Beiträge von Quittengelee

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    Deswegen sind solche Vergleiche peinlich und spielen eher die AFD in die Hände.

    Sag ich ja, was alles angeblich der AfD in die Hände spielt, das sagen immer die Verfechter derselben.

    ... Insbesondere, da Hitler schon vorher Aussagen zur Abschaffung des Parlaments gemacht hat. Auch ist der Inhalt seines Buchs Mein Kampf schon Andeutung genug, über das was später kam...

    Und da du offenbar nie Aussagen von AfD-Politiker*innen liest bzw. hörst fällt dir nichts auf, was sie jetzt schon alles sagen, bevor sie etwas zu sagen haben?

    Dass die Partei nach und nach als verfassungsfeindlich, gesichert rechtsextrem usw. eingestuft wurde ist dir auch entgangen?

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    Die AFD kann nur durch die Lösung der Probleme, von denen die AFD profitiert, beseitigt werden oder durch Politikteilhabe, wodurch sie ebenfalls entzaubert wird.

    Und das ist eben leider nicht lächerlich und peinlich sondern gefährlich.

    Übrigens sehe ich das ganz anders als Maylin85. Ich halte es nicht für nachvollziehbar und voll okay, dass so viele Menschen diese Partei wählen, sondern finde es umso schlimmer, dass sie es tun, gerade weil wir heute wissen, was wir wissen.

    Es macht das Ergebnis doch noch viel erschreckender, wenn man keine beruhigenden Erklärungen finden will, lasst den Leuten ihre Verantwortung.

    So wie anno '33 Menschen die volle Verantwortung übernommen haben. Da gibt's doch auch keine Entschuldigungen, wie (un)gebildet die Bürger waren und dass die Arbeitslosigkeit halt so hoch war und ach der Versailler Vertrag und die Bevölkerungsgruppe, die an allem Schuld sei... Äh nee, genau so nicht.

    Wo habe ich sie denn als ungebildet bezeichnet? Bitte lese meinen Text und unterstelle mir nichts. Ich habe geschrieben: "je niedriger der Bildungsstand desto höher der Anteil der AfD-Wähler". Das ist eine reine Beschreibung.

    Zweitens sind es von 18% auf 24% 1/3 mehr. Also 33% von 18. Der Unterschied zwischen 4 und 2 ist auch nicht viel, aber trotzdem ist eine Verdopplung .... Du kannst auch einfach mal vergleichen, dass nur 10% der Hochschulabsolventen die AfD wählen aber 26% der Menschen mit Hauptschulabschluss. Das hat aber sicherlich nicht nur was mit Bildung sondern auch mit der Lebenssituation zu tun. Aber nichtsdestotrotz höhere Bildung => bessere Lebenssituation => weniger AfD.

    Ich will auf Folgendes hinaus: In absoluten Zahlen haben allein in Ba-Wü und RLP aktuell rund 1,5 Mio Menschen blau gewählt. Zu sagen, das sind ja überwiegend Menschen mit Haupt- und Realschulabschluss, die sind halt leider nicht so gebildet wie ich, verkennt das Problem: Die meisten Menschen haben keinen Hochschulabschluss sondern gehen nichtakademischen Berufen nach. Das ist ganz normal und macht sie nicht zu Nazis.

    Bei den letzten Wahlen vor wenigen Jahren hat die AfD wesentlich weniger stimmen geholt. Es haben aber nicht plötzlich wesentlich weniger Leute Abi gemacht.

    Du machst es dir einfach, indem du dich erhebst über die ungebildeten Millionen, die aber ganz offensichtlich ziemlich durchschnittliche Menschen sind, sein MÜSSEN bei 20%.

    Bundesweit ist es dasselbe.

    Wir haben ein Problem und zwar ein Komplexes. Nichts davon ist leicht und schnell zu beheben. Es sind nicht alle außer dir ein bisschen blöd und müssen nur mal ordentlich informiert werden. Alle Leute besuchen eine Schule und lernen etwas über Fake News, Grundrechte und das 3. Reich. Du musst davon ausgehen, dass Wähler*innen ihre Entscheidungen aus bestimmten Gründen und Überlegungen heraus treffen, so wie du auch.

    Oder anders: Ich weiß auch nicht, warum Leute CDU wählen, insbesondere Frauen, würde ich niemals tun. Trotzdem halte ich nicht alle CDU-Wählerinnen für ungebildet.

    Hm, ich frage mich, was ist relevanter und ernst zu nehmender. Was ein Martin Sellner darunter versteht ... oder wie ein führender afd-Politiker wie Herr Höcke es auslegt. Logisch, dass man sich bei der Kritik auf die Aussagen von Herrn Höcke bezieht. Ohne da irgendwas hineininterpretieren zu müssen.

    Es stimmt auch nicht, Sellner hat verkündet, auch Staatsbürger*innen "remigrieren" zu wollen, was menschenunwürdig ist, wie das Bundesverwaltungsgericht feststellte.

    Da werden wieder mal Rechtsextremisten in Schutz genommen, um die Mär zu verbreiten, mit Kritik spiele man ihnen bloß in die Hände.

    Naja, wir können es mal mit Fakten versuchen. Erstmal habe ich nicht geschrieben "Alle" sondern "in der Regel". Es gibt in der AfD sicherlich einige Strippenzieher, die mit voller Absicht agieren und es gibt sicherlich genug Menschen, die einfach rechtsextrem sind.
    Aber wenn wir uns die Wählerschaft der AfD ansehen, dann sehen wir direkt dass die AfD insbesondere von Menschen gewählt wird, die eigentlich unter einem Wahlsieg der AfD leiden würden. Also die vom Programm der AfD negativ betroffen sind.
    Zweitens sehen wir je niedriger der Bildungsstand desto höher der Anteil der AfD-Wähler. 26% aller Menschen mit Hauptschulabschluss haben in Baden-Württemberg die AfD gewählt, 24 % aller Realschüler aber nur 18% aller Abiturienten. Unter den Menschen mit Hochschulabschluss sind es nur noch 10%. Ergo bessere Bildung = weniger AfD. Das kann natürlich auch damit zusammenhängen, dass der Lebensstandard höher ist. Aber das ist letztlich auch egal. Wichtig ist doch nur, dass eine höhere Bildung zu weniger Stimmen für die AfD führt.

    Dass die Differenz zwischen 24 und 18 nicht so groß ist, ist dir beim Schreiben gar nicht aufgefallen? Und dass du damit alle Realschüler als ungebildet bezeichnest auch nicht?

    Davon abgesehen: die Wählerinnen und Wähler haben das gewählt, was sie für richtig halten. Das kannst du noch so dumm finden, 19-20% in beiden Landtagswahlen ist ein großer Anteil der Bevölkerung, es reicht nicht mehr, auf den Osten zu schimpfen. Deutschland hat ein Problem mit Rechtsradikalismus, nicht "die anderen".

    Hier würde mal "wir" passen.

    Spannend ist die Frage, in weit das Afd-Problem eine Bildungsproblem ist. Sind wir mal ehrlich, wer AfD wählt ist in der Regel nicht in der Lage zu verstehen, was die da fordern und warum das nicht geht.

    Wer ist "wir"? Sprich bitte für dich. Ich halte es für naiv zu glauben, dass 20% der Wählenden einfach nur zu doof und ungebildet seien nur man selbst wäre ja schlau genug, das Richtige zu wählen.

    Und diese Abgrenzerei "wir" und "die" "in meinem Wahlkreis aber war es nicht so schlimm", "es sind ja bloß die Russlanddeutschen/ Arbeiter/ Geringverdiener/ Ostdeutschen/ Männer/ unter 45/über 45/im Nachbarort..." ist Augenwischerei. Es sind 1/5 der Wähler*innen.

    Engagiert euch, wenn ihr wirklich was bewegen wollt. Nur nicht blau zu wählen reicht nicht mehr.

    Na mit 5-10 Minuten pro Unterrichtsstunde kommst du in der Grundschule niemals hin, wenn du differenziert arbeiten willst.

    Naja im Schnitt... Mal sitzt man lange daran oder bei fachfremdem U. Aber wenn Ein Thema steht, dann arbeitet man soundsolange daran. Deine häufig abgehaltenen Schwimmstunden wirst du wahrscheinlich auch nicht jede Woche stundenlang schriftlich ausarbeiten?

    Bolzbold , bist du mit der Suche klargekommen? Ich bin davon ausgegangen, dass ich einen der Opas finden würde, jedoch taucht er in der Namensliste des vorgeschlagenen 900-Seiten-Dokuments gar nicht auf.

    Hab verschiedene Schreibweisen probiert, mit Anführungszeichen wird kein Dokument mehr vorgeschlagen.

    Das, was gerade passiert, ist gewollt. Oder glaubst du das passiert alles aus Versehen?

    Von wem, von dir? Im Ernst, schreib doch bitte etwas mehr als "irgendwer will irgendwas". Ja, klar, irgendwer hat auch Trump gewählt, trotzdem sind nicht alle einverstanden mit dem, was passiert. Die wollten nämlich "America first" und nicht 10 neue Kriege anderswo und Inflation und teuren Sprit.

    Ich weiß nicht, wer es schon gesehen hat: dieses Nationalarchiv hat die Mikrofilme der NSDAP-Mitgliederkartei nun für jeden online zugänglich gemacht. Im Moment ist die Seite überlastet und Menschen, die sich auskennen meinen, dass die ergiebige Suche darin nicht ganz einfach ist.

    Auf der Seite sind aber auch für Lehrkräfte interaktive tools, um zum Beispiel Geschichtsdaten in Karten einzutragen etc. Dachte, vielleicht ist das was für Geschichte- oder Englischlehrkräfte...

    https://www.archives.gov/research/guide…hives%20Catalog

    Oder ob man Erwachsenen bzw. fast Erwachsenen am Berufskolleg arbeiten möchte!

    Das stimmt, ich fand auch spannend, was du dazu geschrieben hast. Das Gymnasium hat m.E. einen überhöhten Stellenwert in der Gesellschaft und mehr Kenntnis über die verschiedenen Bildungswege könnten die diesbezügliche Schieflage einebnen. Also sowohl der zu hohe Anteil an überforderten SuS am Gym als auch die fehlende Alternative für schlaue Jugendliche, die mehr praktisch arbeiten, berufsbezogen lernen und weniger Stillsitzen wollen.

    Aber über die BBS wissen nicht mal die Schulleitungen Bescheid, mit denen ich aufgrund der Bildungswege meiner Kinder zu tun hatte.

    Man muss halt einschätzen, ob man lieber mit 6-10 Jährigen oder mit 10-16 Jährigen arbeiten will.

    Ganz grundsätzlich sollte die Frage wohl auch nicht sein, was uns zur Entscheidung bewogen, sondern ob die Realität den Erwartungen entsprochen hat.

    Ich bin froh, an der Förderschule zu arbeiten, vor allem weil der Wechsel zwischen den Gruppen nicht so groß ist wie in einer Oberschule/Gymnasium. Und weil das Setting kleiner ist, ein Kollegium besteht eher aus 30 als aus 150 Personen.

    Ich mag meinen Beruf und würde die Schulart nicht eintauschen wollen. Müsste ich aber, würde ich lieber in die Sek I gehen als in die Grundschule. Zum einen hätte ich keine Lust auf überambitionierte Eltern und zum anderen wollte ich nicht so gerne aller zwei oder vier Jahre mit Erstklässlern neu anfangen. Wer das wiederum liebt, sollte natürlich in die Grundschule streben...

    Edit: positiv formuliert: ich finde die Phase der Pubertät spannend, den Umbruch, die Entwicklung zu den Persönlichkeiten, die sie mal sein werden. Themen wie Berufsvorbereitung, selbständige Lebensgestaltung usw. finde ich für den Berufsalltag bedeutsamer als Ostereier suchen und Reime klatschen. Für die Heranwachsenden ist natürlich alles zu seiner Zeit wichtig, ich will das keinesfalls inhaltlich werten, ich mache sowieso alles davon.

    Was ist gewollt? Nicht mal die Republikaner finden es geil, wenn ein Krieg, den sie nicht wollten, plötzlich 200 Milliarden kosten soll. Aber anstatt sich als Kongress durchzusetzen, lassen sie ihn gewähren. Und da für den Großteil der Bevölkerung billiger Sprit das wichtigste Wahlkriterium ist, dürfte das Verhalten des Präsidenten auch dort nicht verfangen.

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