Beiträge von Zauberwald

    Das kann nur jemand sagen, der noch nie auf dem Amt saß.

    Doch. Ich habe nur mit Bafög und Jobs studiert und mit meiner ältesten Tochter habe ich 1 Jahr (ihr erstes Lebensjahr) mit Wohngeld und 600DM Erziehungsgeld bestritten. Dann ging ich wieder arbeiten. Mein Mann war 500 km entfernt und hatte eine halbe Stelle zum promovieren. Er brauchte sein Geld für sich. Nachteil der Boomergeneration: Wir mussten für irgendwelche Stellen viel auf uns nehmen, da die Konkurrenz groß war.

    Meine Tochter musste ab 1 Jahr zur Tagesmutter, ich hatte die Verwandtschaft 450 km weit weg. Ich hatte aber eine liebe Tagesmutter, zu der ich die Kleine auch krank bringen konnte.

    Du sprichst von zwei Jahre … Brandenburg hat nur ein Jahr.

    Dann sehe ich überhaupt nicht, wie man die ganzen Unterrichtsbesuche, mündlichen Prüfungen, Lehrproben usw. in der Situation schaffen kann. Man muss doch bei der Lehrprobe die ganze Planung, die Stoffverteilung usw. vorlegen. Das kann ja gar nicht alles stattgefunden haben, es sei denn, die Vertretungen haben das abgearbeitet. Daher vmtl. die Nachfragen bzgl. der Planung.

    Wir mussten die Ordner/Hefte der Kinder vorlegen, die Jahresplanung, die Wochenpläne, Aufbau der Einheiten.

    Eigentlich nicht. Man unterrichtet nur sehr wenig und hängt ein paar Tage im Seminar rum. Die meiste Zeit verbringt man mit unnötig aufwendigen Vorbereitungen Zuhause. Das ist eigentlich super für kleine Kinder.

    Aber ich kann da nicht mitreden, weil ich ein Mann bin und mir die Kindererziehung/-betreuung mit meiner Frau teile.

    Gut, das ist in der Grundschule anders gewesen. In Bayern ist man im zweiten Ref.jahr Klassenleitung. Zu meiner Zeit nicht, aber ich musste auch 14 Stunden eigenverantwortlich unterrichten, hatte Nachmittagsunterricht und 2 Seminartage. Wir mussten oft bis zu 70 km irgendwohin fahren. Da war nix mit zuhause rumsitzen.

    Und wer bezahlt mir meine Miete für die jetzige Wohnung? Das Forum? Das lässt sich aus der Entfernung immer alles leicht sagen. Ich gebe mir die Grabenkämpfe mit dem Amt nicht noch einmal. Das hatte ich schon, als ich noch studiert habe und er ein Jahr alt war. Und was habe ich von mehr Zeit, wenn mein Sohn trotzdem krank ist? Die Ausbildung läuft dann länger und die Kollegen sind noch frustrierter, weil sich das Leiden weiter zieht. TZ mag ja für andere vielleicht die Lösung sein. Streite ich gar nicht ab, aber in meinem Fall ist es das nicht.

    Sorry, dann musst du eben zu Hause bleiben. Wir können dir offensichtlich nicht helfen.

    Na, normal wie die andere Schule auch, bei der ich vorher war. Da fiel kein böses Wort und man hatte eher Mitleid.

    Der Unterschied ist: Jetzt machst du dein Ref. Wenn ich mich erinnere, hat man da einen sehr straffen Zeitplan. Mit deinen ganzen Fehlzeiten kannst du den Anforderungen und Terminen doch gar nicht gerecht werden.

    Ehrlich gesagt, hätte ich persönlich kein Problem damit, mit Bürgergeld aufzustocken, wenn ich das Ref. in Teilzeit machen müsste aus den ganzen Gründen, die du ununterbrochen schilderst. Ich sehe auch gar keinen anderen Weg. Wohngeld würdest du zumindest sicher bekommen.

    Ohne eine zuverlässige andere Bezugsperson für das Kind ist es prinzipiell sehr schwierig. Was wäre, wenn du mal ins Krankenhaus müsstest? Lässt sich da keine Lösung finden, gerade für die Zeit der Prüfungen? Eigentlich müssten ja auch bald die Prüfungszeiträume losgehen. Hast du niemanden für Notfälle?

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    Ich habe gerade gegoogelt und da steht, wenn man mehr als 10% der Zeit im Ref, fehlt, gefährdet man das Ausbildungsziel und muss eventuell verlängern. Das wären knapp 4 Wochen im Schuljahr. Also für Bayern kann ich das aus meiner Erinnerung meine ich bestätigen, ansonsten weiß ich es nicht genau.

    Ich weiß, dass es Schulen gibt, die das machen, aber hier muss man den Kontext sehen, denn nur bei mir wird so schikaniert und zehn Mal nachgefragt und überprüft. Ich habe schon lange bevor das so gehandhabt wird automatisch Aufgaben verschickt. Hier geht es ja darum, dass ich sie hochgeladen und Stunden später schikanöse Nachrichten erhalten habe.

    Das habe ich überlesen. Bist du sicher, dass die anderen nichts schicken? Bei uns werden wirklich keine seitenlangen Vorbereitungen erwartet. Wirklich nicht, die Buchseite reicht, damit man weiß, was man machen kann. Und ja, wir arbeiten in einigen Fächern viel mit dem Buch.

    Abbruch in NDS und Wiedereinstieg ist NUR in den ersten 9 Monaten möglich. Wer nach mehr als 9 Monaten und einen Tag abbricht, kann nicht wieder einsteigen.

    Ich denke, da sollte man sich vor dem Abbruch informieren, das ist wieder bundeslandabhängig. Manchmal kommt es auch darauf an, ob schon die Prüfungsphase begonnen hat oder nicht.

    Auch wenn es als Mobbing und Schikane empfunden wird: In meiner Schulform ist es gang und gäbe, Unterrichtsmaterial zu schicken, wenn man krank ist. Zumindest einen Wochenplan mit Buchseitenzahlen, was die Kinder wann zu erledigen haben und was Hausaufgabe ist. ich weiß, dass viele hier schreiben, dass man einfach nicht die mails lesen soll und "krank ist krank", usw....

    Bei uns ist es normal und wir müssen oft unseren eigenen Unterricht halten und nebenher stundenweise eine Klasse ohne Lehrkraft "betreuen". Da ist jede froh, wenn man sich nicht auch noch kümmern muss, was die Schüler der erkrankten Lehrkraft arbeiten sollen. Die Schüler erhalten einen Plan und haken ab. Klar ist es doof, wenn man krank ist, aber man profitiert auch selbst, wenn man vertreten muss und meist ist das doch schnell erledigt. Am besten Schulbuch, dann muss niemand kopieren.

    In einem Lehrerforum zu schreiben ist oft nicht weniger anstrengend und kräfteraubend als einen Arbeitsplan zu schicken.

    Ich sage nur Aiwanger.

    Ich finde es schlimm, wie leicht es sich "der Westen" macht, während die AfD 152 Sitze im Bundestag hat. Die Sachsen-Anhalter finden sich genau so wenig extrem wie die extrem rechtskonservativen in Bayern, da gibt's halt bloß keine alteingesessene Alternative.

    Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund liegt in BW bei über 30 %, während er in Sachsen nur 10-15% beträgt. Daher könnte man vermuten, dass in BW noch viel mehr Menschen die AfD wählen würden. War die AfD in Sachsen nicht bei 38,5%? Aber vielleicht spielt das mit dem Migrationshintergrund keine große Rolle. Zum Glück.

    Nicht, dass ich falsch verstanden werde. Ich meine damit nicht, dass Menschen mit Migrationshintergrund die AfD wählen würden, sondern dass die AfD u.a. gewählt wird als Ausdruck gegen die vielen Migranten.

    Gilt so nicht immer für Baden-Württemberg. Mit einem monatlichen Zusatzbetrag von 22 Euro direkt abgezogen vom Gehalt wird dies und ein paar andere Dinge von der baden-württembergischen Beihilfe bezahlt.

    Da ich von Bayern gewechselt habe, habe ich diese Zusatzversicherung nicht, weil es in BY kostenlos war und ich keine Lust hatte, mir 22 € monatlich abzwacken zu lassen. Daher habe ich jedes mal Probleme, wenn ich stationär bin. Obwohl ich immer sage, dass ich nicht alle Leistungen habe, werden die mir jedes mal in Rechnung gestellt. Daher würde ich persönlich gerne die Rechnungen in der Hand haben. Aber ich meine, ich wurde auch nur gefragt, ob mit der PKV direkt abgerechnet werden soll und dem habe ich zugestimmt. Das war problemlos, da werden aber auch alle Leistungen übernommen. Ich wollte das mit der Beihilfe schon einmal ändern, aber das geht nicht mehr.

    Also bei allem Gemaule über die GKV

    Für die Beschwerden mit meiner Wirbelkanalsteniose kann es cu jederzeit zu meinem Orthopäden selbst ohne Termin bei Schmerzen. Als meine Leukos über 20000 waren hat mein Hausarzt mir noch am gleichen Tag einen Termin beim Facharzt besorgt, der am gleichen Tag mit 20 Röhrchen Blut abgenommen hat. Seitdem stehe ich bei ihm unter regelmäßiger Beobachtung. Und bei meinem Herzinfarkt vor 10 Jahren war die Behandlung im örtlichen Krankenhaus mit Sternsetzung am gleichen Tag vollkommen unkompliziert. Ich kann an keiner Stelle meckern.

    Ich war gestern bei einem Humangenetiker. Es war der Wunsch meiner Tochter, weil in unserer Familie eine bestimmte Krebsart gehäuft vorkommt. Der Arzt sagte zu mir: "Schade, dass sie privat versichert sind. Bei gesetzlich Versicherten mache ich einfach die teure Untersuchung und sie wird gezahlt. Bei Ihnen müsste ich eine ausführliche Begründung schreiben, sie müssten bei Beihilfe und Krankenkasse einen Antrag stellen und den Kostenvoranschlag einreichen. Meistens wird es abgelehnt, die Kosten zu übernehmen. Also lassen wir es lieber. Kosten-Nutzen stehen in keinem Verhältnis."

    Vielleicht liegt es daran, dass die Privat versicherten Gene aufwändiger zu untersuchen sind? Zumindest rechnen Labore bei Blut und Sch. auch den 2,3fachen Satz oder so mit der Begründung einer aufwändigen Untersuchung oder komplizierten "Schnittes." Habe ich neulich extra nachgeschaut, weil mir das jemand nicht glauben wollte.

    Konsequent wäre es, wenn Religionsunterricht abgeschafft würde einen anderen Namen bekäme und man nicht nur über Religionen, sondern über Kulturen, Gesellschaften und vor allem Traditionen reden würde. Am Ende der Schulzeit sollten die Kids dann entscheiden können, was sie davon für richtig, falsch, gefährlich oder völlig überflüssig halten. Religionen stehen in einer Gesellschaft ja nicht für sich allein, sondern haben oft gewaltige Folgen für eine ganze Gesellschaft, meist negative.

    Einerseits stimme ich dir zu, andererseits hätte der Religionsunterricht die Möglichkeit, ein anderes Gottesbild zu vermitteln, als das z.B. die Familie macht. Mir wurde zu Hause Gott als kontrollierende Instanz vermittelt, der alles sieht, was man tut. Und wenn es nicht gut ist, landet man für lange Zeit im Fegefeuer, wenn man tot ist, bevor man in den Himmel kommt. Wenn man es mit seinem Bösesein übertreibt, verbrennt man in der Hölle. Dabei haben meine Eltern und Großeltern aber die "Gesetze" für sich so ausgelegt, wie sie wollten. Ein bisschen Sex vor der Ehe war also nicht schlimm (wir sind katholisch und es ist verboten, also Sex vor der Ehe), nur dass die Hälfte meiner Vorfahren heiraten "musste", weil die Braut schwanger war. Man hat sich geschämt, aber das wars.

    Meine Mutter musste sich nach den Geburten aussegnen lassen. Beim dritten Kind ging sie nicht mehr hin, weil sie nicht wusste, warum sie das machen sollte. Vermutlich, weil sie schon wieder irgendwas falsch gemacht oder gesündigt hat. Mein Vater musste nicht, also hat es irgendwas mit dem weiblichen Körper zu tun...

    In der Schule wurde mir das Bild eines liebenden Gottes vermittelt, der alles verzeiht und dass Jesus ist für uns am Kreuz gestorben, so dass wir alle irgendwann in den Himmel kommen, weil unsere Sünden durch ihn gebüst worden sind.

    Irgendwann habe ich den Überblick verloren, was zwischen Himmel und Hölle los ist und habe irgendwie meinen Glauben verloren...

    Im Zweifelsfall muss man sowieso alles alleine schaffen.

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