Beiträge von Quittengelee

    Das stimmte bis vor einem Jahr, Jobverlust und Abstiegsängste sind seitdem bei sehr vielen Baden-Württemberger auch bekannt. Allerdings betrifft es hier Familien, Männerüberschuss gibt es hier nicht. Du vergisst, dass wir Autoland sind. Und zusätzlich zu Mercedes und Porsche hier sehr viele Autozulieferer zuhause sind. Alle haben sehr gut bezahlt und lokal die Wirtschaft unterstützt. Daher werden auch weniger Immobilien aktuell verkauft. Stuttgart ist absolut pleite, streicht sogar Schulbegleiter an Schulen und das Feuerwerk zu Sylvester (neben vielem anderen).

    "Stuttgart ist pleite" ist lächerlich, wirklich. Sieht man das BIP pro Kopf, Einnahmen usw. gehört Baden-Württemberg nach wie vor zu den reichsten Ländern. Und selbst Sachsen ist da noch im Mittelfeld.

    Verglichen mit Sachsen-Anhalt und Brandenburg geht es den süddeutschen Bundesländern schlicht und ergreifend wie im Schlaraffenland.

    Ich bin mir nicht so sicher wie ihr wie ich das finden soll. Wenn FDP und Linke eingezogen wären, wären die 18% der AfD weniger Sitze.

    Auch das "taktische Wählen" führt letztlich zu zwei großen Parteien und wenig Vielfalt. Ich verstehe es, am Ende nimmt man das geringere Übel, aber grundsätzlich würde ich mir sogar eine funktionierende FDP wünschen. Irgendwas Fortschrittliches wäre famos, Ideen, die nicht nur sinnlos am Verbrenner kleben. Aber in jedem Falle wieder weg von dem Trend zum Zwei-Parteien-System.

    Ich kenne sehr viele SPD-Wähler, die jetzt zum 2. Mal bewusst grün gewählt haben, um CDU-Führung zu verhindern. Ich habe aus denselben Gründen vor langer Zeit auch schon SPD gewählt. Taktisches Wählen war hier gefragt, ich hatte sogar Sorge, dass sie unter 5 % landet.

    Genauso hat die CDU einige Prozente von AfD und FDP gewonnen. Die Zweitstimmenkampagne der FDP verfing nicht.

    Ich wohne übrigens in einer Arbeiterstadt und es gibt einige in Baden-Württemberg. Leider ist hier häufig die AfD die stärkste Kraft.

    Aber es stimmt schon, historisch wurde hier immer CDU gewählt, SPD schaffte es in der Vergangenheit immer nur in einzelnen Städten. Dabei mochte ich Stoch, er war mal Kultusminister und kam in die Schulen, um sich zu informieren, das habe ich bei keinem anderen je erlebt.

    Eben, offenbar wählen alle links der Mitte grün, der Rest ist rechts-konservativ oder rechtsextrem.

    Denkt dran, wenn mal wieder Wahlen im Osten sind. Baden-Württemberg und Bayern haben ebensoviele rechte Wähler*innen, wahrscheinlich nur nicht dieselben Abstiegsängste der 'männlichen Mitte'. Eigentum und Job in Verwaltung, Versicherung, Immobilien ist ihnen grundsätzlich sicher.

    Ich finde es traurig, dass es die SPD nicht geschafft hat, eine vernünftige Kandidatur auf die Beine zu stellen. Aber wahrscheinlich gibt's in Baden-Württemberg sowieso keine nennenswerte Arbeiterschaft, die sich für bezahlbaren Mietwohnraum etc. einsetzen würde.

    Wie wäre es, den Besitz von Balkonkraftwerken zu vereinfachen? Die Dinger sind weder einfach noch günstig zu bekommen, Vermieter müssen zustimmen, unnötig besondere Steckdosen eingebaut werden...

    Witzig übrigens, dass die größten Grünen-Basher plötzlich PV-Anlagen-Tips für ein Machtwort halten. Aber wer weiß, vielleicht passieren noch Wunder und selbst die Konservativsten stellen fest, dass Benz-Diesel und Russisch-Gas keine Zukunft haben. Die Idee muss aber natürlich von einem weißen alten Mann verbreitet werden, sonst wird's nix. Keinesfalls darf eine Frau oder ein Grünen-Politiker das Offensichtliche aussprechen.

    https://www.instagram.com/reel/DVi6XC0Dt…zVmdmd5Mnd5YQ==

    ...
    Genauso könnte es passieren, dass jemand meine Wahlbenachrichtigung abgreift und Briefwahl beantragt, ohne dass ich es merke und ich dann wählen will.
    Das ist eben eine Lücke im (deutschen) System, die offensichtlich nicht so sehr ausgenutzt wird, dass man sie nicht schließt. Jedes Land geht mit verbrecherischen Absichten anders um. (und nachdem (nicht nur) viele korsische Tote mit Briefwahl gewählt haben, hat man irgendwann in Frankreich die Briefwahl abgeschafft). Ob die Vollmacht eine bessere Lösung, wer weiß ... Ich halte sie zwar für "sicherer", aber mit dem Beigeschmack, dass das Wahlgeheimnis aus eigenem Antrieb verletzt werden MUSS. Da ich zu 99% sicher bin, dass meine Vollmacht-Wahlen schon mal missbraucht wurden, bin ich froh um die deutsche Briefwahlmöglichkeit und lebe mit DIESEM (Rest-)Risiko.

    Fragen zu deinem Beitrag:

    - Wie sollte man die Wahlbenachrichtigung abgreifen? Da fiele mir eigentlich nur der Kontext Pflege ein. Die kommen ja zu jedem nach Hause.

    - was war mit korsischen Toten mit Briefwahl?

    - was ist eine Vollmachtwahl, hat jemand in deinem Namen gewählt und du vermutest, dass er/sie was anderes angekreuzt hat? Das klingt ja nach üblem Vertrauensmissbrauch.

    Beim Wählen muss man (edit) seine Wahlbeachrichtigung dabei haben und wird dann auf einer Liste abgehakt, wenn ich recht erinnere. Dass so kontrolliert wird, wer wählen war, ist aber eigentlich auch komisch, oder?

    Oder wirken so, dass der Kollege sich dann als Ausgleich erstmal für 4 Wochen einen Krankenschein holt. Die Schule kann zusehen, wer die Abiprüfungen macht etc.

    Mich wundert, dass diese Fälle offenbar von der geschilderten Schulleitung gar nicht bedacht werden. Sie begibt sich damit doch auf sehr dünnes Eis, denn die Arbeit hat sie letztlich auch selbst.
    Einfacher wäre es, die Kollegen gewähren zu lassen.

    Die Schulleitung begibt sich auf dünnes Eis? Sorry, aber du spinnst.

    Warum bezahlt die Allgemeinheit nicht auch gleich den Turnbeutel?

    Sie zahlt zumindest in einigen Bundesländern Lehrbücher und Arbeitshefte. Kleidung gehört bislang nicht dazu, weil das doch individuelle Wünsche sind, bei einer Schuluniform sähe es wohl wieder anders aus.

    Müßige Diskussion.

    Na dann, musst dich ja nicht daran beteiligen.

    ...Mein Beitrag war auch mehr meine Außensicht als Kollege. Ich bin da auch nicht neutral: Ich durfte schon sehr viele Karren aus dem Dreck ziehen, ...

    Das fühle ich auch, wenn ich sowas lese.

    Wenn einer zu spät kommt, muss sich jemand anders um die Klasse kümmern. Wenn einer alles larifari sieht, müssen immer die anderen den Mist ausbaden, die verlegten Wörterbücher suchen und Erziehungsmaßnahmen aussprechen.

    Das nervt einfach nur alle anderen, das hat auch nichts mit "Korrektsein" zu tun, sondern damit, dass alle anderen mit ihren eignen Aufgaben genug zu tun haben.

    Warum sollte das passieren? Eine verbeamtete Lehrkraft zu entfernen dürfte wohl mehr nötig machen als etwas „Du, du“ weil sie hin und wieder einige Minuten nach dem Gong morgens in die Schule kam.

    Weil die Aufsichtspflicht verletzt wird.

    Und dir geht es ja gerade nicht ums "Dudu" wegen eines Ausnahmefehlers sondern was passiert, wenn das so weiterläuft.

    Ich möchte nochmal nachfragen:

    Welche Möglichkeiten hat die Schulleitung konkret? Sie könnte eine Meldung an die Schulaufsichtsbehörde (Landesschulbehörde, Senatsverwaltung, Bezirksregierung etc.) machen... und dann?

    Im Zweifel würde sich doch ein so gegängelt und überwachter Kollege einfach krank melden, ggf. auch lange, denn die Kohle kommt erstmal lange, lange weiter.. dann ggf. Wiedereingliederung, dann wieder krank etc.

    Kann das im Sinne der Schulleitung sein?

    Es ist eigentlich unfassbar, dass du denkst, jemand, der auf seine Dienstpflichten hingewiesen wird, könnte sich zur Strafe krankschreiben lassen.

    Es ist dann eine weitere Dienstpflichtverletzung und was noch? Straftat?

    Zuspätkommen ist ein massives Problem: unter anderem auch wegen der nicht erfüllten Aufsichtspflicht. Die Person sollte froh sein, wenn sie keine Anzeige an den Hals bekommt und ihren Job nicht verliert.

Werbung