Beiträge von MSBayern

    Edit: Und nach längerem Nachdenken merke ich auch, dass es zum Teil am Fach Geschichte liegt. Ist eigentlich mein stärkeres der beiden Fächer, aber so unkonkret und diskursiv, dass eine Stunde quasi für mich nie "zu Ende" vorbereitet sein kann. Und man dazu im Studium auch nicht wirklich einen deep dive in alle Epochen der Sek1 macht. Man muss quasi noch oft viel Zeit in das Einlesen investieren.

    Gleichzeitig macht das auch den Reiz des Fachs aus. Es ist bei mir das Fach, in dem ich am ausdauerndsten meine Materialien aktualisiere, fast jede Zeitungslektüre führt zu irgendeiner zumindest kleinen Anpassung. So kommt keine Langeweile auf, selbst wenn ich ein Thema zum x-ten Mal unterrichte.

    Vielleicht noch eine Frage, die mir nachträglich noch einfiel: Habt ihr vielleicht Tipps für Schulen, die zwar keine SBBZ sind, aber dennoch eher offene Unterrichts- und Lernstrukturen haben, und an denen man ggf. den Vorbereitungsdienst absolvieren könnte?

    Da fallen mir als erstes Montessori-Schulen ein - ich glaube, da ist oft auch ein reguläres Referendariat möglich, bin aber nicht sicher, ob das auch in BaWü/ Sek I geht.

    Noch ergänzend: Beim ersten Mal sind 12 Stunden natürlich sehr schwierig und es ist unwahrscheinlich, dass sie perfekt sind. Aber der Übungseffekt ist enorm, und ein paar Monate später blickt man oft zurück und denkt - "wow, ich bin wirklich viel schneller geworden bei der Vorbereitung".

    Das klingt wie klassische Angst vor der Angst. Da kann es passieren, dass man sich in Gedankenspiralen hineinbegibt, bis einem selbst irgendwann selbst relativ abwegige Entscheidungen ("läuft bisher alles super, aber zur Sicherheit wechsle ich nun doch lieber mein Studienfach") völlig logisch erscheinen. Wie du schreibst, gibt es den Weg ans SBBZ auch, wenn du erstmal den Weg weitergehst, den du geplant hattest. Daher spricht von außen erstmal sehr viel dafür, nicht anders abzubiegen.

    Mein Tipps wären: Ganz viel Durchatmen (auch zwischendurch immer wieder). Dann mit Leuten darüber sprechen, die dich und idealerweise auch deine bisherigen Studien- und Praktikumsleistungen kennen. Erstmal nicht wechseln. Wenn du in ein paar Wochen immer noch die gleichen Gedanken hast, dann würde ich versuchen, wenn es sich irgendwie einrichten lässt, an einer Schule ein etwas längeres Praktikum zu machen, bei dem du dich am Ende mal an den ca. 12 Stunden versuchen kannst, um einen Abgleich Angst vs. Realität zu machen.

    Ich wünsche dir viel Erfolg!

    "Reading frustrates their smartphone sense of being everywhere at once. Suddenly, they are stuck on that page, anchored, moored, and many are glum about it. Being unconnected makes them anxious and even angry. “Books smell like old people,” I heard a student say in New Haven."

    Ein netter Essay zu dem Thema, aber auch keine einfachen Lösungen - der Ball wird am Ende an die Lehrkräfte gespielt: https://www.newyorker.com/culture/cultur…of-teen-reading

    Haben sich deine BK-SuS denn "früher" ernsthaft mit Literatur oder Zeitungsartikeln aus überregionalen Zeitungen auseinandergesetzt? Freiwillig? Also, die Anzahl meiner SuS, die das betraf, konnte und kann ich an einer Hand abzählen...

    Daten legen nahe, dass SuS "früher" insgesamt etwas mehr Bücher gelesen haben, vielleicht oft mangels anderer Alternativen. Heute zieht das Lesen im Vergleich mit den zahlreichen anderen Unterhaltungsmöglichkeiten zu oft den Kürzeren. Klar war es früher auch oft eine Form von "Trashliteratur", die gelesen wurde, aber selbst die wirkt sich nachgewiesenermaßen positiv auf Lese- und Schreibkompetenz aus. Auch heute gibt es ein paar Literaturhypes (oft Fantasy), aber die Subgruppen, die das konsumieren, sind vermutlich ingesamt eher klein.

    Zum Beispiel indem er regelmäßig pünktlich überhaupt erst einmal in die Schule kommt.

    Er möchte ins Handwerk. Stattdessen soll er bei euch "Täglich grüßt das Murmeltier" ohne Aussicht auf ein Ende spielen. Da würde ich auch nicht regelmäßig pünktlich mitmachen, finde es bemerkenswert, dass er überhaupt noch auftaucht. Er benötigt vermutlich Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche und ggf. eine Ausbildungsbegleitung und/ oder Assistenzkraft. Ganz viele Infos gibt es z. B. hier: https://www.autismus.de/fileadmin/WAS_…StandJuli23.pdf

    Na dieses Jahr gabs in Barkley ja keinen finisher 😅 kenne aber jemanden der vor einiger zeit dort gefinisht hat und es klang super spannend!
    TorTour de Ruhr steht auch auf meiner Liste….hoffe jetzt nicht das du recht hast 😬

    Oh, Klasse, dass du da jemanden persönlich kennst! Für die TorTour schau mal hier, 2026 ist leider in der Tat die "Adieu Edition": https://www.tortourderuhr.de/#overview

    Einen Mittelfingerknochen im Fuß findet der Amtsarzt vermutlich faszinierend ;) Im Ernst: Es geht bei der Untersuchung vor der Beamtung ja darum festzustellen, ob ein hohes Risiko besteht, dass du frühzeitig nicht mehr arbeitsfähig bist und dadurch den Staat viel Geld kostest ohne weiter Leistung erbringen zu können. Eine Arthrose eines Mittelfußknochens wirkt vermutlich auf die meisten Amtsärzte nicht besonders bedrohlich. Einlagen funktionieren bei dir, weitere mögliche Maßnahmen sind Physiotherapie oder, wenn es ganz schlimm werden sollte, eine Operation. Dass du dadurch dauerhaft ausfallen könntest, wirkt unwahrscheinlich.

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