Beiträge von RosaLaune

    Ein solches Recht gibt es in Deutschland meines Wissens nicht. Auch wenn manche das gerade ändern wollen.

    Hingegen gibt es ein Recht auf Leben und eine Pflicht des Staates zum Schutz des ungeborenen Lebens.

    So ein Quatsch. § 218a sichert das Recht auf Abtreibung gemäß Beratungslösung (Abs. 1, eine Abtreibung erfüllt danach nicht den Tatbestand des Schwangerschaftsabbruch) und bei medizinischer bzw. kriminologischer Indikation (Abs. 2 und 3, ein Abbruch ist hierbei gerechtfertigt und daher nicht rechtswidrig).

    Du würdest (hoffentlich) für deine Tochter auf die Straße gehen, um das Recht auf Abtreibung durchzusetzen, für deinen Sohn hättest du darüber vielleicht nie nachgedacht. Um Gleichberechtigung herzustellen, muss man keine Vorteile gewähren, nur gleiche Rechte ermöglichen.

    In Sachen der Abtreibung haben wir ja Gleichberechtigung. Weder Mann noch Frau darf einfach so eine Schwangerschaft abbrechen.

    Da fällt eine Gleichstellungsbeauftragte statt einem -beauftragten oder § 183, der in Absatz 1 auf Männer abzielt, nicht weiter ins Gewicht. (Niemand zwingt einen, sein Genital in der Öffentlichkeit zu zeigen...) Deine Einlassungen wirken wie Whataboutism.

    Ins Gewicht mag es nicht fallen, aber der § 183 I StGB ist trotzdem problematisch, da sexistisch und in der Form auch heute recht einmalig. Ähnlich gelagert sind doch sonst nur die Strafnormen in Zusammenhang mit Wehr- und Zivildienst samt Wehrüberwachung, die ebenfalls sexistisch, aber vom Grundgesetz doch ziemlich ausdrücklich so gedeckt sind. Und ja, ich weiß, dass das BVerfG feststellt, dass Art. 3 II und III GG auf das Sexualstrafrecht nicht anzuwenden sind – aber das sorgt doch nur für noch größere Bedenken. Zumal mit dieser Argumentation ja auch das Bestehen des § 175 StGB gerechtfertigt wurde. Es tut auch am Ende niemanden weh, wenn der Wortlaut in § 183 I StGB einfach von Mann auf Person geändert würde.

    Schon eine starke Aussage:

    "Das Schlimmste wäre ein Verfahren, das man beantragt, das mehrere Jahre dauert (…) und wo es dann vielleicht am Ende schiefgeht."

    Ein mögliches Verfahren soll schon gar nicht ergebnisoffen sein. Derzeit reichen anscheinend die "Beweise" nicht. Was sagt uns das?

    Scholz hat immerhin erkannt, dass die Diskussion um ein Verbotsverfahren nicht als Wahlkampfthema taugt. Man vergleiche die Landtagswahlen im Osten.

    Niemand eröffnet ein Gerichtsverfahren, damit es ergebnisoffen ist. Dann kann man es sich auch sparen. Wer vor Gericht geht, der will natürlich, dass in seinem Sinne entschieden wird.

    Klassenfahrten für Berliner Schüler werden wieder bezuschusst. Aber: "Lehrkräfte werden in dem Schreiben darauf hingewiesen, dass sie auf die Erstattung ihrer Reisekosten verzichten und somit das Reisekostenbudget der Schule entlasten können."

    https://www.rbb24.de/panorama/beitr…samtbudget.html

    Vielleicht mal der Senatsbehörde schreiben, dass sie das Deputat senken und die Vier-Tage-Woche einführen können ohne das Gehalt/die Besoldung zu reduzieren und so die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte entlasten können.

    Dann sagen wir doch in Bezug auf diese Menschen nicht "dumm", sondern "ungebildet" und/oder "uninformiert". Wer AfD aus diesen Gründen wählt, obwohl er selbst nichts unter deren Herrschaft zu lachen hätte, ist einfach sehr schlecht gebildet und/oder uninformiert.

    Menschen können gut gebildet und bestens informiert sein und trotzdem irrationale Entscheidungen treffen. Dumm trifft es daher schon deutlich besser.

    Wobei ich immer noch nicht weiß, inwiefern das bei 5. "Auf der Seite des LBVs ist in der FAQ zur Jahressonderzahlung noch folgender Hinweis zu finden: 'Die Jahressonderzahlung wurde auf dem materiellen Niveau des Jahres 2018 eingefroren'" eine Rolle dabei spielt.

    Das bedeutet nur, dass die Jahressonderzahlung seit 2018 nicht mehr angestiegen ist bzw. prozentual am Gehalt von 2018 berechnet wird. Deshalb war die Empörung vor zwei Seiten bezüglich der Jahressonderzahlung für Tarifbeschäftigte auch so dreist.

    Gegenfrage, bekommt ihr welche? Selbst Papier gibt es nur noch z.T. und Laminierfolien nur noch, wenn man gut mit der Sekretärin kann usw.

    Ich korrigiere keine Abiturprüfungen, aber letztens Jahr habe ich das Klagen der Kollegen mitbekommen, die mit den von der Schule zur Verfügung gestellten Rotstiften nur so kratzig schreiben konnten. Und andere darf man nicht verwenden, jedenfalls fürs Abitur.

    Papier, schwarze und bunte Kopien, etc. sind bei uns derzeit kein Problem. Aber das mag sich auch bald ändern, wer weiß.

    Hallo zusammen, ich hsbe das erste Staatsexamen im Lehramt.

    Als was könnte man mit dem ersten Staatsexamen in Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz im Schuldienst eingestellt werden?

    Danke

    Der einfachste Weg, Lehrerin zu werden ohne Referendariat, ist es, dir jetzt eine Vertretungsstelle zu suchen und dann, wenn sich die Möglichkeit ergibt, auf Entfristung zu klagen.

    Eine solche Kollegin möchte ich persönlich aber eher nicht haben.

    Ja, schon klar. Im Zuge dessen wurde das Gehalt aber nie entsprechend der Inflation erhöht, so dass die Sonderzahlung schon quasi gar nicht mehr existent ist. Oder unsere Besoldung ist noch ernüchternder.

    Ist das wirklich so? Ich dachte bisher, dass Beamte immer die von Angestellten erkämpften Erhöhungen übertragen bekommen und dies auch die einst in die Besoldung aufgenommene Sonderzahlung betrifft, diese also komplett erhöht wird, während bei Angestellten höherer Entgeltgruppen die Sonderzahlung seit Jahren eingefroren ist.

    Ich mag mich da aber irren.

    Aber der Atomausstieg wurde schon vor Jahren von der CDU und SPD beschlossen. Damit hat die FDP nichts zu tun.

    Halt stopp! Der Atomausstieg wurde zuerst von der rot-grünen Regierung Schröder beschlossen und dann von der schwarz-gelben Regierung Merkel rückgängig gemacht. Wenige Monate später hat dieselbe schwarz-gelbe Regierung aber den Ausstieg aus dem Ausstieg beschlossen. Die FDP hat damit zu tun.

    Am Beruflichen Gymnasium in NRW wird das Zentralabitur abgelegt, die Rahmenlehrpläne dürften sehr ähnlich sein.

    Wenn ich an meinen Schwerpunkt denke (Chemie(technik)), ist der Ausdruck umso wichtiger und wird vielfach auch in den technischen Fächern abgefragt.

    Aber die Themenbereiche in der Abiturprüfung unterscheiden sich je nach Fachbereich doch. Für das Abitur im Jahr 2027 im Fach Deutsch (Fachbereich Gesundheit und Soziales) stehen die Themen 12.1 Chancen und Risiken in der Informationsgesellschaft, 12.2 Selbstbestimmung und Fremdbestimmung: Wirklichkeitserfahrungen zwischen Identitätsbewusstsein und Identitätsverlust, 13.1 Auseinandersetzung mit Strukturen und Prozessen in Bildung, Erziehung und Gesellschaft sowie 13.2 Wirkung medialer Welten auf Wahrnehmung, Sprache, Denken und Handeln. Dagegen liegen die Schwerpunkte im Fach Deutsch (Fachbereich Technik) bei 12.1 Technische Entwicklung und gesellschaftlicher Wandel, 12.2 Wirklichkeitserfahrungen in einer sich verändernden Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung sozialökonomischer Fragestellungen, 13.1 Auseinandersetzung des Menschen mit technischen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen sowie 13.2 Wirkung medialer Welten auf Wahrnehmung, Sprache, Denken und Handeln.

    Vieles ist also ähnlich, aber identisch ist es eben nicht. Und dazu kommen verschiedene Textgrundlagen. Die Techniker lesen Die Physiker, die Abiturienten am Sozialgymnasium lesen Die Verwandlung.


    "Operation D-Day", echt jetzt? Die FDP ist noch viel jämmerlicher als man sich ausmalen wollte. "Das liberale Drehbuch für den Regierungssturz", die ZEIT enthüllt den gezielten Plan:

    https://www.zeit.de/politik/deutsc…bundesregierung

    Ich hab’s gestern gelesen. Vieles hatte sich ja schon in den letzten Wochen mehr oder weniger so abgezeichnet, konnte aber nicht belegt werden. Das dann aber journalistisch recherchiert und belegt zu sehen, das hittet einfach anders.

    Ich halte es für vollkommen legitim, eine Regierung zu beenden, wenn die gemeinsamen Schnittmengen aufgebraucht sind und man nicht mehr zusammenfindet. Aber diese verlogene Planung, wie man das dann am besten macht, ob man selber sich zurückzieht oder rausgeworfen wird. Das ist schon unangenehm. Und dass Lindner sich dann hinstellt und behauptet, Scholz habe auf lange Sicht den Bruch der Koalition geplant – na hoffentlich kostet ihm das die Wiederwahl.

    Das einzig Gute an dieser Recherche ist, dass ich Volker Wissing jetzt verstehen kann. Ich hatte vorher schon ein gutes Bild von ihm und bin weiterhin davon überzeugt, dass das 9-Euro-Ticket von ihm kam und dass ihm Klimaschutz wichtig ist, er aber Lindner bis kurz vor knapp die Treue gehalten hat. Das muss wirklich eine Zerreißprobe für ihn gewesen sein. Es ist ungewöhnlich, dass jemand mit seiner Partei bricht und die Vorwürfe, er handle aus karrieristischer Motivation sind hanebüchen. Was bringt es ihm, jetzt noch ein paar Wochen Justizminister einer Rumpf- und Minderheitsregierung zu sein. Der Mann hat seine politische Karriere für die Staatsräson aufgegeben. Da kann ich echt nur meinen Hut ziehen.

    Willkommen in der Wirklichkeit. So ging es mir vor ein paar Jahren auch.

    Ich habe im Referendariat damals eine Romanwerkstatt-AG angeboten. Zum Fördern war das aber natürlich weniger geeignet, denn da melden sich dann ohnehin nur die Bücherwürmer an. Eine tolle AG war es trotzdem. Und wenn es etwas mehr in die Richtung des nicht-fiktionalen Schreibens gehen sollte, dann kann man es auch Essay-Werkstatt oder Schreibwerkstatt nennen.

    Am Ende bleibt aber meines Erachtens nur die Möglichkeit, im Unterricht selbst zu fördern. Und das gilt für alle schreibenden Fächer, nicht nur für (und ich würde sagen nicht mal insbesondere für) Deutsch.

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