Beiträge von Quittengelee

    Was stellst du dir vor? Furzkissen? Kaugummi in Türschlösser drücken? Stuhlbeine ansägen? Du hat gut reden. Kolleg*innen in solch einer Situation als Deppen zu bezeichnen, finde ich auch sehr gelungen, Miss Miller wird sich bedanken...

    Sie lassen sich behandeln wie Deppen, habe ich geschrieben und genau das ist den Beschreibungen zufolge der Fall. Und nein, Streiche spielen meinte ich nicht.

    Naja, alle Anweisungen zu ignorieren ist vielleicht eine schlechte Idee.

    Aber du hast recht: Schulleiter sind nicht Gott (also: nicht immer ;) ) und können auch abgeschossen werden.

    Aber bei Konflikten mit einem oder mehreren Kollegen heißt es in der Regel: der Schulleiter bleibt.

    Die Konflikte betreffen ja nun eindeutig viele Kolleg*innen. Und ich vermute ganz stark, dass du mit am besten weißt, an welchen Hebeln ein Kollegium sitzen kann. Edit: von Amts wegen, nicht, weil es deinem Erfahrungsschatz entspringen müsste.

    Ich möchte mich jedenfalls nicht mehr damit belasten, mein Job ist anstrengend genug. Und den möchte ich so machen, dass ich zufrieden mit mir bin. Und ja - dazu gehört für mich auch, mich nur dann zu wehren, wenn es persönlich gegen mich geht.

    Du hast für dich offenbar einen Weg gefunden. Andere "verpissen" sich, wieder andere machen was anderes. Wenn das so okay für dich ist, die nächsten 4,5 Jahre, ist es doch in Ordnung.

    Ironie?

    Eine SL "auflaufen" zulassen, ist kaum möglich. Ich habe das mit einem Kollegium auch schon erlebt, und hier im Forum geschildert. Trotz vieler Beschwerden, eingeschaltetem Personalrat, gut informierter Schulaufsicht und professioneller Supervision war es nicht möglich, diese SL loszuwerden. Konsequenzen im Kollegium: Krankheiten, Frühpensionierungen und Versetzungen (auch meine). Zudem ist die Schule geschrumpft, da die Eltern die Unfähigkeit der SL sahen und ihre Kinder nicht mehr anmeldeten.

    Offenbar weißt du nicht, dass ein Kollegium auch einen Schulleiter mobben kann, was dich natürlich ehrt. Aber wenn sich 30 (40? 50?) Erwachsene behandeln lassen wie Deppen, dann geht es ihnen offenbar nicht schlecht genug, um kreativ zu werden.

    Letztendlich wollen wir in der Schule doch alle nur unsere Arbeit machen.

    Könnt ihr aber nicht. Alle Anweisungen geschlossen zu ignorieren, wäre zum Beispiel ein Einstieg in die Konfrontation, die zunächst keine Konsequenzen für euch hätte, außer dass ihr die neue Art von Spannungen aushalten müsstet.

    Oder mit einer Personalversammlung beginnen und wenigstens als Kollegium miteinander reden und gucken, was man erreichen will, statt anonyme Briefe zu schreiben oder zu hoffen, dass die SL errät, was los ist.

    Der Lehrerrat hat schon mehrere Versuche unternommen, ihr das alles aufzuzählen und sie zu fragen, woran sie glaubt dass es liegt, aber sie rafft es nicht (oder will es nicht raffen)

    Genau um dies geht es doch hier. Es wird sich künstlich aufgeregt, dass nicht jeder den Blödsinn mitmachen will. Selbst macht man aber noch ganz anderen Blödsinn.

    Nein, es ging darum, dass treasure manchmal im Alltag "Schülerinnen und Schüler" gebraucht und Schmidt behauptet hat, das sei per se unpersönlich.

    Es geht doch aber um das Geschlecht, ich sage zum Beispiel "alle Lehrerinnen und Lehrer" oder "alle Lehrkräfte" machen bis Weihnachten 3 Noten. Ich gendere also auch im Alltag. Natürlich könnte ich auch sagen "bis Weihnachten müssen in jedem Fach 3 Noten gemacht werden" oder sonstewas, aber ich muss mir doch nicht irgendwelche Formulierungen einfallen lassen, nur um den Begriff "Lehrer" oder "Schüler" komplett zu umgehen, wenn ich alle Geschlechter meine.

    Dass sich Kommunikation nur an weibliche Kollegen richtet, kommt hingegen immer mal wieder vor

    Wann denn das? Und warum schreibst du weibliche Kollegen? Ich dachte, je länger das Konstrukt, desto weniger durchsetzungsfähig.

    ...

    Kommt auf den Kontext an. In der Regel ist das Geschlecht aber gar nicht relevant. Wenn ich "Erzieher streiken bis Freitag" lese, dann ist es mir wurscht, welches Geschlecht die haben.

    Das stimmt, in diesem Fall ist es wurscht. Nicht wurscht ist es, wenn Kindern vermittelt wird, dass es vornehmlich Erzieherinnen und Chemiker gibt. Naturwissenschaftliche Studienberufe sind nicht Männern vorbehalten und Ausbildungen in pflegenden oder erziehenden Berufen nicht Frauen.

    Es wurde hier schon sehr oft geschrieben, wenn in einer Stellenanzeige steht "KFZ-Mechatroniker (mwd)", bewerben sich mehr Frauen. Das kannst du nicht glauben, oder doof finden oder finden, dass die jungen Frauen selbst Schuld sind, wenn sie sich vom "KFZ-Mechatroniker" weniger angesprochen fühlen, es ist aber so. Und das ist nur ein Beispiel, das zeigt, das die Realität eben so ist, auch wenn manche Männer das doof finden, nicht glauben oder finden, dass Frauen selbst Schuld sind.

    Ne. Das ist nicht meine Meinung. Wie kommst du darauf?

    du schriebst:

    Ich würde darauf tippen, dass es bei "Liebe Kollegen,..." darauf ankommt, was dahinter steht, ob du dich angesprochen fühlst oder nicht.

    Wieso muss eine Person erst den ganzen Text lesen und überlegen, was dahintersteht, um zu antizipieren, ob sie gemeint sein könnte? Kann man im aktuellen Jahrzehnt nicht erwarten, dass eine Nachricht an alle so verfasst wird, dass nicht ausschließlich Männer angesprochen werden? Ich bin kein Kollege und kein Lehrer, ergo zähle ich auch nicht zu den Kollegen und Lehrern. Bei letzgenanntem Berufszweig hat man ja inzwischen auch die Begriffe "Lehrkräfte" und "Lehrpersonen", sowas bräuchte es für weitere Berufsgruppen, dann könnte man sich Sternchen etc. sparen. Pflegekraft wäre sowas.

    Denkst du denn nun bei "Erziehern" an männliche, weibliche oder gemischtgeschlechtliche Gruppen von Betreuungspersonen?

    Bisschen selbstgewählt ist das Schicksal aber schon. Dass sich ein komplettes Kollegium nicht in der Lage sieht, einen tyrannischen Schulleiter auflaufen zu lassen, ist schon traurig.

    Ich würde darauf tippen, dass es bei "Liebe Kollegen,..." darauf ankommt, was dahinter steht, ob du dich angesprochen fühlst oder nicht.

    Achso und du findest, Frauen sollen sich mal nicht so haben und erst mal den Text analysieren, um zu wissen, ob Frauen, alle oder nur Männer gemeint sind?

    Liest sich aber meiner Meinung nach sogar fast noch schlimmer, weil man jetzt bei jedem Satz überlegen muss, ob nur die Männer oder nur die Frauen oder doch beide gemeint sind.

    Tja, dann weißt du jetzt, wie es uns geht.

    Mal ne andere Frage: Wenn in einem Text "Erzieher" steht, "Die Erzieher gehen mit den Kindern Schlittenfahren." denkst du an Männer, Frauen oder an eine gemischte Gruppe?

    Das ist sicherlich sinnvoll für Kinder aus sozialschwachen und bildungsfernen Haushalten, für alle anderen hat aufgezwungene institutionelle Dauerverwahrung sicherlich in erster Linie Nachteile.

    Nee, für diese Kinder gibt's spezielle Tagesgruppen. Der Kindergarten ist schließlich auch für Kinder aller Couleur, sonst könnten Mütter nicht arbeiten gehen. Ich schreibe bewusst Mütter, man schaue sich im Westdeutschland der 50er um, das teils bis heute nachwirkt, z.B. mit Kitaöffnungszeiten von 8-12 Uhr...

    Hatte ich behauptet, dass es sich dabei um ein exklusiv deutsches Problem handelte? Wieso also sollte ich mich dahingehend erklären?

    Komische Frage, willst du nicht etwas beitragen, das andere nachvollziehen können? Bei PISA geht es nunmal um unser Schulsystem und den Vergleich zu den Systemen anderer Länder. Du hast eine Liste von Dingen aufgeschrieben, die dich irgendwie nerven, behauptest, dass sie ursächlich für schlechtere Mathe- und Deutschleistungen sind als vor 10 Jahren und natürlich auch als in Ländern, in denen Jugendliche bessere Leistungen erzielt haben.

    Die Frage, warum bauliche Mängel und Inklusion zu schlechteren Leistungen beitragen und ob diese in Estland besser sind, wäre zum Beispiel einen Kommentar wert. Oder woran du eine "zunehmende Bildungsferne" festmachst und ob Länder, die besser abgeschnitten haben, keine solche Zunahme an Bildungsferne erfahren haben.

    Das ist keine Pauschalkritik, das war an diesen Schulen Fakt.

    Die Lehrkräfte sind gegangen, weil sie Geld für Bleistifte einsammeln mussten und dadurch länger als bis 13 Uhr im Schulhaus sein mussten. Klingt erst mal total plausibel.

    By the way habe ich die letzten 15 Jahre an Schulen gearbeitet. Ich könnte Bücher darüber schreiben...

    Als Sozialpädagogin nicht als Lehrerin. Richtig? Ich kenne auch unfähige Arschlöcher im Jugendamt, trotzdem steige ich nicht in die Sozialpädagogik quer ein, weil ich finde, dass alle Sozialpädagogen nicht genug arbeiten und ich ihren Job bestimmt besser kann.

    Es ist zunächst völlig egal, ob Wähler rechtsextrimistischer Parteien die Feststellung unseres Verfassungsschutzes beeindruckt. An zweiter Stelle hat die AfD mit dem Verfassungsschutz als solchem ein Problem und wenn du irgendwas auf den letzten 1400 Seiten gelesen hättest, hättest du diese Diskussion auch mitbekommen. Du informierst dich nicht, du redest von direktdemokratischen Elrmenten, obwohl mehrfach aufgeschlüsselt wurde, welche verfassungsfeindlichen, undemokratischen Elemente diese Partei in ihren Programmen verfolgt. Und solange du darauf nicht eingehst, sondern im Namen anderer sprichst, bezeichne ich dich als Unterstützer einer rechtsextremen Partei mit Faschisten an der Front, die menschenverachtende Aussagen verbreitet. Du hast kein einziges Mal dazu etwas geschrieben, willst aber mit Gewalt diesen sich im Kreis drehenden Thread am Leben erhalten. Darfst du natürlich und ich stelle das fest, nicht unter.

    Problem: An allen mir bekannten Schulen haben bei Einführung des Modells viele Lehrkräfte Versetzungsanträge gestellt, weil sie nicht bereit waren nach 13 Uhr in der Schule zu arbeiten.

    Da das nicht deine erste zynische Pauschalkritik an "den Lehrern" ist: ich bin gespannt, was du mit 5 Jahren Berufserfahrung sagst. Ab wann wirst du eigenverantwortlich unterrichten?

    Ich gehe davon aus, dass die sächsischen Wähler der Partei sich davon unbeeindruckt zeigen werden.

    Und? Sag uns doch nicht am laufenden Band, was andere meinen könnten. Du schreibst hier einen Beitrag nach dem anderen mit immer derselben Botschaft: Extremismus findest du okay. Nein, ist er nicht, er gefährdet unsere Demokratie. Und jeder Euphemismus, den du gebrauchst, macht es schlimmer. Diese Partei ist rechtsextrem. Führende Politiker*innen veröffentlichen menschenverachtende Gesinnung. Jeder, der sie unterstützt, unterstützt Verachtung. Du unterstützt eine menschenverachtende, rechtsextreme Partei. Du schaffst es nicht, dich in deinen 500 Kommentaren auch nur ein einziges Mal zu distanzieren. Ich finde das zum Kotzen.

    Quittengelee

    Wenn nicht inflationär unpassendes Klientel aufs Gymnasium strömen würde, müssten Eltern auch nicht Lehrer spielen. Die leistungsstarken Schüler kommen auch auf dem Gymnasium ziemlich gut alleine zurecht, zumal auch jedes mir bekannte Gymnasium Förderkurse, Hausaufgabenhilfe und dergleichen anbietet.

    Aktiv beschulende Eltern brauchen eigentlich nur die Kinder, die eigentlich ohnehin besser woanders aufgehoben wären. Und ja, da zeigt sich dann natürlich ein Unterschied zwischen bildungsfernen und bildungsaffinen Elternhäusern. Das müsste aber nicht so sein, wenn die Selektion von vornherein besser liefe.

    Huhn oder Ei? Kinder aus sozial schwachen Familien werden im deutschen Schulsystem benachteiligt. Das stellt jede Schulleistungsstudie jedes Jahr fest, das kannst du nicht wegdiskutieren. Dass nur leistungsstarke Kinder auf dem Gym sein sollten, bestreitet hier niemand. Du verwechselst oder vermischst aber laufend leistungsstark und brav. Die Ausbildung der Lehrkräfte wäre dir egal, solange nur gutzahlende Eltern ihre stillen Kinder auf die Schule schicken würden, auf die du dein Kind anmelden würdest.

    Was im übrigen verständlich und seit Jahren so ist, aber genau das Problem, um das sich Deutschland kümmern muss.

    Davon abgesehen wäre das für mich nicht das entscheidene Kriterium, sondern der zentrale Punkt ist die soziale Selektion.

    Meine große Befürchtung bei dem Konzept "möglichst lange Gemeinschaftsschule für alle" ist, dass nicht, wie erwünscht, die leistungsstarken Kinder und bildungsnahen und kapitalstarken Familien das leistungsschwache und bildungsferne Klientel positiv beeinflussen, sondern dass das Gegenteil passiert.

    V.a. angesichts der Tatsache, dass einfach nicht das nötige Geld und die nötige (v.a. personelle) Infrastruktur vorhanden sind, um fruchtbare Voraussetzungen für ein gemeinsames Lernen für alle zu schaffen.

    Wow, m.a.W. Deutschland kann sich nur eine Schule leisten, in der reiche Kinder vorankommen, weil die Eltern den Job der Lehrkräfte übernehmen.

    Je länger der Faden wird, desto deutlicher wird, was manche(r) Kolleg(in) selbst von der Schule hält.

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