Beiträge von Ichbindannmalweg

    Wenn du mich meinst: Ich habe kein Auto, also passt das von meiner Seite.

    Es gibt ja nicht nur Autos, sondern viele Produkte, die man so kauft. In der Regel kennt man die Chefs nicht. Und erst recht nicht deren Gesinnung. Gibt genug Firmen, die die AfD finanziell unterstützen… muss Ich jetzt rausfinden, welche Produkte ich dann mit mehr kaufen darf? Dürfte schwierig werden.

    Die höhere PS Zahl ist beim E Auto völlig irrelevant, hier geht es nur um Drehmoment. Auch ein 100PS E Auto schlägt den Großteil der Verbrenner. Da machste auch mit guter Fahrtechnik nichts, das ist einfach Physik. Ich wurde sogar sagen: bei meiner eher defensiven Fahrweise habe ich kaum einen Unterschied bemerkt zwischen unserem ersten E Auto mit gut 100 PS und den 500 PS vom Tesla. Beide sind in der Beschleunigung für mich total super, vor allem im Vergleich zu meinen untermotorisierten Möhrchen zuvor.

    Ich hoffe dass alle, die sich über Tesla echauffieren, immer gut über die Chefetagen der Produkte informieren, die sie so kaufen … da gibt es so einige Produkte, die dann wohl keinen Käufer mehr finden würden, wenn man das durchzieht. Ich kann übrigens gut mit negativen Reaktionen leben, dafür haben wir Meinungsfreiheit und genug Autos auf dem Markt…

    … wurde von dir gekauft, ehe Elon Musk sich als Faschist geoutet hat!

    Ehrlich gesagt interessiert es mich wenig, welche Personen in der Chefetage des Konzerns sitzen, deren Autos ich fahre. Ich würde auch jederzeit wieder einen Tesla kaufen, weil es einfach ein gutes Auto für relativ kleines Geld ist. Ähnliche Ausstattung würde bei BMW in sechsstelligen Bereich liegen, andere Firmen bieten die für uns erforderlichen Merkmale gar nicht an (Größe, Reichweite, Anhängelast, Effizienz und Assistenzsystem).

    Und wenn der Typ noch so frei dreht… Genie und Wahnsinn lagen schon immer dicht beieinander.

    Stimmt. E-Auto fahren ist viel entspannter. Trotzdem bin ich an der Ampel schneller weg, ohne Vorsatz. Wenn nicht, fährt hinter mir auch ein E Auto.

    Der Tesla fährt sich mit nur einem Pedal, da steuer ich die Rekuperation über das Gaspedal, die ist nicht immer gleich. Nur komplett vom Gas ist maximale Rekuperation. Die ist energetisch nie sinnvoll wegen Verlusten bei der Umwandlung. Bei unserem anderen Auto kann ich die Stärke der Rekuperation einstellen, auch ohne fahren und so wie im Leerlauf rollen lassen. Der Tesla ist aber größer und dennoch viel sparsamer.

    Was genau hat die Antriebsart zu tun mit der Möglichkeit (Kurven, Gegenverkehr oder auch Wetterlage) oder individuellen Fähigkeit von Fahrer: innen zu überholen?

    Ich habe kein E- Auto (das kommt erst, wenn mein 15jähriges Schätzchen irgendwann den Geist aufgibt), bin aber eine sehr gute Autofahrerin. Wenn und wo ich auf der Landstraße überholen kann mache ich das, wo dies meine Sicherheit und/ oder die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer gefährden würde überhole ich nicht. Das wird sich auch mit einem E- Auto nicht ändern..

    Ganz einfach: von 0 auf 100 in ca 4 Sekunden beim E Auto, meine alten Benzinmöhrchen brauchten dafür eher 14 Sekunden. Dazu braucht es beim Verbrenner einen recht teuren Sportwagen, während jedes E Auto beschleunigt wie ein Porsche.
    Deshalb braucht es sehr viel weniger freie Strecke zum überholen. Denn generell gebe ich dir natürlich recht, weshalb ich mit Verbrenner auch so gut wie nie überholt habe.

    Oder einfach auf E-Auto umsteigen, damit kann man problemlos überholen….

    Bei uns fahren auch ein paar von diesen mobilen Särgen durch die Gegend… stört aber nicht, da kaum Gegenverkehr. Die mit 45km/h sind ja noch okay, wirklich schlimm sind die mit 15km/h. Man denkt man hätte ein fahrendes Auto vor sich, aber das steht nahezu. Wenn da einer drauf fährt, ist das Miniauto platt samt Fahrer….

    Eine volle Stelle ohne die Erfahrung des Referendariats finde ich schon unmenschlich oder unverantwortlich dir gegenüber. Schon der normale Einstieg nach dem Referendariat ist sehr anstrengend, aber das bessert sich nach den ersten Jahren.

    Bei deinen Fächern fällt mir direkt auf: so ganz einfach wird es nie mit Deutsch und Englisch, das sind unheimlich korrekturintensive Fächer. Die Wahrscheinlichkeit, dass du viel Geschichte unterrichten wirst, ist gering. Wenn du mit Deutsch und Englisch ins Referendariat gehst, hast du schon deutlich mehr zu korrigieren als deine Mitrefis (zumindest in NRW ist das so, wir sind da aber etwas speziell).

    Trotzdem würde ich immer empfehlen, das Referendariat zu machen, gerade in deinem Fall. Erstmal schauen wie es läuft, aufhören kann man immer noch. Das, was dich heute abschreckt, ist später vielleicht gar nicht mehr vorhanden. Wenn es „nur“ die viele Arbeit ist: Lehrer in Teilzeit ist eventuell besser bezahlt als Bibliothekar in Vollzeit. Man darf die Hoffnung auch nicht aufgeben, dass es doch noch eine Arbeitszeiterfassung geben wird, du bist ja noch jung.

    Nimm die Erfahrung deiner Vertretung mit, versuche dir öfter zu sagen: dafür bin ich nicht ausgebildet (und damit meine ich nicht nur die Stufe und Schulform) und ich muss das alles noch nicht können.

    Kannst du die Vertetungsstelle etwas reduzieren? In Absprache und mit Rücksicht auf deine Gesundheit wäre das doch eine gute Lösung.

    Thema Kochen vereinfachen:

    Magst du Eintöpfe? Linsensuppe, Erbsensuppe oder Ähnliches? Dann könntest du einen großen Topf kochen, ich mache das immer im großen Schnellkochtopf, und viele Portionen einfrieren oder auch einwecken. Spart unendlich viel Arbeit und geht so schnell aufzuwärmen.

    Thema Lieferdienste:

    Ich weiß nicht, welchen Lieferdienst du benutzt, aber wir haben eine ganze Zeit lang über Meyer Menü essen geliefert bekommen, als ich in der Schwangerschaft viel liegen musste. Das ist nicht optimal, aber man hat eine sehr gute Auswahl. Auch frische Salate sind wirklich völlig in Ordnung dort. Weniger gesund sind die im Paket enthaltenen Joghurts oder Ähnliches. Ist natürlich nicht so gut wie selbst gemacht, aber besser als Pizza oder so.

    Ganz aktuell fühle ich mich als Beamter wieder als Patient dritter Klasse. Die Beihilfe hat eine Untersuchung abgelehnt, die Standard ist bei dem Krankheitsbild und die allen gesetzlich Versicherten ganz selbstverständlich durchgeführt wird. Die Beihilfe lehnt das Ganze trotz einer ausführlichen Begründung des SPZ ab. Sei unnötig. Bin mal gespannt, wie erfolgreich der Widerspruch sein kann, wenn schon im Antrag die Notwendigkeit auf einer DIN A4 Seite begründet war.

    Die PKV hat ohne die ausführliche Begründung schon zugesagt. 20% von einer recht hohen Summe bringt uns aber nichts. Ergänzungstarif greift nicht.

    Klinger

    Ja, nicht pauschalierbar. Du kannst aber nicht die konkreten Beträge für die PKv mit denen für die GKV vergleichen. Bruttolöhne sind bei Angestellten höher als bei Beamten. Du hast ja mit 2 Kindern 70 % Beihilfeanspruch, auch nicht vergleichbar. Familienzuschläge. Nicht vergleichbar mit der TE (da von Kindern nie die Rede war, gehe ich davon aus dass keine da sind). Alter spielt bei der PKV auch ne Rolle. Vollzeit versus Teilzeit. Bei Teilzeit (und das ist die TE )sieht es doch ganz anders aus.


    Wenn ihr es alle so wollt: der gemeinste Unterschied ist die Absicherung bei Dienstunfähigkeit. Und die droht hier! Da sind die Beträge für die die Krankenkasse Peanuts.

    Ich gehe mal davon aus, dass bei den Vorerkrankungen eine DU Versicherung nicht einfach zu bekommen ist.

    Wie weit geht bei euch der Begriff Region? wir wohnen ländlich, für mich ist es völlig normal, dass ich zu Ärzten, Hausarzt mal außen vor, 50-80 km weit fahre. Und in dem Umkreis muss ich auch suchen, selbst als Privatpatient.

    Frauenarzt? Abgelehnt von vielen Praxen in der nächsten größeren Stadt. Bin dann bei der Suche auf noch ländliche Gebiete ausgewichen, da bin ich dann genommen worden. 35km weg.

    Zahnarzt? Vor Ort voll, über Beziehungen zu einem guten Zahnarzt, 60 km entfernt gekommen.

    HNO Operation für unseren Sohn? Alle Kliniken im Umkreis von 100 km per Mail angeschrieben. Eine Zusage, 5 Monate Wartezeit.

    Hörtest für unseren Sohn beim Pädaudiologen?

    Alles im Umkreis von 100 km angeschrieben, schnellster Termin sechs Monate in 60 km Entfernung.

    SPZ? Ein Jahr Wartezeit. Etwas schneller wäre es in 150 km Entfernung gegangen. Das ist Aber eine sehr große Herausforderung mit Kind.

    Wenn es wirklich dringend ist, dann greift unser Hausarzt übrigens selbst zum Telefonhörer und ruf die Kollegen an. Wird jeder Patient von der Hausarztpraxis angenommen, allerdings ist die auch sehr überlaufen und man muss immer mit Ellen langen Wartezeiten rechnen. Und die Patienten meckern, anstatt sich darüber zu freuen, dass sie einen Hausarzt haben.

    Wer nicht mobil ist und nicht mehr die organisatorischen Fähigkeiten besitzt, Arzttermine zu suchen und zu buchen, der bekommt auch keine. Alte Leute sind dabei definitiv oft auf Hilfe angewiesen. Das ist aber ein generelles Problem unseres Gesundheitssystems, dass hat nichts mit der Art der Krankenkasse nichts zu tun. Deshalb kann ich die Gedanken von Schmidt diesbezüglich gut verstehen

    Wen und was ich hier in den Wartezimmern so gesehen habe, schreibe ich besser nicht. Das wird noch falsch verstanden.

    Und dieses Märchen von Privat bekommt man immer Termine… Ich kann es nicht mehr hören. Termine bekommt man, wenn man örtlich und zeitlich flexibel ist. Und, wenn man beharrlich mehr als einen Arzt anfragt. Vielleicht machen das privat Versicherte einfach versierter als die Kassenpatienten (Bildungsgrad dürfte im Schnitt höher sein, Mobilität auch).

    Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: wir haben auf viele Termine schon Wochen und Monate gewartet, trotz privat versichert.

    Ganz schwierig wird es, wenn man zum Beispiel eine Logopädie oder Ergotherapie sucht, die beihilfefähig abrechnet. Am beihilfefähige Satz ist gerade unter den Kassensatz gerutscht. Und die meisten wollen auch den 1,8 fachen Satz. Wir reden hier umgerechnet über einen Stundenlohn von 170 Euro! Und nicht über 10 Euro Zuzahlung fürs Rezept, sondern über 50 Euro pro Therapieeinheit.

    Sehe ich anders, die Lage ist prekär völlig unabhängig von der KV. Der einzige Vorteil der Privatversicherten: können sich auch an Privatpraxen richten. Gibt es kaum. Ansonsten verdient die Therapeutin bei der Pkv-Person einen Euro mehr die Stunde und hat mehr Verwaltungsaufwand

    Ich habe sogar schon gehört, dass Therapeuten Privatpatienten ablehnen, weil sie an den weniger verdienen würden als an Kassenpatienten. Eben wegen des Aufwandes. Da sagte die Therapeutin, dass sie Privatpatienten heute nicht mehr annimmt.

    Wenn Zusatzqualifikationen für dich nicht relevant sind, bleibt immer noch die unterschiedliche Ausbildungsdauer bei gleicher Besoldung. Hier in NRW: Vor zehn Jahren 7 Semester plus 24 Monate Vorbereitungsdienst —> A12, bald A13. Heute 10 Semester plus 18 Monate Vorbereitungsdienst —> Gleiche Besoldung bei längerer Ausbildung. Das ist gar keine Seiteneinstiegs-Thematik.

    Du musst differenzieren zwischen grundständiger Ausbildung und Anerkennung anderer Studiengänge. bei Letzteren ist es eben eine Seiteneinstiegstjematik. Bei ersteren natürlich nicht, da gibt es überhaupt keine andere Ausbildung mehr als Bachelor plus Master plus Referendariat in NRW. Die, welche damals noch einen Kurzstudiengang hatten (sogar nur sechs Semester Studium plus ein Prüfungssemester) haben jetzt schlicht und einfach Glück, dass sie mit übergeleitet werden. Die gehen jetzt auch schon auf die 50 zu. Da wird man es vermutlich nicht gewagt haben, sie bei der Höhergruppierung zu übergehen.

    Wenn es sich nicht kürzlich geändert hat, braucht man für den Quer Einstieg aber immer noch ein Hochschulstudium mit mindestens acht Semestern, wenn es TVL 13 beziehungsweise A13 werden soll. Hat man nur ein Bachelor, landet man halt in TV l 10 oder so. Und da ist es halt möglich, dass nur ein Semester fehlt. Natürlich nicht Studiendauer, sondern Regelstudienzeit.

    Schmidt

    Das erste von dir genannte Zitat bezog sich überhaupt nicht auf die TE, sondern auf einen anderen Teilnehmer hier. Es ist völlig klar, dass das Beamtentum finanzielle Vorteile bietet. Aber sicherlich nicht die 500 Euro netto mehr im Monat, von denen die TE sprach. Die Nettovorteile dürften in ihrem speziellen Fall ganz klar sofort von der Krankenkasse aufgefressen werden. Teilzeit! Schlechter Deal wenn eine PKV mit Risikoaufschlag bezahlt werden muss. Von Rente bzw Pension wurde hier nicht gesprochen, habe auch absichtlich nichts dazu geschrieben, da mir es nicht hilfreich erschien.

    Was die 116 117 betrifft, ich kenne zwei gesetzlich Versicherte, die kürzlich darüber binnen einer Woche einen Termin bekommen haben. Deshalb wusste ich auch davon. Scheint zu funktionieren für Notfälle.

    Ich will die gesetzliche Versicherung nicht schön reden, aber man darf sich doch auch mal über Vorteile freuen. Meine Erfahrung : es gibt so einiges, wo die Beihilfe wesentlich problematischer ist als die gesetzliche Krankenkasse. Wir haben ein behindertes Kind und ich kann sagen, dass die Leistungen der Beihilfe oft nicht mit der der GKV mitkommen. Oder nur mit horrendem Aufwand genehmigt werden, während der gesetzlich Versicherte nur die Karte zückt. Wir bleiben sogar auf Kosten sitzen für Dinge, die in der GKV problemlos gezahlt werden.


    Wenn ich hier auch Dinge mal positiv heraus stelle, wie GKV oder Aspekte des Angestelltenseins, dann habe ich mir das gut überlegt. Denn ich schreibe das hier einem Menschen, der sichtlich ein Problem mit den Nachteilen hat. Könnte man auch einfach mal stehen lassen…

    Das ist nicht richtig. Wesentlich ist nicht die Dauer der Ausbildung, sondern die Art der Abschlüsse oder vielmehr: des Abschlusses. Eine lange Ausbildungsdauer mit vielen Abschlüssen wird ja nicht besonders honoriert. Grundschullehramt plus Vorbereitungsdienst —> A12 bzw. A13. Grundschullehramt plus Vorbereitungsdienst plus ein früherer Abschluss, z.B. in Informatik, Anglistik, Sportwissenschaft, Kunst, Musik, Theologie, Geografie, Sozialwissenschaften —> Die Schule freut sich über einen qualifizierten Digitalisierungsbeauftragten, jemanden, der das Medienkonzept schreibt, einen weiteren Kollegen in Englisch, Sport, Kunst, Musik, Religion oder Sachunterricht. Bezahlt wird aber genau das gleiche.

    Genauso ist es bei einer kurzen Ausbildungsdauer: In Bayern, Ba-Wü, Hessen, NRW, RLP, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt kann man recht schnell Grundschullehrer:in werden. Das sind aber nicht gleichzeitig die acht Länder, die am schlechtesten bezahlen.

    Entschuldigung dass ich nicht extra geschrieben hatte, dass Abschlüsse jeglicher Art nicht hilfreich sind 🙄 Das hielt ich bislang für selbstverständlich. Wobei, bald ist alles möglich, wenn man so liest was einige Bundesländer planen…. Bei der Anerkennung von Studienleistungen kommt es sehr wohl auf die Dauer des Studiums an. Mit Kurzstudiengängen führt ein Quereinstieg bislang nicht in A13 aufwärts. Aber wer weiß was noch kommt.

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