Beiträge von Mimi_in_BaWue

    Zum Thema Mutter Kind Kur:

    mein Freundinnenkreis und ich sind uns einig, dass ein Urlaub mit Kind nur Mama-Alltag unter erschwerten Bedingungen ist (weil man den Ort nicht kennt, nicht kindersicher, Schlafsituation etc).

    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine Mutter-Kind-Kur irgendwas positives dem Kind oder der Mutter bringt, außer vll, festzustellen, dass es daheim auch schön sein kann. Also ich werde von so was die Finger lassen, und sei ich noch so ausgebrannt.

    Eine Bekannte von mir fing sich auf der Mutter-Kind-Kur (mit Kleinkind oder damals sogar noch Baby) sogar Magen-Darm ein und musste die Kur in Isolation auf ihrem Zimmer (natürlich dann allein, mit ihrem kotzenden Baby) verbringen. Sie meinte, es seien mit die schlimmsten Tage ihres Lebens gewesen. 🤢

    möchtest du im Ruhestand nicht eher noch in geringem Umfang unterrichten? bzw. was spricht gegen das Unterrichten? Würde mich interessieren, wie man im Alter darüber denkt.

    Was ich bisher über Schulbegleitungen mitbekommen habe, war, dass es sehr sehr seeeeeeeeehr langweilig sein muss, wie ein Kind selbst im Unterricht zu sitzen, in dem es um Rechtschreibregeln geht (war bei mir mal eine Vertretungsstunde). Als der begleitete Schüler einen Ausraster hatte, konnte die Schulbegleitung auch nichts anderes machen als mir als Vertretungskrft mitzuteilen, dass er das halt manchmal so hat und dass ich jetzt nix mehr erwarten darf. Und der Schüler war dann auf und davon im Schulhaus verschwunden.

    Also ich würde eingehen vor Langeweile und Anspruchslosigkeit als Schulbegleiter (mit den Aufgaben, die sie an meiner Schule haben). Die Einschätzung beruht jetzt auf meiner anekdotischen Evidenz.

    Dann habt Ihr an Euerer Schule keine Quereinsteiger, weil diese gar nicht gebraucht werden?

    auch hier Gymnasium in Südbaden: keine Quereinsteiger.

    Man ist ja etws vernetzt über sein Bundesland (Bawü in meinem Fall). Auch in deren Regionen Ba-Wüs gibt es nicht viele Quereinsteiger am Gymnasium, zumindest höre ich gar nichts davon.

    An beruflichen Schulen ist aber immer sehr viel mehr möglich als an Gymnasien, was Einstellungen und Fächerkombis betrifft. Im beruflichen Schulwesen hätte dein Plan wahrscheinlich mehr Erfolgsaussichten, wie du ja schon weißt.

    so nun noch mein Senf:

    so familienfreundlich wie unser Job angeblich sein soll, empfinde ich ihn nicht. Das wird mir auch immer wieder von einem nahem Angehörigen, der Betriebsrat "in der freien Wirtschaft" ist, bestätigt.

    Ein Punkt: für mein 35% Debutat musste ich einen Vollzeit Kitaplatz vorweisen (den ich für mein U3 Kind natürlich NICHT bekomen hatte in Ba-Wü), damit der Stundenplan realisierbar war. Es war ein großes Problem, das ich dann mit Minusstunden und Klassen abgeben lösen konnte (und da kommt vll doch wieder die Vereinbarkeit von Job und Familie ins Spiel...?). Es hat unsere Familie jedenfalls wahnsinnig unter Druck gesetzt, eine Ansage zu bekommen, dass den Stundenplanwünschen nicht nachgekommen werden kann. Mein Kind wurde 6h pro Tag betreut. Man sollte doch meinen, 8 oder 9 Untterrichtsstunden während dieses 30h Zeitkorridors pro Woche unter zu bekommen. Als kinderlose Berufseinsteigerin hatte ich überhaupt keine Wünsche an den Stundenplan. In der Situation mit kleinem Kind bekam ich aber die volle Breitseite ab.

    Punkt2: Natürlich die Elternabende, lange Elternsprechtage und lange Konferenzen und Dienstbesprechungen. Wird von meiner Familie von langer Hand geplant (dann ist es nur das persönliche Pech, wenn das Kind abends halt nur mit Mutti einschläft). Was mich dieses Jahr massiv gestört hat, ist die kurzfristige Verlegung dieser Termine, sodass alle Planung umsonst war.

    Pro: Was wirklich für die Vereinbarkeit von Job und Familie im Lehramt spricht, sind parallele Schulferien zu Kitaferien. Das liegt dann an der eigenen Organisation,in den Kitaferien wirklich wenig oder nichts arbeiten zu müssen. Ist manchmal machbar für mich.

    Pro: Die Verbeamtung ist natürlich auch ein Segen. Ich muss nicht wegen des Jobs ungewollt umziehen, mir wieder ein Netzwerk aufbauen, Gott sei dank nicht mehr unfreiwillig auf Wohnungssuche gehen etc...

    Vom Ref will ich gar nicht erst anfangen... ich hatte da mit meinen Naturwissenschaften lange Seminartage von 8-20 Uhr Anwesenheitspflicht plus natürlich Anfahrt. Ich bin froh, damals kinderlos gewesen zu sein. Das hätte ich nicht geschafft, selbst mit Familie nicht. Teilzeit hin oder her.

    Eine naturwissenschafltiche Promotion hätte ich mir mit Kind allerdings auch nicht vorstellen können. Ein unversitäres NaWi Studium als Frau schreit förmlich nach Spätgebärenden. Von dem her bin ich ganz froh, jetzt fertige Lehrerin und Mutter zu sein.

    Fazit: Vereinbarkeit von Familie und Beruf so mittelmäßig. Schlechter geht natürlich immer.

    Könntest du vielleicht aufgrund der Erkrankung des Kindes das Ref abbrechen mit Wiedereinstellungszusage? Dass quasi dein Kind der gesundheitliche Grund ist? Immerhin bist du alleinerziehend.

    je früher du die "Reißleine mit Wiedereinstellungszusage" ziehst, desto besser.


    Beim Wiedereinstieg müsstest du dann die Kinderbetreuung gut geregelt haben (Umzug zur Familie?). Alleinerziehend ohne zusätzliche Unterstützung ist das Ref wahrscheinlich kaum machbar. Es ist ne ungünstige Zeit für Erkrankungen und Kinder, bzw. für erkrankte Kinder. :/

    Um dich etwas zu entlasten kitekat24 :

    Ich habe den Umgang mit Gefahrstoffen in der Schule erst im Chemie-Ref gelernt. Selbst noch so viele organische Reaktionsmechanismen aus dem Studium bereiten einen nicht auf den Chemieunterricht in der Schule vor. An der Uni Freiburg gab es Anleitung zu Experimentalunterricht als Pflicht-Praktikum - es war ein kühler Tropfen auf den heißen Stein der schulischen Realität.

    Ohne Chemie Ref würde ich mich absolut nicht in der Lage sehen, Experimentalunterricht zu betreiben. Und ich frage selbst jetzt bei komplizierteren Versuchen bei den erfahreneren Kollegen nach. Mein Sicherheitsbeauftragter für die gesamte Schule ist grundständig ausgebildeter Chemielehrer. Sammlungsleiter sind bei mir an der Schule sowieso nie fachfremd.

    Ich finde es absolut in Ordnung, zu remonstrieren und zunächst nur Theorie-Unterricht zu halten oder halt Experimente ohne Gefahrstoffe. Wie du die Qualifikation nachholen kannst, weiß ich allerdings nicht.

    Nachtrag: Bei SuS mit impulsivem Verhalten, die da sogar etwas diagnostiziert bekommen haben und Förderschwerpunkte haben, würde ich eh keine Schülerversuche mit Brennern oder Wasserkochern machen. Wir haben am Gymnasium auch (selten) 8. Klassen, bei denen wir den Brenner nicht zum Einsatz bringen. Im Nawi Unterricht für Kl 5 u 6 gibt es immer malwieder Klassen, bei denen es bei Teelichter-Versuchen bleibt, einfach, damit man nicht allzusehr in diesen Stunden schwitzen muss als Lehrkraft.

    an meiner Schule ist fachraumfremder Unterricht im Fachraum üblich. Allerdings, so weit ich es überblicken kann, nicht in den Kunsträumen oder nur ganz selten in den Musikräumen. in beiden steht viel rum.

    Als Vertretung bin ich aber trotzdem oft in den Kunsträumen und vertrete für die Kunstlehrer. Es passen die normalen Klassenzimmerschlüssel. Es hat sich noch niemand beschwert.

    Ja genau, deswegen.

    ich versuche auch, meine SuS nicht zu "Notenkorinthenkackern" zu machen. Ich betone immer, dass die Rückgabe einer Klassenarbeit (bei mir halt auch nur Nebenfächer) nur eine kleine von vielen Noten ist und es eher im das Große ganze geht: In der Sek1 dass die SuS in den Natuwrwissenschaften in der Sek2 klarkommen und in der Sek2 dass eine Ausbildung oder Studium mit naturwissenschaftlichem Anteil absolviert werden kann. Dass es bis zu den Zeugnissen noch einige Noten gibt und dass ich die Zeugnisnote auch pädagogisch runden kann, wenn ich sehe, dass eine Klassenarbeit als Ausrutscher den anderen 7 Noten, die die SuS bekommen, nicht enspricht. Das nimmt jeder Notendiskussion extrem den Wind aus den Segeln.

    und vor allem bei schlechten Noten (besonder bei der Unterstufe): dass das Selbstwertgefühl davon nicht abhängen soll, sondern dass es nur eine Rückmeldung ist, für daS Klassenziel an meiner Schulform mehr zu lernen.

    Wenn ein Fehler von mir dem Schüler zu gute kommt, dann hat derjenige mit dieser kleinen unerheblichen Note eben Glück gehabt. Dieser Fehler wird aber nicht "laufbahnentscheidend" sein, weil er bei mir und den Kollegen selten vorkommt.

    Ich arbeite im Übrigen, was Klassenarbeiten angeht, sehr genau und penibel. Wenn da Fehler entstehen, macht es schneller die Runde, ganz bestimmt bis zu den Klassenlehrern, wenn nicht sogar zur SL, als wenn ich mich mal im Unterricht verrechne oder das Laborpraktikum hinten und vorne nicht funktioniert.

    An meiner Schule (Gymnasium in Ba-Wü): Tag der offenen Tür ist an einem Samstag vormittag und die Teilnahme bzw. das Programm zu gestalten ist für alle Nicht-SL-Mitgleider freiwillig. So auch für mich... ich mach es halt und krieg nur ein Danke, darf mir keine MAU Mehrarbeit oder anderweitige Mehrarbeit aufschreiben. Ich bin ca 5h im Einsatz.

    Unser Kind musste eine Art Jahresportfolio für einen Baum, (bzw. eine Waldschicht?) erstellen, die Stelle mit einem Baum in jeder Jahreszeit besuchen, fotografieren oder zeichnen, Änderungen dokumentieren, Früchte beschreiben (?) irgendwie so, es gab einen ganzen Aufgabenkatalog.

    Im Frühjahr kann man halt noch Blüten sammeln, im Herbst die Früchte, die wiederum nicht einkleben...

    Genau so ist es bei Bäumen sinnvoll. Nennt sich bei uns "Baumtagebuch". Damit kann man gut im Herbst starten und im Juni die Note machen.

    Liebe Quebec,

    es wurde oben schon auf Lösungsmöglichkeiten eingegangen, das wiederhole ich nicht nochmal.

    Zu deiner Selbstwahrnehmung hier die Situation von jemandem aus dem Internet:

    Ich habe auch ein halbes Debutat mit nur EINEM, wenn auch noch kleinen, Kind, OHNE Funktionsstelle und OHNE Klassenleitung und OHNE Korrekturfach und OHNE Eltern oder Schwiegereltern pflegen zu müssen und ich drehe vor Überlastung oft am Rad...

    Du leistest schier Übermenschliches!

    Ach schau an, ich hab in den Freistunden abgepumpt und wurde nicht dafür bezahlt. Ich wusste nicht, dass das bezahlte Arbeitszeit ist. Meine SL war aber für die Organisation was Räumlichkeit und Kühlschrank angeht sehr zuvorkommend.

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