Beiträge von Finnegans Wake

    Tun sie doch gar nicht, andersrum wird ein Schuh daraus:

    Alle Gesellschaften in der nördlichen Hemisphäre, unabhängig davon, ob christlich geprägt oder nicht, haben Feiertage und Ferien um die Wintersonnenwende ("die Tage werden wieder länger"), und Einsetzen des Frühjahres ("wir haben den Winter überlebt"). Die kirchlichen Feiertage wurden passend zu diesen aus vorchristlichen Zeiten bereits existierenden Feiern gelegt und nicht umgekehrt.

    Jepp. Synkretismus. Genauso ist das sommerliche kirchliche Hochfest St. Johannis an der Sommersonnenwende.

    Und der Hase als Fruchtbarkeitssymbol mischt sich munter mit dem (christlichen) Symbol des Lamms. Und der Weihnachtsbaum und Weihnachten als Fest der Lichter kommen jetzt auch nicht so direkt aus Judäa. Da wurden nicht nur die Zeiten sondern auch manche stilistischen Elemente für die Feste übernommen. Wie gesagt: Synkretismus.


    PS: Auch in der Fastnacht überlagern sich uralte Riten, seien es die Saturnalien, mit heidnischen Bräuchen, um den Winter auszutreiben, mit der christlichen Fast-Nacht (oder dem Fastelovend) also der "Nacht" vor der Fastenzeit und dann mit Bräuchen aus dem Mittelalter, dem Barock und der Neuzeit.

    darf ich den mal hier fragen, ob bei euren a14 begleitbriefen zur a14 ernennung ganz unten in kleiner Schrift auch Telefonnummer, Strasse und mailadresse der Schule steht, sowie oben rechts das symbol des Landes Niedersachsen mit dem Pferd und darunter der Name der Schule?

    Bei mir war das Wappen von RLP drauf. Ich denke, bei dir liegt da noch ein krasserer Formfehler vor als nur die falsche Mailadresse. DA würde ich nachbohren.

    ...

    Wahnsinn! Was dir alles passiert...

    So etwas ist mir in meiner Dienstzeit noch nie passiert und ich kenne auch sonst niemanden anderen, dem ähnlich krasse Sachen passiert sind.

    Es ist der Hammer. Daran sieht man die Misere im Bildungssystem beispielhaft .

    Das würde ich mir nicht bieten lassen und notfalls bis zum Hauptpersonalrat eskalieren.

    Vorsichtshalber würde ich Widerspruch gegen die Ernennung einlegen.

    Aber ich bin nur juristischer Laie und daher sind alle diese Tipps nicht zur Nachahmung empfohlen.

    Finnegans Wake Darf ich fragen, wie Du damit umgehst? Lässt Dich das einfach kalt oder hast Du eine konkrete Strategie?

    Erst mal: Es ist kompliziert ;)

    Ich habe den Vorteil, dass ich ein berufsbildendes Fach habe, wo wegen des - in der Fachabi-Schulform bewusst gewählten - fachlichen Schwerpunkts grundsätzlich etwas mehr Motivation und Interesse da ist. Da haben es Allgemeinbildner schwerer.

    Mal zur Klientel: In der HBF schlagen oft SuS auf, die noch nicht die richtige Orientierung in ihrem Schul-Berufsleben haben. Wenn sie an einer IGS mit Oberstufe waren, durften sie dort häufig wegen ihrer Noten/Kurse nicht in die 11. Klasse. Diese SuS sind nur mäßig intrinsisch motiviert und oft eigentlich schulmüde. Sie "wollen" aber halt das Fachabi und sind noch nicht bereit, sich auf einen Ausbildungsplatz zu bewerben, was vielen von ihnen gut tun würde. Von denen, die am Ende das Zeugnis der FH-Reife in Händen halten werden, wird nur ein kleiner Teil studieren können.

    Das ist der Rahmen. Eine konkrete Strategie habe ich da nicht, sondern eher ein bestimmtes Mindset. Ich akzeptiere, dass meine Klientel anders ist, als die Schulform suggeriert. Auf der Basis nehme ich es - anders als andere KuK - ihnen nicht übel, dass sie so sind, wie sie sind. Ich versuche handlungsorientiert zu unterrichten und bei diesen projektartigen Aufgaben steckt automatisch eine Differenzierung drin bzgl. Menge und Herausforderung. Das klappt aber nicht immer.

    In diesem Sinne versuche ich, bei allen irgendwie damit Kompetenzen zu fördern und wenn es nur in Ansätzen fachliche Kompetenzen am Ende sind, die bleiben. Darüber hinaus eben auch Dinge zu fördern, wie eher methodische Herangehensweisen. Außerdem rede ich viel mit denen, die bereit dazu sind, über Ausbildung als Alternative etc.

    Also alles keine Goldlösung, aber irgendwie ein Umgang mit der Situation.


    Edit/PS: Zu spät gesehen, dass du auch an einer BBS bist. Du kennst ja das Business und die Erklärung oben ist dann überflüssig.

    Ich hab mal mitansehen müssen, wie ein Hund rausgezogen wurde und Richtung Fahrrinne abgetrieben ist und die Besitzerin hinterhergesprungen ist. Beide wurden gerettet, aber seitdem darf nichtmals mehr mein Hund hier in den Rhein. Auch nicht in den vermeintlich harmlosen, kniehohen Bereichen zwischen Buhnen (genau da ist das nämlich passiert).

    Oh ja. Die Buhnen sind saugefährlich. Da bilden sich teils übelste Strudel. Auch die Wellen, die die Schiffe hinterlassen, können dich bei scheinbar sicherer Wassertiefe umhauen. Die Altrheinarme sind zwar ruhiger, aber auch da würde ich beim Stand up-Paddeln o.Ä. immer nur mit Schwimmweste r(h)eingehen. Im Sommer ist da gefühlt jede Woche irgendeine Meldung in der Zeitung, sei es jemand, der hineingehüpft ist oder beim freien Schwimmen oder im Strandbad abgetrieben wurde...

    CDL hat es ja beschrieben, was das Erarbeiten von Themen angeht: Das ist privates Business. Das Seminar gibt aber auch Anregungen, Übungsmöglichkeiten etc., sich darin einzuarbeiten. Wir hatten damals in der Intensivphase (erstes Quartal der Ausbildung) vor allem in Form von Team Teaching Unterricht (vom Erarbeiten der Themen über die Planung und die konkrete Umsetzung) gestaltet. In den Fachseminaren in den Basisveranstaltungen sowieso.

    Das eigentliche Erarbeiten von Themen ist aber wirklich deine Sache. Fachleitungen und Mentoren*innen unterstützen aber beim Planen.


    Jetzt zu den formalen Fragen:

    Eine Verbeamtung kann nie garantiert werden, weil dafür die beamtenrechtlichen Voraussetzungen vorliegen müssen. Offensichtliches Kriterium ist das Alter. Außerdem die Prüfung deiner Gesundheit durch das Gesundheitsamt. In diesem Sinne: Es kann keine Garantie geben.

    Von der Wahrscheinlichkeit her: Wer im QE/SE einsteigt, wird in der Regel verbeamtet, da er/sie gebraucht wird.

    QE und SE in RLP kennst du ja grundsätzlich, ich fasse aber trotzdem mal zusammen, vielleicht kennst du ein Detail nicht.

    • QE ist wie normales Ref mit normalem Refi-Deputat und Anwärterbezügen.
    • Eine feste Zusage für die Planstelle gibt es nicht, sie ist aber sehr wahrscheinlich.
    • Der Abschluss ist das 2. StEx, womit ein BL-Wechsel geht.
    • Und wie du schreibst: Dass du (mit Mangelfach) an deiner Schule bleibst, ist wahrscheinlich, wenn du einen guten Eindruck machst, ist aber nicht sicher.


    • SE ist wie normaler Job, aber mit 1/4 weniger Deputat, womit du für die Ausbildung entlastet wirst. Das müssten dann 18 Stunden Unterricht + das Referendariats-Paket sein. Ich glaube, man beginnt am Anfang noch nicht mit den 18 Stunden, sondern das kommt später.
    • Vorteil: Mehr Gehalt.
    • Früher war es so, dass im Vertrag die Planstelle festgeschrieben war im Falle des Bestehens der Prüfung. (Beim Vorliegen der beamtenrechtlichen Voraussetzung in Form der Verbeamtung sonst Tarif.) Ich bin nicht 100% sicher, ob das noch im Vertrag steht.
    • Als SE ist man bereits als angestellte Lehrkraft an einer Schule. Im Unterschied zum QE wird man nach der Ausbildung nicht neu als Lehrkraft eingestellt und dann einer Schule zugeordnet, sondern ist ja bereits an der Schule. Diese zu verlassen, wäre dann eine Versetzung und damit aufwändiger, als einfach dort sitzen zu bleiben. Insofern ist es im SE noch mal wahrscheinlicher, an seiner Schule zu bleiben als im QE.
    • Nachteil SE: Das ist kein 2. StEx sondern nur eine in RLP diesem gleichgestellte Prüfung. Eine Anerkennung durch andere BL ist nicht sicher. In RLP gibt es aber keine Unterschiede/Nachteile in der weiteren Laufbahn.

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