Ichbindannmalweg, der weitere verlinkte Artikel schreibt dazu:
Kinder aus bildungsfernen Familien erhalten bei gleichen Fähigkeiten seltener eine Gymnasialempfehlung von den Lehrkräften als Kinder aus bildungsnahen Elternhäusern. Verstärkt das die Bildungsungerechtigkeit beim Übergang?
Hartmut Esser: Diese Tendenz gibt es in der Tat. Deshalb wäre es ratsam, für die Übergangsempfehlung stärker Kriterien heranzuziehen, die die tatsächlichen kognitiven Potenziale abbilden. Diese sind über den gesamten Lebenslauf relativ stabil und weniger abhängig von einer vorübergehenden Verfassung, wie etwa bei den Klausuren oder Noten. Diese zusätzliche Information könnte die Unsicherheit der Lehrkräfte bei den Empfehlungen verringern.
Es ist also möglich, dass eine Lehrperson nicht weiß, ob der Vater studiert hat, aber aufgrund der Kriterien ihrer Leistungsbewertung diejenigen besser bewertet, die bessere Unterstützung erfahren (Bsp: Hefter-Noten als Leistungskontrolle werten)
Edit: wir reden hier ja aller Nas' lang über Leistungsbewertung, daher sind wir sehr sensibilisiert dafür, denke ich. Also jedenfalls denke ich auch nach einigen Jährchen im Dienst immer wieder darüber nach, was genau ich da eigentlich bewerte. Komplexes Thema...