Beiträge von Quittengelee

    Moralisch blöd ist halt, wenn der Tyrannenmörder selbst ein Tyrann ist. Aber solange er die richtigen Männer umbringt, machen wir einfach kurz die Augen erleichtert zu und hoffen, dass nicht schlimmere Männer nachrücken.

    Können die Arschlöcher dieser Welt nicht einfach Krebsleiden erliegen? Ach nee, es gibt ja keinen lieben Gott, daran sterben bloß Kinder.

    Nun ja, trotz Tarnung scheinen es ja KollegInnen mitzubekommen.

    Und dann sind KollegInnen doch wie eine Schulklassen. Man denunziert nicht und hält gegen die Lehrkraft bzw. gegen die Schulleitung zusammen. Da sind wir dann wieder bei dem uns allen nur zu gut aus beiden Positionen heraus bekannten moralischen Dilemma.

    Klar und du bist der Lehrer dieser ungezogenen Kinder.

    Es ist immer wieder verblüffend, zuzugucken, wie sich eine Beförderung auf Persönlichkeit und Selbstverständnis auswirkt.

    Es gibt ganz viele Möglichkeiten, Fahrrad, Rollschuhe, Mofa, Taxi, Hubschrauber, Pferd, Schlittenhunde. Darum geht's doch gar nicht.

    Ja auf die Arbeit muss man später auch selbst kommen. Das ist aber doch was ganz anders. Dann kommen wir wieder zu den Mützen und Jogginghosen.

    Insofern: Jogginghosen sind Privatsache und ob Rollschuhe oder Mofa genutzt werden, um in die Schule zu kommen, auch.

    Es gibt eine Schulpflicht. Klar, manchmal schwänzen SuS und dafür kann man Verständnis haben. Oder man hat keins, muss am Ende aber trotzdem damit leben. Gutheißen muss man mangelnde Erziehung aber nicht.

    Ich verstehe den Punkt immer noch nicht. Man muss also ein Fahrrad oder irgendeine Alternative vorhalten, Fall der ÖPNV ausfällt? Wer bezahlt das? Ist es eine Zulassungsvoraussetzung, dass man Fahrrad fahren kann? 3km kann man laufen, ja. Wenn der Schulweg aber üblicherweise mit dem Bus gemacht wird und dieser fällt aus, dann schafft man es niemals pünktlich zu Fuß.

    Ich verstehe deine Argumentation nicht. Die Leute sind erwachsen und alleine lebensfähig. Wenn der Bus ausfällt, müssen sie einen anderen Weg zur Arbeit/in die Schule finden, das ist normal und erwartbar. Dein Verständnis für Leute unter 25 in allen Ehren, du darfst ihnen aber auch zutrauen, für Alltagsprobleme eine Lösung zu finden.

    Okay, so verstehe ich den Sinn grundsätzlich auch. Auch wenn es dafür die U-Untersuchungen gibt, daher soll es offenbar doch noch mal flächendeckender sein und die erreichen, die die Vorsorge nicht machen.

    Aber grundsätzlich: wenn uns zuständige Ärzt*innen über besorgniserregende Befunde informieren, auch im Austausch "ist Ihnen auch aufgefallen, dass..." gleichzeitig aber mitteilen, dass sie nicht nachhaken dürfen, baut das schon zumindest gefühlt Druck auf.

    In Sachsen gibt es regelmäßig verpflichtende Schuluntersuchungen, an der Förderschule am häufigsten. Zahnarzt aber auch Kinderärztin kommen in mehreren Klassenstufen vorbei. Wenn die Eltern dem nicht zustimmen, müssen sie selbst mit dem Kind aufs Amt latschen.

    Meine Frage: wenn die Eltern dem zustimmen, darf der Arzt/die Ärztin mit den Lehrkräften reden. Ich frage mich nun, was ich mit der Info machen soll, wenn die Eltern sich nicht weiter kümmern. Angenommen die Person vom Amt stellt auffällige Herzgeräusche, logopädischen Bedarf oder starkes Übergewicht fest. Soll ich dann die Eltern erziehen und nachfragen, ob sie beim Kardiologen/in der Ernährungsberatung waren?

    Ganz grundsätzlich geht es natürlich ums Kindeswohl. Trotzdem fühle ich mich nicht in der Lage, derlei Kontrolle durchzuführen, zumal es dem Gesundheitsamt offenbar nicht zugestanden wird, weitere Schritte einzuleiten. Außerdem: wenn die Eltern nicht zustimmen, erfahre ich sowieso nichts vom Ergebnis der Untersuchung.

    Wo ist also der Sinn? Habt ihr auch derlei Schuluntersuchungen noch?

    Ich wurde noch gegen Röteln geimpft in der 6. Klasse, fällt mir gerade ein.

    Also wie ist das bei euch, sind die Untersuchungen Pflicht? Was folgt daraus?

    Vielleicht ist das länderspezifisch.

    In Baden-Württemberg heißt es folgendermaßen:

    Für mich klingt das schon so, dass eine Attestpflicht bei begründetem Verdacht möglich ist. Aber eben auch die von dir angesprochene amtsärztliche Begutachtung.

    Ja, aber nur im Zweifel, für einen Ausnahmefall. Also "gehen Sie mal zum Arzt" nicht "Sie müssen bei jedem folgenden Fehltag sofort den Schein bringen.

    Was mich wundert: weder du noch der TE arbeiten in Baden-Württemberg, wenn ich das richtig sehe. Wieso zitierst du ausgerechnet deren Verordnung?

    hm doch ...
    Zumindest in meinem Bundesland (und augenscheinlich auch in Gymsharks BL.
    SuS zum Amtsarzt schicken, wäre was Neues (und zur Info: als Auftraggebende müsste die Schule die Kosten tragen. Wir hatten vor Jahren sehr viele Diskussionen darüber, weil wir eine sehr hohe Quote an Chlorallergie haben)

    Also man kann nicht anordnen, dass ein Schüler generell ab Tag 1 eine Krankschreibung vom Arzt benötigt. Würde mich wundern, wenn das woanders ginge?

    Du weißt aber auch nicht, ob das Elterntaxi gerade an dem Tag nicht wirklich nicht kann. Ich verstehe aber auch jeden, der so einen Anlass für sich nutzt.

    Warum? Und warum bei Ramadan nicht? Wenn dir egal ist, ob die SuS kommen, sollte doch auch der Grund egal sein.

    Bei begründetem Verdacht könnt ihr doch eine Attestpflicht verhängen, ...

    Nein, das gibt es nicht. Man kann verlangen, dass jemand zum Amtsarzt geht, das war's.

    Feldscher , kann man erwachsene SuS nicht von der Schule werfen, wenn sie soundsoviel Fehlzeiten haben? Ansonsten halt über die Noten regulieren. Schreibe doch jedes Mal einen benoteten Kurztest zu Stundenbeginn und dann zählt "Streik anderer Berufsgruppen" nicht als entschuldigt, bzw. die Person muss alle Leistungskontrollen nachholen, wenn sie sich ständig krankmeldet?

    Den größten Anteil daran haben E-Autos. Wenn man die mit einer Photovoltaik-Anlage kombiniert, wird das Ganze auch betriebswirtschaftlich so richtig interessant.

    Ohne Photovoltaik sieht die Rechnung bei mir bei dem einen Auto, das 50.000km pro Jahr fährt, so aus:

    Bisheriger Verbrauch: 3.500 Liter Diesel, 6.000€ jährlich

    Mit E-Auto ohne Photovoltaik: 12.500kWh inkl. Ladeverlusten, 3.700€

    Mit E-Auto mit Photovoltaik: 12.500kWh, 50% aus dem Netz + 50% Solar: 2.375€

    Das ist wohl das Einzige, was am Ende funktionieren wird: wenn die Umstellung auf Erneuerbare günstiger ist und keinen vermeintlichen Verzicht darstellt.

    "irgendwelche Traditionen" war erstens nicht mein Wording, sondern ein Zitat, und ist zweitens, wie jetzt wiederholt geschrieben, auf Traditionen innerhalb des Katholizismus bezogen. Ich verstehe wirklich nicht, was du willst. Dass es unzählige protestantische Gemeinschaften und innerhalb derer unterschiedliche Verständnisse von "sola scriptura" gibt, ist ein Fakt.

    Wahrscheinlich verstehe ich dich nicht. Also kein Missverständnis sondern ein Unverständnis. Ist aber nicht schlimm, man muss nicht alles verstehen.

    Ich schreibe doch die ganze Zeit, dass das Ökumene-Ding für tolerante Ignoranten ist und wirklich überzeugte Gläubige nicht funktioniert. Und du stimmst dem mit jedem Beitrag zu, indem für dich alles andere als dein Glaube "irgendwelche Traditionen" und "jeder versteht darunter was anderes" ist.

    Vermutlich verwechselt Wolfgang das bzw. hält die Altkatholiken für irgendwelche traditionalistischen Kreise wie zum Beispiel die Piusbrüder (FSSPX), die aktuell wegen der geplanten Bischofsweihen wieder in den Medien präsent sind.

    Man muss "irgendwelche Traditionen" (die es natürlich zweifellos gibt und die kultur- und zeitspezifisch und nicht Kern des Glaubens sind) trennen von der Tradition, die gerade eine der Säulen des Glaubens ist, weil bei Katholiken eben nicht das protestantische "sola scriptura" (worunter jede protestantische Gruppe etwas anderes versteht) gilt.

    Nur genau so, wie du es richtig findest, IST es auch richtig. Es gibt DIE Tradition, alle anderen sind bloß pseudo und kultur- bzw. zeitspezifisch. Ich finde das zwar fremd für einen Menschen mit Universitätshintergrund aber durchaus auch faszinierend.

    Meine muslimischen SuS können übrigens auch nicht sagen "bei uns ist das so" sondern nur "so ist die Wahrheit...".

    Ich habe im Politikunterricht die Schüler ihren co2-Fußabdruck berechnen lassen und danach in der Pause mal meine privaten Zahlen eingegeben. In den letzten 3 Jahren haben wir daheim unsere co2 Emissionen von knapp 25 Tonnen/Jahr auf 7 Tonnen/Jahr reduziert. Diese verbliebenen 7 Tonnen resultieren aus dem Strom, den wir zukaufen müssen.

    Hat mich irgendwie schon beeindruckt welche Dimension das bei einem 4 Personen-Haushalt annimmt.:victory:

    Cool, aber fliegst du nicht jedes Jahr mehrmals in Urlaub? So mein Eindruck von deinen Erzählungen. Aber das kann auch lange her sein :)

    Ich grübele noch, ob die Ausgangsfrage ernst gemeint ist, da es aber Zustimmung aus den Reihen des Forenkollegiums gibt, schwinden die Zweifel.

    Abgesehen von der schulmeisterlichen Art, sich mit der Stoppuhr ans Tor zu stellen: es zweifelt niemand so grundsätzlich daran, dass die Schulleitung Verantwortung für den Laden trägt und selbstverständlich auch Sanktionen durchsetzen muss, wenn einer seine Arbeit nicht macht. Oder?

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