...und so viel Freude im Meckerthread![]()
Beiträge von Quittengelee
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Haben für die Osterferien den Nachtzug von München nach Rom über ÖBB gebucht. Liegewagen in einer eigenen Minikabine. Kostet hin und zurück 120 Euro pro Nase und spart uns 2 Übernachtungen, da wir ja nachts fahren. Kleines Frühstück ist auch dabei. Da kommt Ryanair in der Gesamtbilanz nicht mit.
Zauberwald, ich werde berichten, wie es war.
Nachtzug fahren ist so toll! Man hat auch Zeit, innerlich anzukommen. Immerhin legt man eine große Strecke zurück, das 'Achtsame' kann das Flugzeug nicht bieten. Autofahren ist anstrengend und man steht oft im Stau etc. Also auch unabhängig vom Klima sind Zugreisen ganz prima.
Ich bin echt froh, dass (Nacht-) Zugstrecken so gaaanz allmählich wieder ausgebaut werden

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Wir müssen uns Gedanken darüber machen, dass SchülerInnen heute lieber durch AI erstellte "geleckte" Ergebnisse abgeben.
Eins meiner -wahrlich nicht strebsamsten- Kinder jugendlichen Alters sagte zu mir auf meinen Vorschlag hin, eine Aufgabe von ChatGPT in Rohversion auswerfen zu lassen, "ach nee, der Soundso macht das immer und das hört man sofort. Will ich nicht."
Trifft also offenbar nicht auf alle zu.
Aber klar, irgendwie muss man wohl oder übel auf Veränderungen im Leben als Lehrkraft reagieren. Ist ja auch nicht ganz leicht, je älter man wird.
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Ich berichte in diesem Kontext immer gerne von meiner Mutter, die nach dem Krieg in die Grundschule kam. Die Klasse saß nach sozialem Hintergrund getrennt, fiel ihr als 9-Jährige schon unangenehm auf: Industriellenkinder an der Fensterseite. Ca. 40 Kinder pro Klasse.
Ein Lehrer konnte sich nicht durchsetzen, er rief regelmäßig den Direktor, weil die Klasse sich aufgeführt hat wie Sau. Karzer und Schläge haben nicht davon abgehalten, dass Kinder Blödsinn gemacht haben.
Auf dem Schulhof mussten sie jede Pause im Kreis laufen, um sich nicht zu prügeln.
Was Freunde mir aus der DDR-Schulzeit erzählten ist nicht anders: auf der einen Seite Bestrafungen, die heute zur Misshandlung zählen, mit Gegenständen beworfen werden, in Unterwäsche turnen müssen etc. Auf der anderen Seite aber Klassen, die zarte Lehrkräfte zum Heulen gebracht haben.
Wirklich, es gab zu jeder Zeit schwieriges Verhalten, es war "früher" nicht alles besser.
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Das geht überhaupt nicht oder du kannst weder mit noch über jemanden reden.
Klar, kann sie doch machen, wie sie mag.
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Stimmt, habe ich übersehen, weil es sich jahrelang hier nicht beteiligt hat, habe ich ihn als neuen User eingeordnet.
Trotzdem legt er es in diesem Thread offensichtlich darauf an, dass die anderen über hingehaltene Stöckchen springen.Er hieß bestimmt mal Elternschreck und irgendwas mit Rabatz in Schulstuben auf referendarforen. Oh man, wie lange man hier schon rumdümpelt...
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Meiner Ansicht nach geht es darum, dass alle in der Lage sind eine Waffe in die Hand zu nehmen und dann auch rudimentär eine Idee haben, wie man damit umgehen muss. Nicht umsonst sind in einem Kriegsfall ja alle männlichen Bürger bis zum 45. Lebensjahr sofort wehrpflichtig und, wenn diese gefallen sind, alle bis zum Alter von 60. Also ja, es geht ganz klar um den Fall der Fälle, der dann ggf. auch erst in 30 Jahren eintritt.
Die gleiche Intention gab es ja auch in der DDR. Dort haben die Schulklassen auf dem Wandertag die NVA besucht und jeder durfte/musste auf der Schießbahn mit dem AK-47 fünf Schuß abfeuern. Hintergedanke war ganz klar, dass wirklich jeder zumindest rudimentär wußte wie so eine Kalaschnikov funktioniert.
Ist das eine Ode an den Wehrsport?
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Ja, wir werden alle sterben. Die Frage war aber, ob DU noch irgendwas von dem anwenden könntest, was du mal gelernt hast.
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Eine Strafe ist es immer dann, wenn du damit auf eine für die Schüler (m/w/d) unangenehme Art und Weise auf Unterrichtsstörungen oder anderes negatives Verhalten reagierst und dies nicht getan hättest, wenn es nicht zu besagten Unterrichtsstörungen oder anderem negativen Verhalten gekommen wäre...
Wir unterrichten aber im realen Leben, nicht im Handbuch für Pädagogische Psychologie.
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Danke für den Hinweis!
Aber ist es wirklich als Kollektivstrafe zu werten, wenn man einer lauten Klasse einige Zeilen zum aktuellen Thema diktiert - vor allem wenn man diesen Hefteintrag vielleicht sowieso hätte machen lassen, aber zu einem späteren Zeitpunkt?
Ich gebe ja keine Strafaufgaben für zuhause auf, die dann auch die "Unschuldigen" machen müssen...
Die Frage ist, was alles unter diesen Begriff fällt.
Ist es zb auch eine Kollektivstrafe zb mit einer lauten Klasse nicht in den Musikraum zu gehen? Das ist ja im Prinzip auch eine "Strafe" für alle, auch diejenigen, die sich an die Regeln halten.
Nein, Hefteintrag und Raumwechsel sind keine Strafen, du entscheidest, in welchem Raum wie Unterricht stattfindet.
Die Frage ist, ob es funktioniert: wenn es nicht zieht "zur Strafe" im Klassenzimmer zu bleiben, nutzt es sich ab. Wenn es beim Schreiben unruhig wird: bestrafst du dich selbst.
Dann eher: wir gehen jetzt leise und geordnet ins Musikzimmer. Sobald es unruhig wird, breche ich ab, wir gehen ins Klassenzimmer und schreiben auf, was ich sonst mit euch mit Instrumenten gemacht hätte. Und dann aber wirklich 35 min schreiben.
Edit: Nennt sich Hefteintrag/Ergebnissicherung, nicht Kollektivstrafe. Letzteres ist die ganze Klasse 15 Uhr nachsitzen zu lassen...
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Mehr Arbeit für die Klassen? Sobald du dich umdrehst, um mit dem Schreiben anzufangen, müssen alle abschreiben.
Beim Austeilen/Methodenwechsel halt das, was in der Grundschule auch funktioniert: strukturieren. "Zuerst geht die Fensterreihe leise nach vorne und holt die Triangeln" Oder sofort innehalten, wenn es beim Austeilen lauter wird, warten, dann erst weiter austeilen. Zeit ggf. hinten anhängen.
Und ein bisschen Unruhe im Nebenfach nach 12 Uhr finde ich ehrlich gesagt normal. Edit: und durchaus anstrengend, ich fühle mit dir.
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In meinem Umfeld früher gab es nur Kriegsdienstverweigerer. Ein Bekannter hat sogar komplett verweigert und ist in den Bau gegangen dafür. Das war schon spektakulär, die meisten mussten in den 90ern ja nur noch sagen, dass ihr Opa im Krieg war.
... Despektierliche Äußerungen über den Wehrdienst der W15er, auch wenn sie "verklärt" oder "anektdotisch" erzählt zu sein scheint, zeigt für mich eine bestimmte Grundhaltung...
Die Äußerungen kamen von Leuten, die Wehrdienst geleistet haben und nicht das Gefühl haben, eine nachhaltige Ausbildung genossen zu haben. Wenn deine Ausbildung besser war, könntest du davon berichten, du scheinst aber nur einem vagen Bild von eurem gefühlten Eifer nachzuhängen.
Hast du denn das Gefühl, im Verteidigungsfall eine Idee zu haben, was zu tun wäre?
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berauben
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Ich bin auch für ein Pflichtjahr, wie übrigens selbst unter den 18-35 Jährigen eine knappe Mehrheit.
Gibt's denn Statistiken zur Zustimmung unter Jugendlichen in den 70er-Jahren? Nicht, dass sie damals groß gefragt worden wären, aber vielleicht weiß man was dazu.
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Interessant, dass du in anderen Threads Kolleg*innen empfiehlst, weniger zu arbeiten und hier der Jugend Faulheit und Pflichtvergessenheit vorwirfst. Was denn nun, arbeiten junge Erwachsene zu viel oder zu wenig? Oder macht es überhaupt nur der richtig, der es genauso macht wie du?
Ich verstehe ja, dass man im Alter anfängt zu verklären und darauf zu beharren, dass man irgendwas ganz Wichtiges geleistet.
Gleichzeitig anderen Generationen vorzuwerfen, dass sie lediglich negative Eigenschaften vereinten, empfinde ich hingegen als sehr unangenehm.
Was sollen außerdem die Kriegsdienstverweigerer der ersten Stunde sagen, die sich ihr Recht noch in der Gesellschaft erkämpfen mussten? Alles faule Säcke, die im Krieg Geborenen?
Lass mal jede Generation ihre Entscheidungen treffen, jede steht vor ihren Herausforderungen.
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BaldPension Und ich warte immer noch darauf, dass unser Parteisekretär in Unifom auf der Matte steht und brüllt: "Genossen, die Übung ist vorbei!"
Das erklärt einiges.
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