Beiträge von Kris24

    Ja, früher habe ich mit Grippesymptomen gearbeitet. Und das ohne Maske.

    Das war damals eigentlich normal.

    Ich habe einen (damals jungen kerngesunden sportlichen) Kollegen, der dies genauso tat und seitdem Herzprobleme hat. War damals nicht gut, ist es heute auch nicht.

    Früher gab es in Deutschland keine Promillegrenze, bei der Einführung gab es heftige Diskussionen (in der ARD-Mediathek kann man noch eine Sendung der 7. Sinn dazu sehen, "wie soll ich nach 3 Bier heimkommen)". Babys gab man einen Schnuller getränkt mit Alkohol, damit sie ruhig waren.

    Vieles hat man früher getan und war weder damals noch heute gut.

    Warum nicht? Warum darf ich mir nicht Normalität genau so wünschen wie ich mir die Smart Watch zum Geburtstag wünsche? Ob das realistisch ist (OK, das mit der Uhr muss ich hier Zuhause noch klären 🤭), das steht auf einem anderen Blatt, das entscheide ich nicht.

    Hat sich mit meinem Beitrag überschnitten.

    Es klang für mich (und anscheinend auch für andere) nicht nur nach Wunsch, sondern nach Forderung möglichst noch heute, egal wie die Situation aussieht.

    Nochmal Tom123 : Ich (!) möchte für mich (und für die, die das auch wollen) mein altes Vor-Corona-Leben wiederhaben. Deswegen bin ich trotzdem nicht naiv. Nenn es optimistisch, aber naiv ist doch sehr beleidigend.

    Ich möchte es auch (und noch viel mehr wie Tom schrieb Frieden, ich möchte in ferne Länder fliegen und mir keine Gedanken über Klimakrise machen, ich möchte so viel).

    Ich hatte beim durchlesen gerade kleine Kinder vor Augen, wenn sie die Augen schließen und glauben, dass man sie nicht sieht. Wir lassen heute die Masken weg und niemand erkrankt mehr ernsthaft. Das halte ich für sehr naiv bzw. rücksichtslos (je nach Wissenstand).

    (Ich hoffe auch auf Maskenpflichtende, aber nicht bei Inzidenzzahlen von 3000 (bei uns). Meine Schüler erkranken jetzt zum 2. oder 3. Mal und teilweise heftig. Langzeitschäden? Und bei soviel Infizierten ist die Wahrscheinlichkeit für Mutationen auch erhöht. Die Zahlen müssen herunter.

    Es gibt für die Coronazahlung 2 Anspruchsvoraussetzung:

    1. Anspruch auf Entgelt für mind. 1 Tag zwischen dem 1.01.2021 bis 29.11.2021.

    2. Bestehen des Arbeitsverhältsnisses am 29.11.2021

    Daher wer nach dem 1. Januar in Elternzeit gegangen ist hat Anspruch, wenn er noch Angestellt ist. Wer zum 28.November sein Arbeitsverhältnis beendet hat, hat Pech.

    Ich verlinke Beiträge der 1. Seite.

    Nein, Teilzeit bleibt Teilzeit. Das bekommst du immer nur anteilig. Die 1.300 bekommst du nur, wenn du auch volle Stundenzahl arbeitest.

    Sie hat vermutlich vor der EZ mehr als 2 Stunden gearbeitet (1/13 Deputat). (Darüber wurde hier im Thread viel diskutiert.) Und 1300 statt 100 ist schon extrem ärgerlich.

    Zum Glück dürfen wir es hier. Auch wenn es geschmacklos und schlecht gemacht ist, wir dürfen, in einem sehr weit gefassten Rahmen, ohne dafür verhaftet zu werden.

    Oliver Welke hatte das Problem auch, er sagte gleich zu Beginn der heute-Show, dass sie sich gefragt haben, ob sie die Sendung überhaupt machen wollen. Und dann haben sie sie gemacht, und ich finde, das ist gut gelungen.

    Es geht mir sehr oft so, dass mir bei dieser Art von Sendungen das Lachen im Hals stecken bleibt. Die "Anstalt" zum Beispiel ist ja eigentlich irgendwie lustig - aber eigentlich eben auch nicht. Die verhandelten Themen machen mich regelmäßig zornig. Aber Satire ist ja eben auch ein Mittel, um diesen Zorn zu kanalisieren.

    Ich hatte "dürfen" bewusst in Gänsefüßchen gesetzt und dachte, ich müsste es nicht erklären. Natürlich werden wir nicht verhaftet.

    Aber, wenn es mir extrem schlecht geht, wäre ich zusätzlich sehr verletzt, wenn "herum stehende Zuschauer" Satire üben würden, weil sie mein Leid sehen. Genau deshalb finde ich es völlig daneben, wenn wir bequem auf der Couch sitzend, Satire üben/Witze reißen usw. (Ich dachte auch an die DDR-Witze in meiner Kindheit).

    Anders ist es, wenn der Betroffene sie äußert. Sie "dürfen es", selbst wenn sie ins Gefängnis kommen.

    Was ich noch zum eigentlichen Thread-Thema anmerken wollte: Es scheint furchtbar einfach zu sein, eine Sonderzahlung auszuzahlen. Warum muss msn dann bei den Pflegekräften so rinen furchtbaren Aufwand machen? Anträge und Zeuch?

    Meine Schwester musste keinen Antrag stellen. Geht es um private Arbeitgeber, die das Geld vom Bund erstattet haben wollen (und nicht/teilweise selbst zahlen) ? Der Staat weiß nicht sofort für jeden kleinen mobilen Pflegebetrieb, wie viele Angestellte er hat und wieviel im vergangenen Jahr bereits bezahlt wurde. Das Land weiß aber über seine Beschäftigten Bescheid.

    Oder geht es um die Deckelung der Sonderzahlung? Wer letztes Jahr bereits eine Sonderzahlung erhielt, bekommt dieses Jahr evtl. nur noch den ""Rest" der steuerfreien Zahlung.

    In meinem Ort gibt es sogenannte Willkommensklassen an verschiedenen Schultypen, eine Nachbarin ist als Grundschullehrerin in einer tätig (es gibt sie aber auch am Gymnasium und Realschule). Eingerichtet wurden sie ursprünglich für Kinder von nichtdeutsch sprechenden EU-Bürgern, die hier Arbeit haben/suchen. Die Kinder wechseln mit wachsenden Deutschkenntnissen zunehmend in den normalen Unterricht. Das half 2015, das wird hoffentlich jetzt helfen. Daher habe ich zwar sehr viele Kinder aller Nationen in meinen Klassen, aber ich hatte tatsächlich noch nie ein Kind, dass kein Deutsch sprach.

    Ja, mit den Jahren. Aber als Einsteiger doch auch nicht unbedingt, auch nicht in der Unternehmensberatung (weil das hier als Beispiel kam). Allerdings sind in diesen entsprechenden Industrie-Branchen die Gehaltssteigerungen (oder zumindest die Möglichkeiten dazu) besonders in den späteren Jahren wesentlich höher. Also auch PRO Jahr, und da kommt dann auch keine Erfahrungsstufe im ÖD mehr mit.

    Doch. Es sind Diplommathematiker bei Banken und Versicherungen bzw. Doktoren in der chemischen Industrie (Einstiegsgehalt vor knapp 30 Jahren zwischen 80 000 - 100 000 DM (damals war beides noch nicht überlaufen, inzwischen sind sie aufgestiegen. Notwendig war anfangs die Bereitschaft, auch ins Ausland zu gehen).

    Ja, da hast du Recht: Und natürlich verdienst du in den Big-Five-Unternehmensberatungen selbst im Einstiegsgehalt schon mehr - aber da sind wir wirklich bei STÄNDIGEN Wochenarbeitszeiten von 80 Stunden +/- und da sind wir in der Schule einfach nicht. Abgesehen davon, dass ich da den einen oder anderen kenne, der nach ca. 3 Jahren dann in irgendwelchen Burnoutkliniken landet, was einen volkswirtschaftlichen Schaden bedeutet, den auch niemand wahrhaben will. Aber das Einstiegsgehalt im Traineeprogramm der Top-Discounter (Aldi, Lidl) im Verkauf für BWLer etwa liegt im Verdienst unter dem A13-Gehalt für Lehrer. Und glaubt mir, das ist nicht fair. Das sind 90-Wochenstunden im Handel, die da abzuleisten sind.

    Aber klar, es werden sehr gute Gehälter etwa in der Pharmabranche gezahlt, aber dafür brauchst du auch schon viel Berufserfahrung...

    Meine Studienkollegen verdienen alle (deutlich) mehr, meine Freundin hat sich genau zweimal anfangs beworben und erhielt beide Male Zusagen. Ich hatte ein Angebot und mich dagegen entschieden (bzw. für Lehrer). Deshalb beklage ich mich nicht, bin aber auch nicht der Meinung, dass unser Lohn Spitze ist.


    (Bei uns haben mehrere Referendare mit MINT-Fächern aufgehört, weil sie besseres angeboten bekommen haben.)

    Gelungene Satire ist keine Verharmlosung, @icke & Kris24. Es kann ein Mittel sein, mit schrecklichen Dingen besser umgehen zu können. Aber die Grenze des Erträglichen ist da natürlich sehr individuell, deshalb kann ich euch gut verstehen.

    Postillion und auch extra3 machen das gut, finde ich. Kritisch sehe ich die oft sehr unprofessionellen Bild(Video)-Wort-Kombinationen, die Privatleute jetzt zuhauf auf diverse Blogs hochladen. Viele Memes sind zu geschmacklos, um satirisch zu sein.

    Mir gefällt tatsächlich Postillon zum 1. Mal nicht (soeben gelesen). (Mir gefiel auch Carlie Chaplin als "Hitler" nicht. Er schrieb später, er hätte den Film nie gedreht, wenn er gewusst hätte, wie schlimm es ist.)

    Heute wurde in Russland ein Gesetz veröffentlicht, dass alleine das Wort Krieg u.ä. mit bis zu 15 Jahren Haft/Arbeitslager geahndet werden kann. Witze, Satire "dürfen" meiner Ansicht nur Betroffene reißen, nicht wir Zuschauer auf der Couch.

    Der Fernsehbericht mit dem oder einem anderen telefonierenden Gefangenen kam heute mehrfach in tagesschau24. Auch wurde die ehemalige Lehrerin und kurz die Tante von einem gefangenen sehr jungen Wehrpflichtsoldaten gezeigt. Die Lehrerin berichtete ausführlich wie überrascht sie alle davon waren, sie wussten nicht, dass er im Krieg war. Und warum die jüngsten, so die Lehrerin.

    Zu Kusk, genau an die Pressekonferenz dachte ich vorher, als ich von den Soldatenmüttern schrieb. Diese Frau hat angeblich noch in der Konferenz heimlich eine Beruhigungsspritze erhalten, damit sie sofort schweigt. Zwischen den Angehörigen saßen überall Militärangehörige. (Ich kann aktuell nicht den obigen verlinkten Fim sehen, aber ich weiß, dass diese Mutter auch später öffentlich auftrat. Ich habe sie bewundert.)

    Hallo Kris,

    ich kann die Begründung total verstehen, manchmal passt es ja auch einfach vom Zeitplan der Stunde nicht. Nur ist es natürlich schwer im Kollegium etwas zu organisieren, wenn man niemanden kennt. Und ich wollte auch vermeiden untätig im Lehrerzimmer zu hocken und habe deshalb direkt versucht, für die kommenden Stunden jemanden zu erwischen. Deine Anmerkung ist aber berechtigt, ich versuche ab kommender Woche vorzuplanen. Leider bin ich etwas geknickt durch die Kommentare die man im Lehrerzimmer gemacht hat, direkt am ersten Tag gab es Sprüche wie "Ach noch so eine mit der Fächerkombi? Na das bekommt auch jeder Vollidiot anerkannt. Und dafür hat man sich durchs Ref gequält." 🤪 Das hat mich echt verunsichert und sorgt natürlich nicht dafür, dass man sich willkommen fühlt.

    Hast du Schulmailadressen von den Kollegen? Oder kannst du rechtzeitig ein Zettel ins Fach legen?

    Ja, es gibt immer welche, die blöde quatschen. Es sind normalerweise nur wenige, aber laut. Aber bei überraschenden Anfragen habe ich auch schon abgelehnt. Und bei einer sehr großen unruhigen Klasse wollte ich auch keinen evtl. blöd daher quatschenden Einsteiger (zumal ich noch nicht einmal Platz für einen zusätzlichen Stuhl hatte), ich habe aber gleich eine andere Klasse angeboten. Es ist halt, wenn man es ernst nimmt, Zusatzarbeit (Erklärungen, Gespräch, später Unterrichtsbegleitung). Deshalb ist es so wichtig, dass du immer freundlich bleibst. Mindestens 3 hatte ich so lieb gewonnen, dass ich später half, wo ich konnte. Mit einer bin ich heute noch befreundet (und sie war auch Seiteneinsteigerin Mitte 40).

    Die ersten Tage waren spannend, aber leider auch anstrengend. Ich bin für die Planung meiner vierwöchigen Hospitation selbst verantwortlich und das Kollegium ist nur beschränkt begeistert. Oft frage ich, ob ich mitgehen kann und "es passt nicht". Ich wurde auch schon offen mit den üblichen "Seiteneinsteiger können nichts und bekommen jeden Mist anerkannt und sind nur Hilfslehrer" Sprüchen im Lehrerzimmer angefeindet. Richtig Schade, obwohl es einige Seiteneinsteiger*innen an der Schule gibt, fehlt es an Offenheit. Ich wünsche dir auf jeden Fall mehr Glück 🤪

    Tipp

    Frage mindestens einen Tag vorher, ob du hospitieren darfst, nicht direkt vor der Stunde. Ich mag wie viele meiner Kollegen nicht überrascht werden und es bringt in manche Klassen Unruhe.

    (Ich hoffe, ich gehe auf alle offen zu, aber ich habe schon Seiteneinsteiger erlebt, die mir erklären wollten, wie es funktioniert. Da warte ich inzwischen grinsend den ersten eigenen Unterricht ab, bisher waren alle danach kleinlaut. Ich hatte aber aber auch schon welche, die von Anfang an interessiert nachgefragt haben. Diese habe ich immer gerne mitgenommen, hatte gute Gespräche.)

    Und wenn jemand im Oktober in Elternzeit mit unterhälftiger Teilzeit geht, dann hat diese Person also keinerlei Arbeitsbelastung durch Corona gehabt und scheinbar auch sogar weniger als diejenigen, die in Elternzeit nicht arbeiten? Denn diese bekommen ja den gesamten Bonus.

    Sicher…

    Klar, sind das jetzt spezifische Konstellationen, aber wenn man mal den Coronanamen streicht und es eigentlich als das nimmt, was es sein sollte, nämlich ein teilweiser Ausgleich der Nullrunde und Inflation, dann ist das sicherlich nicht fair.

    Und wenn jemand pensioniert wurde, kriegt er gar nichts. Es geht wie du schreibst nicht um Corona, die Länder wollten bereits 14 Monate Nullrunde kaschieren und das so billig wie möglich. Fair ist Bezahlung nie.

    Das ist aber doch reichlich naiv.

    Russischen Soldaten passiert genau solange nichts, solange sie in ukrainischer Kriegsgefangenschaft sind (sofern sich die Ukraine ihrerseits an die entsprechenden Rechte hält). Andererseits, so lange sie in Gefangenschaft sind, können die Mütter sie nicht nach Hause holen.

    Und WENN sie dann draußen sind, sind sie quasi "vogelfrei": Werden sie auf ukrainischem Boden vom russischen Militär aufgegriffen - was nicht unwahrscheinlich ist - sind sie ihres Lebens nicht mehr sicher. Erst recht, wenn sie nach Russland zurückkehren, ohne sich bei ihren Einheiten zu melden. Das gilt als Fahnenflucht, diese Soldaten gelten als Deserteure. Und wie das russische Militär (dann) mit Fahnenflucht umgeht, möchte ich lieber nicht wissen (...)

    Genau deshalb kann man den russischen Freigelassenen nur raten, sich sofort wieder in das russische Militär zu begeben.

    Aber darum geht es Ukraine nicht. Selbst wenn 1000 Freigelassene wieder gegen die Ukraine kämpfen, was ist das im Vergleich zur russischen Übermacht (auf die paar lustlos kämpfenden Soldaten kommt es auch nicht mehr an)? Aber jeder von ihnen hat Familie, hat Freunde, die genau wie er selbst jetzt nicht mehr auf russische Märchen von den bösen ukrainischen Nazis herein fallen. Bereits jetzt ist dies ein großes Problem in der russischen Armee. Dort sind nicht nur überzeugte Russen, sondern auch welche mit georgischen oder gar ukrainischen Wurzeln. Und die kämpfen nur mit halben Einsatz, wenn überhaupt.

    Zudem binden russische Kriegsgefangene auch ukrainische Einsatzkräfte, sie müssen bewacht und versorgt werden.

    Wenn dieser Vorschlag stimmt, kann man der Ukraine nur dazu beglückwünschen. Es destabilisiert weiter die russische Armee.

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