Beiträge von Kris24

    Bei den Balten hat der Schmarrn mit dem russischen Brudervolk offensichtlich nicht gezogen.

    Und dass die USA der Retter der Welt sind, glaubt in Deutschland spätestens seit dem Irakkrieg keiner mehr. Ich mag mich da an Sprüche vom alten Europa und so erinnern.

    Bei den Polen auch nicht. Ich habe von 1982 bis 1987 fast jedes Jahr an einem Austausch mit Jugendlichen aus Gdingen bei Danzig teilgenommen (traf einmal sogar Lech Walesa, sah den Widerstand vor Ort, hatte danach noch viele Jahre Kontakt zu einigen).


    Ja klar, Reflex, davon rede ich ja. Guck z.B. in die verlinkte Umfrage, es ist nicht nur meine Wahrnehmung. Es macht halt einen Unterschied, ob du von Kindesbeinen an hörst, dass die Sowjetunion dein Brudervolk ist und der Westen ein imperialistisches Arschloch oder ob die Erzählungen sind, dass russische Kriegsgefangenschaft die schrecklichste ist, es in Russland flächendeckend nicht mal WC und Wasserhähne gibt und die USA der Befreier mit den Rosinenbombern ist.


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    Ich denke, für die heute 40plus-Generation sind die 80er prägender (für meine Oma hast du sicher recht, ich ergänze Vergewaltigungen vor allem durch russische Soldaten (deshalb wurde bereits 1945 Ostdeutschland verlassen, im Westen gab es Schulspeisung und Care-Pakete), aber schon meine Mutter wurde von der Zeit danach mehr geprägt) . Kalter Krieg, Pershing 2, Cruise Missile, Herbst 1983 (auch wenn man manches erst später erfuhr, Tschernobyl, in Polen Solidarnosc sind für meine Generation wichtiger. Besonders prägend sind Ereignisse aus Kindheit und Jugend (und deshalb mache ich mir auch Sorgen um die heute Jungen).

    Deshalb denken auch viele unterschiedlich (egal ob West oder Ost). Hat man sich im bestehenden System eingerichtet oder kämpfte aktiv dagegen?

    Deshalb reagieren nicht alle Brudervölker bzw. einzelne Personen aus West und Ost gleich. 17. Juni 1953 ist für die meisten zu weit weg, Solidarnosc für Polen präsenter.

    Realschulen sind auch heutzutage keine "Resteschulen". Mir fällt spontan auch sonst keine Schulart ein, die ich derart bezeichnen würde angesichts des Menschenbildes, welches in dieser Bezeichnung zum Ausdruck kommt.

    Den Ausdruck habe ich von Realschulkollegen gehört (und glaube zum 1. Mal aktiv verwendet). Und ich schrieb, dass es keine "Resteschule" war.

    Rest bedeutet in diesem Falle, dass die Schüler übrig blieben. Zum Menschenbild sagt es nichts, sondern zu unserer Leistungsgesellschaft.

    Ich klinke mit aus dieser Diskussion aus.

    Dann geht es halt um eine konkrete Kollegin, nicht generalisierend um ein Problem von Realschullehrern. Auch wenn ich mich von dieser Aussage als Realschullehrerin weder rein geschlechtsspezifisch, noch inhaltlich angesprochen fühle, wird das doch dem Unterricht zahlreicher meiner Kollegen nicht gerecht. Ein bisserl mehr Differenzierung schadet nicht.

    Ich habe von mehreren Kollegen berichtet (und auch versucht zu erklären, woran dies liegen kann).

    Alles!

    Danke.

    Gestern: 84 Hundehaufen auf 200m.

    Mitten am Land. Ich habe sie gezählt.

    Bei uns gibt es überall Ständer mit kostenlosen Hundebeutel. Auf Gehweg etc. sehe ich selten noch Hundehaufen. Anders auf der Wiese. Da verschwindet der Hund eine Weile und Herrchen hat seine Ruhe (leider auch auf der schönen Wiese bei unserer Schule, man könnte so herrlich drinnen sitzen, wenn ...)

    Ich glaube, dir sind die Zahlen nicht klar. (Mal davon abgesehen, dass Hunde tatsächlich nichts auf "Heuwiesen" verloren haben (das Problem mit den Totgeburten bei Rindern ist mir bekannt). Das Problem sind da aber auch hier die Menschen, die ihre Hunde überall laufen lassen.)

    Ich habe vorher vergeblich nach der Zahl gesucht (und dabei obige Links gefunden). Ich erinnere mich dunkel, dass eine zweistellige Prozentzahl der kleinen Singvögel in den 24 Stunden stirbt (ich glaube, es war ein Viertel, also 25 %). Ein (!) örtliches Feuerwerk wäre in Ordnung, die Vögel würden den Ort wochenlang meiden (und man könnte im Umkreis zusätzliche Futterquellen anbieten). Aber es knallt überall über längere Zeit. Die Vögel fliegen bis zu 1000 m hoch, um auszuweichen, kostet extrem viel Energie (und die Gänse Link oben) 500 km weit. Das überleben viele nicht, fällt nur bei einzeln lebenden Vögel nicht so auf wie beim Schwarm Stare auf dem Bild.

    Katzen jagen (und Neuseelands und Australiens Vögel sind es nicht gewohnt). Unsere Vögel brüten oft in der Höhe oder versteckt. Und überall gibt es Programme freilebende Katzen zu kastrieren. Du siehst, es wird etwas gemacht. Aber was geschieht beim Feuerwerk? Jeder darf es überall (wenn so viele sterben reicht es nicht, auf einen Tag zu begrenzen). Es müsste ein Ort im Umkreis von vielleicht 10 km sein, an dem es in der Nacht erlaubt ist. Dann könnten Tiere fliehen.

    Deine Argumente sind für mich noch nicht einmal whataboutismus.

    Ich wohne gegenüber der Feuerwehr und werde wie jedes Jahr beobachten, wie optimiert die Fahrzeuge nacheinander (bis zu einer Stunde) mit Feuerwehrleuten gefüllt werden und vom Hof fahren. Es ist beeindruckend (man darf nur nicht an den Grund denken). Und von meinem Bruder weiß ich, wie es ist, wenn Rettungskräfte mit Böllern beworfen werden. Auch das kann ich von meinem Balkon jedes Jahr beobachten. (Übrigens habe ich einmal einen Stock einer Rakete auf den Kopf bekommen. Trotz dicker Mütze erinnere ich mich an die Kopfschmerzen. )

    Wenn Haustiere in Gegenwart ihrer Besitzer verstört sind, wie sieht es für Wildtiere aus?

    Kurz für Vögel (vor allem kleine) endet es oft tödlich. Sie fliegen in der Nacht herum und verbrauchen unnötig Energie (im Winter noch problematischer). Die kleinen Singvögel müssen auch ohne Knallerei im Winter innerhalb von einer halben Stunde morgens essen finden, sonst haben sie zuwenig Energie für weitere Suche.

    Für Gänse hat es die hiesige Uni genau untersucht.

    https://www.mpg.de/19522040/1121-…ristig-987453-x

    Besonders problematisch ist, dass überall geknallt wird, es gibt keine Rückzugsmöglichkeit.

    https://www.vogelundnatur.de/feuerwerke-und-voegel/

    Ein besonders drastisches Bild dazu https://utopia.de/news/rom-tote-vogel-silvester-feuerwerk/

    Kurz, wer Tierfreund ist, lässt die Knallerei.

    Denke schon, dass ich Teilgebiete in Deutschland aufgeben würde, solange wir persönlich nicht angegriffen werden bzw. wenn anschließend Angriffe eingestellt werden würden.

    Besonders dann, wenn ich meine Kinder opfern müsste und wie jetzt den Eindruck habe, dass auch viele in den abgetretenen Gebieten abgetrennt bleiben wollen.

    Wenn ich in den abgetrennten Gebieten leben würde und mir die neue Regierung nicht passt, würde ich notfalls umziehen.

    Andere Gebiete oder deine Region? Umzug ist übrigens in der Ukraine nicht möglich ("Evakuierungen" aus umkämpften Gebieten verliefen in der Vergangenheit über russisches Gebiet (erzwungen durch Russland) und leider wurden viele (vor allem Männer) einbehalten (klar, wer lässt mögliche Soldaten des Gegners zum Feind ziehen). Danach "klappten Evakuierungen nicht mehr", die Leute bleiben lieber im Kriegsgebiet.)

    (Es gab in den 90er in meiner Region einige, die auf die neuen Bundesländer verzichten wollten (zu viele Probleme, zu viele Rechtsradikale, zu teuer). Daran dachte ich vor kurzem, als ein Sachse ähnliches wie du bzgl. Ukraine sagte.)

    Fachinformatiker, du hättest den 2. Weltkrieg verhindert, wenn Hitlerdeutschland Polen, Frankreich, Benelux, Skandinavien etc. Deutschland angeschlossen hätte. Die anderen Völker können ihre Heimat ja verlassen.

    (Ich wundere mich, über deine mangelnden Geschichtskenntnisse. Ich vermute, du stammst aus Russland (Russlanddeutscher?) Meine Oma glaubte auch bis zum Schluss, dass Hitler gar nicht so schlecht war. Sie nannte auch immer Kriegsverbrechen Großbritanniens und Deutschland in einem Atemzug, sah Deutschland (teilweise) als Opfer. Die Manipulation im 3. Reich wirkten nach. Genau dasselbe höre ich von Russlanddeutschen immer wieder.)

    Ergänzend

    Woher weißt du, dass viele in den abgetrennten Gebieten zu Russland gehören wollen? Meinst du die Umfragen, bei denen russische Soldaten bewaffnet mit den Wahlzetteln von Haus zu Haus zogen. Bei denen extreme Zustimmung bereits vor Ende der Wahl verkündet wurde? Du denkst vermutlich, die Wahrheit liegt irgendwie dazwischen (zwischen Kremls Wahrheit und die des Westen). Das gilt leider fast nie (wenn einer behauptet 2 + 2 = 4 und der andere 6 ist 5 auch nicht korrekt).)

    Heisser Tipp*: Lass doch mal einen Wachsbrand eskalieren und die Schule den Einsatz der Feuerwehr zahlen. Was glaubst, wie schnell die Feuerlöscher tiefer hängen :rofl:

    *Guter Wortwitz, ne?

    Dazu fällt mir der Demoversuch eines Kollegen ein.

    Aber im Chemieraum brennt nichts, hängen Feuerlöscher tief und außerhalb des Raumes werde ich den Versuch sicher nicht durchführen (sonst eskaliert es wirklich noch :ohh:).

    Wirst du aber. Also solltest du keine Zeit mit Brandbekämpfungsversuchen verschwenden und dich in Sicherheit bringen.

    Wenn das Feuer zu groß ist, werde ich sicher nicht Heldin spielen. Deshalb schrieb ich kleiner entstehender Brand. Ich werde sicher nicht hingehen (und den fliehenden Schülern entgegen), sondern nur, wenn er in meinem direkten Umfeld ausbricht.

    Ich bin aber nicht ganz unvorbereitet. Ich habe im Rahmen meiner Ausbildung (und später bei Fortbildungen bei der Feuerwehr) mindestens 2 Dutzend Brände gelöscht (darunter große Ölwannen) und einmal sogar (keine Übung) ein Auto (Motor), weiß also genau wie. (Und einmal habe ich meine eigenen Haare löschen müssen (Teelicht auf einem festlich geschmückten Tisch, mir war etwas herunter gefallen und ich wollte es aufheben, seitdem finde ich Kerzenschein nicht mehr gemütlich). Andere erzählten, dass die Flammen, einen halben Meter hoch gewesen seien, sie dachten an brennendes Tischtuch o.ä.). Wichtig ist Schnelligkeit (und sonst natürlich Flucht).

    Du tust ja so als hätte Corona eine ganze Generation bereits ausgerottet. Keine Sorge, es sind noch jede Menge 80- und 90-jähriger übrig. Signifikante Übersterblichkeit gibt es auch immer noch nur bei denen. Meine Prognose: Die zu erwartende Sterblichkeit wird demnächst einfach den neuen Gegebenheiten angepasst.

    Das habe ich nicht geschrieben. Aber bei uns war in diesem Jahr die Übersterblichkeit höher als 2018-2021 und nicht niedriger wie du schriebst.

    (Aber ich möchte nicht über unsere verschiedenen Meinungen dazu diskutieren, ich habe noch frühere zu stark in Erinnerung. Ich ziehe mich also zurück. )

    Unsere Wagen stehen im Vorbereitungsraum, zu dem nur wie Chemiekollegen Zutritt haben (und teilweise SL, Hausmeister, eine eingewiesene Reinigungskraft, die allerdings meistens den Raum wg. Überschreiten der Arbeitszeit meidet :( (ich fordere sich manchmal ausdrücklich an, wenn der Mülleimer 2 Wochen nicht geleert wurde). Schüler nie (und darauf achten inzwischen alle).

    Sonst würde ich auch nicht am Vortag vorbereiten (erlaubt sind 24 Stunden früher, Bereitstellung).

    Wie kommst du denn darauf? Unsere Gesellschaft ist derart überaltert, dass in der Gruppe noch längstens genug übrig zum Sterben sind. Und die Sterblichkeit ist erheblich kleiner als letztes Jahr um die gleiche Zeit.

    Im Oktober war bei uns die Übersterblichkeit in Deutschland lt. Presse so hoch wie lange nicht (ich habe nicht nachgeprüft). Neuere Daten habe ich nicht.

    Die Behauptung mit (nur kurzfristiger) Übersterblichkeit stammt nicht von mir, sondern wurde im Frühjahr 20 von bestimmter Seite verkündet.

    Fachfremde Kollegen in einer Chemiesammlung sind aber immer eine Gefahr. ;)

    (Aus Erfahrung, Deutschkollegen z. B. vergessen die Tür hinter sich zuziehen, sodass jeder jederzeit hinein kommt. Sie schalten den Strom und damit das Notaus ein und mindestens einmal wurde statt dem Tafellichtschalter der daneben liegende Gasschalter zusätzlich eingeschaltet, wenn dann noch ein Schüler gelangweilt an seinem Ventil dreht...

    Auch steht nicht immer alles in Schränken, am Vortag bereite ich meinen Unterricht vor. Dann steht auch die konzentrierte Schwefelsäure auf meinem Wagen (nur Chemikalien aus dem Giftschrank hole ich erst am Anfang der Unterrichts heraus).

    Manche Schüler werden magisch von Chemikalien wie Magnesium, aber auch Schwefelsäure angezogen, um die Versuche (und andere aus dem Netz) nachzumachen. Wenn etwas passiert, wer ist schuld?

    Und leider "leihen" auch Kollegen Gegenstände wie Kerzen, Wasserkocher, Herdplatten, Bechergläser (da kommen z. B. die Kerzen hinein, und werden mit Wachs verschmiert zurück gebracht), Putzzeug, Werkzeug (wir haben einen gut bestückten Werkzeugkasten), Aceton, Brennspiritus usw. aus. Man staunt, wie viel für Entfernung einer Schmieerei benötigt wird (Farbe des Stuhls etc. wird gleich mitentfernt). Auch unsere alten Tafeln mochten es nicht. Es war aber niemand (manche Kollegen sind manchmal wie manche Schüler).

    Nach diesen Vorfällen ist bei uns strikte Trennung der Schlüssel und Zugang nur für Fachkundige (so steht es im Gesetz) (und ich bin froh, dass ich nicht ständig mehr kontrollieren muss).

    Jetzt stellt sich mir die Frage, was bringt mehr Sicherheit? Ein Brand, bei dem genau diese Tür benötigt wird und der Raum nicht durch Chemieunterricht belegt ist (kommt bei uns sehr selten vor) oder häufig offen stehende Tür mit allen oben genannten Problemen. Übrigens hat unser alter Chemieraum zwar zwei Türen, die aber direkt nebeneinander liegen (also kein 2. Fluchtweg aus dem Raum). Aber auch das ist in Ordnung, es gibt Bestandschutz (ich hatte eine 2. Tür am anderen Ende vorgeschlagen).

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