Beiträge von FrozenYoghurt

    Hallo zusammen,

    als noch halbwegs gesunder Kollege ohne akute OP-Notwendigkeiten wollte ich einmal in die Runde fragen, wie ihr genau vorgeht, wenn ihr wisst, dass der kommende Krankenhausaufenthalt teurer sein wird. Ich weiß, dass manche Krankenhäuser die Direktabrechnung mit Beihilfestelle und PKV anbieten, aber eben nicht alle. Gleichzeitig bin ich nicht dazu bereit, hohe 4-5 stellige Beträge für "den Fall des Falles" auf meinem Konto vorzuhalten (Opportunitätskosten). Wie regelt ihr diese Thematik?


    LG

    ÖPNV sollte m.E. für alle kostenlos sein, dann würde mancher autofahrende Mensch selbiges mal stehen lassen.

    In jedem Falle wäre es total sinnvoll, kostenlose Schülerbeförderung anzubieten. Warum gibt's das nicht überall? Kinder müssen nunmal täglich in die Schule gelangen.

    Hat die Wirtschaft ja nichts von...

    Weil du ein mehr als genügend großes eigenes Einkommen hast, um deine eigene Mobilität zu sichern und letztlich deinen Arbeitsplatz passend zum eigenen Wohnort bzw. deinen Wohnort zum eigenen Arbeitsplatz gewählt hast. Das sieht bei schulpflichtigen Kindern schlicht anders aus.

    Verantwortung der Eltern?

    Solche Aussagen sind mein Problem:

    Frei nach Satoshi Nakamoto: wenn du es nicht verstehen möchtest, ich habe nicht die Zeit dich zu überzeugen, sorry.

    Ich bin scheinbar hier nicht der einzige mit der Auffassung. Seis drum, mir tun nur deinen SuS leid.

    Nein, ich bin wirklich verwundert, dass du als Kollege, der offenbar u.a. Mathematik studiert hat, nicht in der Lage bist, mir verständlich und ohne mich persönlich anzugreifen deine Meinung sachlich erläutern kannst. Wenn du keine Zeit dafür hast, bitte. Dann beschwere dich aber nicht, wenn es hier Leute gibt, die dir kontra geben. Und ich bin mit meiner Auffassung ebenfalls nicht der einzige. Eigentlich die perfekte Gelegenheit für einen vernünftigen Austausch, oder bist du dir da zu fein oder zu beschäftigt für? Tja, nicht mein Problem!

    Deine SuS tun mir noch mehr leid, wenn du im Alltag wie ein Elefant im Porzellanladen auf abweichende, aber begründete Meinungen reagierst.

    Ah, ok, hatte ich gar nicht gelesen. Wer hat das geschrieben?

    Es gibt eindeutig auch noch ein paar Stufen zwischen 0% und den Zahlen, die wir heute haben. Ich wehre mich lediglich gegen die Annahme, dass am Gym KEINE BO stattfinden muss, weil sie ja Abitur machen. Das kam, soweit ich mich erinnere, von Dir FrozenYoghurt Ich wusste auch bisher nicht, dass Abitur ein Beruf ist. Bin halt nur vom BK und hab nicht mal ein Abitur.

    Ich sitze an einer Stelle, an der ich sehe, wie orientierungslos die Kids sind und sich nicht trauen, eine Ausbildung anzufangen. Ich sehe auch, dass das duale System unbeliebt geworden ist, obwohl andere Länder uns darum beneiden und das Ganze ein Erfolgsmodell ist. Kids, die von ihren Eltern suggeriert bekommen, ein Studium ist das einzig wWahre, dabei werden sie voraussichtlich nicht dazu in der Lage sein. Es kostet uns Unmengen an Geld, wenn die Kids Jedes Jahr einen neuen Bildungsgang starten, anstatt in die Ausbildung zu gehen.

    Und Abiturienten, die erfolglos ein Studium versucht haben, dann zwangsweise in der Ausbildung landen und sagen: Mir war nicht bewusst, was genau duale Ausbildung eigentlich ist und wie sie abläuft. Passt eigentlich perfekt zu mir. Davon habe ich jedes Jahr mindestens einen in nur meinem Beruf (der sehr klein ist!). In anderen Berufen sind das jedes Jahr mehrere. Diese Schleife hat der Gesellschaft reichlich Geld gekostet.

    Es geht um Möglichkeiten eröffnen und bekanntmachen. Ein Lösen aus der Blase der Familie. Aber wir können natürlich auch dabei bleiben, dass Hänschen das macht, was sein Vater schon gemacht hat. Traditionen: So wichtig.

    Sorry, leider totaler Unfug. Bitte lies noch einmal meinen Post #33 genau nach. Dass Abitur kein Beruf ist, kann man auch ohne Abitur wissen.

    Richtig und weil es nicht zu 100% funktioniert, dann lassen wir es. Wenn wir schon dabei sind, dann kann auch der Unterricht in französisch weg, da habe ich kaum französisch gelernt. Zeitverschwendung. Mathematik lernen manche auch nicht richtig, kann also auch weg. Merkste selbst oder?

    Ne können wir nicht. Dann bleiben wir am besten ganz daheim, wenn wir nicht jeden retten können. Du sagst doch selbst, dass das nicht der Maßstab sein kann. Also können wir nicht 6% des Schuljahres für was anderes als Fachunterricht verwenden?

    Ich verstehe nicht, was überhaupt dein Problem ist, dass du so schnippisch und albern reagierst. Machst du das in deinem Unterricht auch so, dass du abweichende Meinungen einfach publik ins Absurde übersteigerst und deinem Gegenüber Worte oder Folgerungen in den Mund legst, die es so niemals geäußert hat? Man verzeihe mir die rhetorische Frage, aber ich muss mich doch sehr wundern, wie weit weg vom akademischen Ductus so manche Forendiskussion hier verläuft. Ich empfehle dir, die Posts nochmal genau durchzulesen, es hapert deutlich am Textverständnis. Oder aber am Unwillen, vernünftig auf Diskussionspartner einzugehen. So ist das Eckkneipenniveau.

    Für die Qualität ist die Schule selbst verantwortlich und die Quantität ist ziemlich gering. Also kritisiert ihr euch selbst oder wo liegt das Problem jetzt?

    Und hier machst du es dir extrem bequem, ähnlich wie zahlreiche Politiker im Bildungswesen: Hauptsache, ressourcenfressende Programme wortgewaltig durchdrücken, um anschließend die Verantwortung an die einzelne Schule zu übertragen, anstatt gemeinsame Programme oder Standards zu entwickeln. So geht es uns doch auch seit etlichen Jahren mit der Handyregelung.

    Nochmal mein Standpunkt: BO am Gym ja, aber bitte in angemessenem Umfang. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass eine Lehrkraft wie ein Vermittler der Arbeitsagentur auftreten muss und SuS, die ein Recht auf ein breites Bildungsangebot haben, das zur Interessens- und Persönlichkeitsbildung gereicht, einfach nur stumpf in irgendwelche Jobs presst. Hauptsache, die Zahlen stimmen, richtig? Außerdem bin ich auch kein Sozialarbeiter, der Schülern Bewerbungen erstellt oder gar dabei hilft, zu telefonieren. Wenn das eure Dienstauffassung ist, bitte, macht, was euch glücklich macht. Aber übertragt bitte eure mir seltsam anmutende Auffassung bitte nicht mit einer solchen moralingesäuerten Arroganz auf alle anderen. Das wäre nett.

    Aber dass dann etliche studierende Studienganghopping betreiben und mehrere Semster verlieren oder nach dem Abi Ausbildungen abgebrochen werden, ist dann nicht so schlimm?

    Ist damals auch schon passiert, das lag dann eben in der Eigenverantwortung des Studenten bzw. Azubis. Und wenn es wirklich nichts für einen ist, dann sollte man eben abbrechen.

    Es wird hier (von Akademikern!) suggeriert, dass man durch den Ausbau der Berufsorientierung in quantitativ grotesken Maßstäben die Abbruchwahrscheinlichkeit gegen absolut utopische 0% streben lassen kann, wenn man doch nur noch mehr Tage mit BO-Kram vollpackt. Gleichzeitig werden Klassenteiler als gottgegeben hingenommen und sich damit abgefunden, dass das Gymnasium immer mehr zur Hauptschule der Nation verkommt.

    Außerdem kann man sowieso nicht alle retten! Und das sollte auch nicht unser Anspruch sein, zumindest nicht, wenn man halbwegs gesund in seinen Ruhestand gehen will.

    Nein ist es nicht, du kletterst den Elfenbeinturm nur immer weiter hoch. Für Lehrer reicht es eben nicht nur fachlich gut ausgebildet zu sein.

    Der Rest bestätigt einfach nur meinen Punkt.

    Dann hast du das Ziel bzw. den Sinn und Zweck der Schulform Gymnasium nicht verstanden. Aber vielleicht prallen hier auch Welten aufeinander, du scheinst an einer beruflichen Schule unterwegs zu sein. Da ist der Bezug zum Beruf ja schon viel eher gegeben.

    In Klasse 10 gibt es eine langfristig angelegte Arbeit, die analog einer Uni-Hausarbeit abgelegt und erarbeitet wird. Diese werden rechtzeitig geplant und vorbereitet, das Zitieren geübt usw.

    Ich rede von den Referaten und Gruppenarbeiten, die jedes Jahr in 5 Fächern erledigt werden sollen und überhaupt keinen Mehrwert haben. "Erstellt einen Film", "Macht einen Podcast", "Bastelt ein Plakat". Am Gymnasium bekommen sie das hin, an anderen Schularten eben nicht. Du kannst einem Hauptschüler in Klasse 7 nicht auftragen, all das ohne Anleitung alleine zu Hause hinzubekommen, was mit leistungsstarken Jugendlichen mit unterstützendem Elternhaus natürlich funktioniert, weil sich die Familien kümmern und die Lehrkräfte sich nen schlanken Fuß machen können.

    Wenn eine Kollegin die Arbeitsform also weglassen kann, ist sie offenbar keine Pflicht. Und wenn sie sie freiwillig weglässt, "weil das halt mit denen nicht funktioniert", dann hat sie keine Lust, sie so anzupassen, dass es funktioniert und die SuS davon profitieren. Man könnte sich Aufgaben ausdenken, die eine KI nicht lösen kann, wenn man das denn wollte. Wenn man nicht will, lässt man's halt, braucht sich aber nicht über seine Klientel zu beklagen.

    Dieser "Fetisch" ist aus dem Begriff der Handlungskompetenz in den Leerplänen erwachsen. Die SuS sind ja dann "produktiv", "erstellen" irgendwas. Und wenn es dann das zehnte Erklärvideo ist. Erklärvideos waren hier vor 3 Jahren unfassbar "in".

    Irgendwo die Werkstatt fegen, ist schon etwas albern. Aber wäre es nicht sinnvoll, wenn eine Geschichtslehrkraft mal in einem Museum gearbeitet oder selbst geforscht und Bücher veröffentlicht hätte?

    Ich gebe zu, dass ich im physikalischen Bereich nur als Radio- und Fernsehtechniker Geld verdient habe, von Musik habe ich aber einige Jahre gelebt.

    Gerade, was das Publizieren angeht, war es früher für zahlreiche Studienräte ganz normal, mit der Universität vernetzt zu bleiben und neben der schulischen Lehre Forschung zu betreiben. Das sehe ich heute aber fast gar nicht mehr.

    Berufsorientierung ist sicherlich nicht verkehrt. Ich kritisiere jedoch den quantitativen Umfang, den diese mittlerweile einnimmt. Gleichzeitig wird in den Lehrplänen inhaltlich kaum bis gar nicht reduziert. Woher soll die zusätzliche Zeit denn kommen? Ich empfinde diese Phasen für den Fachunterricht ungünstig. Und – um jetzt mal auf die Beiträge einzugehen – dieser ist am Gymnasium, wenn es denn ein ernstzunehmendes Gymnasium ist, absolut essentiell und darf nicht runtergekürzt werden – auch nicht durch Berufsorientierung.

    Frage an die alten Hasen unter euch: Wie war das denn früher? Ich vermute, dass es zwar hier und da kleine Angebote und Praktikumsphasen gab, aber eben nicht in dieser Hülle und Fülle und Schüler haben trotzdem Ausbildungen begonnen, Jobs gefunden. Und das in einer Zeit, in der man es nicht so leicht hatte, an Informationen zu gelangen. Berufsorientierung muss intrinsisch betrieben werden und auch nach dem Klingeln der Schulglocke. Wird es das nicht, ist in der Erziehung eben etwas falsch gelaufen. Ich sehe da die Eltern in der Verantwortung, bei den Kindern auf eine entsprechende Einstellung hinzuwirken.

    s3g4 Deine Forderung, alle Lehrer müssten vorher "in der Arbeitswelt" gearbeitet haben, ist doch populistischer Unfug. Erinnert mich so ein bisschen an die Boomer, die die Wehrpflicht einfordern, "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" usw. propagieren. Lehrer müssen fachlich so gut wie möglich ausgebildet sein und das erreicht man nicht, wenn man auf der Höhe seiner kognitiven Schaffenskraft und Aufnahmefähigkeit "in der realen Arbeitswelt" irgendwo die Werkstatt fegt.

    an sich word. leider gibts die Oberstufenreform in NRW. so blöd, pünktlich zu KI ein dreistündiges Fach einzuführen, bei dem ein Grossteil der Note von zwei-drei Präsentationen immer der selben "eigenständig" erarbeiteten Inhalte abhängt, ist man offenbar nur in NRW. Ich versteh ja, jeder soll Abitur bekommen, aber hätte man dieses Ziel nicht auch weniger aufwendig für die Schulen und Hauptfachlehrer gestalten können?

    apropos: wirklich lesenswerte Sammlung an Fehlern bei der neuen APOGOst von den Philologen - man schlägt echt die Hände über dem Kopf zusammen: https://phv-nrw.de/2026/01/30/ste…st-in-nrw-2026/

    Das ist auch komplett lächerlich. Ich werde die SuS an für mich besonders arbeitsaufwendigen Stellen mit ausreichend durchwinken, bleibe aber bei den klassischen Klausuren und beim Fachunterricht (besonders im LK) hart.

    Wäre nur gut, wenn mir jemand Bescheid gibt, wann die SuS sich das Abi-Zeugnis selbst drucken können. Dann kann ich auch das letzte Engagement einstellen.

    MMn. ein riesiger sozialromantischer Bohei, bei dem aber auch A14-Stellen entstehen / besetzt werden. Bei uns gut beobachtbar, dass KuK, die das Ganze vorher noch sehr kritisch beäugt haben, als frisch Beförderte plötzlich zu Rittern der Gerechtigkeit wurden. Trotzdem lieber 1 Tag dort "beaufsichtigen", als zu Vertretungsunterricht verdonnert zu werden. Hab sogar die "Nachholgruppe" dorthin gebracht und wieder zurück, freiwillig.

    Ja. Ich verlange absolute Kontrolle. Deswegen benote ich ja auch, was SuS zu Hause so machen. Ich lasse mir auch Listen mit Kleidungsinformationen von allen SuS schicken, damit ich bestimmen kann, was sie anziehen.

    Geht's noch? Komm mal runter. Ich habe nichts gegen Hausarbeiten formerly known as Hausaufgaben. Aus genau dem von Dir angeführten Grund. Ich versuche, sie zu vermeiden, weil nicht alle SuS zu Hause förderliche Lernumgebungen haben.

    So kam deine Einstellung zumindest rüber. Aber leider schmeißt du die Begrifflichkeiten total durcheinander und bist dabei auch noch reichlich passiv aggressiv in deinen Posts. Wie förderst du denn die SuS, die lernförderliche Lernumgebungen zuhause haben? Oder sind die dir total egal, nach dem Motto "Die kommen schon klar, ich rette lieber verlorene Seelen"?

    Und was hat das nun mit zu benotenden Hausaufgaben zu tun?

    Die Note für seine Vorbereitung holt er sich in der Schule. Über die SoMi-Note.

    Ein gut vorbereiteter Schüler bekommt also eine gute Note in der Schule. Wer hätte das gedacht.

    Scheinst du ja besonders blöd zu finden, weil er sich ja zuhause vorbereitet abseits von deinem Zugriff.

    Genau! Es ist wirklich schrecklich, wenn SuS nur in der Schule und nicht auch noch für das, was sie zu Hause machen, benotet werden.

    Naja, wenn in der Schule (gerade in der SEK-II) dann der zuhause vorzubereitende Text besprochen wird, ist das ganz und gar nicht schrecklich, wenn man vorbereitet (oh Gott, im bösen Zuhause! So ganz ohne direkten staatlichen Zugriff, du hast recht, richtig schlimm!) erscheint und in der Phase etwas für seine SoMi-Note tun kann.

    Das ist nicht falsch. Ich denke, es geht darum, dass bei einem Ansteigen der Beitragsbemessungsgrenze ab einem bestimmten Gehalt (über dieser Grenze) zum nächsten Kalenderjahr dann auch der Krankenversicherungsbeitrag ansteigt und zumindest einen Teil der Steigerung "auffrist".

    Beispiel: E13 Stufe 4, Lst. I hatte von 2025 auf 2026 einen Abfall um 12 €, weil die Beitragsbemessungsgrenze anstieg. Bei Stufe 4 sind es ca. 5€, bei Stufe 6 etwa 4 €, in E11 St. 5 sind es auch 12 €.


    Allerdings sind 2,8% aber auch mehr als 100 € Steigerung.

    Wohin nur mit dem Reichtum?

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