Beiträge von FrozenYoghurt

    Als Beamter auf Lebenszeit bekommt man auch erst eine Ruhegehalt im Dienstunfähigkeitsfall, wenn man schon fünf Jahre im Dienst ist.
    Eine Abkürzung der Probezeit ändert an dieser Mindestdienstzeit nichts.

    Hier in NRW werden Vordienstzeiten auf diese Zeit angerechnet, Referendariat inklusive. Mir wurden hier auch die Vertretungstätigkeiten angerechnet, sofern sie überhälftig bezüglich Stundendeputat waren.

    Historisch gesehen haben Menschen in der Regel immer an irgendetwas geglaubt. Ob das eine „offizielle“ Religion war, die Partei oder „die Wissenschaft“, sei erst einmal dahingestellt. Menschen scheinen etwas zu brauchen, um sich Dinge erklären oder zumindest näherbringen zu können, die jenseits der menschlichen Vorstellungskraft liegt. Das sollte in der Schule zumindest eine kleine Rolle spielen.

    Und das Lachen, dass auf diesen Beitrag kam, war sicher auch ein Akt der Zustimmung und Unterstützung.

    Hier wird nur auf den Punkt hingewiesen, dass die Traurigkeit individuell ist. Das ist in diesem Forum schon Anlass für Pöbelei. Dass muss man gar nicht groß analysieren. Ich muss hier nur zwei Seiten lesen, damit mir das Halbverdaute in die Mundhöhle läuft.

    Um mal zum Thema zurück zu finden: Was gab es denn bei dir an Heiligabend?

    Also meine Kinder in der Grundschule schaffen es in der Regel, das so leise zu machen, dass es niemanden stört. Ja, da musste ich in der ersten Klasse wie gesagt mit den Kindern ein bisschen arbeiten, aber das ist unser Job und wir haben genug Zeit dafür, die wir mit den Kindern gemeinsam verbringen.

    Natürlich dürfen Kinder alleine auf die Toilette gehen, ohne dass davon die Aufsichtspflicht verletzt wird. Sie bleiben im bekannten Schulgebäude und beaufsichtigt und wissen auch, dass wir durchaus nach ihnen suchen, wenn sie ungewähnlich lange weg sind. Ja, Fälle von Vandalismus auf der Toilette hatten wir auch schon an unserer Schule und da haben wir dann genau Kapas Lösung genutzt: Dokumentation der Toilettengänge. Und wie Magellan sagte, ist das eben das Prinzip Vertrauen und Konsequenzen, wenn das Vertrauen ausgenutzt wird. Darüber hinaus wurde das auch von den Kindern selbst thematisiert über unser Kinderparlament zusammen mit der Schulsozialarbeit. Die anderen Kinder haben ja auch ein Interesse daran, ungestört eine saubere und funktionierende Toilette nutzen zu können, das ist also auch ein pädagogischer Weg.

    Ist es jetzt so schlimm bei euch im Klassenraum mit den Toilettengängen? Dann habt ihr hier doch viele Anregungen bekommen, wie man da pädagogisch intervenieren kann und das auf Grundlage von Grundvertrauen und der Achtung der Grundbedürfnisse.

    Gibt es das Problem der Toilettengänge nicht bei euch im Klassenraum? Dann hört doch bitte auf, Kindern und Jugendlichen auf dieser Grundlage einen Werteverlust o.ä. vorzuwerfen. Und vielleicht spart man sich dann auch direkte oder indirekte Vorwürfe gegenüber Kolleg*innen.

    Toilettenpausen sind auch in der Arbeitswelt außerhalb der Pausen vollkommen in Ordnung und bezahlte Arbeitszeit. Man darf so oft auf die Toilette gehen, wie es nötig ist. Missbräuchliche Nutzung natürlich ausgeschlossen.

    Gute Zusammenfassung! Damit können denke ich alle leben hier.

    Hier hätte ich eine Frage: Im Sommer 2027 werden an unserer Schule einige KuK von ihrer A12-Stelle auf die Studienratslaufbahn (A13Z) umgesetzt, weil diese damals als SEK-II Lehrer eine SEK-I Stelle mit eingebauter und verbriefter Laufbahnwechselgarantie annahmen. Diese haben ihre Probezeit schon in der A12 beendet und müssen sie nach dem Wechsel nicht erneut absolvieren. Könnten sich diese KuK direkt auf eine A14-Stelle bewerben, sobald sie 2027 die für sie neue Studienratsurkunde erhalten haben?

    Um mal das Beispiel mit den öffentlichen Debatten aufzugreifen: Ich denke, das ist grundsätzlich schon umsetzbar als Teil des Unterrichts, aber es ist mit mehr Vorbereitung im Vorfeld verbunden. Man muss erst einmal schauen, welche öffentlichen Debatten in den kommenden Monaten geführt werden und dies möglichst sinnvoll mit einem anstehenden inhaltlichen Thema verknüpfen.

    Generell würde ich sagen, dass die Hauptherausforderung geworden ist, die inhaltlichen und die funktionalen Kompetenzen bei der Unterrichtsplanung im Blick zu haben. Und gerade letztere sind meiner Meinung nach schwieriger in der Umsetzung, da sie nicht mal eben in einer Stunde abgehakt werden können, sondern langfristig angelegt werden müssen.

    Realistisch gesehen lassen sich je nach Lerngruppe durchaus mal Podiumsdiskussionen durchführen, jedoch hat das eher einen simulierenden Charakter. Als ganze Klasse auf einem öffentlichen Forum zu diskutieren, habe ich bisher noch nicht erlebt. Höchstens auf Diskutierwettbewerben etc., wobei da ja dann eher 1 gegen 1 stattfindet.

    Was man aber tatsächlich beobachten kann, ist dass die SuS immer weniger bei solchen Regeln mitmachen wollen.

    Was eine bessere Mündigkeit zeigt, wie noch bei uns als Schüler. Damals vieles noch einfach so hingenommen. Und in der Generation davor noch mehr.

    Juhu, du duldest und bejubelst renitentes, rebellisches Verhalten, das die Lernbedingungen aller anderen beeinträchtigt (Störung des Unterrichts). MMn. eine sehr naive Auffassung von Mündigkeit. Aber die SuS finden das natürlich gut, das denke ich mir.

    Solche Dinge sollten eigentlich schon in der elterlichen Erziehung vermittelt werden, auch im Jahre 2025.

    Wenn Schüler leise auf die Toilette gehen, stören sie niemanden.

    Ebenso, wenn Erwachsene während einer Lehrerkonferenz gehen.

    Oder fragst du da auch?

    Richtig. Es geht aber auch darum, dass sich nicht gezielt verabredet wird, um dem Unterricht zu entkommen. Langfristig gedacht ist das keine Lösung. In der SEK-II gehen die SuS ungefragt, mit allen damit verbundenen Konsequenzen (SuS holen den Inhalt der verpassten Zeit selbständig nach).

    In den Einführungsveranstaltungen zu dem damals neuen kompetenzorientierten Lehrplan hat man uns gesagt, dass jetzt nicht nur die Ziele eine Rolle spielen, sondern der Weg dorthin. Stichwort: Methodenkompetenz. Für mich sind das verschiedene Schienen. Es kann auch einmal Absicht sein, gewisse Kompetenzen zu trainieren und dafür den Inhalt auszuwählen.

    Man muss jetzt schauen, dass nicht nur die fachbezogenen Inhalte bzw. Lernziele verfolgt werden, sondern auch darauf, ob man am Ende (eines Schuljahres bzw. von zwei Schuljahren bei uns) die geforderten Kompetenzen abgedeckt hat. Und das finde ich auch gut, damit wird der Unterricht nicht zu einseitig.

    Allerdings kommt rein praktisch zuerst das Thema und dann überlegt man sich bzw. steht das bei uns oft im Lehrplan, welche Kompetenzen dazu trainiert/angesprochen werden können.

    Wenn wir ehrlich sind: Der alte Weg nach operationalisierbaren Grob- und Feinzielen zu unterrichten - das hat man doch nie mit allen Schülern so erreicht. Das war eine Illusion.

    Na gut, dafür hat man früher dann eben nach dem geschafften "Stoff" geschaut – finde ich jetzt nicht so unterschiedlich. Und dann gibt es auch Kompetenzbereiche, die man im regulären Unterricht kaum abgedeckt bekommt, z. B. die "Handlungskompetenz" im Geschichtsunterricht. Was die SuS dort alles können sollen, an öffentlichen Debatten teilnehmen usw., ist kaum bis nicht abbildbar.

    Wieso übertreibst du eigentlich so maßlos? Bei allen Kolleginnen und Kollegen die sich hier unterhalten funktioniert der Unterricht. Nur bei dir braucht es offenbar scharfe Regelungen mit komplettem Verbot von Grundbedürfnissen. Deine SuS dürfen offenbar weder trinken noch aufs Klo gehen, normal ist das nicht. Das ist auch in keinem Beruf, Ausbildung oder Studium normal, für die du dich offenbar auch noch verantwortlich fühlst.

    Dass bei mir niemand trinken darf, habe ich niemals geschrieben. Gegenfrage: Warum legst du mir Behauptungen in den Mund? An keiner Stelle übertreibe ich und in bestimmten Fällen gestatte ich auch den Toilettengang während meiner Stunde, kommuniziere aber klar, dass es darauf keinen Grundanspruch zu jeder x-beliebigen Zeit gibt. Komischerweise funktioniert das ganz hervorragend bei mir, obwohl ich hier zum menschenrechtsmissachtenden Diktator hochstilisiert werde, wenn man eure Beiträge mal querliest.

    Ich bin lediglich offen schockiert über die Laxheit einiger KuK hier bei diesem Thema. SuS sollten jedoch optimalerweise schon in der Grundschule selbständig eine Kausalität zwischen Trinkmenge und Stärke des Harndranges bemerken. Es scheint mir aber auch so zu sein, dass wir verschiedene Schulrealitäten erleben, sei es durch den Standort oder aber durch die Schulform. Bei uns ist klar: Wenn jeder KuK so relaxed im Umgang mit den Toilettengängen während des Unterrichts wäre, gäbe es regelmäßig Schlägereien auf der Toilette.


    Quittengelee Atmen, Schreiben, Sprechen, Lernen darf man bei mir ausdrücklich im Unterricht ;)

    Was für eine polemische Verkürzung. Dass sich in den KCs durchgesetzt hat, dass neben der reinen Kenntnis von Fachinhalten auch der Austausch über diese, deren Anwendung und Beurteilung eine Rolle im Unterricht und bei der Bewertung eine Rolle spielen, halte ich nach wie vor für begrüßenswert.

    Joa, das war schon etwas polemisch. Aber das war vorher auch schon so. Es wurde nicht einfach nur "Wissen" auswendig gelernt, zumindest in einem vom Lehrer anspruchsvoll gestalteten Unterricht. Dazu braucht es keine "Kompetenzen". Die Lernzieltaxonomie nach Bloom ist seit den 50ern bekannt, da waren wir weit weg vom heutigen Kompetenzbegriff.

    Ich bin ein großer Befürworter der recht schlanken Lehrpläne von früher. Diese überließen den Lehrern große Autonomie und Freiheit im pädagogischen und fachlichen Handeln. Und insgesamt hat das wirklich lange funktioniert. Niemand benötigt diese massiv aufgedunsenen "Kernlehrpläne", außer vielleicht die jeweiligen Bildungsminister als Arbeitsnachweis.

    Doch, ständiges Umhergerenne, Türen öffnen / schließen stört bei der Konzentration in Arbeitsphasen, zumindest in fachlich anspruchsvollerem Unterricht. Begreift und gestaltet man den eigenen Unterricht als vollkommen austauschbares Fun-Event, kann das natürlich anders sein.

    Außerdem steht dahinter natürlich auch noch die Frage nach der Aufsicht. Wenn sich SuS verschiedener Kurse oder Klassen sich vorab besprechen / verabreden, um zu einem bestimmten Zeitpunkt im Unterricht auf Toilette zu gehen und dort Quatsch zu machen, hat man unter Umständen ein Problem, wenn dann dort etwas passiert.

    Ständiges "Auf Toilette rennen" wird den SuS spätestens in der Ausbildung oder im Berufsleben auf die Füße fallen, Stichwort Nutzung von Pausen, Arbeitszeitbetrug etc., daher ist es für mich sehr verwunderlich, wie ein Kollege an einer beruflichen Schule wie du, s3g4 , so eine laissez-faire - Einstellung zur Schau stellt. Und doch, ein zivilisierter Mensch hat eine gewisse Kontrolle über die meisten Körperfunktionen, ansonsten stelle ich mir deinen Unterricht recht amüsant vor, wenn alle pinkeln, pupsen, rülpsen, wie sie wollen, denn es ist ja unmöglich, das zu kontrollieren – denkt man deine Argumentation mal zu Ende. Insofern hat PaPo mit seiner Nachfrage schon einen Punkt, dem du übrigens wieder ausweichst.

    Interessanter Auftrag. Wofür ist der jetzt gut? Urin-Einhalten ist wirklich sehr wichtig, auch wenn die Mediziner da was anderes sagen werden.


    Ich trinke, wenn ich Durst habe.

    An deiner beruflichen Schule scheinst du wohl nicht mehr viel damit zu tun zu haben. Das sei dir gegönnt. Bemerkenswert, wie du und Quittengelee meinen Fragen ausweicht und gleichzeitig weiter von oben herab kommentiert.

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