich evtl. auch pendeln, aber es ist "verschwendete Lebenszeit". Sicher, manche stört es mehr, manche weniger.

    Ja und, unsere Gymnasien sind alle voll, da geht es um Erst-, Zweit- oder Drittwunsch. Machen bei euch Schulen ohne Sommerfest zu? Und wen sollte das interessieren? Das sind doch keine konkurrierenden Betriebe.

    Schulen versuchen, sich ein Profil zu geben und das scheint mir für alle Beteiligten ein Vorteil zu sein. Findet man als Lehrkraft eher am Sportgymnasium sein Glück oder eher an der französisch-deutschen Kooperationsschule mit Bili-Zweig?

    Ja, wir kämpfen um jeden Schüler (gilt für beide Gymnasien, an denen ich unterrichtet habe). Weniger Schüler in Klasse 5, weniger Geld von der Stadt (Geld gibt es pro Schüler), weniger Gestaltungsmöglichkeiten (und weniger Geld für Bücher in der Mediathek und darauf sehen oft Außenstehende), weniger Kurse (weniger Wahl/ Differenzierung) in allen Klassen und vor allem Oberstufe.

    => Noch weniger Anmeldungen (und damit drohende Schulschließung und Versetzung für mich).

    Ich bringe mich auch deshalb sehr am Tag der offenen Tür ein (und freue mich, wenn Kinder später sagen, "die Chemieshow war so toll, da will ich auch mitmachen und habe mich angemeldet" und Eltern, "wir wussten nicht, welches Gymnasium, aber die Freude Ihrer Schüler und von Ihnen hat uns überzeugt".) Diese Kinder entscheiden 6 Jahre später, ob ein Chemie-Leistungskurs eingerichtet wird (mein absoluter Lieblingsunterricht) oder es nur für ein oder zwei Basiskurse reicht.

    Bili, viele Wahlmöglichkeiten bieten hier alle Gymnasien an, sonst haben sie im Wettrennen um Schüler gar keine Chance.

    Mir ist noch nie jemand unter gekommen der diese Richtung gehen wollte. Umgekehrt hingegen viele.

    Ich würde um Entlassung bitte, sollte ich an ein Gymnasium kommen sollen.

    Ich kenne jemanden von BK ans Gymnasium und sie ist glücklich mit der Entscheidung. Umgekehrt kenne ich niemanden, manche wollen an ein anderes Gymnasium, aber niemand ans BK. Ich selbst wäre bei einer Versetzung unglücklich.

Werbung