Beiträge von Gymshark

    Ich glaube, der Gesprächsverlauf hat sich hier in eine Sackgasse entwickelt. Es wird sich an einzelnen Stichworten abgearbeitet und dabei nur die Hälfte des tatsächlich Geschriebenen gelesen.

    Browneyes ist sich nach Erfahrungen in Studium und Praktika relativ sicher, dass der Lehrerberuf nichts für sie ist, sucht jetzt nach einer Alternative, die zu den eigenen Fähigkeiten und Erwartungen an die zukünftige Erwerbstätigkeit passt.

    Vielleicht könnten wir hier ansetzen, statt uns in unnötigen Exkursen zu verlieren.

    Ich finde Kochen und Einkaufen angenehme Freizeitbeschäftigungen, keine notwendigen Übel. Ist aber natürlich immer Ansichtssache.

    Was den Garten angeht: Ich vermute, du möchtest gerne einen schönen Garten haben, aber ihn nicht selber pflegen müssen, oder? Ansonsten gäbe es ja auch Wohnmöglichkeiten mit keinem oder nur einem kleinen Garten.

    Praktikanten sind für Betriebe wie für Stätten des öffentlichen Dienstes fast immer mit Mehraufwand verbunden, da die Praktikanten noch wenig eigenständig arbeiten können, angeleitet und geführt werden müssen. Dennoch ist es natürlich wichtig, sich um Praktikanten angemessen zu kümmern, um sicherzustellen, dass die nächste Generation an Berufskollegen nachrückt.

    Was das Thema Dankbarkeit angeht: Ja, eine gewisse Dankbarkeit sollte von beiden Seiten (Praktikant und anleitende Fachkraft, hier Lehrkraft) entgegengebracht werden, vorausgesetzt der jeweils Andere zeigt sich engagiert, höflich und freundlich.

    Ich habe eine Bekannte, die zuerst auch kurze Zeit Jura studierte, danach Lehramt, aber am Ende damit unzufrieden war. Ich meine, sie studierte danach etwas im Bereich Wirtschaft und so wie ich das bislang von ihr mitbekam, fühlt sie sich in ihrem aktuellen Job wohl und "angekommen".

    Manche finden mit 16 oder 18 direkt ihren Traumjob, manche brauchen etwas länger. Sieh es nicht als Scheitern, sondern als Erfahrung!

    Es gibt soooo viele Jobs da draußen. Es ist nicht einfach, den Job zu finden, der zu einem passt.

    Caro07 : Ich habe mir PIKAS angeschaut. Sie definieren das Quadrat auch über Seitenlängen und Winkel. Mit den Unterrichtsvorschlägen dort gehe ich auch d'accord - sortieren, legen, falten, handlungsorientierter Unterricht.

    Ich habe aber leider auch Seiten im Internet gefunden, die sich an Kinder richten, auf denen das Quadrat als Viereck mit vier gleichlangen Seiten definiert wird. Das ist mathematisch so nicht richtig und didaktische Reduktion darf nicht zu fachlicher Inkorrektheit führen.

    Plattenspieler : Ich kann aus Sek-Perspektive durchaus sagen: "Ihr kennt schon das-und-das aus der Grundschule. Heute schauen wir uns das noch einmal genauer/aus einer anderen Perspektive an.". Schwieriger ist es, wenn ich durch die Blume zugeben müsste, dass den Schülern etwas falsch beigebracht wurde. Es wird auch keinen führenden Didaktiker geben, der postuliert, dass es OK ist, Kindern etwas falsch beizubringen, um es dann im Nachhinein zu korrigieren. Vom Phänomen- und handlungsorientierten zum Systematischen, ja, auch gerne vom Regel- zum Ausnahmefall. Die Raute ist aber nun einmal nicht die Ausnahme vom Quadrat, sondern das Quadrat die Ausnahme zur Raute.

    Das Problem ist nicht die anfangs vereinfachte Darstellung von Themen, die in den Folgejahren komplexer/umfangreicher wird. Damit dürften die meisten User hier einverstanden sein und ist ja durchaus auch curricular gewünscht, Stichwort Spiralcurriculum.

    Die Herausforderung dabei ist nur, dass eine vereinfachte Darstellung nicht zu einer fehlerhaften Vorstellung führen darf.

    Am Beispiel Quadrat/Raute: Es wäre fatal, wenn Kinder eine Raute als (besonderes) Quadrat bezeichnen würden, nur weil eine Raute ein Viereck mit vier gleichlangen Seiten ist.

    Wenn das Quadrat im Unterricht eingeführt wird, muss es über Seitenlängen und Winkel erfolgen. Das kann von mir aus anfangs auch ohne Fachbegriffe und durch Auslegen/andere kinderfreundliche Methoden passieren. Ist das nicht möglich, dann lieber das Quadrat als besonderes Viereck weglassen und nur über Vierecke allgemein sprechen. Das wäre ja auch eine Form von didaktischer Reduktion.

    Aus Sek I/II-Sicht muss ich leider zustimmen, dass man ein Quadrat nicht sinnvoll definieren (und im Unterricht einführen) kann, wenn Winkel völlig außen vorgelassen werden. Das führt leider zu Fehlvorstellungen, siehe die Verweise auf Rauten. Dann ist es tatsächlich besser, wenn "nur" Vierecke behandelt werden und die speziellen Vierecke erst dann folgen, sobald Parallelität und Winkel eingeführt werden.

    Im Leistungskurs erwarte ich schon, dass die zentralen Inhalte der Sek I sitzen. Wer hier noch große Lücken haben sollte (Ist aber zum Glück nur eine seltene Ausnahme.), muss diese selbstständig nacharbeiten.

    Wenn ich einen Grundkurs habe, dann wiederholen wir bei neuen Themen durchaus auch noch einmal die zugehörigen Grundlagen aus der Sek I. Aus zeitllchen Gründen können wir hier aber natürlich nicht bei Adam und Eva anfangen. Auch hier muss es üner selbstständige Nacharbeit laufen. Ich mache es aber so, dass ich mir nach dem ersten Halbjahr die Schüler (m/w/d) unter 5 Punkten schnappe und mit ihnen darüber spreche, wie es bisher im Mathematikunterricht lief, wie es in anderen Fächern aktuell so aussieht und wie es zukünftig weitergehen soll. Da gibt es Fälle, bei denen die Schüler in den restlichen Fächern konstant gute Noten haben und sich nur in Mathematik schwer tun. Wenn dann auch kein mathematikintensiver Beruf angestrebt wird, entscheiden wir uns für einen pragmatischen Ansatz, dass das Ziel 5 Punkte sind. Die Schüler müssen keine komplexeren Aufgabenformate berbeiten, zumindest die Grundlagen müssen aber sitzen und dafür können sie auch keine Punktezahl höher als 8 Punkte erwarten.

    Bei den Schülern (m/w/d), die wiederum in mehreren Fächern Schwierigkeiten haben, frage ich durchaus provokant, ob eine Fortsetzung der Qualifikationsphase Sinn macht. Ich berate in solchen Fällen eher Richtung Abgang nach der 12 zum Erwerb der Fachhochschulreife oder Suche nach einer den eigenen Fähigkeiten entsprechenden Ausbildung. Die Hälfte der Wackelkandidaten entscheidet sich tatsächlich für den Abgang, ein Viertel kann sich im Verlauf der Qualifikationsphase doch noch rappeln, der Rest versucht es, scheitert am Ende aber doch.

    Wäre ein Umzug in einen Ort mit günstigerem Mietspiegel vielleicht möglich? Dann könntest du dir die von dir gewünschte Drei-Zimmer-Wohnung ggf. leisten.

    Ansonsten finde ich gut, dass du das Verhalten deiner Kollegen analysierst, ohne gleichzeitig neidisch zu werden, da man in solchen Situationen schnell mal dazu tendiert.

    Die Scheidung war sicher emotional aufreibend und man liest heraus, dass dir dein Übergewicht zu schaffen macht. Ich würde dir den Tipp geben: Auch wenn es aktuell viele Baustellen in deinem Leben gibt, würde ich mit einem (!) persönlichen Projekt anfangen und wenn dieses erfolgreich absolviert ist, mich dem nächsten zuwenden.

    Es kommen wieder bessere Zeiten. Gehe jetzt den ersten Schritt und der Rest wird nach und nach kommen!

    Haben die Eltern denn so gar keine realistische Einschätzung ihrer Kinder? Wenn man sein Kind von klein auf kennt (und in seinen bisherigen 25-45 Lebensjahren anderen Kindern in irgendeiner Art und Weise begegnet ist), weiß man als Elternteil doch über die kognitive Leistungsfähigkeit des eigenen Kindes und wie sich diese im Vergleich zu anderen Kindern verhält. Bei allem Stolz, den man als Elternteil haben darf und auch soll, wenn das Kind schlichtweg nur mittelmäßig kognitiv begabt ist, kann man doch nicht aus allen Wolken fallen, wenn es im Mathetest in Klasse 3 für Note 3 reicht, oder?

    Ich finde üben auch wichtig, aber das stupmfe Abarbeiten (oder eben nicht) von starren Aufgaben ist nicht mehr zeitgemäß. Auch dass dies dann in die Bewertung einfließt finde ich nicht förderlich. Daher kann man das aktuelle Hausaufgabenformat sehr wohl einfach abschaffen.

    Würdest du nicht sagen, dass z.B. in der Mathematik bestimmte Algorithmen oder Aufgabenformate erst einmal "sitzen" müssen, ehe sich die Schüler an komplexere Aufgabenformate (wie zuvor beschrieben z.B. Modellierung oder Problemlösen) machen können?

    Ich finde gerade für schwache Rechner Aufgabenpäckchenrechnen, also klassisch Aufgabenbereich I, durchaus sinnvoll, um in ein Thema reinzukommen. Ich würde dir aber zumindest dahingehend Recht geben, dass auch bei Einsteigeraufgaben die Schüler (m/w/d) dennoch verstehen sollen, was sie tun, um zu vermeiden, dass ein Quatschergebnis herauskommt, das sie nicht hinterfragen, weil "wird schon passen".

    Bei mir haben Hausaufgaben vor allem den Sinn, dass zuvor vermittelter Stoff bzw. Algorithmen/Techniken geübt werden können.

    Im Unterricht selbst geht es dann um die Einführung des Stoffes und die Anwendung, vor allem in komplexeren Kontexten (Stichworte Modellierung und Problemlösen im Mathematikunterricht).

    Wer meint, die Hausaufgaben mit KI zu lösen, hätte vor 20 Jahren auch einfach bei den Mitschülern abgeschrieben. Das vermittelt nur kurzzeitig die Illusion eines Vorteils. Wer die Vorgehensweise im Unterricht nicht erklären oder die Aufgaben in der Prüfung nicht lösen kann, fällt auf die Nase. Wer zu der Minderheit gehört, der seine Aufgaben nicht macht und dennoch in der Prüfung alles weiß - jeder ist seines Glückes Schmied.

    Was Vokabelarbeit angeht: Ich bin ehrlich, mir ist die Unterrichtszeit zu schade, um sie größtenteils für Vokabelarbeit zu verwenden. Im ersten Lehrjahr, klar, da ist es wichtig, dass die Schüler mit Methodiken vertraut gemacht werden wie sie Vokabeln lernen können - da machen wir auch noch einige gemeinsame Übungen und Spiele (vor allem natürlich im Wahlpflichtunterricht des mittleren Bildungsganges). Ab dem 2. Halbjahr (spätestens ab dem 2. Lehrjahr) geht es aber immer mehr in die Eigenverantwortung der Schüler über, um dann wiederum im Unterricht selbst mehr Zeit für andere Themen zu haben. Hierzu zähle ich insbesondere den Auf- und Ausbau kommunikativer Fertigkeiten.

    Mal objektiv betrachtet wurde Trump aufgrund der ihm zugetrauten Wirtschaftskompetenz ins Amt gewählt. Wirtschaft war in den USA im 2. Halbjahr 2024 das dominierende Politikfeld. Hier konnte er (auch auf Basis seiner Wirtschaftspolitik in der 1. Amtsperiode) punkten - auch bei Wählerschichten, die sonst klassisch blau wählen.

    Sollte Trump hier versagen, wäre es besonders schmerzhaft für ihn, der sich seit jeher als "Mann aus der Wirtschaft", der sein Leben "nicht nur im politischen Elfenbeinturm" verbrachte inszenierte.

    Die aktuelle Entwicklung spricht klar gegen ihn, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er als Geschäftsmann mit jahrzehntelanger Erfahrung keinen Plan verfolgt, der zum Ziel hat, dass die US-Wirtschaft am Ende seiner Amtsperiode nennenswert besser dasteht als davor.

    Die Linken sind bekannt für populistische Forderungen, von daher erst einmal nichts Neues.

    Die Partei macht es schlagzeilenfreudig an Hausaufgaben fest, ihr geht es aber im Grunde um die Begrenzung des (negativen) Einflusses von Elternhäusern auf die Entwicklung von jungen Menschen.

    Gesellschaftssysteme, in denen Eltern es ermöglicht wird, ihre Kinder völlig der staatlichen Kontrolle zu verzichten, sehe ich durchaus kritisch. Ein aktuelles Beispiel gibt es wieder aus den USA, wo ein Mann in den 30ern vor 20 Jahren von seinen (Stief-)Eltern von der Schule genommen wurde und seitdem zuhause eingesperrt und misshandelt wurde. Und auch Extremismus ist natürlich ein Thema.

    Andererseits sehen wir auf globaler Ebene, dass auch staatliches Handeln nicht per Definition moralisch gut ist, sondern propagandistische Ziele verfolgen kann. Da müssen wir nur in die eigene deutsche Historie schauen, Stichwort DDR und staatlich organisierte Zwangsadoptionen.

    Die Mischung macht es und so sieht Art. 6 Abs. 2 Grundgesetz die primäre Handlungskompetenz bei Eltern und Familie, aber immer auch unter staatlicher Aufsicht.

    Solange Kinder bei ihren Eltern aufwachsen, kann der Staat nicht verhindern, dass bildungsnahe Familien bestrebt sind, im Rahmen ihrer privaten Möglichkeiten bildungsfördernde Maßnahmen zu etablieren.

    Der Staat kann auch nicht alles kompensieren: Nur weil die Eltern von Kind A sich eine bilinguale Nanny leisten können, die mit dem Kind Englisch paukt, kann man nicht einfach Kind B mit staatlichen Mitteln ebenfalls eine Nanny zur Verfügung stellen.

    Die Frage ist eher: Hat ein Kind dennoch die Chance auf Bildung und gesellschaftlichen Aufstieg, wenn die familiären Rahmenbedingungen weniger optimal sind? Und da muss man sagen: Entscheidend ist weniger, ob die Familie monetären Mittel hat oder nicht, sondern ob sie fürsorglich oder destruktiv ist. Monetäre Mittel bieten gewisse Vorteile, aber ein fürsorgliches Elternhaus kann das Fehlen von monetären Möglichkeiten kompensieren. Wächst ein Kind hingegen in einem destruktiven Elternhaus auf, sind die Bildungschancen stark eingeschränkt und Kompensation höchstens durch intrinsische Motivation oder außerschulische Vorbilder in Kombination mit erhöhtem Fleiß möglich.

    Statt einem Verbot von Hausaufgaben sollte ein Anliegen der Linken eher sein, schneller an destruktive Elternhäuser um diese an ihre gesetzliche Fürsorgepflicht zu erinnern, diesen nachhaltige Hilfen an die Hand zu geben und im schlimmsten Fall die Kinder aus den Familien zu nehmen.

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