Der Stress ist bei guten Schülern auch geringer und dazu gehören deine Kinder offenbar. Kinder, die um den Realschulschnitt bangen müssen und dazu noch Eltern haben, die seit dem Kindergarten predigen, dass das Kind aufs Gymnasium "muss", zeigen durchaus oft Stresssymptome. Das Ganze kann man Abpuffern, indem man realistische Erwartungen ans Kind hat und nicht nur das Gymnasium als die einzig glücklichmachende Bildungseinrichtung anpreist, da ist das Elternhaus auch mit gefragt.
Nochmal kurz zurück zum Vorschlag, in der Grundschule die Kinder sehr schnell in leistungshomogene Klassen einzuteilen: Ich frage mich, mal ganz abgesehen von der nicht-Umsetzbarkeit des Vorschlags der frühen Selektion vor einigen Seiten, was damit gewonnen wäre. Wenn Kinder ab der ersten Klasse nur noch in homogenen Gruppen unterrichtet werden würden, die Eltern aber am Ende doch die freie Schulwahl haben, dann ist doch nicht anders als jetzt...? Ich wünscht euch weniger Kinder am Gymnasium, die dem Ganzen nicht gewachsen sind. Da wäre vermutlich eine verbindliche Übertrittsempfehlung eher das, was ihr wollt, oder nicht?
Und übrigens - auch die Kinder, die in die erste Klasse kommen, können heute teilweise weniger als früher. Sich selbst anziehen, einen Stift halten, eine Schere benutzen, in einer Gruppe zurechtkommen, viele dieser Kompetenzen haben abgenommen, zumindest meiner Erfahrung nach. So muss sich die Schule auf die aktuelle Schülerschaft neu einstellen. Und damit meine ich nicht nur die Grundschulen, sondern eben auch die weiterführenden Schulen.