Kirchensteuer (aus Meckerforum)

  • s.o. (mein vorangehender Kommentar) - was meinst du, was notwendige Bedingungen und Konsequenzen dieser Ziele in einer pluralistischen Leistungsgesellschaft mit viel zu wenigen Lehrern sind, die immer noch Menschen sind und lediglich über endliche Ressourcen verfügen? Wie und wo erreicht man diese Ziele wohl am besten, wenn gleichzeitig das Maß des Möglichen von Schüler zu Schüler divergiert? Mit zig überfüllten, leistungsheterogenen Lerngruppen?

    Und kann es auch positive Selektion geben (wie wir hier die gsnze Zeit abänmerken und weisen einige der deinerseits zitierten Punkte vielleicht sogsr darauf hin)? Siehe auch den Kommentar von BaldPension.

    Und kann es sein, dass unterschiedliche Schüler ausgehend von ihrer unterschiedlichen kognitiv-intellektuellen Leistungsfähigkeit, -bereitschaft und -demonstration unterschiedlich (nur) qualifiziert werden können und hier geradezu Selektionsmechanismen in der ein oder anderen Art und Weise greifen (s o.)? Wir können natürlich auch jedem unterschiedslos das Abitur mit identischen Noten geben...

    Möchtest du nicht mal langsam anfangen, Sinn und Zweck von Schule und deine (gesellschaftliche) Aufgabe als Lehrerin zu reflektieren, dich zumindest bildungswissenschaftlich und systemtheoretisch zu bilden? Wenn wir uns schon die Mühe machen, auf deine Strohmännchen einzugehen (und dich wiederholt korrigieren, dass du Begriffe falsch benutzt, vom Strohmann bis zur Selektion... ich erkenne ein grundlegendes Problem), wäre das nur höflich.

    Und lies doch als Kollegin, die sich für was Besseres hält, ab und an auch deine eigenen Texte auf Rechtschreibfehler durch, bevor du diese anderen ankreidest (und dich daran aufhängst, dass ich nebenbei, auf der Couch, ohne Brille auf viel zu kleiner Handytastatur tippe... und btw erstmsl tippe, absende und erst m Nachgang korrigiere), um vom Inhalt abzulenken. Die korrekte Verwendung von Begriffen wäre auch nett.

    Wichtiger wäre aber, die Beiträge der anderen hier korrekt sinnentnehmend zu lesen (dass du das wiederholt nicht machst, darauf weisen dich ja auch andere hin - was ist deine Ausrede). Zur lächerlich hohen Empörung kommen nämlich unfassbar viele Textrezeptionsfehler (sag mir, wenn es dir zu viele Fremdwörter sind), auch das wirkt gar nicht so gebildet, wie du dachtest.

    Lehn dich also mal nicht so trollig weit aus dem Fenster, sondern bleib beim Thema. Diese projektiven Infantilitäten nerven.

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

    2 Mal editiert, zuletzt von PaPo (23. Januar 2026 19:29)

  • Die grün hervorgehobenen Partien würde ich "Selektion" zuordnen. Selektion muss auch für die Betroffenen nicht immer negativ sein, sondern kann Chancen auch überhaupt erst ermöglichen, siehe der Punkt "Teilhabe an der Gesellschaft".

    Teilhabe an der Gesellschaft: Das gilt in deinen Augen nur für Kinder ohne Defizite?

    Es ist doch gerade das Ziel, dass Kinder mit Defiziten teilnehmen können sollen.

    Oder verstehe ich dich komplett falsch? Kannst du erklären, was du meinst? Eine Gesellschaft besteht für mich aus allen Menschen und alle haben die gleichen Rechte.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Du kommst mit den Aufgaben eines Gymnasiums, während es um den Begriff der Selektion von Menschen mit Behinderung geht.

    Mir ging es auch nicht um das Gymnasium. Ich bin auch nicht dafür, dass jede/r aufs Gymnasium soll, die Gymnasien sind auf Vielfalt nicht angelegt und dafür nicht eingerichtet. Sie verfolgen andere Ziele und das ist okay. Mir ist nur der Begriff Selektion im Zusammenhang mit Behinderten aufgestoßen, es kommt für mich aus der NS-Zeit. Aber vmtl. ist dieses Thema für viele zu weit weg.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Teilhabe an der Gesellschaft: Das gilt in deinen Augen nur für Kinder ohne Defizite?

    Es ist doch gerade das Ziel, dass Kinder mit Defiziten teilnehmen können sollen.

    Oder verstehe ich dich komplett falsch? Kannst du erklären, was du meinst? Eine Gesellschaft besteht für mich aus allen Menschen und alle haben die gleichen Rechte.

    Es geht um die Förderung (resp. Bildung) der nach Maßgabe der individuellen Grenzen bestmögliche sozio-politische, -kulturelle und -ökonomische Partizipationsfähigjeit der Schüler und deren emtsprechend bestmögliche Entfaltung ihrer Potenziale und Persönlichkeit, um an Gesellschaft teilhsben zu können (gesellschaftliche Teilhabe insb. als Ziel von Schule, erst nachrangig als Modus derselben).

    Die Idee ist, dass dies in leistungshomogenen Gruppen, die entsprechend optimal zur Beschulung homogener Gruppen ausgestattet sind, für jeden Beteiligten besser möglich ist. Die Homogenisierung setzt aber natürlich enzsprechende Selektion voraus.

    Niemand hier will Kindern mit 'Defiziten' ihre Teilhabe verwehren, ganz im Gegenteil.

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    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

    2 Mal editiert, zuletzt von PaPo (23. Januar 2026 21:12)

  • Es geht um die nach Förderung der nach Maßgabe der kmindividuellen Grenzen bestmögliche sozio-politische, -kulturelle und -ökonomische Partizipationsfähigjeit der Sch0ler und deren emtsprechend bestmögkuche Entfaltung ihrer Potenziake und Persönlichkeit. Die Idee ist, dass dies in leistungshomogenen Gruppen, die entsprechend optimal zur Beschulung homlgener Grupoen ausgestattet sind, für jeden Beteiligten besser möglich ist. Die Homogenisierung setzt aber natürlicv Sekektion voraus.

    Niemand hier will Kindern mit 'Defiziten' ihre Teilhabe verwehren, ganz im Gegenteil.

    Ich finde, man sollte es differenzierter sehen. Es gibt Autisten, die würden in G-Schulen untergehen. Jeder Fall ist da anders. Meine Tochter machte Abitur mit einem Autisten, der von der G-Schule aufs Gymnasium wechselte dank seiner engagierten Schulbegleitung, die seine Fähigkeiten erkannte. Er konnte nur mit Hilfe eines Laptops arbeiten, was damals ein großes Novum war. Ich habe es während meiner Zeit als Lehrerin mit 5 verschiedenen autistischen Kindern zu tun gehabt und nur 1 davon konnte nicht in der Regelschule zurechtkommen. Die 4 anderen schon. Sie waren alle unterschiedlich und hatten teilweise große Problematiken, aber mit Unterstützung von Schulbegleitern lief es okay bis sehr gut.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Ich finde, man sollte es differenzierter sehen. Es gibt Autisten, die würden in G-Schulen untergehen. Jeder Fall ist da anders. Meine Tochter machte Abitur mit einem Autisten, der von der G-Schule aufs Gymnasium wechselte dank seiner engagierten Schulbegleitung, die seine Fähigkeiten erkannte. Er konnte nur mit Hilfe eines Laptops arbeiten, was damals ein großes Novum war. Ich habe es während meiner Zeit als Lehrerin mit 5 verschiedenen autistischen Kindern zu tun gehabt und nur 1 davon konnte nicht in der Regelschule zurechtkommen. Die 4 anderen schon. Sie waren alle unterschiedlich und hatten teilweise große Problematiken, aber mit Unterstützung von Schulbegleitern lief es okay bis sehr gut.

    Das alles widerspricht ja in keiner Weise meinen Ausführungen, im Gegenteil.

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    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

  • Zauberwald : Zu deiner an mich gerichteten Frage: Meine Meinung ist, dass die realen Bedingungen zieldifferenter Beschulung Kindern mit Förderbedarf nur in seltenen Fällen ermöglichen, ihr Potential soweit auszuschöpfen, dass sie nach der Schulzeit in der Lage sind, echte gesellschaftliche Teilhabe erfahren zu können. Selektion heißt in dem Zusammenhang nicht nur die Verwehrung des Zutritts zu einer bestimmten Schulform, sondern die Empfehlung einer anderen Schulform, unter deren Bedingungen die Chancen höher sind, das vorhandene Potential auszuschöpfen und auf die Zeit nach Beendigung der Schule angemessen vorbereitet zu werden. Mal als Negativbeispiel: In den früheren Volksschulen gab es bisweilen sehr große Klassen und es waren allerlei Leistungsniveaus vertreten. Diejenigen mit (nicht diagnostiziertem) Förderbedarf sind im schlechtesten Fall einfach mitgelaufen, haben nicht viel aus dem Unterricht mitgenommen und hatten danach quasi keine Möglichkeit, sich in bestehende gesellschaftliche Prozesse einfügen zu können.

  • Zauberwald : Zu deiner an mich gerichteten Frage: Meine Meinung ist, dass die realen Bedingungen zieldifferenter Beschulung Kindern mit Förderbedarf nur in seltenen Fällen ermöglichen, ihr Potential soweit auszuschöpfen, dass sie nach der Schulzeit in der Lage sind, echte gesellschaftliche Teilhabe erfahren zu können. Selektion heißt in dem Zusammenhang nicht nur die Verwehrung des Zutritts zu einer bestimmten Schulform, sondern die Empfehlung einer anderen Schulform, unter deren Bedingungen die Chancen höher sind, das vorhandene Potential auszuschöpfen und auf die Zeit nach Beendigung der Schule angemessen vorbereitet zu werden. Mal als Negativbeispiel: In den früheren Volksschulen gab es bisweilen sehr große Klassen und es waren allerlei Leistungsniveaus vertreten. Diejenigen mit (nicht diagnostiziertem) Förderbedarf sind im schlechtesten Fall einfach mitgelaufen, haben nicht viel aus dem Unterricht mitgenommen und hatten danach quasi keine Möglichkeit, sich in bestehende gesellschaftliche Prozesse einfügen zu können.

    Sag ich ja. ;)

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    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

  • Zauberwald : Zu deiner an mich gerichteten Frage: Meine Meinung ist, dass die realen Bedingungen zieldifferenter Beschulung Kindern mit Förderbedarf nur in seltenen Fällen ermöglichen, ihr Potential soweit auszuschöpfen, dass sie nach der Schulzeit in der Lage sind, echte gesellschaftliche Teilhabe erfahren zu können. Selektion heißt in dem Zusammenhang nicht nur die Verwehrung des Zutritts zu einer bestimmten Schulform, sondern die Empfehlung einer anderen Schulform, unter deren Bedingungen die Chancen höher sind, das vorhandene Potential auszuschöpfen und auf die Zeit nach Beendigung der Schule angemessen vorbereitet zu werden. Mal als Negativbeispiel: In den früheren Volksschulen gab es bisweilen sehr große Klassen und es waren allerlei Leistungsniveaus vertreten. Diejenigen mit (nicht diagnostiziertem) Förderbedarf sind im schlechtesten Fall einfach mitgelaufen, haben nicht viel aus dem Unterricht mitgenommen und hatten danach quasi keine Möglichkeit, sich in bestehende gesellschaftliche Prozesse einfügen zu können.

    Wenn man von der Sonderschule kommt, hat man danach natürlich eine super gesellschaftliche Teilhabe.

    Als ich Kind war, spielte ich sehr gerne mit Rainer, er war mein Freund. Meine Mutter verbot mir, mit ihm zu spielen, weil er auf die "Dummenschule" ging. Die anderen Kinder in der Straße sollten ihn auch meiden. Mir war es egal, ich mochte ihn sehr und ich habe heimlich mit ihm gespielt. Ich wusste nicht richtig, was sie meint. Wir sollten auch nicht mit evangelischen Kindern spielen. Da ich nicht wusste, wer evangelisch ist, habe ich vmtl. auch gegen diese Regel verstoßen.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Wenn man von der Sonderschule kommt, hat man danach natürlich eine super gesellschaftliche Teilhabe.

    Inwiefern wäre das an 'ner Regelschule besser?

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    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

  • Mentalität ist auch immer ein Zeichen der Zeit. Als die Generation deiner Mutter noch im heutigen schulpflichtigen Alter war, war es vielerorts üblich, dass die Hälfte eines Jahrgangs nach der Volks- auf die Hauptschule ging. Einige Vertreter späteter Generationen tendierten ja auch dazu, die Hauptschule zur "Dummenschule" herabzuwürdigen, was sicher auch weite Teile der Generation deiner Mutter nicht gerne hören würden.

    Und klar, als Kind ist man oft noch nicht rhetorisch versiert, in eine argumentative Diskussion mit den eigenen Eltern einzusteigen, zumal das Eltern-Kinder-Verhältnis damals noch emotional distanzierter war als in vielen heutigen Familien. Dennoch hätte ich mich gewundert, ob das Problem aus Sicht der Mutter am Rainer wirklich war, dass er auf die "Dummenschule" ging, oder vielleicht doch eher, dass er vermutlich eine Behinderung hatte (die sich ja auf einer anderen Schule auch nicht plötzlich in Luft auflöst). Und warum genau sollte er gemieden werden? Bestand die Angst, dass die vermutliche Behinderung ansteckend sein könnte, oder ging es darum, dass es sich "nicht schickt" als nicht-behinderte Person seine Freizeit mit Menschen mit einer Behinderung zu verbringen (und dabei auch noch gesehen zu werden)?

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