Beiträge von Tukan

    Das hat weniger mit dem Bundesland zu tun, sondern (ungerechterweise) mit der Schulform. In BaWü, wo Plattenspieler tätig ist, erhalten Schulleiter an Gymnasien A16, an Förderschulen A15, an Grundschulen noch weniger. Hier in NRW sieht es ähnlich aus. Ein Konrektor erhält an einer Grundschule gerade mal eine Amtszulage zum normalen Gehalt (A13), an den Gesamtschulen und Gymnasien gibt es für die gleiche Aufgabe (A15(Z)).

    Die Wartedauern sind meiner Meinung nach mittlerweile normal geworden. Höre davon öfter.

    Das ist mir auch klar. Nur haben die Schüler einen anderen Eindruck vom jeweiligen Studium. Deutsch assoziiert man mit Bücher lesen, Englisch nicht. Und wird deswegen weniger gewählt. So erkläre ich mir, dass in BY in Deutsch ein Mangel an Lehrkräften besteht, in Englisch aber nicht.

    Vielleicht ist das naiv, aber ich wusste vor dem Studium sehr genau, dass mich Shakespeare erwartet und Edgar Allan Poe usw. Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass das aufgrund des Englischunterrichts der Oberstufe bei allen SuS, die das Studium beginnen, so ist... Das, was man weniger ist der Schule kennt, ist ja eher der linguistische Teil als Sprachpraxis, Landesgeschichte und vor allem Literatur.

    Zitat

    Deutsch bedeutet halt Bücher lesen, das schreckt die jungen Leute ab. Englisch zu studieren ist viel beliebter.

    Das musst du mal erklären... Ich habe beides studiert. Nach meinem Wissensstand gestaltet sich ein Englischstudium ohne Lesen genauso schwierig wie ein Deutsch- oder Französischstudium ohne Lesen. Allein die Anzahl der Shakespeare-Werke war nicht gerade überschaubar, dazu noch die ganzen britischen Dichter und die viel amerikanische Literatur. Wer halt nicht (Literatur) lesen will, sollte keine Sprache studieren.

    Dass abseits vom Gymnasium der außerschulische Arbeitsaufwand geringer wäre, ist ein typischer Trugschluss. In NDS könntest du das Ref einfach an einer Haupt- oder Realschule über die Sondermaßnahme machen. Man sollte aber nicht an eine Haupt-/Realschule gehen, weil man auf weniger Arbeitsaufwand hofft. Gleiches gilt für die Grundschule. Wie schon geschrieben wurde, ist hier der Aufwand im Bereich Differenzierung/Elternarbeit/Erziehungskonzepte usw. um ein Vielfaches höher, sodass sich deine Gesamtarbeitszeit auf jeden Fall nicht reduzieren wird.

    Wenn das jetzt nicht von einem User wäre, der schon länger und "friedlich" hier schreibt, würde sofort mein Troll-Alarm angehen...

    Mal im Ernst, warum sollte es ein Problem sein, eine kurze Hose zu tragen. Ob einem das nun aktuell schon zu kalt ist, ist eine andere Frage. Aber im Hochsommer kommt bei uns niemand mit einer langen Hose. Männer in kurzer Hose, Frauen in kurzer Hose, kurzem Rock oder luftigem Kleid.

    Habt ihr denn an den weiterf. Schulen alle ruhige Lehrerarbeitsräume? In vielen Grundschulen gibt es nur einen Computer für das ganze Kollegium im Lehrerzimmer... einen Arbeitsraum gibt es nicht... Klar, man kann in der Zwischenzeit gut kopieren, laminieren u.Ä., aber am Computer in Ruhe was vorbereiten oder Entwurf schreiben ging - zumindest bei uns - nicht so gut.

    Zitat

    Um es noch einmal deutlich zu sagen: 35km sind nichts. Mütter aus der Elternzeit müssen damit rechnen, bis zu 50km weit zu fahren. Auf dem platten Land kann sich das wirklich ziehen.

    Was wirklich ein Unding ist... Genauso wie dass der Radius für Abordnungen immer mehr erweitert wird... Einige Kolleginnen fahren 1h und 20 min pro Strecke... Natürlich könnte man jetzt argumentieren, dass man als Beamter immer Verfügungsmasse des Landes ist, aber ob der Beruf dadurch attraktiver wird, wage ich zu bezweifeln...

    On topic: Wenn du Glück hast und an einer gut organisierten Schule bist, dann fragt der Stundenplaner sicher von selbst aus, ob du eher einen kompakten Plan oder einen mit Hohlstunden haben möchtest. U.a. hängt das sicherlich aber auch von Größe und personeller Ausstattung der Schule ab. Von dir aus würde ich es nicht ansprechen.

    Das habe ich gemacht. Die Mutter will aber, dass die Schule Maßnahmen ergreift, "damit so etwas nie wieder passiert ihr Kind geschützt ist".

    Natürlich reagieren wir in der Schule nicht nur auf bereits entstandene Situationen sondern arbeiten auch präventiv. Aber wir können nicht verhindern, das Konflikte zwischen Kindern entstehen und wir können auch nicht verhindern, dass diese unter Umständen körperlich ausgetragen werden.

    Auch hier gilt wieder das Gleiche, was ich den Kindern schon klar mache. Nämlich, dass zu einem Streit immer zwei Kinder dazugehören. Wenn du klar machst, dass die zusätzlichen Konsequenzen dann aber natürlich auch für das eigene Kind gelten würden, hat sich der Wunsch bei den meisten Eltern schnell wieder erledigt. Ansonsten wie Magellan schrieb, auf die Expertise und Entscheidungsbefugnis der Schule verweisen.

    Arbeitest du in einer Grundschule? 😄

    Kurzfassung: Das zu unterbinden, stärkt die Klassengemeinschaft. Wie gesagt, muss man deshalb zwischen dem unerwünschten Petzen und dem erwünschten Hilfe holen differenzieren. Das muss man natürlich gezielt thematisieren. Ich bin damit bislang immer sehr gut gefahren. Vielleicht mal ein x-beliebiges Beispiel dazu: " Die Jungs haben ... aus Klasse ... mit auf dem Fußballfeld spielen lassen" (Hat es dich gestört, weil du mitgespielt hast? Gab es deswegen Verletzte oder ernsthafte Probleme? Nein. Dann ist es Petzen. Es geht dem Kind in dem Moment nur um das Prinzip, dass eine Regel nicht eingehalten wurde, obwohl es keinem geschadet hat....) Und das ist nur eines von vielen Beispielen. Man merkt übrigens auch im Fachunterricht immer wieder, wie gut die Klassengemeinschaft funktioniert, hängt auch davon ab, wie die jeweiligen KollegInnen mit diesen "Petz-Situationen" umgehen...

    Kinder, die beim Klären von üblichen Streitigkeiten pausenlos dazwischenreden und kommentieren, werden von mir sehr rigoros unterbrochen und weggeschickt. - "Stopp, warst du beteiligt" Wenn aber die Antwort kommt, "nein, aber soundso hat wirklich blablabla gemacht", weg. Wenn ich frage "Was hast du denn gemacht?" und es kommt "nichts, aber der ... hat einfach ... gemacht", stoppe ich wieder und wiederhole meine Frage "Was hast DU gemacht?". Denn auch wenn es einige Eltern nicht gern wahrhaben wollen, gehören zu einem Streit immer zwei dazu und ihr Kind ist nicht das arme Kind, das "einfach so" geärgert wird. Am Ende findet man so ganz zuverlässig den jeweiligen Anteil heraus. Bei "Aber der hat angefangen" sage ich mittlerweile nur noch "ist mir egal"... Das bekommt man wirklich nicht zuverlässig heraus, wichtiger ist mir, die Qualität der Vorkommnisse herauszuarbeiten.

    Einzige Ausnahme sind wirkliche (extrem seltene) Auseinandersetzungen mit Verletzten usw. Da fordere ich die Kinder ja auch bewusst auf, Hilfe zu holen. Deshalb immer direkt in Klasse 1 den Unterschied petzen vs. Hilfe holen besprechen.

    Mein Lehramtsstudium liegt schon länger zurück. Was möchtest du genau wissen? Und warum ist dazu meine Position wichtig? Es ging doch um schulisches Verwaltungspersonal und inwieweit die Schulleitung dieses anweisen darf.

    Deine Beschreibungen zu diesem Thema wirken sehr realitätsfremd. Daher die Frage, ob du dich vielleicht noch im Studium befindest oder nach dem Studium direkt an der Uni geblieben bist... Wie lange liegt dein Referendariat denn schon zurück? Und arbeitest du aktuell noch an einer Schule?

    chilipaprika : Wir haben mehrere Verwaltungsfachkräfte. Sie haben ihre Kernaufgaben, aber ich habe durchaus schon mitbekommen, dass die Schulleitung ihnen zumutbare Aufgaben übertrug, oder dass die Schulleitung meinte, diese Aufgabe habe Priorität und jene habe im Zweifelsfall noch etwas Zeit. Bei uns ist es nicht anders als woanders auch, dass es doch einige Aufgaben gibt, die ausgehend von der fachlichen Kompetenzen bei den Verwaltungsfachkräften gut aufgehoben wären, aber aus der Konvention heraus von den Lehrkollegen (m/w/d) durchgeführt werden. Vielleicht kommen wir aber irgendwann mal dahin, dass die Entscheidungsträger (m/w/d) auf höherer Ebene ermöglichen, diese Verantwortlichkeiten noch einmal von Grund auf neu zu organisieren - das Aufkommen der "multiprofessionellen Teams" vor einigen Jahren wäre eigentlich der richtige Anlass hierzu gewesen.

    Würdest du das bitte näher erläutern, vor allem aus welcher Perspektive du diese Wahrnehmung hast? Hast du gerade dein Lehramtsstudium begonnen? Welche praktischen Erfahrungen hast konkret DU damit?

    Ich möchte chilipaprika zustimmen. Du hast kein Bedarfsfach und keine Erfahrungen in Vertretungsstellen. Wenn du mit OBAS überhaupt eine Chance haben solltest, dann an der Grundschule oder Sek I Schulen im Ruhrgebiet. Und OBAS für die Grundschule ist für alle Beteiligten einfach Mist... Seiteneinstieg in der Sek I/II ist vielleicht auch nicht optimal, aber an Grund- und Förderschulen einfach eine Katastrophe...

    Vielleicht könntest du es noch für Sek I/II an Privatschulen versuchen, die schreiben oft mehr Seiteneinstiegstellen aus, da sie nicht regulär verbeamten...

    Ich bin A14 am BK in NRW und wenn irgendwann mal Düsseldorf auf die Idee kommt "A14 für alle am BK" dann ist das der letzte Tag an dem ich meine Mehraufgaben ausführe. Wer mehr Aufgaben übernimmt MUSS auch mehr entlohnt werden und zwar nicht mir irgendwelchen Entlastungsstunden.

    Aber trotzdem bin ich absolut gegen A13 für alle. Für Lehrer an Grundschulen passt das nicht

    Bitte Satire entsprechend kennzeichnen! Danke!

    Ich stelle mir gerade die Grundschulklasse vor, in der die Kinder flächendeckend den Sprung von 1000 auf 1 Million hinbekommen. Sie müssen die Zahlenraum systematisieren können und verstehen, welche Größenordnungen dahinterstecken. Selbst wenn das stumpfe Abarbeiten von Analogieaufgaben so klappen würde, käme es spätestens beim halbschriftlichen Rechnen von größeren Aufgaben zu Verwirrung...

    Davon abgesehen, arbeiten wir ja nicht immer im Gleichschritt, d.h. starke Kinder durchlaufen die Zahlraumerweiterung schneller und fangen eher mit dem Rechnen an als andere...

    Sie machen ihre bisherige Tätigkeit zu genau denselben Konditionen wie zuvor. Nur fühlt sich das jetzt vlt. anders an, weil andere nicht mehr weniger haben als man selbst. Ich erinnere mich übrigens daran, dass bei der Einführung von "A13 für alle" den Gymnasiallehrkräften oft gerade das vorgehalten wurde, man möge sich nicht beschweren, da sich für einen daran ja nichts ändere ;)

    Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich...

    Das kommt davor. Wir fangen ja in der Regel früher an als ihr. Also: Zahlenraum, Ende September schriftl. Multiplizieren.

    Was? So früh schon? Wann macht ihr denn die Wiederholung des halbschriftlichen Rechnens/Vertiefen von strategische Werkzeugen...? Oder Sachrechnen und Größen? Ich mache schriftliches Multiplizieren schon später und schriftliches Dividieren kommt erst Ende Mai...

    Doch, in NRW ist auch beim neuesten Curriculum in Mathematik die schriftliche Division (natürlich auch mit Rest) verankert, allerdings wird diese erst Ende der 4. Klasse behandelt und muss dementsprechend nicht so gut sitzen wie die anderen algebraischen Verfahren (s. Froschs Beitrag).

    Ich erwarte aber von einer guten Sek I Lehrkraft eigentlich auch, dass selbstverständlich nicht nur die schriftliche Division, sondern auch die anderen schriftl. Normalverfahren wiederholt und vertieft werden. Das machen hier auch die meisten so...

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