Beiträge von Finnegans Wake

    Dass meine Familie daran kaputt geht. Meine Stiefschwester hab ich ja schon fast aufgegeben.

    Ihr habt eine herausfordernde Familienkonstellation. Mit Stiefgeschwistern und -eltern ist es sowieso kompliziert, ein Miteinander zu finden. Da sind eben extrem viele Emotionen und das Spannungsfeld zwischen zwei Familien, die eine werden, im Spiel. Du bist - so scheint es - an einem guten Verhältnis und einem guten Miteinander mit deiner Stief-Familie interessiert und offen für diese.

    Da wird es, da du als Zusatz-Lehrerin eingebunden wirst, noch schwieriger. Was so herausklingt, dass du als die Stiefschwester hingestellt werden sollst, die nicht helfen will, ist einfach unfair.

    Kannst du da mit deiner Mutter sprechen, wie es dir damit geht? (Oder hast du schon) Wie du zerrissen bist, zwischen dem Wunsch zu helfen und der Überforderung durch die Situation? Dass du dir wünschst, ein gutes Verhältnis zur Stiefschwester zu haben, dass du aber siehst, dass dieses durch die Rolle als Ersatzlehrerin gestört wird? Das Verständnis deiner Mutter ist erst mal extrem wichtig für dich.

    Neue Nachfrage: Darf so eine Abfrage dann nur Inhalte der Hausaufgaben oder auch weitere Inhalte der Stunde beinhalten (ich weiß eine gute Hausaufgabe sollte das alles noch einmal wiederholen aber das passiert ja nicht immer)?

    Das ist eine Grauzone ;)

    Ich als Lehrer würde das so interpretieren, dass die HA auf die Stundeninhalte aufbaut und diese aufgreift, womit diese umfasst sind. Das ist bei mir im Unterricht zumindest der Fall.

    Ich kann aber problemlos auch etwas konstruieren, wo ich Bauschmerzen hätte: In der ersten Stunde der Doppelstunde arbeiten wir am Scheitelpunkt der Parabel und in der zweiten Stunde an Nullstellen von quadratischen Funktionen. Als HA gebe ich explizit nur letzteres auf, dann würde ich ersteres nicht in der HÜ überprüfen.

    Bei uns dürfen HA ohnehin nicht benotet werden und es gibt neben in der Stunde vorher angekündigten kleinen auch unangekündigte Leistungsnachweise und Ausfragen.

    Wer nicht hören will, will nicht hören. Sie hätte die Grundschule „locker“ geschafft und ich hätte ja keine Erfahrung wie wertvoll Vorlernen ist und wie beeindruckend der Fortschritt.
    Meine Mutter war schon bei der Familienberatung, aber- wer nicht hören will, will nicht hören.

    Es tut mir leid, dass du in dieser Situation so festhängst und du dir da ein schlechtes Gewissen machst, bei Dingen, die nicht in deiner Verantwortung liegen. Wenn das Kind nicht die Bereitschaft aufbringt, am Gymnasium die eigene Begabung so zu nutzen, dass es für das Gym aus eigener Kraft reicht, dann ist das Gym die falsche Schulform. Unterstützung hilft hier nur, wenn diese Voraussetzung gegeben ist, sonst wird das für alle Beteiligten eine Katastrophe. (Wir unterstützen zwar auch die eigenen Kinder, aber die würden auch so am Gym zurechtkommen. So eben noch besser.)

    Edit: Ich habe den zweiten Teil meines Posts gelöscht, weil ich deine Situation falsch vor Augen hatte, daher passt das nicht. Daher:

    Du bist nicht in der Verantwortung! Du hast deinen eigenen Weg zu gehen, der dich genug fordert. Und du musst dir nicht sagen lassen, du hättest keine Ahnung von dem Kind und seinem Lernweg. Das ist ein weiterer Grund, dass du dich klar und höflich rausziehst.

    sie sind aber bei jüngeren schülern sozial gerechter, da bei ankündigung von arbeiten leistungsorientierte eltern mit ihren kindern panisch pauken bis die schwarte kracht, wohingegen bildungsfernere kinder nicht zu hauslicher vorbereitung angehalten werden.

    Nehmen wir mal den Begriff der bildungsorientierten Eltern ;) Bei denen sehe ich eher das kontinuierliche Lernen und auch gezielte Unterstützung der Kinder sowie die Kontrolle erledigter HAen etc. Panisches Pauken ist mir zu negativ konnotiert und beschreibt meiner Ansicht nicht die Masse der bildungsorientierten Familien. Gerade diese Familien sehr ich wegen des kontinuierlichen Lernens bei der bisherigen Regelung in RLP im Vorteil.

    Was sind denn "Hausaufgabenüberprüfungen"? Sprechen wir da von einer Art Kurztest oder Abfrage vor der Klasse oder von einer Überprüfung (mündlich/schriftlich), ob die Hausaufgaben bearbeitet wurden?

    Das kann beides sein. Mündlich oder schriftlich. Es darf sich nur auf die beiden vorhergehenden Stunden beziehen (wo viele Lehrkräfte schon schummeln), was ja schon vorher galt [SchuO §51 (3): Ein schriftliches Abfragen der Hausaufgaben darf sich höchstens auf die Hausaufgaben der letzten beiden Unterrichtsstunden beziehen und nicht länger als 15 Minuten, in der gymnasialen Oberstufe nicht länger als 30 Minuten dauern.]

    Neu ist, dass die Überprüfung an sich und die Form (so interpretiere ich die Pressemeldung des BMs) beim Aufgeben der HA angekündigt werden müssen. Der Minister hat hier auch die Formulierung der "klare[n] Ankündigung" verwendet, was die erwartbare Interpretation mancher Lehrkräfte, sich da durch bewusst unklare Aussagen rauszuschummeln, nicht im Sinne des Ministers erscheinen lässt.

    In einem anderen Thread wurde ja schon nach dem Ausweg gesucht, dass man dann nicht klar ankündigt sondern mündlich oder schriftlich in den Raum stellt und regelmäßig "aufgrund der Umstände" auf die Überprüfung trotz Ankündigung verzichtet. Ergo: es wird schon direkt mal überlegt, wie man das unterlaufen könnte.

    Ach Gottchen, wenn man einmal was ankündigt und nicht prüft, dann meckert keine(r). Wenn daraus ein systematisches Vorgehen wird, dann gehen viele Eltern in die Luft. Sowohl aus der Lehrer- als auch aus der Elternperspektive habe ich mitbekommen, wie Eltern wegen Dingen des Schulalltags eskalieren.

    In meiner Lehrersicht: Ich kündige an. Und das klar.

    Also muss die Lehrkraft nichts weiter tun als jedesmal zu sagen, dass die HA überprüft werden wird. So viel Aufwand ist das nun ja nicht, das zu sagen. Ob die Überprüfung dann auch stattfindet oder wegen xyz ausfallen muss liegt ja nicht im Einflussbereich der LKW.

    Deswegen schrieb ich ja, dass manche KoK die Anordnung aus dem KuMi bewusst falsch verstehen werden.

    Da der Minister schreibt (schreiben lässt): Ab dem Schuljahr 2025/2026 werden alle schriftlichen und mündlichen Hausaufgabenüberprüfungen bereits bei der Erteilung der Hausaufgaben angekündigt.

    und dann auch den Zusatz:

    klare Ankündigungen

    weiter im Text fallen lässt, wird es zunächst einige Diskussionen darüber geben, ob die Ankündigung einer Lehrkraft: "schriftlich oder mündlich" dem Wortlaut des Ministers entspricht. Und ich wage mal zu bezweifeln, dass eine Lehrkraft mehrfach damit durchkommt, eine Überprüfung anzukündigen und diese dann nicht durchzuführen. Da werden Eltern mit Verweis auf die vom Minister verkündete Regelung sicherlich auf die Barrikaden gehen und ob dann die Lehrkraft auf die Dauer am längeren Hebel sitzt, wage ich zu bezweifeln.

    In RLP hat unser recht neuer Bildungsminister angeordnet, dass ab dem neuen SJ jede mündliche oder schriftliche Hausaufgabenüberprüfung beim Aufgeben der HA explizit angekündigt werden muss.

    Einige Verbände schimpfen, die GEW jubelt und wir als Eltern freuen uns auf entspannteres Lernen.

    Bin gespannt , wie KoK versuchen werden , das falsch zu verstehen...

    Das macht auch durchaus Sinn. Den Akku im Fahrzeug möchte nach heutigem Stand nicht bidirektional verwenden. Stationäre Speicher aus alten (oder neuen) Akkus oder andere schnelle Lasten in Zeiten von Überproduktion sind sehr sehr wichtig. Diese sind am besten auch dezentral. Anders wird unser Stromnetz in Zukunft nicht funktionieren können.

    Damit könnten wir (insbesondere im hellen Halbjahr) einigermaßen den kurzfristigen Ausgleich zwischen Tag und Nacht schaffen (bzw. glätten). Für den Ausgleich zwischen hellem Halbjahr und dunklem Halbjahr brauchen wir deutlich mehr und andere Möglichkeiten zur Speicherung der Energie bspw. auf chemischem Weg. Hier haben wir verschiedene zu lösende Probleme (bzw. nicht alles lässt sich in diesem Sinne lösen sondern nur verbessern): Die großen Verluste bei der Umwandlung elektrischer Energie in chemische Energie, die Lagerung des Energieträgers (Wasserstoff bspw. ist extrem flüchtig), der Transport des Energieträgers, zentrale große (und leichter zu regelnde Anlagen) vs. kleinteilige Systeme...

    Darüber hinaus wird noch sehr viel in die Stabilisierung des Stromnetzes hinein investiert werden müssen.

    Ansich stimme ich dir zu, habe aber echt Bedenken. Eine micromanagentfreudige SL wird hier ein neues Werkzeug sehen, um jedem seine Aufgaben zu erklären. Auf der reinen Beratungsebene finde das ganze wieder sinnvoll. Sich vor Augen zuführen wofür wieviel Zeit verwendet wird und an den Zeitfressern gezielt zu optimieren.

    Sollte eine Zeiterfassung eingeführt werden, dann wird das keine besonders spaßige Zeit für die meisten Personalräte.

    Was ja auch Arbeitszeit wäre - für SL, PR und Lehrkräfte ;)

    Du mit deinen unmöglichen Forderungen! 🙄😅

    Vielleicht sollte man mal eine KI fragen? Tatsächlich dürften da ziemlich gefährliche Antworten rauskommen, die in der Summe gut klingen, aber in wichtigen Details grob falsch sein dürften.

    Kleiner Test einer KI-Antwort (QE RLP mit Maschinenbau) hat ergeben:

    * Fristen falsch

    * Anerkennung des Zweitfachs (Mathe) wird als 100% sicher versprochen

    * falsche Gerüchte zu beruflichen Tätigkeiten werden genannt

    --> Das beim groben Überfliegen der Antwort gefunden.

    Insofern ist die Frage bei lehrerforen wahrscheinlich doch verlässlicher ;) :D

    Wenn eine künftige (und auch jetzt schon mögliche) Arbeitszeiterfassung wirklich etwas für die sinnvolle Steuerung der eigenen Arbeitszeit bringen soll, muss diese über die reine Zeiterfassung hinausgehen und ausweisen können, für welche Teilaspekte unserer beruflichen Tätigkeiten welche Zeiten aufzuwenden wurden. Dann kann eine gute Schulleitung in Gesprächen auch wirksame Empfehlungen zur Arbeitszeitverteilung geben.

    Das ist sicherlich richtig. Was macht die SL aber dann, wenn die Kollegin/der Kollege in Zukunft weiter die Mails so intensiv liest und beantwortet, dass dafür jeden Tag eine halbe Stunde drauf geht, die HÜs so sorgfältig korrigiert, dass pro HÜ fast 5 Minuten benötigt werden etc. pp.?

    (Und damit meine ich nicht, dass man Zeiten aufschreibt, die man nicht leistet, vielmehr meine ich das menschliche Phänomen, dass man anders arbeitet, wenn man nach Zeit als nach "Stückzahl" bezahlt wird.)

    Die Möglichkeiten einer SL, einzuwirken, sind doch in der Realität bei beamteten LK beschränkt. Jetzt schon erleben wir doch, dass bei weit problematischeren Fällen (massive Vernachlässigung der Pflichten einer Klassenleitung bspw....) nichts passiert. Was sollte einer Lehrkraft drohen, die einfach Arbeit mittlerer Güte (langsame Korrekturen) oder sogar hoher Güte (intensive Beschäftigung mit wichtigen Mails) abliefert?

    Zu der in anderen Beiträgen genannten Befürchtung einer Anwesenheitspflicht: Auch wenn der Dienstherr (Land) das gerne wünschen würde, warum sollte eine Kommune, die die Kosten tragen müsste, mit großem finanziellen Aufwand Arbeitsplätze an Schulen einrichten?


    Seph Ich möchte deine Überlegungen nicht in Frage stellen, sondern spiele hier ein bisschen den advocatus diaboli und möchte eben eine andere Perspektive ergänzen ;)

    Können sie ja, ich bin da komplett tolerant, was Leute mit ihren freien Tagen anstellen :)

    Egal, wie man sie nutzt, ich finde 4-5 Tage Auszeit in der langen Zeit zwischen Weihnachten und Ostern jedenfalls ganz nett.

    Es sind ja nicht nur die freien Tage. Zusätzlich bekommt man in der Zeit (ja eigentlich sogar vom 1.1. bis Aschermittwoch) den Kopf so schön frei, wenn man mit netten Menschen dauerfeiert. Man ist nur definitiv ein bisschen müde :D

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