Beiträge von SteffenW

    Wow! Vielen Dank für all die Rückmeldungen!

    Ich gebe zu, ich habe nicht alle gelesen, da einige doch ziemlich am Thema vorbeigingen.

    Vielleicht hätte ich meinen Eröffnungsbeitrag anders formulieren sollen. Vielleicht wäre besser gewesen:
    Angenommen, aus dem Kollegium kommt der einheitliche Wunsch nach einem direkten Kommunikationstool (wie zum Beispiel Threema). Alle Beteiligten wollen solch ein Tool als Alternative zu Mail und WebUntis-Messenger. Einheitlich (ohne Gegenstimme) beschließt man Threema zu nutzen. Meine Fragen:
    1) Habt ihr Erfahrungen mit so großen Threema-Gruppen? Würdet ihr zu einer großen Gruppe raten? Oder lieber Verteilerlisten (d.h. 2-3 Personen haben Verteilerlisten, mit denen sie schnell alle KollegInnen erreichen können)?
    2) Hat Threema Obergrenzen bei Gruppenmitgliedern? Gehen Gruppen mit bis zu 60 Personen?
    3) Kann man einer Gruppe nur einen Admin zuordnen oder auch mehrere?

    Vielen Dank!

    Hallo zusammen,

    wir sind am Überlegen, für unsere Lehrkräfte/Schulleitung eine Threema-Gruppe zur schnellen Kommunikation anzulegen. Hat jemand hiermit schon Erfahrungen gesammelt? Ist das alltagstauglich oder ist eine ordentliche Kommunikation aufgrund der hohen Anzahl an Gruppenmitgliedern nicht machbar?

    Wir sind rund 55 KuK + 5 Personen in der SL/Verwaltung

    Ansonsten nutzen wir Mail und den Untis-Messenger zur Kommunikation. Das ist für die meisten Angelegenheiten auch absolut ausreichend. Manchmal hat man jedoch Informationen, die man sehr dringend direkt verschicken möchte; da würde sich vielleicht Threema eher anbieten.

    Einige kleine Teams (Fachschaften, Jahrgangsteams, ...) nutzen bereits Threema zur Kommunikation und sind damit ganz zufrieden. Jedoch sind in diesen Gruppen maximal 7-10 Personen; und nicht 60 wie bei einer großen Schulgruppe.

    Nutzen Schulen bereits Threema als Kommunikationstool?
    Wie sind eure Erfahrungen?

    Vielen Dank!

    Ok. Das erinnert mich dann aber eher an den Feuerwehrman, der den Feuerwehrschlauch nicht mit nach Hause nimmt, weil er zu Hause einen privaten Feuerwehrschlau angeschafft hat und dort (beinnahe) täglich für seine Arbeit einsetzt.

    Nein, weil ich mein Büro, meinen Computer, meinen Drucker/Kopierer, mein Handy, mein Internet, nicht nur für schulische Dinge nutze. D.h. ich kaufe mir die Sachen nicht nur für Schule, sondern auch für andere Dinge (Hobbies, Familie, Ehrenämter, Nebentätigkeiten,...).
    Wenn ich hier schon ein voll ausgestattetes Büro habe, kann ich das auch problemlos für Schule nutzen. - und natürlich bei der Steuer berücksichtigen.

    Und ich finanziere mit der Steuererstattung die Gartengestaltung und den Urlaub .. Bei Regen sitze ich sowieso nicht im Garten...

    Hä?

    Der Steuerberater erschafft mir doch auch eine Steuererstattung, die ich für Garten und Urlaub nutzen kann. Zusätzlich weißt er mich auf steuerliche Vorteile hin, die ich ausnutzen kann. Er übernimmt die komplette Korrespondenz mit dem Finanzamt, prüft Steuerbescheide, legt ggf. Einspruch ein, berät mich beim Thema Erben/Schenken/Immobilienkauf, erklärt mir sämtliche Neuerungen (Thema Grundsteuerreform), sagt mir, ich soll mit meinem Vorhaben XY lieber noch ein Kalenderjahr warten, da es dann für mich steuerlich mehr bringt, etc...

    Damit verbleiben jedoch mindestens 65% netto bei dir. "Absetzen" bedeutet nur, das dein zu versteuernde Gesamteinkommen um diesen Betrag reduziert wird.

    Ich verbringe die Zeit, die mir der Steuerberater spart, dafür lieber im Garten oder mit meiner Familie :)

    Genauso auch, wie ich meine Reifen in der Werkstatt wechseln lasse. Ja, ich kann das auch selbst machen, aber die Zeit dafür ist mir zu schade. Da zahle ich lieber etwas mehr, habe dafür aber Zeit gewonnen.

    Und zurück zum Thema Steuern:

    Ich nehme ihn mit heim, wenn ich wirklich mal in Ruhe arbeiten muss. Ich habe ein Büro in der Schule, aber da ist eigentlich kein Arbeiten möglich, da immer jemand etwas von einem will.


    Und nun ist zu schauen, welche Sachen man von der Steuer absetzen kann, damit man auch zu Hause gut arbeiten kann:
    - Arbeitszimmer, Strom, Heizung, Internet, ...

    Privatgeräte dienstlich nutzen? Nein.

    Bei mir ist es eher so:

    ich lasse alle dienstlichen Geräte (Computer, Laptop, iPad) bewusst in der Schule; bin froh diese nicht mit nach Hause nehmen zu müssen, weil ich hier zu Hause keine Schul-Geräte haben möchte. Erinnert mich zu sehr an einen Feuerwehrmann der jeden Abend einen dienstlichen Feuerwehrschlauch mit nach Hause nimmt, falls es in der Nacht brennt.

    Hier zu Hause habe ich dann mein eigenes Büro, mit meinen eigenen Geräten, die ich für Schule, für meine Nebentätigkeiten und für private Dinge nutze.

    Nicht mit der Steuer sondern mit dem Einkommen. Tatsächlich ein Punkt, den manche Lehrkraft nicht verstanden hat. Wenn ich für 100 € etwas für die Schule kaufe und es dann von der Steuer absetze bekomme ich nur meinen persönlichen Steuersatz wieder. Mein Einkommen reduziert sich um 100 € und entsprechend muss ich auf 100 € Steuern bezahlen. Effektiv zahle ich dann um die 38 € weniger Steuern. 60 € hat mich die Ausgabe trotzdem gekostet.

    Ja, natürlich. Da hast du absolut Recht!

    Das lohnt sich dann, wenn man viel privat für die Arbeit zahlt. Das mache ich aber nicht.
    Das einzige, was ich mir an privaten Ausgaben gönne, ist Tinte und die kann ich zu Fuß einkaufen.

    Handy? Internetanschluss? Telefon? Computer? Arbeitszimmer? ...

    Eigentlich genügt für die Steuererklärung das Wissen um einen einzigen Grundgedanken:
    Arbeitnehmer und Unternehmer werden gleich behandelt. Man hat Einnahmen und Ausgaben um den "Betrieb am Laufen" zu halten.
    In der Bilanz muss nur der Gewinn versteuert werden. Und dieser muss so genau wie möglich berechnet werden. Dabei summiert sich das "Kleinvieh". Das wird oft unterschätzt.

    Oder etwas vereinfacht:

    (Fast) alle Kosten, die mir aufgrund meines Berufes entstehen, können vollständig oder anteilig mit meiner Steuer verrechnet werden.

    Im Alltag muss man bei den Ausgaben immer daran denken, ob es beruflich relevant ist oder nicht. Bzw. wenn man einen guten Steuerberater hat, wird man von ihm noch gefragt, ob man Ausgaben XYZ hatte.

    Ob man das immer tagesaktuell abheftet und kategorisiert oder zum Halbjahr oder alle 12 Monate, bleibt jedem selbst überlassen - ärgerlich ist nur, wenn man sich Steuerrückzahlung entgehen lässt, weil man gar keine Steuererklärung abgibt.

    Und ja - ab und an fordert das Finanzamt die Belege an.

    Das ist bei mir noch nie vorgekommen. Vielleicht ein Vorteil eines Steuerberaters. :)


    Ja, ein Steuerberater kostet Geld. Dafür weiß ich, dass er alles ordentlich macht, sich in der Materie deutlich besser auskennt als ich und stets versucht, das Beste für mich (finanziell) herauszuholen.

    Ich wüsste nicht, weshalb ein Steuerberater nicht alles Tricks der "Lehrer-Steuererklärung" kennen sollte. Ich bin in den letzten Jahren noch nie auf einen Kollegen (oder in diversen Foren) gestoßen, der etwas bei der Steuer angibt, das ich nicht auf dem Schirm hatte. Im Gegenteil: meist heißt es eher "Ah, ich wusste nicht, dass das für die Steuer relevant ist".


    Es ist ähnlich wie ein Maler (oder sonst ein Handwerker):
    Ja, natürlich kann ich hier zu Hause das Treppengeländer selbst streichen. Aber ich bin in einer finanziellen Situation, wo ich es mir leisten kann, hierfür einen Maler ins Haus zu holen. Ich bräuchte dafür zwei Tage am Wochenende. Der Maler braucht 4 Stunden und danach sieht es deutlich besser aus.

    Ja, ich kann die Steuerklärung auch selbst machen. Aber ich weiß, der Steuerberater wird es immer besser machen als ich. Er warnt mich vor irgendwelchen Grenzen/Summen, die ich überschreiten könnte. Ich weiß nicht, ob das eine Software vorausschauend macht.
    Er übernimmt die komplette Kommunikation mit dem Finanzamt. Ich weiß nicht, ob das eine Software auch für mich machen würde.

    Am meisten bekommst du heraus, wenn du dich in die Materie einarbeitest. Ich hatte ein paar Jahre lang die SteuerSparErklärung plus (für Lehrer) von WoltersKluwer (Akademische) verwendet und das Buch "Steuertricks" von Konz durchgelesen. Danach weiß man eigentlich sehr genau, was man als Lehrkraft steuerlich absetzen kann - und braucht nur noch Elster.

    ... oder einen guten Steuerberater, der genau das für einen macht und einen daran erinnert, was man noch alles bei der Steuer angeben kann. Sollte sich mal etwas an den Gesetzen ändern, ist der Steuerberater sicherlich einer der ersten der das auf dem Schirm hat. Deutlich schneller als das Buch Steuertricks von Konz aus dem Jahr 2005.

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