Beiträge von Zauberwald

    Wenn es um den Lerneffekt geht, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

    • Die Gruppe, die den Schaden verursacht hat, beseitigt ihn und kümmert sich ggf. anschließend untereinander um eine etwaige Sanktionierung.
    • Man beläßt den Schaden so wie er ist, damit alle Außenstehenden ihn sehen können. Möge dem Verursacher dann das schlechte Gewissen dazu bewegen den Schaden zu beseitigen.

    Einfach gar nicht zu reagieren und auf das Putzpersonal zu verweisen ist jedenfalls noch eine Verstärkung des negativen Lerneffekts: "Ich kann hier allen möglichen Scheiß machen und sie werden es schon wieder richten ohne mich zu behelligen."

    Bei uns wurde das Klo noch nicht geputzt und ist abgeschlossen. Leider können wir bisher nie herausfinden, wer es war. Wir schreiben schon auf, wer wann zur Toilette geht.

    Vielleicht sollte man dazu sagen, dass dieses Kotthema in Grundschulen immer wieder vorkommt. Es wird auf den Boden geschissen und das Ganze an den Wänden verteilt. Unsere Putzfrau weigert sich auch gerade, die aktuelle Sauerei wegzumachen.

    Ich finde es für die Putzfrauen, ja, Männer machen das ja meistens nicht, genauso entwürdigend für die Kinder. Man bekommt meistens nicht heraus, wer es war - wir haben schon alle möglichen Methoden versucht. Wenn man wüsste, wer es war, fände ich es richtig, wenn dieses Kind auch putzen muss. Da man das aber nicht weiß, ist die Strafe unangemessen.

    Heute wurde vor die Kloschüssel ausnahmsweise nur gepinkelt, aber auch das finden die Kinder schon eklig. Wenn jemand eine Idee hat, wie man den Täter oder die zukünftigen dingfest machen kann, nur her mit den Tipps.

    Das, was nihilist schrieb, finde ich gut. Was ich immer gerne mache, ist ein wechselnder Datumsdienst, der auch morgens die Stundentafel des neuen Tages wechselt, so dass die Kinder immer wissen, was gerade für ein Fach ist oder heute noch kommt. Ein großes Thema ist bei uns in Klasse 2 das Schreiben in Hefte. Unser Material in Deutsch und Mathe ist kein Verbrauchsmaterial, sondern die Bücher/Arbeitshefte sind für die Ausleihe und werden mehrere Jahre verwendet. Es lohnt sich, eine feste Struktur mit Überschrift, Datum, Abständen usw. einzuüben und sich das vorher zu überlegen. Bei den Kleinen habe ich es manchmal so gemacht, dass morgens etwas auf den Tischen lag, an dem sie gleich arbeiten/bzw. mit dem sie sich gleich beschäftigen konnten, bis es mit der ersten Stunde losging.

    Weniger ist mehr. Ein Klassenzimmer muss einen nicht erschlagen.

    Niemand zwingt einen doch, zu Hause zu bleiben. Ich habe schon ein paar mal auf Krankschreibung verzichtet, wenn der Arzt fragte, ob er mich krankschreiben soll oder meinte, ich soll doch zu Hause bleiben. Ich kann das immer selbst ganz gut einschätzen.

    Ich habe sogar noch meine Schulunterlagen und gerade im letzten Jahr dann für meine Töchter fürs Abi noch Sachen rausgesucht aus Schul- und Studiensachen, also ich merke, die Entscheidung war richtig, die Sachen zu behalten, denn man guckt eben doch noch mal rein (und wenn erst nach 25 Jahren)

    Ich habe noch meine Mathearbeiten aus der Oberstufe. Wurden manchmal rausgeholt, um meine Kinder zu trösten. Ich weiß, nicht sehr pädagogisch.

    Wenn du zwingend einen Zwischenschritt brauchst: Die Sachen ohnw Durchsehen in eine Kiste packen und außen mit dem Wegwerfdatum beschriften, dass du hinbekommen kannst. Kiste in den Keller stellen und nach diesem Datum dann wegwerfen.

    Zwischenschritte sind überflüssig. Was im Zwischenschritt liegt, ist doch schon aussortiert.

    Vom Schulministerium NRW.

    Demotivation durch A13 Beförderung für alle Lehrkräfte

    Themenfeld

    Personalverwaltung

    Vorschlag

    Durch "A13 für alle" gibt es für die meisten Lehrkräfte keinen Anreiz mehr, Aufgaben in der Schulentwicklung zu übernehmen. Auch stellvertretende Schulleitungen wurden demotiviert, weil sie immer mehr Aufgaben übernehmen müssen, ohne dass es wenigstens noch einen finanziellen Abstand zur Lehrkraft gibt.

    Antwort

    Aufgrund der Anhebung der Einstiegsbesoldung auf A 13 fallen funktionslose Beförderungsämter an Grund-, Haupt-, Real- und Gesamtschulen - die bislang oftmals mit Wahrnehmung einer Sonderaufgabe verknüpft wurden - künftig weg. Die entsprechenden Aufgaben müssen nunmehr ohne Beförderungen von Lehrkräften wahrgenommen bzw. erledigt werden.
    Lehrkräfte sind bereits nach § 57 Abs. 2 Schulgesetz verpflichtet, an der Gestaltung des Schullebens, an der Organisation der Schule und an der Fortentwicklung der Qualität der schulischen Arbeit aktiv mitzuwirken. Aus § 35 Abs. 1 BeamtStG ergibt sich auch die Verpflichtung, dass Beamtinnen und Beamte die dienstlichen Anordnungen von Vorgesetzten auszuführen und deren allgemeine Richtlinien zu befolgen haben. Die Delegation der entsprechenden Aufgaben durch die Schulleitung ist daher bereits möglich.
    Ob die Anhebung der Einstiegsämter für Lehrkräfte in der Laufbahngruppe 2.1 nach A 13 zum 1.8.2026 besoldungsrechtliche Folgewirkungen entfalten kann, wird derzeit in der Landesregierung geprüft.

    Schmidt: Also den Post oben hatte ich so verstanden.

    Ach so. Stimmt. Dann brauchen die auch nicht mehr Geld. /s

    Ja, ein nur formaljuristisch agierender Grundschulleiter braucht nicht mehr Geld, als all die Grundschullehrerinnen, die diese wichtige Aufgabe mit Leib und Seele Jahr für Jahr erfüllen. Aber ihr habt ja angefangen und die Tatsachen verdreht. Wir arbeiten nicht weniger, die Ausbildungen sind angeglichen und die meisten von euch wollten nicht tauschen.

    Ich höre nicht mehr so gut und brauche, wenn es schlechter wird, eine Hörhilfe auf beiden Seiten. Ich habe es zwar schon geahnt, aber nun kam es bei einer Untersuchung bei der HNO Ärztin heraus. Nun haben schon Bekannte gemeint, das sei so was wie eine Berufskrankheit, denn viele Erzieher und Lehrer würden schwerhörig. Stimmt das denn?

    Die Altpapiertonne wird zum Hauseingang gefahren, direkt neben meinem Arbeitszimmer und dann wird großzügig weggeschmissen. Das ist manchmal viel, denn es gibt Kolleginnen, die meinen es gut und überlassen einem bei Pensionseintritt ein paar Meter Material. Ich habe fast alles digital auf dem PC und daher fällt mir das Aussortieren nicht schwer und so uralte Themenhefte und Co von mir selbst oder Kolleginnen hebe ich nicht mehr auf. Auch älteres Material in Ordnern kommt oft in die Tonne. Zweimal habe ich in den letzten Jahren einen Großputz gemacht, sonst ist es weniger. Ich fühle mich jedes mal besser. Nur Dinge, die sehr viel Mühe gemacht haben und die relativ neu sind, hebe ich auf, aber auch meine Lehrerinnenplaner.

    Der Prüfungsstoff baut aber auf dem Unterrichtsstoff der früheren Schuljahre auf. Ohne Algebra, keine Analysis. Ohne Grammatik, keine Erzähltextanalyse.

    Dann frage ich mich, wie man einfach so weiterkommt, wenn man so große Defizite hat, dass man die Abiprüfung nicht besteht. An anderen Schulen gab es auch Coronaschließungen und da hat man nie von so einer hohen Durchfallquote gehört. Die ganzen Jahre nicht.

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