Das ist der didaktische Grund, warum wir in der Grundschule nicht die mathematisch korrekte Schreibweise nutzen. Im natürlichen Zahlenraum ist den Kindern dieser Sachverhalt nicht einfach zu erklären.
Die Sache ist, dass Didaktisierung natürlich dafür sorgen soll, dass Kinder und Jugendliche einen Sachgegenstand mit ihrem aktuellen Entwicklungsstand bearbeiten können. Diese Vereinfachung darf aber nicht zu einer fachlichen Verfälschung führen.
Wenn ich mich wirklich komplett rein auf den natürlichen Zahlenraum beschränke, muss ich sagen, dass die Aufgabe "38 : 7" nicht lösbar ist, fachmathematisch ausgedrückt keine Lösungsmenge im natürlichen Raum hat. Dann kann man durchaus Kindern sagen: 35:7 geht, 42:7 geht, 38:7 geht nicht. Den Fitten kann man durchaus schon den Spoiler mitgeben, dass sie in Klasse 6 lernen werden, wie sie doch 38:7 berechnen können.
Möchte man unbedingt mit Rest arbeiten, muss man die Spielregeln der rationalen Zahlen irgendwo mitnehmen und dann zumindest zum Ergebnis kommen "38 : 7 = 5 + 3:7" und dazu sagen, dass dieses "+3:7" ein ganz kleiner Wert ist, der aber auf jeden Fall auch zum Ergebnis gehört und in Klasse 6 genauer erklärt wird.
Man kann vielleicht aus der Sache heraus erklären, warum manche Plätzchen oder Murmeln nicht aufgeteilt werden können, aber aus der Mathematiker heraus kann ich mir nicht aussuchen, dass ich manche Zahlenbestandteile teile und andere nicht. Das führt sonst zu Fehlvorstellungen.
Dann sich im Zweifelsfall lieber auf Aufgaben ohne Rest beschränken, bei denen man auch rein im natürlichen Zahlenraum in keine Bredouille kommt.