Das IPad ist da allerdings für mich ein "komisches" Gerät. Es will sich bei mir einfach nicht als Arbeitsgerät integrieren. Und das liegt meiner Meinung nach an folgendem:
- Wenn man ein fortgeschrittener Computernutzer ist BEVOR man ein IPad in die Hand bekommt. So verfügt man schon über eine gewisse Performance. Man bedient zB seinen Computer ziemlich schnell und effizient mit ShortCuts. Vielleicht tippt man, wie ich, auch mit 10 Fingern und ist an einer großen Tastatur interessiert. Das IPad mit der kleinen, ergonomisch halt nicht so angenehmen Tastatur macht mich unzufrieden. Ich will ständig zurück zum richtigen Rechner.
- Das Wischen, statt Tippen oder Mauszeiger schieben, erscheint zwar "natürlich kindisch" (im positiven Sinne intuitiv), doch es ist stressig und langsam. ShortCuts lassen hier ganz andere Geschwindigkeiten zu und man kann den Computer auch teilweise blind bedienen. Das Wischen ist zudem eine aufwendigere Tätigkeit, die Hand und der Arm muss viel mehr leisten.
- Gleichzeitig bringt das Wischen Unruhe vor das eigene Gesichtsfeld. Man fuscht sich ja ständig ins eigene Bild, ja verdeckt halt auch dauernd Teile des Bildschirms. Und nicht alle Gesten sind geplant, denn man reagiert ja auch auf Felder.
- Während ich mich bei der Geschwindigkeit und dem Umfang bei ShortCuts und dem Tippen mit 10 Fingern weiterentwickle, erreiche ich beim Wischen schnell das Optimum. Ich lerne beim Bedienen nix mehr dazu. Aber dies gilt natürlich NICHT für komplexe Wischgesten, da ist ja schon noch viel (auch App-abhängig) zu entdecken.
Hier kann ich mich anschließen - ich mag aber meine Android bzw. Windowsgeräte lieber, hab nur das eine Ipad, damit ich zum einen die Schülergeräte kenne (also in die Applewelt mal reinschnuppere). Ansonsten arbeite ich wesentlich lieber mit meinem Dienstsurface, das für mich der vollständige Ersatz des Desktops hier daheim ist - ein reines Dienstgerät.
Für mich ist das iPad kein Gewinn.