Beiträge von Gymshark

    Da könnte man dann den Sportunterricht ausfallen lassen. Schließlich haben sich die Kinder auf dem Hin- und Rückweg schon genug bewegt.

    Auch wenn ich den pragmatischen Ansatz verstehe: Der Sportunterricht dient auch dem Kompetenzerwerb und sollte nicht darauf reduziert werden, den Schülern (m/w/d) einen Bewegungsanlass zu bieten.

    Ich freue mich für (!) die Kinder mit Förderbedarf, dass das Schulangebot, das sich extra nach ihnen Bedürfnissen richtet, erweitert wird, sodass sie die Möglichkeit haben, hiernach entsprechend gefördert zu werden, statt im Regelschulbereich einfach nur mitzulaufen. Es gibt durchaus einige Eltern, die explizit wünschen, dass ihr Kind an einem sonderpädagogischen Förderzentrum beschult wird - ich fände es eher behindertenfeindlich, ihnen diesen Wunsch zu verwehren.

    Vermutlich ist es aber nötig, an der Stelle zu erwähnen, dass es Förderschwerpunkte gibt, die im Rahmen der Beschulung ein besseres Image haben (geistige Enwicklung, körperliche Einschränkungen) als andere (Lernen, sozial-emotionale Entwicklung).

    Oder man nimmt Urlaub oder baut Überstunden ab. Ist aber egal, Schüler sind keine Beschäftigten.

    Sagen wir mal so: Sie bekommen für ihr Handeln kein finanzbasiertes Entgelt, aber müssten sie vor Gericht eine Aussage tätigen, würden sie auf die Frage nach ihrem Beruf "Schüler/in" antworten. Ich sehe die Position des Schülers (m/w/d) näher an einem Beruf als an einem Hobby oder einer kommerziell in Anspruch genommenen Dienstleistung.

    Es gibt noch die Möglichkeit der Fahrgemeinschaft, falls in den höheren Jahrgängen ein Schüler (m/w/d) schon ein eigenes Auto hat oder ein Schülerelternteil an dem Tag nicht oder erst spätet zur Arbeit muss.

    Ansonsten wäre eine einmalige Taxifahrt zwar mit zusätzlichen Kosten verbunden, aber noch eine Notlösung. Vielleicht weiß jemand, ob die Kosten bei Entfall des Regeltransportmitteln den Schülern (m/w/d) sogar erstattet werden können.

    Eine Vollzeitstelle bedeutet entweder pragmatische Unterrichtsvorbereitung oder unbezahlte Überstunden.

    Wie schon erklärt, sind (moderne) Schulbücher nicht per se schlecht und orientieren sich in der Regel an Curricula und zentralen didaktischen Prinzipien. In den modernen Fremdsprachen stellen die Protagonisten (m/w/d), seien es anthropomorphe Tiere oder zielsprachige Kinder oder Jugendliche im Alter der Schüler (m/w/d), sogar didaktisch wichtige Identifikationsfiguren dar.

    Visualisierungs- und haptisches Material macht durchaus ergänzend für jüngere und schwache Lerner (m/w/d) Sinn. Hier liegt aber der Fokus möglichst darauf, dass es einen didaktischen Mehrwert liefert (nicht: es sieht schöner aus) und wieder verwendet werden kann. Auch vor einer Klassenarbeit ist es zur Wiederholung des Unterrichtsstoffes sicher schön, wenn eine abwechslungsreiche Lerntheke angeboten wird. Ich habe mal den Tipp gelesen: Eine schöne Stunde nach Maßstab des Vorbereitungsdienstes pro Woche und der Rest sind solide Butter-und-Brot-Stunden.


    Manchmal sind aber auch curricular Ergänzungsmaterialien notwendig, z.B. Ganzschriften in den Sprachen oder Experimentiermaterial im naturwissenschaftlichen Sachunterricht.

    Aber damals war auch der Hauptschulabschluß noch etwas wert.

    Das ist er immer noch. Momentan haben wir Akademikerschwemme und es fehlen Fachkräfte in klassischen Ausbildungsberufen. Wenn jemand tatsächlich die Kompetenzen aufweist, die ein Hauptschulabschluss gemäß Curricula bescheinigen soll, hat besagte Person derzeit gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das Problem sind diejenigen, die einen Hauptschulabschluss vorlegen, woraufhin die Personaler (m/w/d) oder Ausbilder (m/w/d) bei genauerem Hinsehen feststellen, dass die tatsächlich vorhandenden Kompetenzen sich im negativen Sinne erheblich von diesen bescheinigten Kompetenzen unterscheiden.

    Nein, das gibt es nicht. Man kann verlangen, dass jemand zum Amtsarzt geht, das war's.

    Vielleicht ist das länderspezifisch.

    In Baden-Württemberg heißt es folgendermaßen:

    Zitat

    Lassen sich bei auffällig häufigen Erkrankungen Zweifel an der Fähigkeit des Schülers, der Teilnahmepflicht gemäß § 1 nachzukommen, auf andere Weise nicht ausräumen, kann der Schulleiter vom Entschuldigungspflichtigen die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses verlangen. In diesen Fällen und unter den gleichen Voraussetzungen bei langen Erkrankungen kann der Schulleiter auch die Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses verlangen.

    Für mich klingt das schon so, dass eine Attestpflicht bei begründetem Verdacht möglich ist. Aber eben auch die von dir angesprochene amtsärztliche Begutachtung.

    Ja gut, dass Ämter bisweilen merkwürdige Regelungen haben, ist im Land der Bürokratie nicht ungewöhnlich. Da gibt es ja derzeit diverse Baustellen. Dann attestiert ihnen eben, dass sie 2 Minuten 35 Sekunden da waren. Die interne Statistik wird es freuen.

    Für schulische Zwecke macht ihr dann euer Vorgehen und wer dauernd fehlt und sich nicht auf anderem Wege die Inhalte aneignet, wird früher oder später bei den Leistungsüberprüfungen scheitern.

    Interessant, dass die von dir angesprochenen Schüler den drohenden Verlust des Aufenthaltstitels nicht als warnenden Hinweis betrachten, sich zu benehmen und zusammenzureißen, sondern eher nach Lücken im Gesetz zu suchen und diese zu ihrem Vorteil zu nutzen, aber gut.

    Ich nehme an, dass du deine Schüler (m/w/d) selten einen ganzen Tag über betreust. Wenn du also die ersten 2 Stunden unterrichtest und Schüler X fehlt, kann es dir dann, pragmatisch gesprochen, egal sein, ob er dann eventuell in der achten Stunde noch auftaucht? Ihr könnt doch auch Fehltage vergeben und nicht nur -stunden, oder?

    Und auf Stundenebene: Da wäre es sicher von Vorteil, eine Regelung zu haben, ab wann ein Zuspätkommen zu einer Fehlstunde wird. Ich würde zumindest großzügig sagen, dass ein Fernbleiben während mehr als der Hälfte der Dauer einer Unterrichtsstunde mit einer Fehlstunde gleichgesetzt werden kann. Wer drei Minuten anwesend war, hat effektiv gefehlt und da kann ich mir nur schwer vorstellen, dass das Ausländeramt dies anders interpretiert. Die Mitarbeiter (m/w/d) warten ja auch nicht bei einem Termin eines Kunden (m/w/d) ab, ob nicht kurz vor knapp der Kunde noch kommt, sondern maximal 5-10 Minuten und, sollte der Kunde bis dahin nicht erscheinen, kündigen ansonsten eine Terminverschiebung oder, als Reaktion auf mehrere vorangegangene Versäumnisse, eine Sanktion an.

    Bei begründetem Verdacht könnt ihr doch eine Attestpflicht verhängen, nur eben nicht pauschal (macht auch im Fall von Schüler X, der vielleicht einmal im Jahr einen Schnupfen hat, keinen Sinn, da unverhältnismäßige Härte - du wirst ja nicht nur Dauerschwänzer (m/w/d) in deinen Klassen sitzen haben).

    Ich kenne die Regelung, dass bei absehbaren (also mindestens ein Tag vorher bekannt) Behinderungen des Straßenverkehrs ein Alternativweg eigenständig gewählt werden muss. Wenn die Behinderung des Straßenverkehrs noch am selben Tag auftritt, bestätigen die jeweiligen Personenbeförderungsunternehmen auf Anfrage schriftlich den Entfall, was mit einer entschuldigten Entschuldigung gleichgesetzt werden kann.

    Erfolgt der schriftliche Nachweis jedoch nicht, kann es wie ein unentschuldigtes Fehlen gewertet werden, z.B. in Kombination mit einer mündlichen Abfrage über die Inhalte der vorangegangenen Stunde.

    Maylin85 hat aber natürlich Recht, dass das nur ein geringer Trost ist, wenn die Fehlzeiten in Abschlusszeugnissen wiederum nicht ausgewiesen werden und somit Absolventen (m/w/d) beruflicher Schulen im Bewerbungsfall Unternehmen diesen Aspekt nicht mitteilen müssen.

    Wenn es ein Fach ist, das an deiner Schule ein Mangelfach darstellt (, die Schule also ein erhöhtes Eigeninteresse an deinem Vorhaben hat), kannst du der Schulleitung (an beruflichen Schulen kann das ggf. auch die Fachbereichsleitung sein) über dein Vorhaben informieren, sodass du nach Bestätigung für die Zeiten, in denen deine Unikurse stattfinden, ausgeplant werden kannst, sodass es zu keinen Überschneidungen im Stundenplan kommt

    Wenn es ein Fach ist, das an deiner Schule kein Mangelfach darstellt, kann es sein, dass ein Erweiterungsstudium bei der Stundenplanung Berücksichtigung findet, es kann aber auch ehrlicherweise sein, dass das Vorhaben als Privatvergnügen kategorisiert wird - in Kombination mit der Erwähnung, dass das Studium außerhalb der Lehrtätigkeit erbracht wird, was im Fall eines Präsenzstudiums nur in Verbindung mit einem übergangsweise stark reduzierten Deputat realistisch umsetzbar wäre.

    Es gibt aber durchaus auch Leute, die dann je nach Jahrgang einen Stapel kopierte Mandalas oder Stadt-Land-Fluss-Formulare bereitlegen.

    Ich fand die Idee, die jemand hier im Forum vor Kurzem schrieb, nämlich, dass in höheren Klassen für Vertetungsstunden eine Einführung zur Finanzbildung gemacht wird, ganz sympathisch, da das ein Thema ist, das tatsächlich oft zu kurz kommt und mit dem eine Vertretungsstunde mal sinnvoll genutzt werden kann.

    Insofern verliert man schon viel, wenn man das auslagern würde. Je nach Schulform und Klientel ist der Effekt sicher stärker oder schwächer.

    BK ist sicher auch nochmal eine andere Nummer.

    Ich würde nicht von "auslagern" sprechen, sondern eher von Bündelung von Fachkompetenz. Die liegt eben bei uns in der Gestaltung von Unterrichts- und Leistungsbeurteilungsprozessen. Das heißt nicht, dass wir Experte (m/w/d) sind für alles, was irgendwie mit Schule zu tun.

    Die Schulassistenz(en) und die pädagogischen Fachkräfte (die sich idR auch mehrere Jahre für diese Position qualifizierten - sei es über eine Erzieherausbildung (m/w/d) oder ein Studium der sozialen Arbeit) können durch ihr professionelles Wirken auch dazu beitragen, dass sich Lehrkräfe auf ihre Kernkompetenz konzentrieren können, wovon am Ende auch die Kinder und Jugendlichen profitieren.

    Es ist z.B. auch fragwürdig, warum sich eine Lehrkraft um die Organisation des Vertretungsplans kümmern muss. Das ist in erster Linie eine Verwaltungsaufgabe, die eine Schulassistenz durchführen kann, ohne dass hierfür vertiefte Didaktik- und Pädagogikenntnisse benötigt werden.

    Aufsichten, Mittagsbetreuung o.ä. können von pädagogischen Fachkräften durchgeführt werden. Und klar, wenn Lehrkräfte von außerunterrichtlichen Aufgaben entlastet werden, wäre es wohl wahrscheinlich, dass im Gegenzug das Deputat um 1-2 Stunden nach oben hin angepasst wird.

    Ich fände es tatsächlich anstrengend, für solche Hilfskräfte für Vertretungsstunden "idiotensicheres" Material herauszusuchen. Genau die paar Aufgaben, die Schüler mal ohne große Einführung leise machen können, sind die, die mich an stressigen Tagen entlasten. Die sind dann schon verbraucht.

    Ist es bei euch eigentlich auch so, dass, wenn ihr Exkursionen habt, die Vertretungslehrer verlangen, dass ihr in den Fachklassen, in denen ihr an diesem Tag nicht seid, vorbereitetes Material hinlegen sollt? So finde ich Exkursionen aus oben genannten Gründen doppelt unattraktiv. Ich finde sie anstrengender als Unterricht wegen der Verantwortung und Unruhe und man verbraucht die angenehmeren Aufgaben für die Vertretungen.

    Vertretungsstunden vorzubereiten und zu geben sind ausnahmsweise Aufgaben, die ich tatsächlich in der Kernkompetenz von examinierten Lehrkräften sehe. Hier fände ich es in Bezug auf das übergeordnete Bildungsniveau eher problematisch, wenn eine maximal angelernte Aushilfe Unterrichtsprozesse gestalten soll. Eine Aushilfe sollte in Bildungsprozessen maximal unterstützen, aber nicht ersetzen. Und auch eine pädagogische Fachkraft hat andere Schwerpunkte als Unterricht.

    Ich würde eher vorschlagen, dass eine ausgefallene Mathematikstunde nicht unbedingt durch eine durch eine andere Lehrkraft vertretene Mathematikstunde werden muss. Es kann auch z.B. die Deutschlehrkraft einer Klasse sein, die dann entweder im Stoff ihres Faches weitermacht oder eine Auffrischungsstunde zu jahrgangsgemäßen Grundlagen macht. Ist eine längerfristige Vertretung absehbar, sollte aber auf jeden Fall das Ziel sein, den Unterricht auf Basis von (digitalem) Klassenbuch und Curriculum fortzusetzen.

    Ich stimme zwar dem aktuell durch die den Kanzler stellenden Regierungspartei geführten Diskurs hinsichtlich der Kritik an "Work-Life-Balance" und "Lifestyle-Teilzeit" (Zitat - nicht meine Meinung!) nicht zu, würde aber durchaus behaupten, dass Arbeitsbedingungen und Gehalt Faktoren sind, die junge Menschen bei ihrer Berufswahl miteinkalkulieren. Dass darüberhinaus noch andere Faktoren hier eine Rolle spielen, ist klar.

    Durch Besserstellung der Arbeitsbedingungen kann durchaus ein Mangel begrenzt werden. Nicht weil jemand mit Interesse an Deutsch/Englisch plötzlich auf Elektrotechnik/Mathe wechselt, sondern eher, weil es der ausschlaggebende Punkt sein könnte, warum jemand, der bereits mit Elektrotechnik/Mathe liebäugelt, aber noch unsicher ist, sich dann doch hierfür entscheidet. Und die Person mit Deutsch/Englisch kann dann entscheiden: Ist mein Interesse am Fachgegenstand wirklich so groß, dass ich bereit bin, alle Nachteile, die hiermit einhergehen, in Kauf zu nehmen, oder verschiebe ich mein Interesse an Sprachen in den privaten Bereich und wähle stattdessen einen Beruf mit großem Bedarf an Nachwuchskräften (z.B. Erzieher, Krankenpfleger o.ä. - jeweils (m/w/d))?


    Ich nehme wahr, dass bei euch derzeit ein Mangel an Lehrkräften mit Deutsch und Englisch besteht. Das wird sicher auch punktuell an anderen Schulen der Fall sein. Darüberhinaus gibt es aber auch Fächer und Bereiche, die großflächig und auch schon seit längerer Zeit einen Mangel haben.

    Das ist eine sehr schiefe Argumentation Gymshark . Richtig wäre: korrekte Arbeitszeiterfassung und diejenigen Fücher entlasten, bei denen es objektiv nötig ist. Da dürften Doppelsprachkombis ganz weit vorne liegen.

    Du argumentierst aus der Sicht der Lehrkräfte, die bereits im Job sind. Die Arbeitsbedingungen haben aber immer auch Strahlkraft auf zukünftige Nachwuchskräfte und da ist doch das Ziel, dass sich mehr junge Leute für Mangelfächer und -bereiche entscheiden, weswegen in diesen Bereichen mehr Anreize geschaffen werden müssen, oder?

    Plakativ formuliert: Es würden sich auch weiterhin genug junge Leute finden, die Englisch für Lehramt an Gymnasien studieren wollen, selbst wenn hierfür das Deputat um 2 Stunden erhöht wird. Dafür gibt es einfach genug junge Leute, die im Zweifelsfall schlechtere Arbeitsbedingungen dem Interesse am Fach unterordnen. Bei Fächern wie Musik oder Physik muss man jedoch um junge Leute, die sich für diese Fächer zumindest grundlegend interessieren, werben - und da reichen Jobgarantie und die Auseinandersetzung mit Fachgegenständen, die ihnen möglichst auch gefallen, nicht aus, es braucht noch weitere Anreize.

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