Aha ist das so? Hast du auch Beweise oder Anhaltspunkte für diese Unterstellung?
Ja da stolpere ich auch drüber. Ich zweifle, dass es einen stichhaltigen Nachweis dafür gibt, wie innerhalb von Familien das "mein" und "dein" definiert wird. Alleine die Definition der Steuerklassen beweist erst mal grad garnix.
Und die obige forsche Aussage widerspricht auch der anekdotischen Evidenz in unserem Umfeld (die aber ebenfalls keine Beweiskraft hat). In den Familien in unserem Umfeld bekommen wir nicht einmal im Ansatz mit, dass jemand ein finanzielles "mein" und "dein" definiert, das mit Steuerklassen und getrennten Konten verknüpft wäre. Ich würde das auch als extrem unpartnerschaftlich empfinden. Klar gibt es bei der Erfüllung persönlicher Wünsche in Partnerschaften immer wieder Unwuchten, die scheinen in unserem Umfeld aber nicht mit Steuerklassen/Konten zu korrelieren sondern mit persönlicher Ausgabenfreude bzw. Sparsamkeit.
Wir selbst haben über ein paar Jahre daran gearbeitet, Ausgaben und Einnahmen auf beiden Konten so auszutarieren, dass beide Konten in einem ähnlichen Maße steigen bzw. sinken. Das führt dann dazu, dass das Konto auf meinen Namen stärker gefüllt wird (durch StK III und volle Stelle), dass aber alle Kosten fürs Haus, 3/4 der Versicherungen, alle Arztrechnungen und alle Online-Käufe da abgehen. Am Ende des Monats ist zwar auf "meinem" Konto mehr Geld, aber da dort die wichtigen fixen Kosten abgehen und darüber alle großen Geschichten (im k€-Bereich wie z.B. neue Terrasse, Terrassenüberdachung....) abgehen, hat das einen Sinn. Und der Sinn liegt nicht im "dein" und "mein".
Selbst Geldgeschenke, die ich oder meine Frau persönlich bekommen, gehen in einen gemeinsamen Pool, aus dem jede(r) sich mal bedient für was Besonderes.
(Bevor wir die Geldbewegungen sauber austariert hatten (also einen automatischen fast synchronen Gleichlauf hergestellt), hatten wir manuell für's Gleichgewicht gesorgt und das wird sich durch den erzwungenen Wechsel auf IV/IV noch einmal wiederholen, bis wieder ein stabiler Zustand erreicht ist. Das ist so das kleine ärgerliche Detail an der Geschichte, wie auch, dass wir dem Staat dann ein etwas größeres zinsloses Darlehen geben müssen, als das derzeit mit III/V der Fall ist.)
Aber wie oben schon geschrieben wurde: Nach der Steuererklärung is es eh egal.
Und wir hatten auch mal (als es damals noch Sinn ergab) die Steuerklassen III/V "ungünstig" gewählt, um für ein geplantes Kind das Elterngeld zu optimieren. So kam dann beim Elterngeld das Maximum raus und bei der folgenden Steuererklärung ein Haufen Kohle zurück.
Und zur Hauptfrage der TE:
Da wir eure individuellen Ausgaben und Einnahmen und deren Aufteilung auf beide Konten nicht kennen, können wir nicht endgültig die optimale Lösung für euch finden 
Es gilt aber: Wenn ihr bei der Steuererklärung in der Regel geringe Kosten absetzen könnt, dann droht euch bei III/V oft eine Nachzahlung ans FA. Die Freude über mehr (gemeinsames!) Geld übers Jahr wird durch die Nachzahlung getrübt. Mit IV/IV wäre in dem Fall zwar übers Jahr etwas weniger Geld vorhanden, aber statt einer Zahlung ans FA ist dann eine Erstattung an euch eher zu erwarten (was ja auch Freude bereiten kann).