Beiträge von Quittengelee

    Gratulation an die Schüler*innen.
    Sie haben es geschafft. 👍😊

    Das wird man doch nie ganz verhindern können. Und wer besonders kreativ ist, der hat es auch verdient.
    Gab es früher doch auch schon.

    Was hat der verdient? Eine gute Englischnote, obwohl er kein Englisch kann?

    Außerdem ist es ja offenbar weniger eine Frage der Kreativität als des Preises: Knopf im Ohr, Geheimstift.

    ... Und das bedeutet dann eben auch, dass Person A bei Übernahme einer Aufsicht nicht spontan auf unvorhergesehene Vorkommnisse außerhalb der Aufsicht reagieren kann, was Mitglieder der SL-Runde durchaus sehr häufig betrifft. Das bekommt man als "normale" Lehrkraft nur ansatzweise mit und hat das möglicherweise nicht umfassend vor Augen. Im Zweifelsfall sind dann also die entscheidenden Personen zunächst mal nicht greifbar...

    Welche Aufgaben sind das bei deiner Schulart zum Beispiel? Damit es relevant wird, müsste es ja mindestens jede zweite Woche spontan genau zur Zeit der Pause sein. Egal ob Frühaufsicht, mittags Busaufsicht oder vormittags auf dem Hof.

    ...

    Es muss folglich eine uns nicht bekannte Gewichtung der Wertigkeit oder Eignung der Aufgabe in Relation zur Funktion Lehrkraft/ SL/ Hausmeister, also Qualifikation für diese Aufgabe, geben.

    Ein Beispiel nannte Seph bereits - kollegiale Beratung in Pause ist eine originär von der SL geeignet ausführbare Aufgabe ob ihr Weisungsfunktion während die Aufsicht hier nicht ganz so geeignet scheint, da die qualifizierte Pausenberatung nicht durch den Hausmeister übernommen werden kann.

    Und das ist der Denkfehler. Ich bin keine Hausmeisterin aber der Schulleiter ist Lehrer. Und die Beratung kann Dienstag, 5. Stunde stattfinden, da hat der Schulleiter nämlich keinen Unterricht, damit er Beratung durchführen kann.

    Seph , sorry, aber das ist Unsinn. An Grund- und Förderschulen gibt es praktisch keine Beförderungsämter, alle machen alles. Ich weiß also zumindest für meine Schulart recht genau, welche Aufgaben es gibt.

    Davon abgesehen gehören Aufsichten zu den originären Aufgaben einer jeden Lehrkraft, wie Klassenfahrten übrigens, die du ja selbst für jeden machbar und notwendig hältst:

    ...

    PS: Natürlich fahren auch Lehrkräfte im Beförderungsamt auf Fahrten mit. Das gilt nicht nur für A14er, sondern durchaus auch für die "noch höheren" Ebenen.

    Aufsichten sind keine besonderen Aufgaben, die man automatisch mit Beförderung los wird, ich verstehe deine Argumentation überhaupt nicht.

    Pausenaufsichten kann grundsätzlich jeder führen und Hand aufs Herz: dafür ist jede einzelne Lehrkraft überqualifiziert. Ein privatwirtschaftliches Unternehmen würde für diese Form von Tätigkeit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine gut bezahlten Akademiker einsetzen, sondern auf anderes Personal zurückgreifen.

    Aber auch darum ging es hier nie.

    Darum geht es eben doch! Der Betrieb würde für manche Tätigkeiten weniger Qualifizierte einstellen, weil es billiger wäre. Lehrkräfte machen diese Aufgaben aber in ihrer Arbeitszeit, es würde den Staat mehr kosten, zusätzliche Erzieherinnen einzustellen.

    Die gemeine Lehrkraft kann die Aufsicht nicht durch weniger Unterrichtsvorbereitung oder gekürzte Elterngespräche kompensieren, der sich drückende Kollege kompensiert aber seine anderweitigen Tätigkeiten damit, dass er weniger Aufsichten macht. Das ist doch absurd.

    ...

    Ich habe mittlerweile den Eindruck, von vielen S von vorne bis hinten verar… zu werden. Hemmungslos.

    Kann man das nicht eher als eine Art Sport sehen? Aufgaben so zu erstellen, dass KI nichts nützt?

    Ich hab auch Spickzettel geschrieben, nie ging es darum, Herrn X zu verarschen. Mit wenig Aufwand sollte es noch eine passable Note werden. Wenn die Vorbereitung des Spickens mehr Zeit in Anspruch nimmt als das Lernen, wird's vielleicht nervig.

    Muss man ihnen vielleicht sagen. Also dass einem durchaus bewusst ist, dass ihnen niemand derartige Sätze abnimmt und es vielleicht schlauer wäre, sich Grundlagen im Fach draufzuschaufeln, bevor irgendwann gar nichts mehr geht. Und in der nächsten Klausur dann so machen, wie von WillG vorgeschlagen oder noch eine andere Variante testen? Mehr mündliche Mitarbeit bewerten, Zeug ausarbeiten lassen und dann Fragen dazu stellen?

    Pausenaufsichten an Grund- und Förderschulen sind mit Sicherheit nicht weniger anstrengend. Ich sehe auch nicht, dass man sich rechtfertigen oder um Verständnis werben müsste, niemand langweilt sich bei der Arbeit und die meisten haben privat irgendwas um die Ohren. Daher soll bitte jeder seine Aufgaben wahrnehmen und sich rausnehmen können, wenn es angezeigt ist, etwa bei Teilzeit, Behinderung, chron. Krankheit etc.

    Wir müssen uns überhaupt nicht über einzelne Kolleg*innen unterhalten, wenn diese sich persönlich angegriffen fühlen. Dann sollten aber auch nicht permanent solche Sätze fallen:

    ...ich hatte gedacht, dass sich selbst in einem virtuellen Lehrerzimmer nach einiger Zeit einschätzen lässt, was das für Menschen hinter den Accounts sind und wie die Beiträge einzuschätzen sind... Ich stelle aber fest: Man kann sich sehr schnell täuschen.

    Was ich "für ein Menschen bin" weiß niemand hier, das weiß ich nicht mal selbst.

    Also nun allgemein:

    ... hat doch gerade erst wunderbar erklärt, dass der Vorwurf, Funktionsträger würden sich vor (unliebsamer) Arbeit drücken, völlig daneben ist.

    Wenn einer keine Aufsichten übernimmt, macht er sie zunächst mal nicht, ich würde sagen: er drückt sich davor, weil er es kann.

    Und wenn A im Kollegium sagt, ich gehe am Stock, weil ich Unterricht-Pausenaufsicht-Unterricht kaum schaffe und B und C, die bereits weniger unterrichten (und höher besoldet werden nebenbei), finden, dass sie diese Aufgaben nun nicht mehr erledigen müssen, sollten sie sehr vorsichtig sein mit der Begründung. Die Qualifizierung jedenfalls ist eine ganz schlechte.

    Ich bekomm es einfach nicht voreinander!

    Natürlich ist eine SL qualifizierter als ein x-beliebiger Kollege und hat zum Beispiel in NRW dieses qualifiziert sein durch das EFV bewiesen.

    In anderen Bundesländern nicht. Außerdem gibt es noch andere Ämter, es geht hier offenbar nicht nur um Schulleitungen. In jedem Falle sind sie nicht plötzlich für Aufsichten überqualifiziert.

    Ich stimme zu, dass es ein sinnvolles und berechtigtes Ansinnen der Schulleitung ist, dass die Anwesenheit zu Beginn der Stunde geprüft wird und dies auch im digitalen Klassenbuch vermerkt wird.

    Ich persönlich sehe die Auswertung der Daten allerdings kritisch.

    Auch weil in der E-Mail der Schulleitung ebenfalls darauf hingewiesen wurde, dass der Unterricht pünktlich beginnen muss - durch den Zeitpunkt der Eintragung der Anwesenheit ist auch diese Information abrufbar. Aber auch ohne diesen Zusatz habe ich Bauchschmerzen in Bezug auf das digitale Klassenbuch, obwohl ich eigentlich die Digitalisierung in der Schule sehr befürworte.

    Ich verstehe nicht, was genau dich stört. Unterricht muss tatsächlich pünktlich beginnen, dafür werden wir bezahlt und haben ja auch Aufsichtspflicht. Wenn die Fdhlzeiten 8.07 Uhr statt 8.02h gemeldet werden und das Unmut auslöst, würde ich nachfragen, ob ich erst noch alle begrüßen darf, bevor die Fehlzeiten getippt werden.

    Oder geht es um den Tonfall der Schulleitung? Dann würde ich vermuten, dass es Einzelfälle gab, die Einträge immer wieder ganz vergessen und dann so allgemein darauf hingewiesen wurde.

    Wir denn dann direkt angerufen, wenn das im digitalen Klassenbuch eingetragen ist? Ansonsten ist der Zeitpunkt des Antrags doch völlig egal

    Ja, liegt aber an der Schulart. Wenn bei uns einer früh unentschuldigt fehlt, sollte man schon bald gucken.

    Und was Piksieben schreibt, bei Feueralarm sollte klar sein, wer im Haus ist.

    ... Verbunden mit der dringenden Bitte die Anwesenheitsliste schon zu Beginn auszufüllen.

    Wie seht ihr das?

    Normal, damit jemand im Sekretariat hinterhertelefonieren kann, wo die SuS abgeblieben sind. Ihr jungen Leute wisst ja nicht mehr, wie das ist: In grauer Vorzeit musste jemand mit einem Zettel durchs Haus laufen, morsen oder Brieftauben ins Sekretariat schicken, manche armen Schweine ohne Sekretärin gar selbst anrufen.

    ...Ich gehe davon aus, dass in jedem Bundesland Funktionsträger ein aufwändiges Verfahren durchlaufen, um da zu landen, wo sie sind, dass sie deutlich und mehrfach bewiesen haben, dass sie sehr qualifiziert, sehr engagiert usw sind und sich sicher nicht einfach vor der Arbeit drücken. Und sie drücken sich sicher mehrheitlich nicht vor den Aufsichten - es passt nur oft einfach organisatorisch nicht in den Arbeitsalltag.
    Was ich also eigentlich sagen möchte:

    Ich würde mir einfach mehr gegenseitiges Verständnis und mehr Wertschätzung wünschen. Nicht nur immer von SL zu LK, sondern auch umgekehrt. Und wer denkt, er kann es besser (und das meine ich völlig ernst, gute Schulleitungen werden an so vielen Stellen gesucht!), der möge sich bewerben, da sonst ungenutzte Ressourcen verloren gehen, die wir so dringend benötigen. Für die Aufsichten finden sich dann schon andere.

    Worauf Kris24 folgerichtig fragte, ob damit weniger Qualifizierte gemeint seien. Einen anderen Schluss lässt das Zitierte auch kaum zu, kleiner gruener frosch

    Was das "wer meint, er kann's besser" da noch soll, verstehe ich übrigens nicht. Das müsste doch in etwa heißen, "wer lieber Schulleiter*in sein will, als Lehrkraft mit Aufsichten, der sollte sich dafür bewerben." Aber genau darum geht es ja gerade, sind Aufsichten Aufgaben, die von allen getätigt werden oder die wegfallen, sobald man andere Aufgaben hat, für die aber bereits Unterricht wegfällt.

    ...und ob so ein großer Konsens da ist mit der Aufgabenverteilung, erfährt man auch nur, wenn man darüber spricht. Wenn eine Schulleitungsperson sagt: ich übernehme dessen 3 Aufsichten für ein halbes Jahr, der dafür ein Konzept zur Lesebuchausgabe erstellt" dann bin ich gespannt, wie viele nicht doch *hier* rufen würden.

    Das wurde, soweit ich das überblicke, hier auch von allen Teilnehmenden an der Diskussion genauso gesehen. Dass dann hier stellenweise so getan wurde, als seien sich einige Funktionssträger "zu schade" für Aufgaben wie Aufsichten u.ä. kam letztlich aus der Umdeutung des Aspekts anderer Aufgabenprofilen zu "Sonderrechten", was ich als ziemlich schräg empfinde. Wer in solchen Kategorien denkt, ist letztlich schnell bei einer Neiddebatte und damit weg von der Frage, wie man in einem konkreten Kollegium die vielfältigen Aufgaben, die an Schule anfallen, gemeinsam und zielführend verteilen kann.

    Für mich klingt das nach Euphemismus. "Aufgaben zielführend verteilen". Nö, fürs Amt gibt's bereits Abminderung.

    Aufsichten sind belastende Tätigkeiten, die einem die Pinkelpause stehlen und niemand im Kollegium, die alle dasselbe Studium absolviert haben, möchte diese Tätigkeit übernehmen. Sie muss aber gemacht werden. Je weniger Leute mit Beförderungsamt davon übernehmen, desto mehr müssen andere davon ausüben. Ist eigentlich eine ganz einfache Rechnung.

    Unterrichten beinhaltet Vorbereitung, Korrekturen, Elterngespräche, Förderpläne etc. Koordinatorinnen, oder welche Ämter es an den diversen Schulen so gibt, erhalten Stunden dafür, dass sie ihre Aufgaben erledigen. In diesen Stunden sitzen sie am PC oder unterhalten sich mit Erwachsenen. Die Präsenz vor der Klasse entfällt komplett und die Vor- und Nachbereitung ebenfalls. Der Job ist, mit Berufserfahrung, also entspannter als der Unterricht. So gesehen sollten Kolleg*innen mit A15 sogar mehr Aufsichten übernehmen, die Zeit am Kind geht ihnen sonst noch zu sehr verloren :P

    Aber das ist bloß Theorie, ich kenne wie gesagt SLen die es so oder anders handhaben und ich bin bislang nicht auf die Idee gekommen, das zu kritisieren. Sie teilen sich auch Klassen und Fächer zu, ist halt so, würde ich auch tun.

    ...
    Würdest du mit der selben Selbstverständlichkeit die SL oder die stv. SL übernehmen können?

    Ist zwar hier nicht Thema, aber da du fragst: Schulleitung ist kein Ausbildungsberuf. Also ja, jede*r von uns könnte das übernehmen und jede*r, der oder die die Aufgaben jetzt gerade ausübt, hat das irgendwann zum ersten Mal gemacht.

    Ändert also nichts an der Frage, ob eine Schulleitung für alle Aufgaben einer Lehrkraft plötzlich überqualifiziert ist.

    ...

    Es ist aber ja gerade auch unseriös, wenn ein Arzt seine begründet vermutete Diagnose nicht äußert.

    Zumal, wenn er sagen würde "keine Ahnung, lassen sie mal bei Gelegenheit ein MRT machen", würde man möglicherweise nichts weiter unternehmen, wäre auch nicht gut.

    Ich finde beides schwierig, Ärztinnen, die nicht mit einem reden und auf der Rechnung erfährt man seine Diagnose finde ich ähnlich schwierig, wie junge Ärzte, die irgend einen Verdacht als gesichert raushauen und damit unnötig einen riesen Stress beim Patienten auslösen.

    Wäre super, wenn sie jemand in der Ausbildung an irgend einer Stelle vernünftig in Patientenkommunikation einwiese.

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