Beiträge von Kris24

    Das wäre auch wirklich lächerlich, wenn der Kontakt 3h+ andauert. Aerosole verteilen sich nicht nur innerhalb von 1,5m Radius. Wenn wirklich nur dieser Radius erfasst wird und 10 Minuten das Mindestmaß für eine Risikobegegnung sind, könnte ich die App wirklich deinstallieren. Seit Monaten war ich nicht mehr für so lange Zeit so nah an jemandem abgesehen von meiner Kernfamilie und meinen direkten Sitznachbarn im Kollegium. Und wenn davon jemand positiv getestet wird, erfahre ich da schneller von als über die App.

    Es geht um die Kontakte im ÖPNV, im Restaurant (viele geben leider keinen/ falschen Namen an), Theater, evtl. Einkauf (dauert manchmal auch länger als 10 Minuten, zumindest wenn ich Kleidung kaufe :)). Ich hoffe, dass meine Jugendliche sie bei ihren Treffen in Parks etc. verwenden.

    Due Begrenzung ist auch nicht so genau (kann Bluetooth nicht), die App gibt nur eine Wahrscheinlichkeit ab. Sie zeigt meistens eine etwas größere Entfernung als 1,5 m an.

    Das stimmt nicht. Klicke mal auf das grüne Feld, da steht es genau.

    Bei einer Risikobegegnung mit niedrigem Risiko ist es eine (oder mehrere) positiv getestete Person mit zu großem Abstand oder zu kurzer Dauer, wird genau erklärt, nur die erhalten den Code und müssen ihn eingeben). Ich hatte fast immer keine Risikobegegnung, obwohl meine Kollegen und Schüler fast alle die App verwenden (und mir für längere Zeit sehr nahe kommen).

    Dreimal hatte ich eine Risikobegegnung zwischen 1 und 3 Tagen angezeigt. Wenn es wieder verschwindet, kann man 14 Tage zurück rechnen und ahnen, wo dies geschehen ist.

    Die Entscheidung des Ministeriums zu Reisen müssen wir zur Kenntnis nehmen.

    Fakt ist aber auch: An Reisen hängen viele Jobs - in Deutschland und in Europa. Hier wird darüber gesprochen, dass Reisen 2021 nachgeholt werden. Unwahrscheinlich.

    Die Pandemie ist 2021 doch mitnichten vorbei - realistisch ist ein Zeitraum um 2030 oder später, da durch die Schutzmaßnahmen die Ausbreitung im Vergleich zur Spanischen Grippe extrem gedehnt wird (was sicher glücklicherweise auch Menschenleben rettet). Daher müssen wir lernen, mit dem Virus zu koexistieren. Dazu gehört auch meiner Meinung nach verantwortungsvolles Reisen. Impfungen sind Science-Fiction, weil es noch nie eine Impfung gegen Coronaviren gab. Ein Impfstoff gegen SARS (2002) wurde 18 Jahre vergeblich gesucht.

    Die spanische Grippe war auch weltweit verbreitet. Man vermutet die Anfänge in USA, manche sagen aber auch China. Es starben 50 Mio. Menschen, manche sogar 100 Mio.

    Ich zitiere aus Wikipedia

    Ab Herbst/Winter 1918 starben weltweit zwischen 20 Millionen und 50 Millionen Menschen,[24] Vermutungen reichen bis zu 100 Millionen.[25] Damit starben an der Spanischen Grippe mehr Personen als im Ersten Weltkrieg (17 Millionen).

    Die Weltbevölkerung belief sich damals auf etwa 1,8 Milliarden, somit büßte sie etwa eineinhalb bis 2,8 Prozent ein. Grob verallgemeinernd war die Grippesterblichkeit in hoch industrialisierten Ländern am niedrigsten und lag bei etwa 0,5 Prozent, in den USA als Ausgangspunkt bei mehr als 0,6 Prozent. In den wirtschaftlich weniger entwickelten Ländern in Europa oder außerhalb lag die Sterblichkeit meist über ein Prozent, beispielsweise in Mexiko bei über drei Prozent. In Italien gab es Regionen mit extrem hohen Mortalitätsraten, so vor allem die Regionen Latium, Kalabrien und Emilia. Am meisten betroffen waren Nationen, die einen hohen Anteil an Ureinwohnern aufwiesen. Auf einigen kleinen Inseln im Pazifik starben mehr als 20 Prozent der Einwohner. Nur sehr kleine, isolierte Inseln wie St. Helena entgingen der Pandemie gänzlich.[26]

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Spanische_Grippe

    Oder meinst du, dass dank der Schutzmaßnahmen eine Herdenimmunität nicht entstehen wird? Das ist bei kurzfristiger Immunität sowieso schwierig. Auch in Schweden steigen nach den Sommerferien wieder die Zahlen (für mich eine Bestätigung, dass offene Schulen ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen zur Verbreitung beitragen).

    Zu Deutschland und Schule las ich heute https://www.news4teachers.de/2020/10/erste-…icht-verhaengt/

    Und die Impfstofffindung gegen Sars1 war weit fortgeschritten, aber es gab kein Geld, weil die Krankheit (vorerst) verschwand und überhaupt nur wenige Menschen in wenigen Ländern betroffen waren (nur 45 Tote außerhalb Asiens, nur ca. 8000 Infizierte insgesamt).

    Wie lange diese Pandemie dauern wird und wann die nächste kommt, weiß ich auch nicht. Aber deine Begründung ist für mich nicht nachvollziehbar.

    ich unterrichte gerne Elektrochemie (inklusiv Überspannung :), ich wusste gar nicht, dass unsere Anforderungen so ähnlich sind), aber ungern Naturstoffe (wo steht jetzt die OH-Gruppe, wenn ich so und so drehe? Und meine Schüler drehen kreativ. Ich weiß, warum ich Bio abgewählt habe.) Folge, meine Schüler wählen im Abitur überdurchschnittlich Elektrochemie und unterdurchschnittlich Naturstoffe. Bei meinem Kollegen ist es genau umgekehrt.

    @ Wollsocken, ich sehe es genauso wie du, habe ich das missverständlich ausgedrückt? (Ich lasse auch so wenig rechnen wie möglich, wir haben halt in Baden-Württemberg Zentralabitur mit Henderson-Hasselbalch, allerdings ohne Nernst (genau daran dachte ich, als ich oben formulierte). Die Nernstsche Gleichung ist aber für einen immer wieder gestellten Aufgabentyp im Abitur sehr hilfreich, ich unterrichte es daher eine Doppelstunde, aber auch nicht mehr. Ich erlebe auch immer wieder, dass die Herleitung guten Mathe-Schülern beim Verständnis hilft, andere schalten ab und verwenden nur die fertige Formel.


    Die Sorge des TE fand ich bzgl. Unterricht unbegründet (ich denke an meinen Bio-/und Chemiekollege), aber wie wir alle festgestellt haben, im Chemiestudium ist Mathe der Stolperstein. Wenn bereits Sorgen wegen der Stöchiometrie (Kl. 8 ) bestehen, glaube ich nicht, dass das Studium schaffbar ist. (Aber die Unis verlangten damals unterschiedlich viel von Lehramtler. Meine Studienfreundin hat daher erfolgreich gewechselt, das war uns vor Studienbeginn nicht klar. Deshalb mein Tipp, sich vorher zu informieren.)


    Ich hatte keinen Chemie-LK, weil er nicht zustande kam und ich überlegte, deshalb die Schule zu wechseln (ich wollte unbedingt Chemie studieren). Mir wurde damals von meinen beiden Chemielehrern Mathe- und Physik-LK empfohlen, das sei wichtiger für das Chemiestudium. Ohne Mathe-LK hätte ich definitiv mehr Probleme (im Chemiestudium) gehabt, für Mathe war es egal (Uni-Mathe hatte wenig mit meinem LK zu tun.)

    Sorry, nichts zur Sache als Solches, aber

    Mit naturwissenschaftlichen Fächer keine Planstelle, wo gibt es denn so etwas? :ohh:

    Kann mir da auch keine Kündigung vorstellen, wer kann sich denn erlauben, jemanden mit MINT-Fächern gehen zu lassen?

    ln Baden-Württemberg (BW) gibt es das (zumindest für Gymnasien) nicht so selten. Ob der TE mit Sek. I Gemeinschaftsschule oder Realschule meint, weiß ich nicht. Unsere Referendare landen meistens an GMS und sie müssen beim Wohnort flexibel sein und waren notenmäßig nicht schlecht. .

    Auch wir haben seit vielen Jahren keinen mehr übernommen.

    Bei mir zeigt die Corona App immer Begegnungen mit geringen Risiko (grün). Dazu muss doch das Handy nur nachts in der Nähe eines anderen Handys liegen. Ab und zu meldet sich die App dann und gibt einen Bericht. Ich habe es immer als Bestätigung gesehen, dass die App zumindest Begegnungen registriert.

    Einen positiven Test hat zum Glück noch keine Person, mit der ich laut App Kontakt hatte, gemeldet.

    LG DFU

    Normalerweise zeigt mein Handy keine (!) Risikobegegnung an. Ich vermute, dass du immer wieder neu eine positiv getestete Person triffst (nur die erhält den Code, um diese Nachricht auszulösen), dein 2. Satz stimmt definitiv nicht (zumindest bei mir).

    Ich habe seit heute meinen dritte Risikobegegnung mit geringem Risiko (grün) und wenn ich es anklicke, heißt es, dass ich eine positiv getestete Person nur kurz oder mit zu großem Abstand getroffen habe und deshalb nur ein geringes Risiko besteht. Und das Handy aktualisiert automatisch einmal am Tag (bei dir nachts?). 14 Tage nach dem Kontakt (die ersten beiden Male war das bereits nach einem Tag der Fall) zeigt es wieder keine Risikobegegnung an.

    Tipp suche Bilder zu corona app anzeige kontakte (ich bin zu blöd zu verlinken), aber die App zählt die Risikobegegnungen und erklärt sie auch

    Ich kann mir meinen Abend hier heute abschminken, werde wohl alles alleine machen können, wir haben die ersten positiven SpielerInnen in den Mannschaften beim Handball, da läuft hier gerade das Telefon heiß und das Gesundheitsamt hat beschlossen, es interessieren nur Kontakte 48h vor dem positiven Test :autsch:

    Nunja, also wird wohl die eine Mannschaft in Quarantäne gehen, die andere nicht, weil das Gesundheitsamt nicht genügend Kapazitäten hat. :daumenrunter:

    wenn man Glück hat, passiert nichts, wenn nicht, steigen die Zahlen in den bereits überlasteten Gebieten weiter

    Letzte Woche wurde dazu ein interessanter Punkt veröffentlicht.

    Bei einem infizierten Leipziger werden im Durchschnitt 25 Kontaktpersonen nachverfolgt, bei einem Tübinger 1,7 (auch Unistadt). Für mich erklärt das auch die unterschiedlichen Zahlen. Dort, wo die Gesundheitsämter überlastet sind, kann man nicht mehr alles verfolgen und wenn man Pech hat, übersieht man den neuen Superspreader.


    https://www.fr.de/politik/corona…r-90053007.html

    Na ja, so ne BärengalleKapsel ist hier halt arg schwer zu bekommen, dabei weiß jeder, dass das Coronavirus panische Angst vor Bären hat und direkt Reißaus nimmt, wenn es Eau de Bär riecht an den Ausdünstungen eins Menschleins.:doc:

    ich dachte beim Lesen soeben an Horn vom Nashorn (bei uns erhältliche Fingernägel sind nicht ganz so gefragt).

    Vor 30 Jahren sind viele meiner Mitstudenten in Chemie an Mathe gescheitert. Wie viel heute an der Universität verlangt wird, weiß ich nicht. Und schon damals unterschieden sich die Unis in den Anforderungen (vorher informieren) .

    In der Schule benötigt man wenig Mathe (in Sek. I reicht der Dreisatz und die eine oder andere Formel. In Sek. II kommt noch der Logarithmus hinzu. Aber man verwendet meistens die fertige Formel und TR. Gut, ich lasse meine Schüler die Formeln herleiten, muss aber nicht sein. Und als Lehrer hast du den Vorteil, du kannst es zu Hause vorbereiten. (Ich helfe hin und wieder meinen Bio/Chemie-Kollegen. Bisher haben die Schüler nichts bemerkt. )

    Im Gymnasium meines Wohn/Schulortes gibt es jetzt einen Coronafall in der 12. Klasse. Die Schule bleibt jetzt 3 Tage geschlossen, online-Unterricht.

    Ich nehme an, da wird erst einmal Zeit gewonnen, denn ich dachte, es bliebe immer nur die Cohorte zu Hause und 3 Tage sind ja gar nix...

    Was meint ihr?

    Bei uns wurde überlegt, wer wie lange Kontakt hatte. Es wurden dann alle betroffenen (ca. 1/4 der Schule) getestet und weil alle Tests negativ ausfielen, fand nach knapp einer Woche wieder Unterricht statt.

    Es geht mir nicht um ein verniedlichendes "es war nicht alles schlecht", ich will nicht die Diktatur gegen die schönen Kindheitserinnerungen oder Ostalgie aufrechnen. Es geht darum, wahrzunehmen und zu akzeptieren, dass 60 Jahre lang parallel zwei Gesellschaften entstanden sind, zwei Leben gelebt wurden. Mit dem kleinen Unterschied: Für "Westbürger" hat sich nichts verändert, für "Ostbürger" alles.

    Und: die Menschen, die hier verfolgt wurden und geflohen sind können genauso wenig dafür, wie diejenigen, die nach der Wende Zusammenhalt, Perspektive und Arbeit verloren haben. So'n bisschen mehr Interesse aneinander würde ich mir wünschen.

    Ich denke, ich habe deutlich zwischen Menschen und Staat unterschieden. Ich bin neugierig und lerne gerne andere kennen. Ich habe an sehr vielen Schüleraustauschen teilgenommen (alleine 5mal je 3 Wochen in den Sommerferien mit Polen, dazwischen Briefe, deshalb die Fahrten durch die DDR), ich war ein Jahr in den USA, kürzere Austausche mit Tschechien, Großbritannien und Frankreich. Ich war bereits als Jugendliche politisch sehr interessiert (darüber haben sich sowohl Polen als auch Amerikaner gewundert) und habe mich auf alle möglichen Stipendien beworben, meine Eltern konnten es nur teilweise finanzieren.

    Aber am Staat DDR kann ich nichts gutes finden und der gute Zusammenhalt in der Bevölkerung kam vielleicht durch den äußeren Druck zustande (das habe ich ähnlich an meiner 1. Schule erlebt, extrem viel Gewalt von Schülerseite, das gesamte Kollegium hat zusammen gehalten und war eng befreundet, das habe ich nie mehr an anderen Schulen erlebt, das war auch nicht mehr notwendig). Und er war in der DDR vielleicht doch nicht so gut wie heute oft behauptet wird (Stasi). Ich weiß auch von Enttäuschungen wg. Stasiverrat und kenne Menschen, die sich nicht trauen, nachzufragen. All das prägt, all das habe ich im Westen nicht erleben müssen.

    Ich habe echtes Interesse an Ostbürgern gezeigt und einige sehr nette kennengelernt. Vor dem älteren Kollegen aus Sachsen habe ich richtig Respekt. Ich lehne Fremdenfeindlichkeit usw. aber ab und habe aktuell eher das Gefühl, dass einige im Osten sich abschotten wollen und mit ihrer guten Bildung argumentieren (noch einmal, es gab früher viel mehr MINT-FÄCHER-STUNDEN, aber viel weniger Gemeinschaftskunde etc. Stunden, natürlich hat das Folgen, ein Außenstehender weiß dies nicht, es gleicht sich in den letzten Jahren an, es gibt aber noch Unterschiede).

    Z. B. in sprachlichen bayerischen Gymnasien gab es früher nur ein Jahr Chemie in Kl. 11, Sachsen fängt aktuell sowohl mit Physik als auch Chemie ein Jahr früher an als z. B. Baden-Württemberg (Gymnasien) . PISA testet 15jährige, es fehlt uns ein Jahr. Dafür haben sie andere Fächer weniger (und ich denke inzwischen auch aufgrund der letzten Wahlen, Gemeinschaftskunde ist für eine Demokratie auch wichtig).

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