Beiträge von Tukan

    Sprachunterricht heute von Horst Bartnitzky

    Deutschdidaktik Primarstufe von Michael Ritter

    und die Bücher "Deutsch - Didaktik für die Grundschule" und "Schriftsprache erwerben - Didaktik für die Grundschule" aus der Cornelsen Reihe

    Danke, wieder_da ! Das kannte ich so noch nicht, dass es da eine offizielle Aussage des MSB zu gibt. Dann finde ich den Seiteneinstieg mit der PE aber für die Grundschule echt recht beknackt. Bei OBAS wird man ja wenigstens in einem der Hauptfächer vernünftig nachqualifiziert, aber kein Grundschullehramt studiert zu haben, kein Ref (bei der PE) und dann eine Schmalspurausbildung in nur einem Nebenfach, um nach der "Ausbildung" normal eingesetzt zu werden. FInde ich auch ggü. den Seiteneinsteigern unfair. Da ist OBAS schon deutlich besser.

    Sorry, PE für die Grundschule geht gar nicht (an Schulformen, wo man dann wirklich nur das eine Fach macht, ok). Dann lieber irgendwie OBAS mit Bachelor und berufsbegleitendem Master-Nachstudieren als Konzept entwickeln (hat beim BK ja auch gug funktioniert, und da kann ein Seiteneinsteiger deutlich weniger pädagogisch/didaktisch kaputtmachen!)

    Ich finde den Neubau von Förderschulen grundsätzlich sehr sinnvoll. Ich bin gerne bereit, Kinder mit besonderen Förderbedarfen in der Grundschule beschulen, aber es gibt Ausmaße bzw. Ausprägungen von Förderbedarf, die dafür sorgen, dass das Kind auf einer Förderschule besser aufgehoben ist. Die kleinen, homogeneren Lerngruppen erleichtern einigen Kindern (gerade den sensiblen und/oder sehr stark Förderbedarf habenden) den Schulalltag deutlich. Das können wir selbst, wenn wir pro Jahrgangsstufe eine Soonderpädagogin hätten (wa wir nicht haben), so nicht an der Regelschule leisten.

    Ich halte zu spät Kommen DEFINITIV NICHT für okay.
    Und ich persönlich bin auch immer 20 bis 40 Minuten früher da. Aber definitiv nicht, um für andere Leute (dienstlich) ansprechbar zu sein. Oder ist es etwa Arbeitszeit?
    Es ist meine Pause, mein Ankommen.

    In der Theorie hast du recht. Aber in der Praxis sieht es oft anders aus. Und MIR ist es persönlich lieber, dass gewisse Sachen schnell morgens vor dem Unterricht geklärt werden als in der Pause nach den ersten Stunden. Da brauche ich die Pause nämlich wirklich! ;) Aber da muss sicherlich jedes Kollegium untereinander einen guten Weg finden, wen man wann am besten anspricht mit den alltäglichen Kleinigkeiten, die zu klären sind.

    Ich bin extrem erstaunt, dass es anscheinend Schulen gibt, an denen es Lehrkräfte für normal halten, alle zwei Wochen zu spät zu kommen. Im Regelfall sollte man mindestens eine Viertelstunde vorher da sein, auch um ansprechbar für Schulleitung und Kolleginnen zu sein...

    Ich glaube das Schulministerium macht sich auch noch über die Leute lustig. Wie soll man sonst folgendes verstehen: Bezirksregierung Düsseldorf hat für die Gesamtschule SEK I aktuell, 76 Beförderungsstellen ausgeschrieben (A13 Lehrer). Bewerbungsfristen gehen bis Ende März.

    https://www.schulministerium.nrw.de/BiPo/Stella/on…3.0869979791055

    Was denkt sich die Bezirksregierung hierbei:
    Bewirbt euch ruhig . Macht ruhig eure Revision, steckt Arbeit rein, übernimmt ruhig eine extra Aufgabe. Dafür bekommt ihr ab Sommer genau folgendes = NIX.

    So sieht Wertschätzung aus.

    Mit den Konrektorenstellen an den Grundschulen sieht es auch nicht anders aus. Da bekommt man aktuell auch noch kein A14, sondern A13 (mit einer minimalen Zulage). Wer wird dafür stellvertretender Schulleiter, wenn man für den gleichen Job an Realschule oder Gymnasium A14 oder A15Z - verdient!) bekommt? Das Schulministerium muss hier dringend nachsteuern und die Besoldung der Berförderungsstellen der nach A13 (richtigerweise!) angehobenen Lehrämter entsprechend anpassen, d.h.

    Konrektor A14Z

    Schulleiter A15.

    Auch die Fachleiterstellen laufen fast alle dauernd leer, und das seit Jahren. Auch hier muss eine Anpassung erfolgen (d.h. A14Z oder A15).

    Die Story, dass eine Sekretärin Schüler und Kollegen beklaut, war schon ein extrem absurder Aufhänger. Davon abgesehen fand ich die Unterrichtsszenen vom transportierten Grundgefühl her aber stellenweise unangenehm authentisch, war schon am Fernseher von diesem ganzen Klassenvibe massiv genervt (angefangen bei der Klatscherei in einer der ersten Szenen) und dachte zwischenzeitlich mehrfach "das ist einfach wirklich ein ätzender Job".

    Das Ende habe ich leider durch Arbeiten nebenbei verpasst, nehme aber an, bei dieser Art Film war es irgendwas offenes...


    Gefiel mir insgesamt jedenfalls nicht.

    Dass der Aufhänger sehr absurd ist und auch die Videoüberwachung im Lehrerzimmer eine an den Haaren herbeigezogene Idee ist, sehe ich ebenso.

    Die Klassenszenen fand ich unterschiedlich stark realistisch, teils wirkten sie etwas gekünstelt, teilweise ziemlich authentisch.

    Dass du gedacht hast "Das ist einfach ein ätzender Job", tut mir sehr leid... Woran liegt das?

    Wieso nicht? Welche kritischen Aspekte (von denen es ja tatsächlich einige gibt) wären denn für dich derart gravierend, dass du keine Lust mehr hättest zu unterrichten? Du hast im Profil "Musik" stehen. Gerade das ist doch ein wundervolles Fach, in dem man mit ganz viel Praxis die Kinder abholen kann, unabhängig von sprachlichen und kulturellen Barrieren, egal ob sehr leistungsstark, leistungsschwach oder mit Förderschwerpunkt...

    Ich finde diese Leidensgeschichte etwas übertrieben. Es klingt für mich ein bisschen nach "Ich probiere mich mal als Lehrer, kann ja wohl nicht so schwer sein"... und dann kam der Praxisschock. Als Lehrkraft im Referendariat, im Seiteneinstieg und oft auch danach muss man nunmal sehr belastbar sein. Und dass du im Referendariat auch ausgebildet wirst bzw. Dinge ggf. nachholen musst, die andere schon im Studium gelernt haben, ist doch auch logisch. Du willst ja am Ende schließlich auch als vollwertige Lehrkraft angesehen werden... Davon abgesehen, stimmt natürlich, dass die Ausbildungsbedingungen je nach Schule sehr stark variieren - das trifft auf die Arbeitsbedingungen als Lehrkraft aber auch oft zu.

    Zitat

    Dazu gelten im Umgang mit Kindern im Grundschulalter für Männer andere Maßstäbe und Richtlinien als für Frauen.

    Die da wären?


    Ich würde es deinem Sohn definitiv empfehlen. Wie gut oder schlecht die Arbeitsbedingungen und die Ausbildungsbedingungen sind, ist aber stark vom Bundesland abhängig, das infrage käme.

    Ich hatte vielleicht an eine Zertifikatsprüfung für später gedacht ( in Kunst oder Informatik) für eine Sek 1 Befähigung. Nachdem ich mein Ref in Sport und Erdkunde an Gy-/Ge gemacht habe…

    Weil ich nicht ein vollwertiges weiteres L3 Fach machen möchte sondern wenn nur L2 oder eben später berufsbegleitend

    Das geht in NRW nicht, ein Erweiterungsfach für HR/L2 zu studieren, dafür müsstest du dann HR-Lehramt studiert haben.

    Ein Zertifikatskurs hat nichts mit einem Erweiterungsfach zu tun, sondern ist eine Nachqualifizierung in einem Mangelfach deiner Schule, an der du dann i.d.R. fest eingestellt bist. Dementsprechend erhältst du auch keine Lehrbefähigung, sondern eine Lehrerlaubnis. Gelegentlich ist die Bereitschaft zu einem Zertifikatskurs Einstellungsvoraussetzung.

    Grundsätzlich sind die Chancen am besten im Ruhrgebiet, im Sauerland und der Region Aachen. Mit Sport/Erdkunde hast du tatsächlich keine wahnsinnig gesuchte Kombination. In der Sek I ist das Problem, dass du zwei Fächer mit wenig Stunden hast...

    Du kannst aktuell natürlich OBAS für Sek I machen und damit dann die Lehrbefähigung HRSGe erwerben, allerdings kannst du dann nicht mehr ans Gymnasium oder Berufskolleg (was aber wegen Erdkunde ohnehin schwierig sein wird).

    Gute Chancen hast du trotzdem, wenn du dir auch eine Anstellung an einer Haupt- oder Realschule vorstellen kannst (das geht auch mit GyGE Lehramtsreferendariat nachrangig, da es kaum Absolventen für HRSGe im Moment gibt). Auch Privatschulen haben oft Mangel und sind auch flexibel, was den Abschluss und das genaue Lehramt angeht. Theoretisch müsste sogar OBAS für die Grundchule möglich sein. Da würdest du dann im Ref 24 Monate in Deutsch oder Mathe und in einem deiner studierten Fächer (vermutlich Sport, das ist in der Grundschule Mangelfach!) ausgebildet.

    Welche der Optionen wären für dich denn denkbar?

    Ich stimme zu, dass ein vollwertiges Lehramtsstudium immer die beste Option hinsichtlich der Qualifizierung ist. Aber: Hier wurde explizit nach den aktuellen Quereinstiegsregelungen gefragt. Und ja: Mit einem Journalismus-Bachelor wird man oft (vielleicht nicht überall) für einen Master Literaturwissenschaft zugelassen, ggf. mit der Auflage, 15 CP nachzuholen. Einen solchen Master kann man auch an der Fernuni studieren, weil danach gefragt wurde. Eine Zulassung für einen pädagogischen Master zu erhalten, dürfte schwieriger werden. (Außerdem würde damit dann kein Quereinstieg im gewünschten Grundschullehramt, sondern stattdessen in Sonderpädagogik in NRW möglich sein.)

    Am besten ein Master in Deutsch (Sprachwissenschaft/Literaturwissenschaft o.Ä.). Dafür müsste sie mit ihrem Bachelorabschluss die Voraussetzungen erfüllen. Das kann auch an der Fernuni stattfinden. Wie schon oben geschrieben wurde, erfolgt bei OBAS Grundschule die Ausbildung in Mathe oder Deutsch und einem weiteren Fach der Grundschule.

    Das Problem ist eher, dass sie nach dem Masterabschluss noch zwei jahre Berufserfahrung haben muss für OBAS, d.h. wenn sie den erst jetzt anfängt, kann sie danach nur die PE erstmal machen. Zwei Jahre nach dem Masterabschluss kann sie dann mit OBAS beginnen, wenn sie vorher zwei Jahre als Lehrerin mit PE gearbeitet oder außerhalb der Schule gearbeitet hat.

    Zitat

    Angesprochen in dieser Maßnahme sind Personen mit Berufserfahrung, die über einen nicht-lehramtsbezogenen Masterabschluss einer Fachhochschule oder einen Hochschulabschluss einer Universität mit einer Regelstudienzeit von mindestens sieben Semestern verfügen. Der Abschluss muss Studienleistungen beinhalten, die einen Bezug zu mindestens einem Unterrichtsfach der Grundschule haben.

    An Grundschulen soll im Rahmen einer berufsbegleitenden Ausbildung nach OBAS eine Ausbildung in zwei Unterrichtsfächern der Grundschule erfolgen, wobei die Ausbildung obligatorisch in mindestens einem der Fächer Deutsch oder Mathematik stattfinden muss.

    Ich möchte noch ergänzen, dass gerade im fachfremden Unterricht mMn das Singen oft zu kurz kommt. Da finde ich es wichtig, ein Liedrepertoire mit den Kindern zu erarbeiten (in 1/2 vor allem Kinder- und Volkslieder / Kinderliedermacher wie Rolf Zuckowski, Volker Rosin...) und in Klasse 3 und 4 auch mal modernere Songs in kindgerechter Tonlage.

    Empfehlen kann das Musikbuch Tipolino von Helbling. Das ist aktuell das beste, wie ich finde. Allerdings arbeite ich kaum mit dem Buch und es lohnt sich auch nur bedingt, Klassensätze von Musikbüchern anzuschaffen (gerade in 1/2). Stattdessen nutze ich ganz viel Material aus diesen vier Fachzeitschriften, die ich wirklich empfehlen kann:

    - PaMina

    - Grundschule Musik

    - Popmusik in der Grundschule

    - Musik im Grundschulunterricht

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