Beiträge von Quittengelee

    Das Problem ist ja ein Grundsätzliches, wenn du nicht mehr in EZ bist, hast du dieselben Fahrtwege und einen Partner, der sich nicht um die Betreuung kümmert.

    Wenn es dir wirklich nur und genau um ein Schuljahr gehen sollte, würde ich wahrscheinlich erst mal darauf drängen: Die Behörde möchte dich lieber gar nicht einsetzen als an einer Grundschule? Glaube ich nicht. Es bedeutet aber Aufwand für irgend wen. Daher würde ich der sachbearbeitenden Person (also "irgendwem") bestimmt sagen, dass ich die TZ nur antrete möchte, wenn die Abordnung klappt. Vorher würde ich aber wohl die Schulleitung dieser GS anrufen und fragen, ob sie sich für mich einsetzen würde.

    Alternative wäre, wenige Tage an Stammschule fahren und für diese Tage um Betreuung kümmern.

    Edit: was sagt deine Schulleitung dazu? Mit ihr sollte man natürlich als erstes sprechen.

    Die aufsichtsführende Lehrkraft beschäftigt sich aber aktuell mit dem Umstand, dass dort täglich rangiert wird. Sie weiß also um das Problem. edit: und hält die Situation für unübersichtlich.

    Wenn sie regelmäßig zwei Klassen parallel zur Aufsicht zugewiesen bekommt ist das auch der Fehler ihrer Schulleitung und trotzdem ist sie nicht aus dem Schneider, wenn in einem der beiden Zimmer jemand aus dem Fenster fällt.

    Ich sehe es auch so, dass letztendlich die Schulleitung und die Fahrer*innen diejenigen sind, die die Verantwortung tragen.

    Im Gegenteil stehen doch am Rand vieler Schulhöfe Schilder, die das Befahren und Parken dort verbieten.

    Umso mehr sind die Lehrkräfte in der Verantwortung. Wenn man regelmäßig dort Aufsicht hat und das Befahren zulässt, muss man damit rechnen, dass ein Gericht nachfragt, wieso man seiner Einschätzung von Gefahr für die Kinder nicht nachgegangen ist, sondern zugeschaut hat.

    Die Diskussion, wer was irgendwo anders findet, ist in diesem Fall wirklich total müßig, weil ausschließlich die TE mit ihrer ganz bestimmten Schulhofsituation vor Ort und mit den Kindern, die sie beaufsichtigt, mit den möglichen Konsequenzen leben muss.

    Ich würde lieber an anderer Stelle auf die Suche nach Informationen gehen, hier sind im Wesentlichen Lehrkräfte unterwegs, die nicht "ausgestiegen" sind.

    Sozialpädagogenstellen werden, soweit ich weiß, beispielsweise nicht gerne an Lehrkräfte vergeben, in Wohngruppen zu arbeiten bedeutet Schichtdienst usw.

    Ich würde lieber mit Leuten reden, die in anderen pädagogischen Berufsfeldern unterwegs sind, da wirst du vermutlich brauchbarere Infos bekommen.

    ...

    Gleichzeitig können wir eigentlich ganz froh sein, dass ein Teil unserer Arbeitszeit auch mit weniger anspruchsvollen Aufgaben ausgefüllt ist und die ohnehin schon hohe Belastung in Situationen mit hohen Entscheidungsdichten nicht die vollständige Arbeitszeit umfasst.

    Würdest du uns erzählen, welche Entscheidungen das sind? Also die in Summe für dich belastender sind als deine Aufsichten?

    Ich halte es für irrelevant, wer sich hier was vorstellen kann oder will, offenbar macht sich die TE Sorgen, weil es auf ihrem Schulhof unsicher ist oder sich für sie unsicher anfühlt. Wenn ich bei jeder Aufsicht ein ungutes Gefühl hätte, würde ich etwas unternehmen.

    Elternrat informieren, Remonstrieren oder selbst bei der Stadt anrufen- was sich halt anbietet.

    Wenn wirklich etwas passieren sollte, wird man selbstverständlich als aufsichtsführende Person in irgend einer Form zur Rechenschaft gezogen. Das wissen wir seit Todesfällen auf Klassenfahrten und in Schwimmhallen. Und selbst wenn nicht, ich habe kein Bedürfnis, eine Mutter anzurufen und ihr zu erzählen, dass ihr Kind unter die Räder gekommen ist.

    Naja, bist du haftbar, wenn sich Kinder in der Pause in einer verwinkelten Ecke die Augen auskratzen? Wer mit einem Fahrzeug auf einen Schulhof fährt, muss mit Kindern rechnen und sein Fahrverhalten anpassen. Ob das auf irgendeinem schlauen Zettel steht, bezweifle ich aber, das ist einfach gesunder Menschenverstand.

    Und was, wenn ein Transporter ein Kind überrollt, während du Aufsicht hast? Wäre mir nicht so sicher, dass man komplett raus aus der Verantwortung ist. Der Richter wird garantiert wissen wollen, wie man jahrelang dort arbeiten und beim Rangieren neben den Kindern zugucken kann.

    Du hast schon wieder das Problem mit dem sinnentnehmenden Lesen. Ignoriere doch einfach meine Beiträge. Das ist für alle viel einfacher.

    Aber mal wieder extra für dich erklärt:

    Dann ignoriere doch meine Beiträge? Du meinst dich aber jedes Mal rechtfertigen zu müssen. Und meine Lesefähigkeiten sind recht sicher, besser jedenfalls als deine Grammatikkenntnisse, die ich gebeten wurde zu ignorieren, was ich seitdem tue.

    Also wieder zur Sache:

    An Stelle A, B und C beklagst du dich darüber, dass Lehrkräfte ihre Arbeitsbedingungen für gut genug erklären, indem sie sich mit anderen, schlechter gestellten Berufsgruppen vergleichen. Da ging es um Bezahlung, Arbeitsbelastung oder private Ausgaben.

    An Stelle D, E und F jedoch beharrst du darauf, dass Jugendherbergen und rund-um-die-Uhr-Aufsicht zum Job dazu gehörten und begründest es ausgerechnet mit Ärzt*innen im Dienst.

    Ich finde es ABSOLUT legitim, dass Erwachsene nicht mit Kollegen in einem Zimmer schlafen wollen und möchte darum bitten, dass nicht auch noch in der Öffentlichkeit von anderen Lehrkräften erklärt wird, wie toll das ist. Ist es nicht. Punkt. Wenn du das gerne machst: sprich per ich.

    Auf Akademikerniveau werfe ich mal den Arzt im Bereitschaftsdienst ein, der im Krankenhaus versucht zwischen zwei Notfällen ein wenig Schlaf zu finden. Da sind die meisten Zimmer in JH deutlich besser...

    Interessant, dass ausgerechnet du immer wieder für Klassenfahrten wirbst und für das spartanische Mehrbettzimmer plädierst. Wo du doch sonst regelmäßig betonst, wie sehr es dich stört, wenn sich Lehrkräfte mit anderen Berufsgruppen vergleichen, die weniger verdienen oder Geld für ihr Werkzeug ausgeben usw. Zweierlei Maß und so.

    Meinem Mann fällt der Gedanke an Zwangspension extrem schwer, klar kann er vielleicht später reaktiviert werden. Aber er verliert seine Schule, seine Kollegen. Und wer weiß, wo er dann hinkäme. Das ist gerade, als bricht alles weg. Und das schadet auch seiner Gesundheit.

    Das ist auch nachvollziehbar. Arbeit ist ein stabilisierender Faktor im Leben. Gleichzeitig mehrere stabilisierende Faktoren zu verlieren, kann traumatisch sein. Diese Gedanken benötigen Zeit und Raum.

    Aber auch:

    ... Manchmal denke ich, es wäre einfach schön, das ganze Hickhack hätte ein Ende.

    Vielleicht kann dein Mann das auch so sehen, nachdem du nun alles Theoretische gut durchdacht hast? Ihr habt alles, was ihr jetzt wisst, abgewägt. Niemand kann die nächsten Jahre prognostizieren. In welcher Schule er in 3 Jahren arbeiten möchte, das könnt (und dürft ihr aber auch getrost) erst in 3 Jahren überlegen. Man kann nur im Hier und Jetzt handeln.

    Ich finde es einfach schade, dass der Amtsarzt nicht zugehört hat, um mit deinem Mann gemeinsam eine Entscheidung zu treffen. Durch die ruppige Ignoranz hat er m.E. den ganzen Druck erst heraufbeschworen, ganz unabhängig vom Ausgang der Entscheidung.

    Ich wünsche euch alles Gute

    Ich kenne es nur so, dass diese Bereitschaftsstunden in der Gesamtlehrerkonferenz so beschlossen wurde, weil der Mehrheit der Kollegen die Planbarkeit wichtiger ist als möglichst geringe Anwesenheitszeiten. Und zumindest bei uns ist es kein Problem sich von so einer Bereitschaftsstunde auch einfach mal ausplanen zu lassen, wenn ein Termin, dienstlich wie privat, ansteht. Es entfällt ja kein Unterricht.


    Ich habe bei dem Thema den Eindruck, es ist wie bei den Eltern, die in Konferenzen sitzen. Entweder man hat sie und findet sie gut bzw. mindestens okay, oder man ist dagegen (Ausnahmen gibt es sicher in beiden Fällen.)

    ...

    Also ich finde die obige Erklärung schlüssig.

    (Im Gegensatz zu den Eltern in der Konferenz, da hat wirklich noch nie ein Argument überzeugt :flieh:)

    ...Im Extremfall erfährt man dann morgens in der Schule, dass man die 6b heute in der 3. hat und nicht erst übermorgen in der 1. die dann für alle entfällt...

    So ist es bei meinem Kind auch. Da wird ständig irgendwas geschoben und irgendwas fällt aus. Da fragt man sich als Eltern eher, wie die Kolleg*innen den Stoff durchkriegen und als Kollegin fragt man sich, welche Akrobatik die Vertretungsplaner vollbringen aber sinnlos rumsitzen tut m.E. niemand.

    Das kommt ein wenig darauf an wo sie liegen. Wenn die Bereitschaft in einer Randstunde liegt, ist der Einsatz etwas unwahrscheinlicher da diese für die höheren Sek-I-Klassen bei genug Vorwarnung entfallen. Und wenn man eine Bereitschaft hat die an dem Tag nicht abgerufen wird, darf man nach 15 Minuten Wartezeit gehen (das entfaltet aber eigentlich nur praktische Wirkung wenn sie am Ende des eigenen Stundenplanes liegt).

    ...

    Es ist doch auch jedes Mal ein kleiner Stressfaktor, wenn man auf Abruf da sitzt, oder? Ich empfinde dieses Ungeplante bereits beim Lesen als anstrengend.

    Oh, wir haben ein Begriffsproblem: Die "Lernzeiten" sind einfach die Stunden zwischen "normaler Stundentafel" und "Ganztag", sie werden in voller Klassenstärke angeboten und sind zur Erledigung der "Hausaufgaben" da. (Wie produktiv das ist, kannst du dir ausmalen).
    "Kleingruppen" kann man sich erst recht nicht leisten.

    Es wird ja immer besser :D Und die Mathefragen der aus der 7b Rüberschlurfenden soll man dann auch noch beantworten?

    Das tut mir echt leid! Ich frage nicht nach der Disziplin und wie anstrengend das ist.

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