Beiträge von Quittengelee

    Dass Klassen gemeinsam zum Weihnachtsmarkt gehen, kenne ich gar nicht.

    Jetzt stehe ich auf dem Schlauch. Wieso NRW? Der/Die TE hat doch gar kein Bundesland angegeben.

    Sorry, das sollte heißen "zum Beispiel in NRW". Der Anteil von gläubigen Christ*innen dürfte überall sinken.

    Edit: dass so viele Gottesdienste feiern finde ich tatsächlich überraschend. Das kenne ich aus Sachsen lediglich von Schulen in kirchlicher Trägerschaft.

    Ich betreibe kein Migranten-Bashing. Ich habe oben geschrieben, dass zuvor in Deutschland beschulte Erwachsene aus der Sache heraus bereits Erfahrung mit Stiftnutzung haben. Falls dann jedoch die Frage aufkommen sollte, was mit denjenigen ist, die im Ausland beschult wurden, wollte ich diesen Punkt schlichtweg bereits vorweg nehmen und entkräftigen.

    Es gibt ohne Zweifel genug hochgebildete Migranten genauso wie hochgebildete Deutsche ohne Migrationshintergrund, aber ich stelle die These auf, dass deren Kinder eher weniger gemeint sind, wenn es um solche geht, die nicht eigenständig die Toilette nutzen oder einen Stift halten können.

    Falsch 'entkräftigt', ich habe Eltern, die nie in einer Schule waren und in keiner Sprache lesen können.

    Davon abgesehen geht es doch hier im thread um den angeblichen allgemeinen Verfall der Jugend, dass dieselbe Klientel unselbständiger geworden sein soll. Dass auf dem Boot geflohene Syrer andere Sorgen haben als zu basteln ist wohl allen klar.

    Was ist denn deine Beobachtung: können deine Schüler nicht alleine aufs Klo gehen oder fehlen ihnen andere grundlegende Fähigkeiten, obwohl sie diese vor einem Jahrzehnt noch hatten?

    Ja, Brauchtum halt.

    Nein, ich halte den TE nicht für ein Elternteil. Ich habe noch keine Schule erlebt, an der am Tag vor Weihnachten nicht etwas andres, etwas in Richtung Weihnachtsfeier gemacht wird. Du?

    Nee, hier auch Brauchtum, oft sogar an mehreren Tagen. Finde ich so semi, mal eine Stunde gemütliches Beisammensein oder Film finde ich in Ordnung, stundenlangen Unterrichtsausfall mit Weihnachtsarktbesuchen, jeder muss Geld für irgendwas ausgeben usw. (wie er übrigens durchaus auch vor Sommerferien üblich ist) finde ich unnötig. Warum müssen Acht- bis 12.- Klässler*innen zu gemeinsamen Aktionen genötigt werden?

    Zumal rund ein Fünftel der SuS in NRW etwa Moslems sein dürften.

    Eben, wenn das Christentum eine nennenswerte Rolle spielen würde, würde man zu Pfingsten und vor allem Ostern dazu irgendwas machen müssen in der Schule. Ich kenne aber kein staatliches Gymnasium, das 4 Stunden Kreuzigung feiert. Was vor Weihnachten passiert (Plätzchen essen, Wichteln etc.) ist v.a. Brauchtum und wenig Religion.

    Den Zusatz "als Lehrer müsstest du das eigentlich wissen" daher unnötig überheblich. Oder hältst du den TE für ein Elternteil?

    Corvus_cornix , habt ihr denn verkürzten Stundenplan mit Klassenleiterunterricht? Wenn du 4 Stunden in einer Klasse bist, kannst du es ja sowieso machen wie du magst.

    Wenn du jedoch 7 Stunden Geographie und Physik in 7 Klassen hast, hättest du nur je eine letzte Stunde pro Klasse und die 9b in der 7. Stunde noch Physik, da würde ich dann auch keinen Unterricht mehr aufzwingen wollen. Hättest du als Schüler wohl auch sonderbar gefunden. Aber auch da ist man doch frei, 7x Lebkuchen zu essen oder ein Physikquiz/Weihnachten in anderen Ländern-Text mitzubringen denke ich.

    Der letzte Schultag vor Weihnachten wird so begangen, weil das wichtige christliche Fest Weihnachten bevorsteht, nicht weil Ferien beginnen.

    Ob einem persönlich Weihnachten wichtig ist, ist da egal.

    Vor anderen Ferien wird das ja auch nicht gemacht.

    Als Lehrer müsstest du das eigentlich wissen.

    Bin gerade nicht sicher, ob du das ernst meinst, aber ich sehe keine lustigen Smileys.

    Eine widerspruchsfeste 6 zu setzen, ist allerdings auch gar nicht so einfach. Die 5 würde ich allerdings setzen, wenn es nunmal eine ist.

    Es geht ja auch nicht darum, Kinder zu bestrafen und über die Klinge springen zu lassen, die 6 wird auch extrem selten sein. Man muss ihnen aber erklären, wie man richtig lernt und warum man im Text nicht die Lösung dazulegen und das Buch benutzen lassen kann und wird.

    ...Ich erinnere mich aber noch gut an meine eigene Probezeit am Gym und dass das teils unangenehm war, weil definitiv mehr oder weniger direkt Druck ausgeübt wurde, Schüler durchzuziehen.

    Und was wäre passiert, glaubst du, dass jemand dich aus dem Dienst entlassen hätte, wenn der Schnitt deiner Klasse zu schlecht gewesen wäre? Und wie bist du dann vorgegangen, einfach die Tests so leicht gestaltet, dass jeder mit einer 2 durchkommt, egal ob er gelernt hat?

    Gymshark , du bist doch auch bloß so gebildet wie dein Elternhaus. Du hältst das für wichtig, was deinen Eltern wichtig war. Du springst nicht höher als du musst. Du könntest Chinesisch lernen, in die Oper gehen, Kunst schaffen, ein Instrument in einem Orchester spielen, selbst Kinder großziehen... Willst du aber gar nicht. Du bist mit deinem mittelmäßigen Leben zufrieden und damit beschäftigt, das von anderen zu bewerten und selbst das immer auf genau demselben Niveau seit 15 oder 20 Jahren.

    Dann stell doch einen Versetzungsantrag. Ein Kollege empfahl dir, 6en zu vergeben, damit der Schulleiter deine Versetzung unterstützt. Mehr kann ja nicht passieren, wenn du deine Arbeit richtig machst. Ein anderer schlug vor, dass du dich aus dem Dienst entlassen lässt und neu bewirbst: Risiko für dich, aber möglich.

    Weiterer Vorschlag: sich mit Kollegen zusammentun und Veränderung erwirken. Heulend im Bett liegen, weil Schüler*innen zu gute Noten bekommen halte ich für die schlechteste aller Möglichkeiten.

    ...

    Daher wollte ich nicht "stören" und in der Behörde lästig fallen.

    ...

    Gewerkschaft ja - aber die Rechtsberatung GEW scheint sehr viel zu tun zu haben und ich bekam noch keinen Termin.

    Höflich, dass du nicht stören wolltest, aber eben ineffektiv, du willst ja was von denen. Dasselbe bei der Gewerkschaft, wenn nicht gleich ein Termin verfügbar ist, dann muss das nicht bedeuten, es aus Höflichkeit oder Enttäuschung nie wieder zu probieren.

    ...

    Man hätte mich ja auch nur anrufen können?

    Was mich stutzig macht, ist die Aussage der Abteilungsleiterin:

    "Hier steht nichts über ein Telefonat vermeldet" UND es wurde dann nicht mal meine Akte angefordert.

    M.E. machst du dir zu viele Gedanken darüber, wer welche Beweggründe hatte, sich nicht mehr zu melden oder was in eine Mail zu tippen. Das ist halt leider völlig wurscht, weil es dich nicht weiterbringt. Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass es niemanden interessiert, was mit deinem "Fall" passiert, für die Leute in der Behörde bist du lediglich ein Name unter 1000 anderen. Das Bundesland, das dich verliert, hat am allerwenigsten Interesse daran, sich um irgendwas zu kümmern.

    Ich weiß nicht, was der nächste Schritt sein muss, vielleicht weiß es jemand anders genauer. Ich würde mir einen Termin in der zuständigen Behörde in Hamburg machen, hinfahren und denen solange bestimmt aber freundlich auf die Nerven gehen, bis ich eine Unterschrift unter einem Dokument hätte. Telefonate verpuffen naturgemäß im Äther.

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