Beiträge von FrozenYoghurt

    Nein ist es nicht, du kletterst den Elfenbeinturm nur immer weiter hoch. Für Lehrer reicht es eben nicht nur fachlich gut ausgebildet zu sein.

    Der Rest bestätigt einfach nur meinen Punkt.

    Dann hast du das Ziel bzw. den Sinn und Zweck der Schulform Gymnasium nicht verstanden. Aber vielleicht prallen hier auch Welten aufeinander, du scheinst an einer beruflichen Schule unterwegs zu sein. Da ist der Bezug zum Beruf ja schon viel eher gegeben.

    In Klasse 10 gibt es eine langfristig angelegte Arbeit, die analog einer Uni-Hausarbeit abgelegt und erarbeitet wird. Diese werden rechtzeitig geplant und vorbereitet, das Zitieren geübt usw.

    Ich rede von den Referaten und Gruppenarbeiten, die jedes Jahr in 5 Fächern erledigt werden sollen und überhaupt keinen Mehrwert haben. "Erstellt einen Film", "Macht einen Podcast", "Bastelt ein Plakat". Am Gymnasium bekommen sie das hin, an anderen Schularten eben nicht. Du kannst einem Hauptschüler in Klasse 7 nicht auftragen, all das ohne Anleitung alleine zu Hause hinzubekommen, was mit leistungsstarken Jugendlichen mit unterstützendem Elternhaus natürlich funktioniert, weil sich die Familien kümmern und die Lehrkräfte sich nen schlanken Fuß machen können.

    Wenn eine Kollegin die Arbeitsform also weglassen kann, ist sie offenbar keine Pflicht. Und wenn sie sie freiwillig weglässt, "weil das halt mit denen nicht funktioniert", dann hat sie keine Lust, sie so anzupassen, dass es funktioniert und die SuS davon profitieren. Man könnte sich Aufgaben ausdenken, die eine KI nicht lösen kann, wenn man das denn wollte. Wenn man nicht will, lässt man's halt, braucht sich aber nicht über seine Klientel zu beklagen.

    Dieser "Fetisch" ist aus dem Begriff der Handlungskompetenz in den Leerplänen erwachsen. Die SuS sind ja dann "produktiv", "erstellen" irgendwas. Und wenn es dann das zehnte Erklärvideo ist. Erklärvideos waren hier vor 3 Jahren unfassbar "in".

    Irgendwo die Werkstatt fegen, ist schon etwas albern. Aber wäre es nicht sinnvoll, wenn eine Geschichtslehrkraft mal in einem Museum gearbeitet oder selbst geforscht und Bücher veröffentlicht hätte?

    Ich gebe zu, dass ich im physikalischen Bereich nur als Radio- und Fernsehtechniker Geld verdient habe, von Musik habe ich aber einige Jahre gelebt.

    Gerade, was das Publizieren angeht, war es früher für zahlreiche Studienräte ganz normal, mit der Universität vernetzt zu bleiben und neben der schulischen Lehre Forschung zu betreiben. Das sehe ich heute aber fast gar nicht mehr.

    Berufsorientierung ist sicherlich nicht verkehrt. Ich kritisiere jedoch den quantitativen Umfang, den diese mittlerweile einnimmt. Gleichzeitig wird in den Lehrplänen inhaltlich kaum bis gar nicht reduziert. Woher soll die zusätzliche Zeit denn kommen? Ich empfinde diese Phasen für den Fachunterricht ungünstig. Und – um jetzt mal auf die Beiträge einzugehen – dieser ist am Gymnasium, wenn es denn ein ernstzunehmendes Gymnasium ist, absolut essentiell und darf nicht runtergekürzt werden – auch nicht durch Berufsorientierung.

    Frage an die alten Hasen unter euch: Wie war das denn früher? Ich vermute, dass es zwar hier und da kleine Angebote und Praktikumsphasen gab, aber eben nicht in dieser Hülle und Fülle und Schüler haben trotzdem Ausbildungen begonnen, Jobs gefunden. Und das in einer Zeit, in der man es nicht so leicht hatte, an Informationen zu gelangen. Berufsorientierung muss intrinsisch betrieben werden und auch nach dem Klingeln der Schulglocke. Wird es das nicht, ist in der Erziehung eben etwas falsch gelaufen. Ich sehe da die Eltern in der Verantwortung, bei den Kindern auf eine entsprechende Einstellung hinzuwirken.

    s3g4 Deine Forderung, alle Lehrer müssten vorher "in der Arbeitswelt" gearbeitet haben, ist doch populistischer Unfug. Erinnert mich so ein bisschen an die Boomer, die die Wehrpflicht einfordern, "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" usw. propagieren. Lehrer müssen fachlich so gut wie möglich ausgebildet sein und das erreicht man nicht, wenn man auf der Höhe seiner kognitiven Schaffenskraft und Aufnahmefähigkeit "in der realen Arbeitswelt" irgendwo die Werkstatt fegt.

    an sich word. leider gibts die Oberstufenreform in NRW. so blöd, pünktlich zu KI ein dreistündiges Fach einzuführen, bei dem ein Grossteil der Note von zwei-drei Präsentationen immer der selben "eigenständig" erarbeiteten Inhalte abhängt, ist man offenbar nur in NRW. Ich versteh ja, jeder soll Abitur bekommen, aber hätte man dieses Ziel nicht auch weniger aufwendig für die Schulen und Hauptfachlehrer gestalten können?

    apropos: wirklich lesenswerte Sammlung an Fehlern bei der neuen APOGOst von den Philologen - man schlägt echt die Hände über dem Kopf zusammen: https://phv-nrw.de/2026/01/30/ste…st-in-nrw-2026/

    Das ist auch komplett lächerlich. Ich werde die SuS an für mich besonders arbeitsaufwendigen Stellen mit ausreichend durchwinken, bleibe aber bei den klassischen Klausuren und beim Fachunterricht (besonders im LK) hart.

    Wäre nur gut, wenn mir jemand Bescheid gibt, wann die SuS sich das Abi-Zeugnis selbst drucken können. Dann kann ich auch das letzte Engagement einstellen.

    MMn. ein riesiger sozialromantischer Bohei, bei dem aber auch A14-Stellen entstehen / besetzt werden. Bei uns gut beobachtbar, dass KuK, die das Ganze vorher noch sehr kritisch beäugt haben, als frisch Beförderte plötzlich zu Rittern der Gerechtigkeit wurden. Trotzdem lieber 1 Tag dort "beaufsichtigen", als zu Vertretungsunterricht verdonnert zu werden. Hab sogar die "Nachholgruppe" dorthin gebracht und wieder zurück, freiwillig.

    Ja. Ich verlange absolute Kontrolle. Deswegen benote ich ja auch, was SuS zu Hause so machen. Ich lasse mir auch Listen mit Kleidungsinformationen von allen SuS schicken, damit ich bestimmen kann, was sie anziehen.

    Geht's noch? Komm mal runter. Ich habe nichts gegen Hausarbeiten formerly known as Hausaufgaben. Aus genau dem von Dir angeführten Grund. Ich versuche, sie zu vermeiden, weil nicht alle SuS zu Hause förderliche Lernumgebungen haben.

    So kam deine Einstellung zumindest rüber. Aber leider schmeißt du die Begrifflichkeiten total durcheinander und bist dabei auch noch reichlich passiv aggressiv in deinen Posts. Wie förderst du denn die SuS, die lernförderliche Lernumgebungen zuhause haben? Oder sind die dir total egal, nach dem Motto "Die kommen schon klar, ich rette lieber verlorene Seelen"?

    Und was hat das nun mit zu benotenden Hausaufgaben zu tun?

    Die Note für seine Vorbereitung holt er sich in der Schule. Über die SoMi-Note.

    Ein gut vorbereiteter Schüler bekommt also eine gute Note in der Schule. Wer hätte das gedacht.

    Scheinst du ja besonders blöd zu finden, weil er sich ja zuhause vorbereitet abseits von deinem Zugriff.

    Genau! Es ist wirklich schrecklich, wenn SuS nur in der Schule und nicht auch noch für das, was sie zu Hause machen, benotet werden.

    Naja, wenn in der Schule (gerade in der SEK-II) dann der zuhause vorzubereitende Text besprochen wird, ist das ganz und gar nicht schrecklich, wenn man vorbereitet (oh Gott, im bösen Zuhause! So ganz ohne direkten staatlichen Zugriff, du hast recht, richtig schlimm!) erscheint und in der Phase etwas für seine SoMi-Note tun kann.

    Das ist nicht falsch. Ich denke, es geht darum, dass bei einem Ansteigen der Beitragsbemessungsgrenze ab einem bestimmten Gehalt (über dieser Grenze) zum nächsten Kalenderjahr dann auch der Krankenversicherungsbeitrag ansteigt und zumindest einen Teil der Steigerung "auffrist".

    Beispiel: E13 Stufe 4, Lst. I hatte von 2025 auf 2026 einen Abfall um 12 €, weil die Beitragsbemessungsgrenze anstieg. Bei Stufe 4 sind es ca. 5€, bei Stufe 6 etwa 4 €, in E11 St. 5 sind es auch 12 €.


    Allerdings sind 2,8% aber auch mehr als 100 € Steigerung.

    Wohin nur mit dem Reichtum?

    Lächerliche Terminierung dieser Verhandlungen und das seit Jahren. War doch beim letzten Mal auch ne Nullrunde für einige Monate. November bis April sind saftige 5 Monate 0% Erhöhung. Wie wäre es, wenn die nächsten Verhandlungen dann auch mal pünktlich starten, sodass die AG-Seite ihre Zeitspieltaktik (Mourinho wäre stolz) nicht in diesem Maße umsetzen kann?

    Den Reallohnverlust merkt man schon gut, selbst als Beamter. Da muss man dann ggf. durch D.n.V. selbst nachsteuern, um den Reallohnverlust irgendwie auszugleichen. Naja, wenigstens die letzte PKV-Erhöhung wird ausgeglichen, wenn man mal von einer Übertragung des Ergebnisses auf die Beamten ausgeht.

    Ich werde in Zukunft mein schulisches Engagement stark zurückschrauben. Keine Extrawürste, kein Material- oder Methodenfeuerwerk, solide Stunden mit dem Lehrbuch. Pünktlich vor Ort, noch pünktlicher wieder im Auto nach Hause. Erkältungs- und / oder Erschöpfungssymptome werde ich noch präziser wahrnehmen und entsprechend handeln.

    Auch ca. 1 Jahr später immer noch eine absolute Goldgrube, ich danke dir abermals für diesen Tipp! Dieses Institut war mir vorher nicht bekannt.

    wer könnte nachweisen, ob derjenige übelkeit/panikattacken etc. verspürte beim gedanken an einen unfall auf den vereisten straßen oder ob ihm aufgrund eines infekts schlecht war? bei einem tag muss man ja noch nicht zum arzt.

    Menschen sind nicht immer unbedingt körperlich krank, das verdient mehr Aufmerksamkeit.

    Ich bin über den Eifer und die Einsatzfreude einiger KuK (Survivalkits etc.) sehr erstaunt und positiv beeindruckt. Für mich ist jedoch klar, dass ich definitiv nicht wie ein Prepper mir irgendwelche Plan A, B, C - Szenarien zurechtlege für solche Extremsituationen oder sogar noch Geld dafür ausgebe.

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