Beiträge von mjisw

    Ich empfehle dich damit genauer zu beschäftigen, dann wirst du feststellen, das es wissenschaftlich belegt nicht nur zwei Geschlechter gibt, sondern noch einiges mehr.

    Das sind keine wissenschaftlichen Quellen, aber sie sollen dir ja auch nur aufzeigen, dass da noch mehr ist als zwei Geschlechter.

    Es gibt auch Leute, die mit einem Arm zur Welt kommen. Das heißt trotzdem nicht, dass es biologisch "vorgesehen" ist oder irgendetwas mit einer Regel bzw. der Allgemeinheit zu tun hat. Über die Ursachen kann man sich in solchen Fällen streiten (teilweise liegen sie auf der Hand, teilweise nicht). Diese Menschen haben dann natürlich die gleichen Rechte und sind selbstverständlich genauso viel Wert wie ein Mensch mit zwei Armen; das ändert aber nichts an der biologischen Norm.

    Was du da angibst, ist m.E. nicht die wissenschaftliche Mehrheitsmeinung. Außerdem werden z.B. in dem Artikel von Spektrum wieder teilweise biologisches und kulturelles bzw. soziales Geschlecht durcheinandergeworfen.

    Es gibt mittlerweile 72 anerkannte nicht-binäre Geschlechter-Identitäten - das ist einfach nur noch grotesk.

    MinaM2022


    Was man von den bayrischen Prognosen halten mag, sei mal dahingestellt. Diese decken sich nicht unbedingt mit denen der anderen Bundesländer, und besonders in BW ist die Lage recht schwierig. Vielleicht haben die Bayern aber auch den totalen Durchblick und die anderen nicht, wer weiß.

    Deine Einstellungschancen hängen auf jeden Fall maßgeblich damit zusammen, wie örtlich flexibel du bist und wie gut du das Studium abschließt.

    Eine weitere Frage wäre: Kommt für dich später auch eine Berufsschule in Betracht? Auch das würde deine Einstellungschancen verbessern.

    Würde ich auch machen. Und dann Deutsch ggf. noch als Drittfach, so wie Mimi_in_BaWue vorschlägt.

    Dazu würde ich eigentlich auch raten. Allerdings gibt es m.W. für die Anzahl der Studenplätze in einem Fach bestimmte Drittfach-Quoten (@OP: Mach dich da am besten mal schlau, wie deine Uni das handhabt).

    Soll heißen: Es wird kein Problem sein, Chemie als Drittfach zu studieren; bei Deutsch oder Englisch könnte das anders aaussehen, wenn es viele als Drittfach studieren wollen (wovon eher auszugehen ist als bei Chemie).

    Andererseits möchten wahrscheinlich deutlich weniger Personen D oder E als Drittfach studieren als beispielsweise Geschichte oder Philosophie. Somit wird es wahrscheinlich in der Praxis keinen großen Unterschied machen.

    Bedenke auch, dass auch die Möglichkeit besteht, ein Drittfach mit kleiner Fakultas (also nur für die Sek 1) zu studieren. Das würde dir bei deinem Studium Zeit und Arbeit sparen und du könntest das Fach trotzdem unterrichten - nur eben formal nicht in der Oberstufe - was im Hinblick auf den Korrekturaufwand wahrscheinlich auch nicht das Schlechteste wäre.

    Richtig. Aber nur die weiblichen Individuen pflanzen sich fort. Die Eizelle, aus der das neue Lebewesen entsteht, isteine weibliche Körperzelle.

    Und womit wurde die weibliche Eizelle befruchtet? Auch mit weiblichem genetischem Material? Wohl nicht.

    Die Erbgut eines Menschen ist m.W. ziemlich genau zu 50/50 von Mutter und Vater. Es ist in einen Augen nicht zutreffend, zu sagen, nur das weibliche Individuum pflanze sich fort. Aber ich habe nicht Biologie studiert, somit kann ich nicht ausschließen, dass ich mich irre.

    Mal auf die Schnelle aus Wikipedia:

    "Man unterscheidet die geschlechtliche Fortpflanzung, bei der sich gewöhnlich zwei Geschlechter paaren, und die ungeschlechtliche Fortpflanzung, bei der keine Paarung erfolgt."

    (https://de.wikipedia.org/wiki/Fortpflanzung)


    Demnach wären bei der Fortpflanzung des Menschen deiner Ansicht nach zwar zwei Geschlechter beteiligt, aber nur das weibliche Individuum würde sich fortpflanzen? Klingt für mich komisch, aber da mag es einen feinen definitorischen Unterschied geben.

    Die (biologischen) Geschlechter ermöglichen, dass die weiblichen Individuen sich fortpflanzen können.

    Was soll das denn bitte heißen? Ohne männliche Individuen können sich weibliche Individuen auch nicht fortpflanzen. Bei den Säugetieren und anderen Rassen besteht deshalb die Notwendigkeit, dass es zwei Geschlechter gibt.

    Es besteht keine Notwendigkeit für ein drittes Geschlecht und dieses gibt es auch in der Natur bei anderen Säugetieren nicht. Auch können weibliche Individuen natürlich auch männliche Nachkommen bekommen, sonst würden sie aussterben.


    Ja, fällt mir auch auf, dass es da Übereinstimmungen gibt. Schon interessant, gell?!

    Das nennt sich gesellschaftliche Spaltung. Das wird leider nicht besser werden. Die Fronten sind oft sehr verhärtet. Bestimmte Personengruppen überthematisch über einen Kamm zu scheren, macht es nicht besser. Vorurteile bestimmten leider zu häufig den Diskurs.

    Nein. Eine Augenfarbe ist wesentlich klarer zuzuordnen und ist keine Empfindungs-Sache.

    Wenn ich das so empfinden würde, wäre es auch eine Empfindungssache. Hör bitte auf, mich zu diskriminieren, weil ich empfinde, dass meine Augenfarbe weder braun noch grün noch blau ist (und ich auch kein Albino bin).

    Wenn ich alle Personen, die sich dem dritten Geschlecht zugehörig fühlen, nackt sehen würde, könnte ich ganz sicher auch 95+ % optisch zuordnen.

    Würde ich hingegen eine Sonnenbrille tragen, könnte man meine Augenfarbe auch nicht zuordnen.

    Das ist mir jetzt etwas zu katholisch.

    Nein, das würde Darwin auch sagen, und der ist echt ganz weit weg von der katholischen Kirche.

    Gender-Theorien sind da viel näher am bloßen Glauben.


    kleiner gruener frosch

    Okay, es wäre dann das "ich passe nicht in das Augen-Farb-Schema"-Gefühl.

    Jetzt besser? :D

    Ja, es ist wirklich so einfach - schade, dass du das nicht erkennst.

    Ich könnte einfach behaupten, ich fühle mich mit den gängigen drei Augenfarben nicht eingeschlossen, und suche mir dann ne Lobby. Es ist absolut nichts anderes!

    Du findest, es betrifft die komplette Sprache.

    Was wäre denn dann dein Vorschlag? Eine Gruppe Menschen möchte sich in der Sprache repräsentiert sehen. Wie könnte eine Lösung aussehen?

    Ganz ehrlich, es ist mir egal. Es gibt für mich kein drittes Geschlecht. Das ist eine soziale Konstruktion, die keinen allgemeinen Geltungsanspruch hat.

    Das dritte Geschlecht ist mit seriöser Wissenschaft nicht zu belegen.

    Als was sich jemand meint zu fühlen zu glauben, ist kein valides Argument für gesamtgesellschaftliche Maßnahmen in Form einer Umbildung der Sprache.

    Gerade, wenn die Ansichten auseinandergehen, lohnt sich eine Diskussion. Warum führst du sie? Du bringst dich ja schon deutlich ein.

    Eine Diskussion ist auch etwas anderes als Aufoktroyieren.

    Nochmals, dass soll prinzipiell jeder machen können, wie er möchte. Aber es sollte keine verbindlichen Vorgaben geben und niemand sollte Nachteile erfahren, wenn er es nicht macht.


    Mueller Luedenscheidt

    Gendern mit Minderheitenschutz oder gar Anti-Diskriminierung gleichzusetzen, finde ich dann schon sehr gewagt.

    Ich könnte bestimmt auch noch Tausend Leute zusammenkriegen, die gerne mit König oder Fürst angeredet werden möchten, weil sie sich als Adliger im bürgerlichen Körper gefangen sehen.

    Das mag absurd erscheinen, aber genauso absurd ist es für mich, sich beharrlich zu wehren, sich Mann oder Frau zuzuordnen zu wollen. Siamesische Zwillinge dürfen auch nicht nur einmal wählen.

    Ich habe hier schon einmal das Beispiel gebracht, dass sich jemand vielleicht nicht der menschlichen Spezies zugehörig fühlen könnte. Das ist für mich in der gleichen Kategorie, wie sich einem dritten Geschlecht zugehörig zu fühlen (besonders, wenn das biologische Geschlecht selbst äußerlich eindeutig bestimmt werden kann). Jemand kann sehr gerne entscheiden, dass er lieber Mann statt Frau und andersherum sein möchte. Aber das Einfordern eines dritten Geschlechts entbehrt einfach allen biologischen Gesetzen: Die unterschiedlichen Geschlechter sind zur Fortpflanzung da, nicht mehr und nicht weniger!

    Soziale Konstruktionen, wer was sein möchte, dürfen nicht damit vermischt werden.

    Tom glaubte auch, er könne fliegen, bis er vom Hochhaus sprangt.

    Und wenn ich behaupte, meine Augenfarbe sei ultra-violett, bekomme ich das trotzdem nicht in meinen Pass eingetragen.

    Wir müssen Entscheidungen treffen, wie unsere Gesellschaft aussehen soll, wie wir leben wollen und was wir anderen zumuten.

    Nur "wir" heißt eben gesamtgesellschaftlich und nicht von einer kleinen pseudo-intellektuellen Pseudo-Elite aufoktroyiert.

    Und auch wenn wir wollten, dass die Erde eine Scheibe wäre, würde sie es wissenschaftlich trotzdem nicht. Es gibt Grenzen für gesellschaftlichen Konstruktivismus.

    PS: Die Diskussion wurde nun schon über viele Jahre geführt. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung will nicht gendern und findet es auch nicht gut. Die Ablehnung nimmt sogar eher zu als ab. Was bringt es noch, mit Leuten eine Diskussion zu führen, die dies nicht akzeptieren wollen? Sinn einer Debatte ist es nicht, andern immer weiter auf die Nerven zu gehen, in der Hoffnung, dass sie schließlich die eigene Meinung übernehmen (neue Argumente sind, so wie ich das sehe, über die letzten Jahre nämlich auch nicht hinzugekommen).

    Joker13

    Ach bitte.... als ob das Thema sonst noch nie untersucht worden wäre:

    https://www.rtl.de/cms/umfrage-zu…he-4770234.html

    https://www.mdr.de/nachrichten/de…prache-100.html

    https://www.faz.net/aktuell/feuill…e-17355174.html


    Das Ergebnis ist (bis auf ganz wenige Untersuchungen mit geringer Stichprobengröße) überall gleich eindeutig (mit gestiegener Ablehnung gegenüber Voruntersuchungen, sofern durchgeführt).


    Es gibt sogar bei Wikipedia eine Übersicht über viele durchgeführte Studien:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Studien_u…einungsumfragen


    Dem kann man entnehmen, dass selbst einer Befragung des ZDF-Politbarometers (2021) zufolge die Sache so bewertet wird:

    Das Politbarometer befragte Mitte 2021 für ZDFheute 1.224 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch; zwei Fragen wurden zur Verwendung von geschlechtergerechter Sprache in den Medien gestellt:[62][63]

    1. „Zurzeit wird viel über das Thema geschlechtergerechte Sprache diskutiert, also eine Sprache, die alle Geschlechter mit einbezieht. Wie wichtig finden Sie es, dass in den Medien weitgehend auf eine geschlechtergerechte Sprache geachtet wird, …“73 % nicht wichtig: 48 % überhaupt nicht, 25 % nicht so26 % wichtig: 6 % sehr, 20 % wichtig
    2. „Bei der Verwendung geschlechtergerechter Sprache werden in den Medien beim Schreiben zunehmend Trennzeichen wie Sternchen oder Schrägstrich eingefügt, also zum Beispiel Lehrer – Sternchen – Innen, und beim Sprechen wird dort eine kurze Pause gemacht, also Lehrer Innen. Finden Sie …“71 % nicht gut25 % gut4 % weiß nicht

    Und wenn sie sich in der Sprache gespiegelt sehen möchten, was schlägst du vor?

    Das ist wirklich eine schwierige Frage. Das generische Maskulinum ist da eigentlich ein guter Ansatz.

    Ich kann aber auch nachvollziehen, wenn sich Frauen darin nicht repräsentiert sehen, weshalb ich auch nichts dagegen habe (und es selbst auch so mache), meist dann von "Kolleginnen und Kollegen" zu sprechen. Ich wende dies aber nicht konsequent in allen Sätzen auf alle Gegebenheiten an, da ich dies unpraktikabel finde.

    Darüber hinaus sind wir dann bei der Frage, inwiefern extreme Minderheiten in solch einer Art in Sprache "gespiegelt" werden sollten.

    Der Mann, der im Krieg sein Bein verloren hat, regt sich auch nicht über das zweibeinige Ampelmännchen auf und will, dass es geändert wird.

    Was ist, wenn diesen Minderheiten irgendwann der Genderstern nicht mehr reicht?

    Und was wäre eigentlich, wenn ich morgen beschließen würde, mich nicht mehr der menschlichen Spezies zugehörig zu fühlen (was man sicher durchaus nachvollziehen könnte, bei allem, was sie schon verbrochen hat).

    Dann würde man mir doch wahrscheinlich auch biologische Argumente entgegenhalten. Oder was für ein Argument gäbe es sonst dagegen?

    Was, wenn ich dann auch berücksichtigt werden möchte? Wo ist irgendwann mal Schluss? Wo muss man irgendwann einfach mal sagen: Schluss, wir können nicht immer allem und jedem gerecht werden?


    Sprichst Du den anderen Mensch das Recht ab, sich nicht nur einem Geschlecht zugehörig zu fühlen oder dass sie das postulieren möchten?

    Keines von beidem. Es gibt auch Menschen, die meinen, sie seien Nachkommen von außerirdischen Wesen (siehe Scientology) - leben und leben lassen. Das heißt aber nicht, dass es mich interessieren muss bzw. ich diese Meinung teilen muss.

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