Beiträge von PaPo

    Teilhabe an der Gesellschaft: Das gilt in deinen Augen nur für Kinder ohne Defizite?

    Es ist doch gerade das Ziel, dass Kinder mit Defiziten teilnehmen können sollen.

    Oder verstehe ich dich komplett falsch? Kannst du erklären, was du meinst? Eine Gesellschaft besteht für mich aus allen Menschen und alle haben die gleichen Rechte.

    Es geht um die Förderung (resp. Bildung) der nach Maßgabe der individuellen Grenzen bestmögliche sozio-politische, -kulturelle und -ökonomische Partizipationsfähigjeit der Schüler und deren emtsprechend bestmögliche Entfaltung ihrer Potenziale und Persönlichkeit, um an Gesellschaft teilhsben zu können (gesellschaftliche Teilhabe insb. als Ziel von Schule, erst nachrangig als Modus derselben).

    Die Idee ist, dass dies in leistungshomogenen Gruppen, die entsprechend optimal zur Beschulung homogener Gruppen ausgestattet sind, für jeden Beteiligten besser möglich ist. Die Homogenisierung setzt aber natürlich enzsprechende Selektion voraus.

    Niemand hier will Kindern mit 'Defiziten' ihre Teilhabe verwehren, ganz im Gegenteil.

    s.o. (mein vorangehender Kommentar) - was meinst du, was notwendige Bedingungen und Konsequenzen dieser Ziele in einer pluralistischen Leistungsgesellschaft mit viel zu wenigen Lehrern sind, die immer noch Menschen sind und lediglich über endliche Ressourcen verfügen? Wie und wo erreicht man diese Ziele wohl am besten, wenn gleichzeitig das Maß des Möglichen von Schüler zu Schüler divergiert? Mit zig überfüllten, leistungsheterogenen Lerngruppen?

    Und kann es auch positive Selektion geben (wie wir hier die gsnze Zeit abänmerken und weisen einige der deinerseits zitierten Punkte vielleicht sogsr darauf hin)? Siehe auch den Kommentar von BaldPension.

    Und kann es sein, dass unterschiedliche Schüler ausgehend von ihrer unterschiedlichen kognitiv-intellektuellen Leistungsfähigkeit, -bereitschaft und -demonstration unterschiedlich (nur) qualifiziert werden können und hier geradezu Selektionsmechanismen in der ein oder anderen Art und Weise greifen (s o.)? Wir können natürlich auch jedem unterschiedslos das Abitur mit identischen Noten geben...

    Möchtest du nicht mal langsam anfangen, Sinn und Zweck von Schule und deine (gesellschaftliche) Aufgabe als Lehrerin zu reflektieren, dich zumindest bildungswissenschaftlich und systemtheoretisch zu bilden? Wenn wir uns schon die Mühe machen, auf deine Strohmännchen einzugehen (und dich wiederholt korrigieren, dass du Begriffe falsch benutzt, vom Strohmann bis zur Selektion... ich erkenne ein grundlegendes Problem), wäre das nur höflich.

    Und lies doch als Kollegin, die sich für was Besseres hält, ab und an auch deine eigenen Texte auf Rechtschreibfehler durch, bevor du diese anderen ankreidest (und dich daran aufhängst, dass ich nebenbei, auf der Couch, ohne Brille auf viel zu kleiner Handytastatur tippe... und btw erstmsl tippe, absende und erst m Nachgang korrigiere), um vom Inhalt abzulenken. Die korrekte Verwendung von Begriffen wäre auch nett.

    Wichtiger wäre aber, die Beiträge der anderen hier korrekt sinnentnehmend zu lesen (dass du das wiederholt nicht machst, darauf weisen dich ja auch andere hin - was ist deine Ausrede). Zur lächerlich hohen Empörung kommen nämlich unfassbar viele Textrezeptionsfehler (sag mir, wenn es dir zu viele Fremdwörter sind), auch das wirkt gar nicht so gebildet, wie du dachtest.

    Lehn dich also mal nicht so trollig weit aus dem Fenster, sondern bleib beim Thema. Diese projektiven Infantilitäten nerven.

    Die Aufgaben der Schule sind (laut NRW Schulgesetz):

    • Unterricht und Erziehung: Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten zur Gestaltung des eigenen Lebens und Teilhabe an der Gesellschaft.
    • Wertevermittlung: Erziehung zu Demokratie, Umweltschutz, Toleranz und vorurteilsfreier Begegnung.
    • Individuelle Förderung: Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung und Leistungsfähigkeit.
    • Beratung und Betreuung: Beratung von Schülerinnen, Schülern und Eltern sowie Betreuung.
    • Beurteilung: Leistungsbewertung und Ausstellung von Zeugnissen.
    • Aufsicht: Gewährleistung der Sicherheit während des Unterrichts, der Pausen und Schulveranstaltungen.
    • Qualitätsentwicklung: Mitwirkung an der Verbesserung der eigenen Arbeit.

    Ich finde dort nichts von "Selektion".

    Schön rezitiert, aber nicht reflektiert oder die Frage tatsächlich beantwortet, denn dafür müsstest du schon überlegen, was Sinn und Zweck von Schule in einer gem. fdGO-verfassten Leistungsgesellschaft in einer globalisierten Welt sein soll und wie die Punkte, die du rezitierst, erfülllt werden können, was bspw. die Sache mit "Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten zur Gestaltung des eigenen Lebens und Teilhabe an der Gesellschaft", der "Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung und Leistungsfähigkeit" oder der "Leistungsbewertung" bedeutet (die ich ja ebenfalls benannt habe) und inwiefern Dgl. gewährleistet werden kann resp. was dafür realiter notwendige Bedingungen sind. Hilfreich wäre auch eine Reflexion des Bildungsbegriffes, des Konzepts von Leistungsgerechtigkeit und der Problematik der Ressourcenknappheit.

    Und eigtl. ist das ohnehin ein bildungswissenschaftl. Diskurs, der nicht über Verweis auf das SchulG NRW beantwortbar ist. Eine Antwort mit deinen eigenen Worten wäre diesbzgl. interessanter gewesen. Ich begrüße aber, dsss du inhaltlich geantwortet hast. Danke.

    Zitat

    a) wäre das dann keine Hauptaufgabe (wie du schreibst), sondern eher (in deinem Sinne) eine Voraussetzung

    Dein Versuch die Selektionsaufg. als eine der vier Hauptaufgaben damit zu negieren, dass Selektion "eher [...] eine Voraussetzung" darstelle, verfängt leider bereits nicht, weil kryptisch bleibt, was exakt du damit meinst: "Voraussetzung" für was? Die zitierten Punkte aus dem SchulG NRW?

    Zitat

    ist dieses "muss zwingend herauskommen", eine deterministische Verkürzung der Voraussetzungen. Um zu diesem Schluss zu kommen, bräuchte man Beweise. Man muss erst einmal argumentativ nachweisen, dass das 3-gliedrige System / die Selektion mit einem erfolgreichen Bildungssystem korreliert.

    Non sequitur-Fehlschluss, mithin bietet die Normativität des Faktischen (hier: die Realität des mehrgliedrigen Schulsystems) den Diskussionsrahmen (es geht nicht darum, was asch eigenen Wunschvorstellungen Schule leisten sollte, sondern was in der gegebenen Situation deren legitimer Sinn und Zweck ist). Mithin beisst sich die Katze in den Schwanz, wenn wir für deine "Beweise" keine entsprechend leistungshomogenen, optimal aufgestellten Schulen, rechtliche Rahmenbedingungen u.ä. haben... zumindest wenn du empirische "Beweise" möchtest (m.E. kann man hier aber auch mit simpler Logik argumentieren, nicht umsonst nannte ich eingangs Ressourcenknappheit von Lehrern als einen der relevsnten Punkte zur Sinn- und Zweckerfüllung und dass dieser mit weniger, kleineren und leistungshomogeneren Lerngruppen entgegengewirkt werden kann).

    Wir können btw gerne die PISA-Studien, deren Ergebnisse, aber auvh deren Methoden und Techniken im Detail besprechen, dürfen aber nichz ignorieren, was due einzelnen Schulsysteme so alles voneinander unterscheidet. Am Ende wird tatsächlich herauskommen, dass für "hohe Leistung" mehr ausschlaggebend ist, als exkl. die Frage, ob Schule mehrgliedrig oder einheitlich organisiert ist o.ä.

    Das ist aber nicht der springende Punkt, denn eineseits mpssen wir vorerst mit den arbeiten, was wir haben. Andererseity wirst du zudem Selektionsformen in der ein oder anderen Form wohl 0berall finden, von nach Leistungsniveau differenzierten Kursen, über Nichtversetzungsreglements, bis hin zu unterschiedlichen Abschlüssen (mal abgesehen davon, dass man danit der Feage entgejt, ob auch in einheitlicheren Systemen mehr Selektion bessere Ergebnisse erzielen würde, auch dort, so due Ergebnisse im Vgl. schon gut sind... aber de8ne Ausz0ge bestätige doch auf ihre Weise, dsss Selektion wohl irgendwie universelle Aufg. von Schule ist).

    Mithin, hier echsuffiert man sich ohne jede Differenzierung über den Begriff der "Sekekrion", wenn es irgendwie um Nenschrn gehr, das ist ja das eivtl. Thema (und der eigtl. Unsinn, selbst wenn man beim Sinn und Zweck von Schule und wie diese jene erfüllen kann im Detail unterschiedlicher Meinung ist - reflexartige Empörung).

    Du kommst mit den Aufgaben eines Gymnasiums, während es um den Begriff der Selektion von Menschen mit Behinderung geht. Das nennt man im Internetjargon "Strohmann".

    Ich weiß nicht, was du durch deine Provokation erreichen möchtest, vielleicht stresst es dich auch nur, dass ich deine Beiträge meist ignoriere. Wenn du dir wirklich Antworten wünschst, dann solltest du freundlich nachfragen.

    Danke für die Bestätigung, dass du nicht weißt, was ein Strohmann ist. Insoferm dir sich offensichtlich nicht der themenbezogene Sinn und Zweck meiner Fragen (a) nach dem Sinn und Zweck von Schule insg. und (b) nach dem spezifischen Sinn und Zweck von Gymnasien erschließt, erläutere ich sie dir gerne:

    Es ist eine Wissensreproduktions- und Reflexionsaufgabe, nein eine sokratische Frage, bei der zwingend herauskommen muss, dass (a) Selektion eine der Hauptaufgaben von Schule ist und (b) Gymnasien (neben den allg. Aufgaben von Schule) diejenigen Schüler selektieren soll, die zur Studierbefähigung qualifiziert werden können, alle anderen entsprechend an andere Schulformen reallokiert. Der Selektionsbegriff ist hier so simpel wie unverfänglich. Leider hat auch die Spiegelung deiner 'Argumente' zur bemühten Problematisierung von Begrifflichkeiten nicht verfangen, weil du inhaltl. Replik vermeidest (oder sich zu viele 'Fremdworte' fanden).

    Dein Strohmann besteht aus der Unterstellung (und dies auch zur fehlsamen Textrezeption deinerseits), irgendwer der deinerseits hier Angeworfenen hätte irgendwie spezifisch über eine "Selektion von Menschen mit Behinderung" geschrieben - das ist pure Fantasterei deinerseits, von der ausgehend du dann von "menschenverachtend " u.ä. schwurbelst.ä (und dich dann über entsprechende Reaktionen wunderst - Maß halten).

    Gerne nochmsl langsam, was die eigtl. Aussage war:

    Zitat

    Es geht um ein konkretes Ziel (Studierbefähigung) und wer dieses aufgrund dessen, dass er die notwendige kognitiv-intellektuelle Leistungsfähigkeit, -bereitschaft u./o. -demonstration (trotz evtl. Förderung, scaffolding, Barrierefreiheit etc. etc. etc.) nicht mitbringt, egal warum, ob wegen einer Behinderung, charakterlicher, situationaler o.ä. (möglichst zu nivellierender) Faktoren, ist an der Schulform falsch. Gilt mutatis mutandem auch für Realschulen.

    Du kreirst ein Phantomproblem, an dem du dich abarbeiten willst, vulgo 'nen Strohmann. Auch angesichts dessen bizarr, dass ausgerechnet du von "Provokationen" schreibst. Mich "stresst" (^^) btw eher, dass du mich nicht ignorierst, dsss du Texte nicht richtig liest und allerortens persönlich wirst, aber das Echo nicht erträgst.

    Kömntest ja einfach die Fragen beantworten, dann würde sich einiges erübrigen. Absolut unsinnige 'Diskission'... Danke.

    Ich finde es ja fast rührend, dass du meine Kommentare so ernst nimmst, dass du sie nicht nur mehrfach wiederholst sondern auch noch in deine Signatur setzt.

    Den Vorwurf des Sachlichen und des Strohmannbauens gebe ich hiermit gerne zurück: Anderen vorzuwerfen, sie könnten nicht lesen und jeden zweiten Beitrag mit Lachsmiley versehen ist persönlich, nicht sachlich.

    Und den Zweck von Gymnasien kann man nachlesen, ändert nichts am Thema, dass Dr. Rakete angesprochen hat.

    Keine Antwort und deine "rührend[e]" Eigenart, wirklich nie inhaltlich einfach mal auf simple Fragen zu antworten, ist halt auch 'ne Antwort: Du möchtest dich halt ahnumglos und unangemessen, den sozial- und insb. bildungswissenschaftl. Kontext der letzten Jahrzehnte ignorierend, über einen Begriff empören, ohne diesen (und btw deine Funktion als Lehrerin) zu reflektieren...

    ... kann man machen, tu dann aber bitte nicht so, als ginge es dir um eine inhaltliche Diskussion. Du stellst deine idiosynkratische Wahrnehmung und Deutung dar, dein Kopfkino bei der Rezeption des Begriffes, keine objektiven Bedeutungsinhalte, Konnotationen o.ä. desselben - wenn dir bei 'Autobahn' gleichzeitig 'Reichsarbeitsdienst', 'Truppenverschiebung' u.ä., bei 'Reiseführer' gleichzeitig 'Führerpeinzip', 'Adolf Hitler' u.ä., und bei "Selektion" dann 'Dozialdarwinismus', 'Euthanasie', 'Rampe' oder sonstwas mitschwingen, sagt das ausschl. was über dich aus. Einfach mal auf dem Teppich bleiben.

    Zudem erhälst du das Echo deiner Attitüde.

    P.S.: Guck bitte mal nach, was ein Strohmann ist, bevor du anderen "[d]en Vorwurf des [...] Strohmannbauens [...] zurück[gibst]..., ergibt nämlich null Sinn, so wie du ihn benutzt. "Den Vorwurf des Sachlichen" nehme ich aber gerne an. ;)

    Und? Beantwortest du jetzt die Fragen?

    Sonst beenden wir das gerne, ist ohnehin OT.

    Ich wiederhole gerne die Fragen:

    Was sind Sinn und Zweck von Schule?

    Was sind angesichts dessen spezifischer Sinn und Zweck von Gymnasien?

    Wäre zudem schön, bei den tatsächlichen Inhalten der Kommentare hier zu bleiben, statt bei Strohmännern und darauf basierendem Kopfkino... dann versteht man evtl. auch, warum state_of_Trance diese Frage stellt (und eure Antworten daran komplett vorbeigehen). Danke.

    Muss gar nicht sein, das ist auch nicht das Thema gewesen.

    Genauso wenig wie störendes Verhalten automatisch in einen bestimmten Förderschultyp gehört, oder glaubt irgendwer, dass es Förderschulen für Kinder mit Autismus gibt? SuS, die Verhalten zeigen, das für andere anstrengend ist, ist für alle gleichermaßen anstrengend.

    Es soll hier gerade die x. Diskussion über Inklusion angeleiert werden, das könnt ihr gerne machen. Das ändert alles nichts an Beiträgen, die suggerieren, Menschen mit Behinderungen müsste man aussortieren.

    Du kreirst Strohmänner.

    Warum sollten lernbehinderte Kinder am Gymnasium beschult werden? Der Schulform, von der, wenn man sie ernst nehmen würde, auch ein großer Teil nicht-lernbehinderter Kinder abgeschult werden sollte.

    Eben. Es geht um ein konkretes Ziel (Studierbefähigung) und wer dieses aufgrund dessen, dass er die notwendige kognitiv-intellektuelle Leistungsfähigkeit, -bereitschaft u./o. -demonstration (trotz evtl. Förderung, scaffolding, Barrierefreiheit etc. etc. etc.) nicht mitbringt, egal warum, ob wegen einer Behinderung, charakterlicher, situationaler o.ä. (möglichst zu nivellierender) Faktoren, ist an der Schulform falsch. Gilt mutatis mutandem auch für Realschulen.

    Nein, es geht nicht um Leistingsföhigkeit, sondern um die Selektion von Menschen mit Behinderung.

    Kinder und Jugendliche die andere beim Lernen stören mögen anstrengend sein, das trifft auch für das Lernen an Förderschulen zu. Trotzdem ist deine Vorstellung von "Selektion von Autisten" menschenverachtend.

    Du argumentierst selbst, wie du es anderen im Grunde vorwirfst, nämlich (ausschl.) weltanschaulich, während wir tatsächlich mittels (intersubjektivierbarer) Leistungsgerechtigkeit und dem eigtl. Sinn und Zweck von Schule (und der spezifischen Schulformen) - btw auch angesichts volkswirtschaftl. Konkurrenzfähigkeit auf globalen Märkten - argumentieren.

    Was ist denn deiner Meinung nach Sinn und Zweck von Schule und speziell von Gymnasien?

    Legitimer Sinn und Zweck kann nur sein, Schüler mittels erzieherischer Bildung (und dem Werben und Vorleben unserer fdGO) zu eigenverantwortlichen (d.h. mündigen, selbstreflexiven, integren etc.) und gemeinschaftsfähigen (d.h. kooperations- und partizipationsfähigen etc.), demokratischen Staatsbürgern zu erziehen, die (nach Maßgabe ihrer individuellen Fähigkeiten) sozio-ökonomisch, -politisch und -kulturell an einer pluralistischen, liberalen Gesellschaft partizipieren, sich in dieser möglichst frei entfalten, diese perpetuieren und optimieren können sollen... sonst haben wir nachher bspw. Abiturienten oder gar examinierte Akademiker, die in öffentlichen Foren massive Textrezeptionsprobleme demonstrieren oder von "lächerliche[r] Fremdwortdichte" lamentieren, wenn 2,5 Prozenz eines Kommentars (vermeintl.) Fremdworte beinhalten. Will ja niemand.

    Die skizzierte Sinn- und Zweckerfüllung gelingt jedoch bereits infolge der individuellen Ressourcen- und unterrichtlichen Zeitbegrenzung nicht, wenn der einzelne Lehrer zu viele Lerngruppen unterrichten muss, die zu viele zu leistungsheterogene Schüler beinhalten, die auch noch zieldifferent beschult werden sollen (außerunterrichtliche Verpflichtungen u.ä. dramatisieren die Problematik). Und wenn du schon so salopp mit 'Großen' Worten um dich schmeisst: "menschenverachtend" ist es eher, derart die Partizipationsfähigkeit und Entfaltungspotenziale aller Schüler zu torpedieren.

    BTW: Mithin sorgen Leistungshomogenität und entsprechende Selektionen und Allokationen (i.V.m. einer Wiederherstellung angemessener Ansprüche an Leistungsdemonstrationen u.ä., wo diese in den letzten Jahren rapide erodiert sind) letztlich auch für Leistungsgerechtigkeit und die Aufwertung von Schulabschlüssen: Momentan ist es so, dass auch das Abitur und innerhalb desselben auch Bestnoten schlichtweg inflationär selbst bei Leistungen erteilt werden, bzgl. derer fraglich ist, ob sie 'früher' überhaupt zur Hochschulzugangsberechtigung geführt hätten - es konkurrieren Kanditaten beim Kampf um Studien-, Ausbildungs- und Arbeitsplätze mit identischen 'sehr guten' Noten, wobei die einen diese Noten entsprechend ihrer Leistung verdient, die anderen entgegen ihrer Leistung quasi 'geschenkt' bekommen haben. Das entspricht keiner Leistungsgerechtigkeit und hat selbst das Abitur in seiner Wertigkeit massiv erodieren lassen. Während 'früher' Universitäten, Ausbilder und Arbeitgeber beim Abitur i.V.m. entsprechenden Noten bestimmte Fähigkeiten und bestimmtes Wissen voraussetzen konnten, ist das nicht mehr der Fall. Das hat natürlich Ausstrahlungswirkungen auf die anderen Schulformen, also Real- und Hauptshculen, die ähnliche Probleme geplagt haben - die Abschlüsse sind entwertet.

    ... so, ich muss jetzt unterrichten.

    Kann ich nicht mitgehen. Ohne meinen Autisten mit Schwerbehindertenausweis wäre die Welt in meinem Klassenzimmer definitiv ärmer. Und wir hätten niemanden, der den Kompass 4 Test zu 99% besteht. Wenn es natürlich auch Baustellen gibt, überwiegen für mich die Vorteile. Für meine Schüler ist es normal, alle Kinder zu inkludieren. Sollten wir uns ne Scheibe abschneiden. Probleme liegen beim mangelnden Personal.

    Es geht doch um kognitiv-intellektuelle Leistungsfähigkeit, -bereitschaft und -demonstration - dein "Autis[t] mit Schwerbehindertenausweis [...], der den Kompass 4 Test zu 99% besteht", ist doch ggf. gar nicht gemeint.

    Und die Funktion von Gymnasien ist nicht, Behinderte auszusortieren, diese Begrifflichkeiten sind falsch und offenbaren ein bestimmtes Menschenbild, ja.

    Die Funktion von Gymnasien ist u.a. die Qualifizierung zur Studierbefähigung. Wo dies infolge dee kognitiv-intellektuellen Leistungsfähigkeit, -bereitschaft u./o. -demonstration ausgeschlossen ist, sollte vor Übergsng zum Gymnasium oder möglichst frühzeitig auf dem Gymnasium für eine Reallokation der entsprechenden Schüler an einer geigneteren Schulform gesorgt werden (es geht nicht ums 'Ausselektieren' von Leistungsschwachen, sondern Bestenselektion der entsprechend Leistungsföhigen - alles eine Frage der korrekten Bezeichnung).

    Da gibt es auch nichts zu diskutieren, will man Schule nicht ad absurdum führen. Ähnliches gilt natürlich auch für Realschulen. Diese pseudomoralischen Aufladung offenbaren einen gewissen (unsachgemäßen, falschen) Bias.

    Und das ist eine legitime Bitte. Hättest du nicht den Begriff "Lernbehinderte" sondern "Schwachsinnige" verwendet, wäre es deutlich. Natürlich haben Begriffe eine umfassende Bedeutung. Und Menschen mit Behinderungen zu selektieren ist etwas anderes als die Selektion nach Schulleistung.

    Lesen will grlernt sein...

    Ich echauffiere mich über den Verwendung des Begriffs Selektion beim Zugang zu Schulen und das dadurch zum Ausdruck kommende Menschenbild.

    Genau das habe ich doch festgestellt. Aber: Der Begriff der Selektion ist und bleibt in diesem Kontext objektiv-deskriptiv.

    Zitat

    Wenn man schreibt, dass ein Vorteil von kirchlichen Schulen ist, dass Menschen mit Lernbehinderung ausselektiert werden, ist der Begriff problematisch.

    Und da ist die historische Verbindung nicht fehlsam sondern genau das haben die Nazi mit behinderten Menschen gemacht -selektieren und vernichten-

    Hat niemand geschrieben. Maylin85 schrieb davon, dass "keine zieldifferente Inklusion betrieben" wird... geeewaaaltiiigeeer Unterschied. Und framing - hier die Rede davon, dass "Menschen mit Lernbehinderung ausselektiert werden" - kann man auch positiv umdrehen und ihm mit der Rede von der Allokation der Schüler an Schul(form)en, die den besonderen Bedürfnissen, Leistungskapazitäten u.ä. gerecht werden, begegnen. Das ist das Prinzip des mehrgliedrigen Schulsystems.

    Was du da an "historische[r] Verbindung" aufgrund der Begrifflichkeit meinst festzustellen, ist idiosynkratisch und am bildingswissenschaftl. Diskurs der letzten Jahrzehnte komplett vorbei, sry.

    So, meinetwegen BTT.

    Du möchtest ernsthaft eine Diskussion darüber führen, warum sich der Begriff Selektion in Bezug auf Menschen verbietet?

    Der Begriff ist im schulischen Kontext absolut unproblematisch (hat keine objektiv negativen Konnotationen o.ä.) und etabliert:

    Die Selektion und Allokation - nach Maßgabe der kognitiv-intellektuellen Leistungsfähigkeit, -bereitschaft und -demonstration der Schüler - ist eine der vier Hauptaufgaben von Schule (neben Enkulturation und Qualifikation) gem. Helmut Fend (und sollte spätestens beim Wechsel zur weiterführenden Schule erfolgen), so u.a in seiner “[n]eue[n] Theorie der Schule” (2006) oder hier:

    Fend, Helmut (2011): Die sozialen und individuellen Funktionen von Bildungssystemen: Enkulturation, Qualifikation, Allokation und Integration. In: Hellekamps, S.; Plöger, W. & Wittenbruch, W. (2011): Handbuch der Erziehungswissenschaft. Bd. 3: Schule. Paderborn, S. 41–53.

    Oder:

    Es gehen “[...] beide Funktionen […] theoretisch eng mit der Qualifikationsfunktion einher: Schulen tragen dazu bei, die Heranwachsenden im Verlauf ihres Qualifikationsprozesses durch schulische Auswahlprozesse (Selektion) auf unterschiedliche soziale Positionen zu verteilen (Allokation). Die Selektionsfunktion von Schule findet in Deutschland ihren äußeren Ausdruck in der Mehrgliedrigkeit des Schulsystems, mit der eine frühe Entscheidung über die generelle Zulassung der Schülerinnen und Schüler zu einzelnen Bildungswegen und Institutionen verbunden ist […]. Die Selektion wird über die Bewertung und Benotung von individuellen Schülerleistungen vorgenommen. Lehrkräfte erteilen in Abhängigkeit von ihnen vorgegebenen Kriterien mit Zensuren und Zeugnissen symbolische Gratifikationen, die in Schullaufbahnen und Schulabschlüssen mit unterschiedlichem realem Wert einmünden” (https://link.springer.com/chapter/10.100…3-658-43348-2_6).

    Man muss sich nicht über deskriptive Begrifflichkeiten echauffieren, weil man hier mglw. (fehlsame) Verbindungen zu düsteren Zeiten zieht o.ä. :)

    Vorschlag

    Der Fokus in Schule liegt oft nicht auf dem Kind, sondern auf administrativen und organisatorischen Zwängen. Erst wenn das Kind gesehen und wertgeschätzt wird, kann es auch ohne Einschränkungen lernen. Lehrkräfte sind oft nur vormittags präsent und verbringen den Nachmittag außerhalb der Schule, was die Zusammenarbeit und die pädagogische Entwicklung behindert. Lehrkräfte sollten nicht nur als Wissensvermittler, sondern als ganzheitliche Begleiter der Schülerinnen und Schüler agieren. Daher sollte eine verpflichtende Arbeitszeit in der Schule von 7:30 Uhr bis 16:30 Uhr eingeführt werden.

    Antwort

    Die Diskussion über die Arbeitszeit von Lehrkräften wird aktuell auf verschiedenen Ebenen sehr intensiv geführt. Die Einführung eines verpflichtenden Arbeitszeit- bzw. Anwesenheitsfensters für Lehrkräfte von 7:30 Uhr bis 16:30 Uhr hätte einen grundlegenden Umbau des bestehenden Systems zur Folge und ist in jedem Fall kurzfristig angesichts der umfassenden rechtlichen, infrastrukturellen und finanziellen Hürden nicht möglich. Die z. B. zur Umsetzung erforderliche Einrichtung von Arbeitsplätzen und Büros an den Schulen würde erhebliche Kosten bei den Schulträgern auslösen. Aus Sicht der Landesregierung hat sich die eigenverantwortliche und somit auch flexible Einteilung der Arbeitszeit bewährt. Bereits jetzt findet sie ihren Rahmen in den entsprechenden Regelungen der ADO, mit denen Schulleitungen diese Flexibilität z. B. zum Zweck der Schul- und Unterrichtsentwicklung einschränken können.
    Obwohl die Diskussion um die Arbeitszeit bei Lehrkräften und deren Erfassung und Bemessung derzeit allgemein präsent ist, gilt es, die bundesgesetzlichen Vorgaben hierzu abzuwarten. Daher steht der Austausch mit der Bundesregierung und den anderen Ländern in der Bildungsministerkonferenz zu einer Lösung für den Lehrkräftebereich im Vordergrund. Das Ministerium für Schule und Bildung steht hierzu mit den anderen 15 Bundesländern im engen Austausch.

    (Hervorhebungen durch mich)

    Quelle:
    Arbeitszeit verpflichtend | Bildungsportal NRW

    Hatte ich auf der ersten Seite bereits verlinkt. ;)

    Die Kommentare bei N4T fassen die Problematik resp. Unmöglichkeit der Realisierung dieser "den Giftzahn ausgepackt"-Drohung beinahe unisono zusammen: Baulich, organisatorisch, infrastrukturell, finanziell etc. nicht machbar und einen geregelten Schulbetrieb unterminierend - es würde nicht mehr gearbeitet, sondern effektiv weniger.

    Und wenn Lehrer zu wenig arbeiten würden, hätten wir die Arbeitszeiterfassung ja längst. Auch NRW zittert davor, wrd ja dann noch deutlicher, dass Schulen heillos unterbesetzt sind, Klassen-/Kursteiler und die Menge an Lerngruppen pro Lehrer eigtl. nicht funktionieren kann, geschweoge denn die komplett überbordemde Verdichtung von unterrichtsfernen Aifgaben, Prestigeprojekten u.ä.

    ... und Feller kennt sich nicht nur nicht bei den realen Bedingungen von Schule aus, sondern auch nicht bei dem, was ihr eigenes Ministerium resp. die damalige Landesregierung noch 2022 selbst festgestellt hat: http://www.schulministerium.nrw/node/26514

    Da wird nichts kommen.

    Riesensauerei, so wie das bisher läuft. Da muss dann sonst ein jeder selbst entscheiden, auf welche Art und Weise er / sie den Reallohnverlust kompensieren wird.

    D.n.V., stechuhrmäßige Präsenz, komfortabel korrigierbare KA (und keine fakultativen Tests), regelmäßige Kontrolle der Dienstmail (d.h. zwei Mal pro Woche in der Kerndienstzeit) etc. etc. etc.

Werbung