Beiträge von Gymshark

    Ich wohne an einer Hauptstraße und dank Tempo 30 kann ich jetzt nachts die Fenster auflassen, ich höre jetzt keine Autos mehr, früher war es deutlich lauter.

    Nimmt man bei der Entscheidung für eine Wohnung an der Hauptstraße nicht auch irgendwo ein erhöhtes Verkehrsaufkommen mit entsprechenden Begleiterscheinungen in Kauf? Es gibt ja im Zweifelsfall auch vergleichsweise ruhige Außenlagen oder Seitenstraßen.

    Kindesmissbrauch ist nicht nur das Zufügen von Leid und Schmerz, sondern auch das Erschweren oder Verwehren der Stillung elementarer Bedürfnisse. Zu letzterem zählt vor allem sowas wie Entzug von Nahrung, Wasser oder Schlaf, aber auch Bildung und Erziehung.

    Jede/r hat das Recht auf Unfähigkeit. Was es zum Missbrauch macht, ist Unfähigkeit in Verbindung mit der Unwilligkeit, Hilfe zu organisieren und somit dem Kind zuzumuten, dieser Unfähigkeit ausgesetzt zu bleiben.

    chemikus08 : Es ist am Ende auch ein sehr deutsches Phänomen, dass hierzulande recht starke Einschränkungen diskutiert werden, während andernorts der (zweckgebundene) Energieverbrauch eher noch erhöht wird. Ich muss da z.B. an die ganzen Convenience Stores in Fernost denken. Was da an doppelt und dreifach verpacktem Plastikmüll zusammenkommt...

    Um es kurz zu machen: Es reicht nicht, mit dem Finger auf andere (Länder) zu zeigen. Wir sitzen alle in der Glut. Nicht nur auf die Politik schimpfen und sonst nix tun. Vielleicht sollte man erstmal damit aufhören, mehrmals im Jahr in Urlaub zu fliegen oder überhaupt so global unterwegs zu sein. Aber jede/r denkt, dass sein eigener kleiner Fußabdruck nix ausmachen würde.

    Dazu bräuchte es einen erheblichen Mentalitätswechsel in der Gesellschaft. Im Jahr 2026 ist "Reisen" eines der beliebtesten Hobbys und es geht sogar so weit, dass jemand, der/die sagt, dass er nicht gerne reist, schief angeschaut wird. Heißt aber auch, wenn man dem Ganzen irgendwas Positives abgewinnen will, dass viele Menschen die finanziellen Mittel haben, es sich leisten können, regelmäßig zu reisen.

    Es ist ein kleiner Trost, dass die Eltern zumindest nicht komplett unkooperativ waren. Dennoch, wenn ein Kind schon von mehreren (!) Schulen geflogen ist, ist das ein Zeichen dafür, dass die Eltern mit der Erziehung hoffnungslos überfordert sind, und das über einen längeren Zeitraum laufen zu lassen, ist in meinen Augen auch eine Form von Kindesmissbrauch. Hilfslosigkeit bei gleichzeitiger Verweigerung, sich Hilfe zu suchen, schadet einem Kind eben auch in erheblichem Maße. Hier hätte aber auch die Jugendhilfe viel früher hellhörig werden müssen, denn bereits ein erzwungener Schulwechsel ist ein Warnsignal, dass etwas gewaltig in die falsche Richtung geht. Das passiert nicht, weil ein Kind mal einen schlechten Tag hat.

    Die deutschen Kultusministerien werden derzeit von fünf verschiedenen Parteien vertreten (Bündnis 90/Die Grünen, CDU, Freie Wähler, Die Linke, SPD) und diese haben unterschiedliche Standpunkte zu sonderpädagogischer Förderung. Einige befürworten eine Ausweitung inklusiver Beschulungsmodelle, Andere befürworten die Beschulung im Rahmen auf sonderpädagogische Bedürfnisse spezialisierter Schulformen. Im von dir genannten Bundesland Hessen stellt die CDU derzeit den Kultusminister und in deren Wahlprogramm (S. 11) zur letzten Landtagswahl steht

    Zitat

    [W]ir [halten] an dem Erhalt und bedarfsgerechten Ausbau der Förderschulen fest. Wir [...] brauchen keine neuen Systemdebatten über die [...] Abschaffung von etablierten Schulformen[.]

    Daher ist davon auszugehen, dass, solltest du in dem angegebenen Bundesland später eine Tätigkeit als Lehrkraft für sonderpädagische Förderung aufnehmen, absehbar auch die Möglichkeit erhältst, an einer entsprechenden Schulform eingesetzt zu werden.

    Wir leben aber in keiner Diktatur, Chili. Es gehr nur, wenn die Politik die Bürger (m/w/d) mitnimmt, sonst wählen sie das Projekt schlichtweg bei der nächsten Gelegenheit ab. Davon hat auch keiner etwas. Und die Bürgeraktivierung ist in meinen Augen dann am größten, wenn sie einen unmittelbaren Vorteil für sich erkennen können und nicht durch das Aufzeigen von Worst-Case-Szenarien - diese erzeugen eher noch Trotzreaktionen.

    chilipaprika : Ich bin argumentativ bei dir, aber es ist schwer, damit Wähler (m/w/d) und Politiker (m/w/d) zu überzeugen. Ein Kompromiss wäre, mit einem überschaubaren Areal anzufangen und wenn die Umsetzung hierbei auffällig gut funktioniert, lässt sich das Projekt auf den Rest des Stadtteils oder gar die ganzen Stadt ausweiten. Sich jedoch gleich die ganze Stadt vorzunehmen, könnte zu einem weiteren Ewigprojekt wie Stuttgart 21 führen.

    Und selbst bei dem kleinen Areal muss offen die Finanzierung angesprochen werden. Kommunale Kassen sind begrenzt - das Geld, was für die Neuplanung eines bestehenden Areals eingeplant wird, wird an anderer Stelle fehlen. Und im Zweifelsfall wird auch dort bereits das Geld dringend benötigt.

    Wichtig ist bei solchen Projekten, dass für die Bevölkerung der Sinn unmittelbar erkennbar ist, dann sind die Menschen auch bereit, sie zu unterstützen. Mir fällt z.B. sowas wie "essbare Stadt" ein - damit hast du einerseits die von dir angesprochene Entsiegelung, aber auch eine unmittelbare Einbindung der Bürger (m/w/d).

    Selbst in dicht bebauten Städten wie Berlin oder München können Begrünungsprojekte durch entsprechende Nutzung von Dächern umgesetzt werden - das fällt auch unter Urban Gardening,

    Ach so, du denkst an eine komplette Neuorganisation von Städtebau. Das wird natürlich sehr teuer. Und zeitintensiv... Selbst wenn sich eine Regierung hierauf einigen würde, würde sich die Umsetzung über mehrere Legislaturperioden strecken und was wäre, wenn eine zukünftige Regierung von den Plänen nicht (mehr) überzeugt ist und das Projekt mittendrin wieder einschlafen lässt und die Prioritäten anders setzt?

    chilipaprika : Ich bin auch schon an einem Haus vorbeigefahren, wo der Vorgarten in Hanglage komplett mit einer Plane abgedeckt wurde. Da wurde sich nicht einmal die Mühe gemacht, das darunter Liegende sauber zu entfernen. Sowas macht mich dann schon sprachlos. Ich verstehe schon, dass das eigene Haus für viele Menschen einen gewissen Charme hat. Viele wünschen sich sogar zusätzlich zu dem Haus auch einen Garten, aber selbst wenn nicht... viele Reihen(-mittel-)häuser haben vergleichsweise wenig Grün und auf viele (ältere) Häuser in Ortskernnähe oder an Hauptstraßen trifft das ebenfalls zu. Da gibt es also durchaus Möglichkeiten.

    Allgemein sind neue Flächen, und das hast du ja bereits angedeutet, pflege- bzw. wartungsintensiv. Ich kann da nur vermuten, dass es sowohl auf öffentlicher als auch zunehmend auf privater Seite (Gerade diese "Steingärten" werden oft gewählt, weil sie vergleichsweise pflegearm im Vergleich zu begrünten Flächen sind.) an der Bereitschaft fehlt, hierzu Zeit und Mühe reinzustecken. Urban Gardening, mein zuvor genanntes Beispiel, wäre ohne Freiwillige wohl kaum realisierbar.

    Ich wundere mich bei deinem genannten Beispiel mit den Parkplätzen, warum sich Menschen für ein Haus mit Garten entscheiden und dann nachträglich den Garten entfernen, wenn es Wohnformen gibt, bei denen von vornherein wenig Grün vorgesehen ist. Dann wäre doch so etwas für diese Leute deutlich sinnvoller.

    Inwieweit ist denn Distanzlernen bei den bautechnischen Wohnvoraussetzungen vieler Schüler (m/w/d) sinnvoll oder gar sinnvoller als die Beschulung vor Ort? Es ist ja nicht so als ob private Wohngebäude klimatechnisch super ausgestattet sind und nur (öffentliche) Schulen in dem Punkt hinterherhinken - gerade Dachgeschossbewohner (m/w/d) können da jeden Sommer ein Lied von singen.

    In Deutschland sind viele Gebäude, egal ob für Wohn- oder gewerbliche Zwecke, nicht wirklich klimafreundlich ausgestattet bzw. habe ich den Eindruck, dass der Schwerpunkt vor allem auf der Bereitstellung von Wärme statt Kühle liegt, was in Ländern wie den Vereinigten Staaten oder auch den Vereinigten Arabischen Emiraten doch etwas anders ist ("Air conditioning"). Es wird in Deutschland als schlimmer angesehen, wenn die Heizung nicht geht, während wir es gewöhnt sind, dass die Klimaanlage oder der Ventilator, wenn überhaupt vorhanden, nicht die ihnen zugeschriebene Funktion erfüllen. Das Motto gilt lange Zeit "Warmes Wetter ist doch schön, da muss man halt irgendwie durch.", sollte also eine tragfähige Lösung gewünscht sein, bräuchte es einen grundsätzlichen Mentalitätswechsel in der Bautechnik, dass die Bereitstellung von Kühle als genauso wichtig eingeschätzt wird wie die Bereitstellung von Wärme. Aktuell sehe ich uns da gesellschaftlich noch nicht angekommen.


    Nachtrag: Hier ein interessanter Artikel hierzu.

    Nein, das stimmt, aber ich habe gemerkt, dass man schnell in diese Mühle gerät mehr zu geben als man will, gerade wenn man neu ist.

    Wenn man neu ist und noch keine Kollegen (m/w/d) näher kennt, würde ich nur gratulieren, aber nichts schenken.

    Sobald man sich besser kennt und das zwischenmenschliche Verhältnis gut ist, würde ich je nach Anlass zwischen 5 und maximal 20€ geben. Höhere Geschenke würde ich auf den privaten Rahmen, sprich Freunde (m/w/d) und Familie, beschränken.

    Du würdest den Job nicht machen wegen zu vieler Ausgaben?

    Es artet aber schnell aus, wenn gesammelt wird. Dann will man ja nicht nachstehen und sich nicht beteiligen.

    Ich meinte, dass ich die Hände von den Ausgaben lassen würde, nicht vom Job.

    Ich würde bei einer Sammelaktion für ein Kollegiumsmitglied nur etwas geben, wenn ich mich auf persönlicher Ebene besonders gut mit der Person verstehe. An einer großen Schule mit hoher zweistelliger Lehrkräftezahl + pädagogische Fachkräfte + Verwaltungsassistenzen + Reinigungskräften und Haustechnik kann nicht die Erwartungshaltung sein, dass man jedes Mal etwas gibt, sondern höchstens den 5-10 Personen, denen man besonders nah ist. Und bei diesen finden besondere Anlässe in der Regel nicht zum gleichen Zeitpunkt statt.

    Ist das Verhältnis eher neutral, genügt auch eine Gratulation - völlig ohne Geschenk.

    Ist das Verhältnis negativ geprägt - und auch das kommt vor, wir sind alle nur Menschen - dürfte normalerweise auf beiden Seiten gar nicht eine etwaige Erwartungshaltung bestehen.

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