Welche Unterstützung braucht man, um als Lehrer gut arbeiten zu können?

  • Dann hätte man aber keine Vermutung einer übereifrigen Lehrkraft mehr (finde ich auch übergriffig), sondern das Urteil einer ausgebildeten Therapeutin.

  • Die haben dann entweder keine Zeit und lehnen Kinder ab, die es vielleicht bräuchten oder haben zu viele Termine frei und nehmen jeden an, damit Rechnungen gestellt werden können. Habe ich besonders mit Ergotherapie erlebt. Das würde niemals aufhören, wenn man nicht irgendwann einen Schlussstrich zieht. Wenn die vom Land bezahlt werden geht das vielleicht. An Förderschulen finden doch auch Therapien nach dem Unterricht an der Schule statt... das mag dort sinnvoll sein. Aber der ständige Ruf von Lehrkräfte nach Therapien nervt mich einfach nur noch. Das gab es früher nicht, da durften Kinder, Kinder sein und sich im eignen Tempo entwickeln ohne dass ständig geschaut wird was noch gemacht werden kann und wieso dies oder das noch nicht läuft. Das Stresslevel der Kinder ist heute viel höher als früher und daran sind auch die Lehrkräfte schuld (nicht alle natürlich). Der Erziehungsauftrag endet an der Schulhofsgrenze und das sollte viele bewusster werden.

    Entropy is a bitch, embrace her.

  • Du hast womöglich deine Kinder im Blick, nicht aber die, deren Eltern nicht zum Kinderarzt gehen, die wichtige Therapien nicht erhalten.

    Hier wird mit Frühförderung etwas gegengesteuert, WENN das Kind in den i-KiGa kommt oder alle Rädchen ineinandergreifen. Aber das ist eben nicht immer so und die Frühförderung endet mit dem 6. Lebensjahr.
    Man unterrichtet also Kinder mit massiven Sprachstörungen, die dabei die Alphabetisierung schaffen sollen.
    Es ist dumm, dass wir da nicht gegensteuern, weil diese Kinder kaum eine Chance haben, sich zu verbessern, das ist im regulären Unterricht nicht aufzuholen. Aber die Erwartungshaltung wird an Schulen herangetragen und beschult werden müssen die Kinder auch - möglichst zielgleich.

    Ich fände es hilfreich, wenn zusätzliches Personal in der Schule wäre, dass Kindern hilft, die Schwächen aufzuarbeiten oder Beeinträchtigungen zu kompensieren. Neben Therapeut:innen wären es auch pädagogische Assistenzen, die Übungen übernehmen könnten.

  • Du hast womöglich deine Kinder im Blick, nicht aber die, deren Eltern nicht zum Kinderarzt gehen, die wichtige Therapien nicht erhalten.

    Auch wenn ich gerade Tierarzt gelesen habe ^^ ...stimme ich dir zu. Ich weiß, denke ich, wie Schmidt das meint, aber es gibt ja auch Kinder, deren Eltern es nicht schaffen, sich um wesentliche Angebote zu kümmern und dann sprechen die Kinder mit 10 Jahren noch so undeutlich, dass man sie kaum versteht. Das Entwicklungsfenster ist dann irgendwann zu und das Leben dieser Menschen wird unnötig erschwert. Da ist Sprechen genauso wichtig wie Lesen oder gar vorrangig.

    Ein paar verpflichtende Untersuchungen und qualifizierte Angebote im Kindergarten wären- aus förderpädagogischer Sicht jedenalls- wünschenswert.

    Kinderärzte sind sowieso knauserig was das anbelangt. Die sehen die Kinder nur 1 min lang und kriegen von den Krankenkassen Druck...

  • Ein paar verpflichtende Untersuchungen und qualifizierte Angebote im Kindergarten wären- aus förderpädagogischer Sicht jedenalls- wünschenswert.

    WAAAAAAAAAAAAAS?!!!!! Der Staat 111!!! will in MEINE Rechte eingreifen? Mein Kind, meine Familie, ich versaue sie, wie ICH will!! Wir hatten schon Zeiten, wo der Staat eingegriffen ist, man weiß ja, wie es endet...

    [/Sarkasmus]
    Chili, die in der Vorschule, in der Grundschule und in der Mittelstufe mindestens im 2-Jahresrhythmus den Schularzt gesehen hat (der speziell dafür kam, aber eben einiges checkte, auch Impfungen anbot, Zähne guckte, usw..)
    (Man MUSSTE nichts machen, aus Angstgründen habe ich nie eine Impfung vom Schularzt bekommen, zum Beispiel, sondern beim Hausarzt gemacht, aber hin- und her laufen, meine Größe, körperliche, motorische und sprachliche Entwicklung haben sie je nach Alter sicher "nebenbei" gecheckt)

  • Ich weiß gar nicht, ob ich das befürworten würde,

    aber Kindern mit besonders auffälligen Entwicklungsstörungen über Therapien eine bessere Chance zu geben, fände ich gut.

    Dazu kommt, dass man etwa 1 Jahr auf den Beginn einer Logopädie-Therapie wartet, bis zu 2 Jahre beim SPZ.

    Was helfen würde? Wenn die Kapazitäten in allen diesen Bereichen landesweit weit besser wären, sodass frühzeitige Hilfen ankommen.

  • WAAAAAAAAAAAAAS?!!!!! Der Staat 111!!! will in MEINE Rechte eingreifen? Mein Kind, meine Familie, ich versaue sie, wie ICH will!! Wir hatten schon Zeiten, wo der Staat eingegriffen ist, man weiß ja, wie es endet...

    [/Sarkasmus]
    Chili, die in der Vorschule, in der Grundschule und in der Mittelstufe mindestens im 2-Jahresrhythmus den Schularzt gesehen hat (der speziell dafür kam, aber eben einiges checkte, auch Impfungen anbot, Zähne guckte, usw..)
    (Man MUSSTE nichts machen, aus Angstgründen habe ich nie eine Impfung vom Schularzt bekommen, zum Beispiel, sondern beim Hausarzt gemacht, aber hin- und her laufen, meine Größe, körperliche, motorische und sprachliche Entwicklung haben sie je nach Alter sicher "nebenbei" gecheckt)

    Das gab es zumindest früher bei uns auch inkl. Zahnarzt und Rötelimpfung. Weil ich auch keine Reihenimpfung wollte, ist meine Mutter mit mir schnell noch zum Kinderarzt gegangen.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

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