Beiträge von Quittengelee

    Du meinst, sie beriefen sich darauf, dass man einfach so „ich will dich ficken“ zueinander sagt, wie man auch sagt „Mir gefällt deine Frisur“? Nein, da fällt mir nichts mehr zu ein.

    Und selbst das, es geht nicht darum, diesen Wunsch einer Person mitzuteilen, sondern ihn zu veröffentlichen, in dem ich ihn in der 3. Person über sie vermittle. Viel abwertender geht kaum.

    In der Industrie und im Handwerk gibt es auch bestimmte Vorgaben für bestimmte Vorgänge. Wer die nicht einhalten kann, muss halt länger arbeiten oder weniger schaffen und weniger verdienen.

    Und wo kommen die Vorgaben her, wie lange was zu dauern hat?

    Die Zeit, die man für ein förderpädagogisches Gutachten veranschlagt hat, wurde einfach mal um mehrere Stunden gekürzt. Dass sich z.B. die Förderausschüsse hinterher, an denen Hinz und Kunz teilzunehmen hat, sich natürlich nicht einfach kürzen lassen und dass man weder schneller diagnostizieren noch schneller tippen kann, interessiert die Vorgebenden leider nicht.

    Dass die Tipps über die genialen Tools wie okkultes Wissen weitergegeben wird, holt mich allerdings nicht so richtig ab.

    Ehrlich gesagt verstehe ich dich nicht so recht in dieser Debatte. Anderen empfiehlst du, sich in LaTex einzuarbeiten aber wenn es um das Verwenden irgendwelcher Geräte oder Apps geht, die andere für sich entdeckt haben (oder nutzen müssen, weils halt da ist), dann bist du so negativ. Kopiere doch AB so viel du magst, niemand zwingt dich zu irgendwas.

    Mir ist noch immer nicht ganz schlüssig, wie die Arbeitszeiterfasung exakt ablaufen soll...

    Wenn du in deiner Freizeit über Schüler oder Unterricht nachdenkst, ist das m. E. eher unter mangelnder Abgrenzung oder vielleicht auch Psychohygiene abzuhaken. Wenn sich die Kassiererin abends über einen nervigen Kunden aufregt oder dem Architekt unter der Dusche ein neuer Entwurf einfällt, würde ich das auch nicht unter Arbeitszeit erfassen.

    Aber. Umgekehrt darf man sich auch nicht scheuen, z. B. das Gespräch mit der Schulsozialarbeiterin über ein Kind als Arbeitszeit zu erfassen, auch wenn es auf der Stuhlkante mit nem Kaffe in der Hand erfolgte und nicht im Terminkalender eingetragen war. Oder man sollte sowas wie die Planung einer Betriebsbesichtigung mit SuS, für die man erst mal nach Betrieben googelt und Mails hin- und herschickt, oder eine "Arbeitsgruppe zur Gestaltung der Schaukästen im Treppenhaus"... nicht in der Zeiterfassung vernachlässigen.

    Ich neige jedenfalls dazu, bestimmte Dinge schnell nebenbei zu machen oder für so unwichtig zu halten, als dass ich sie selbst als Arbeitszeit festhalten würde. Ich vermute, das liegt auch am nicht vorhandenen Arbeitsplatz. Ständig sitzt man irgendwo in Klassenzimmern, um was zu besprechen oder steht am Telefon, um schnell was zu klären etc. Wenn man sich derlei Tätigkeiten, die glasklar Arbeit sind, zugestehen würde und nicht als "ich mach das halt, weil es halt jemand machen muss, aber eigentlich ist es ja schnell gemacht/freiwillig/kann ja jeder..." abtun, würde man vielleicht klarer sehen. Ich versuche zum Beispiel inzwischen, Vorbereitung möglichst in der Schule zu machen, dass ich zumindest diese Zeit vor Ort komplett als Arbeitszeit rechne. Wenn ich mich aber nachmittags zu Hause in ein Thema einlese, das ich noch nie unterrichtet habe oder durch Audiodokumente klicke, die ich im Unterricht verwenden könnte, ist es schon wieder schwieriger. Ist das Vorbereitungszeit? Schließlich müsste ich das nicht tun, könnte nur was lesen und abschreiben lassen. Manchmal suche ich für Geschichte auf ebay nach Originalen von annodunnemals. Müsste ich nicht, aber zur Veranschaulichung finde ich es prima und wichtig. Ich sammle definitv nicht privat Liederhefte der HJ oder sowas. Also doch Arbeitszeit?

    Ich finde die Frage also auch nicht so einfach zu beantworten, weil man immer mehr oder weniger machen könnte...

    Zitat

    Verstehe ich das richtig: Eure Schule kann es sich leisten, bei einzelnen Kollegen 4-7 feste Deputatsstunden statt für den Einsatz in den Klassen für Vertretungsreserven zu verbraten?

    Kann sie offenbar nicht, da die Kurse so überbelegt sind, dass die SuS nicht mehr arbeiten können. Von der Mehrarbeit in diesen Kursen mal ganz abgesehen.

    Gibt es inzwischen den "Kuriositäten-Thread?" da würde das Verfahren gut reinpassen. Ein Schulleiter denkt sich irgendwas aus und erzählt niemandem, warum er was tut.

    Hier gab es mehrere Vorschläge, was die TE alle machen und erstellen könnte. Gibt es denn nun eine Tauschbörse?

    patti , ich bin auch im Kreidetafelmodus und allein das Zeigen von Filmen ist in den letzten Jahren eher komplizierter geworden, denn einfacher.

    Vielleicht kannst du als nächstes um Anschaffung digitaler Schulbücher bitten, dass du möglichst weniger und nicht mehr Arbeit hast.

    Oh, ich schrieb es bereits: Sport und Musik unterrichtet bei uns tatsächlich 4 Wochenlektionen mehr als der Rest. Die Sportler empören sich darüber schon lange aber ich bin mir doch recht sicher, dass sie politisch mit einem entsprechenden Vorstoss zur Reduzierung des Vollpensums zeitnah nicht durchkommen. Es gibt einfach haufenweise Sportlehrpersonen die an der Sek II sowieso keine Anstellung finden.

    Ist denn die Anzahl der Bewerber in einem Unterrichtsfach bei euch ausschlaggebend für die Arbeitsbedingungen wie die Höhe des Deputats? Also wenn es zu wenige Physiklehrpersonen gibt, lockt man sie dann z.B. mit einer Reduzierung der Wochenstunden?

    Schon mal eine Informatikklausur konzipiert? Ein Schülerexperiment vorbereitet?

    Letzteres ja, und nun? Es geht nicht um den anstrengenden Alltag, der ist in der Förderschule sicher nicht weniger anstrengend als mit fast erwachsenen Gymnasiasten am Computer. Es ging um die Arbeitszeit und das Beispiel des Sport- oder Musikkollegen, der was Warten muss im Vergleich zum Deutschkollegen.

    Is ja witzig, ich dachte eigentlich, dass mehr oder weniger alle Deutschen ähnlich empfinden, wann was angebracht ist. Man entscheidet ja bei ersten Begegnungen schnell (wie alt ist der andere, welcher Kontext, kennen wir dieselben Personen, Sie+Vorname bzw. Du+Nachname etc.pp.) oder man fragt halt nach.

    Dieses gewollt joviale "Du" von Berufsjugendlichen, die einem irgend einen Ramsch verkaufen wollen, empfinden doch sicher die meisten anbiedernd, oder?

    Aber vielleicht ist es wie die Kopfbedeckung-im-Unterricht-Höflichkeits-Frage, je jünger, desto selbstverständlicher wird geduzt? :/

    Was sagen denn die U 30-Kolleg*innen, wenn ihr in ein neues Kollegium kommt, duzt ihr ungefragt alle, auch 60-Jährige und Vorgesetzte?

    Die Frage ist halt, wie erreicht man mehr....

    Zieh ich mich auf eine antagonistische und rein formale Position zurück, dann erreiche ich in Zukunft auch nur noch das, was mir der formale Standpunkt zubilligt.

    Das gilt auf alle Fälle für die einzelne Lehrkraft. Da muss man wirklich aufpassen, wie man was kommuniziert und worauf man wie beharrt.

    Als PR sollte man aber unbedingt klar aussprechen, was Sache ist. Die SL soll ihre Aufgabe so objektiv und gesetzeskonform erledigen, als irgend möglich und der PR sollte das kontrollieren und hinweisen, wenn was nur halbkoscher vor sich geht. Genau das ist sein Job. "Vertrauensvoll" heißt für mich nicht, dass man alles im Hinterzimmer bequatscht und ansonsten den Mund hält.

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