Kirchensteuer (aus Meckerforum)

  • Du arbeitest selber an einer dezidierten Förderschule, richtig?

    Ja, macht sie. Und als Förderschullehrer muss man auch Gutachten schreiben und ggf. auch Empfehlungen für den Förderort aufzeigen.

    Aber aus Sicht des Kindes und mit der Fragestellung "Welches ist der beste Förderort für das Kind" und nicht mit dem Blick auf eine ...

    Selektion, die der Staat ja längst aufgegeben hat.

    ... und der Überlegung ...

    Und wer dort nicht in der Spur lief, musste irgendwann auch gehen.

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Ich wiederhole gerne die Fragen:

    Was sind Sinn und Zweck von Schule?

    Was sind angesichts dessen spezifischer Sinn und Zweck von Gymnasien?

    Wäre zudem schön, bei den tatsächlichen Inhalten der Kommentare hier zu bleiben, statt bei Strohmännern und darauf basierendem Kopfkino... dann versteht man evtl. auch, warum state_of_Trance diese Frage stellt (und eure Antworten daran komplett vorbeigehen). Danke.

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

    Einmal editiert, zuletzt von PaPo (23. Januar 2026 16:52)

  • Es ist wahrscheinlich eine dedizierte Förderschule gemeint... Manchmal muss man bei "Fremdwörtern" aufpassen. :victory:

    Oh oh, ich könnte es ja auf die Autokorrektur schieben. Aber ich habs verkackt.

    Plattenspieler hätte allerdings auch den selben Einwand gehabt, wenn ich das richtige Wort verwendet hätte.

  • Ich wiederhole gerne die Fragen:

    Was sind Sinn und Zweck von Schule?

    Was sind angesichts dessen spezifischer Sinn und Zweck von Gymnasien?

    Währe zudem schön, bei den tatsächlichen Inhalten der Kommentare hier zu bleiben, statt bei Strohmännern und darauf basierendem Kopfkino... dann versteht man evtl. auch, warum state_of_Trance diese Frage stellt (und eure Antworten daran komplett vorbeigehen). Danke.

    Ich finde es ja fast rührend, dass du meine Kommentare so ernst nimmst, dass du sie nicht nur mehrfach wiederholst sondern auch noch in deine Signatur setzt.

    Den Vorwurf des Sachlichen und des Strohmannbauens gebe ich hiermit gerne zurück: Anderen vorzuwerfen, sie könnten nicht lesen und jeden zweiten Beitrag mit Lachsmiley versehen ist persönlich, nicht sachlich.

    Und den Zweck von Gymnasien kann man nachlesen, ändert nichts am Thema, dass Dr. Rakete angesprochen hat.

  • Ich finde es ja fast rührend, dass du meine Kommentare so ernst nimmst, dass du sie nicht nur mehrfach wiederholst sondern auch noch in deine Signatur setzt.

    Den Vorwurf des Sachlichen und des Strohmannbauens gebe ich hiermit gerne zurück: Anderen vorzuwerfen, sie könnten nicht lesen und jeden zweiten Beitrag mit Lachsmiley versehen ist persönlich, nicht sachlich.

    Und den Zweck von Gymnasien kann man nachlesen, ändert nichts am Thema, dass Dr. Rakete angesprochen hat.

    Keine Antwort und deine "rührend[e]" Eigenart, wirklich nie inhaltlich einfach mal auf simple Fragen zu antworten, ist halt auch 'ne Antwort: Du möchtest dich halt ahnumglos und unangemessen, den sozial- und insb. bildungswissenschaftl. Kontext der letzten Jahrzehnte ignorierend, über einen Begriff empören, ohne diesen (und btw deine Funktion als Lehrerin) zu reflektieren...

    ... kann man machen, tu dann aber bitte nicht so, als ginge es dir um eine inhaltliche Diskussion. Du stellst deine idiosynkratische Wahrnehmung und Deutung dar, dein Kopfkino bei der Rezeption des Begriffes, keine objektiven Bedeutungsinhalte, Konnotationen o.ä. desselben - wenn dir bei 'Autobahn' gleichzeitig 'Reichsarbeitsdienst', 'Truppenverschiebung' u.ä., bei 'Reiseführer' gleichzeitig 'Führerpeinzip', 'Adolf Hitler' u.ä., und bei "Selektion" dann 'Dozialdarwinismus', 'Euthanasie', 'Rampe' oder sonstwas mitschwingen, sagt das ausschl. was über dich aus. Einfach mal auf dem Teppich bleiben.

    Zudem erhälst du das Echo deiner Attitüde.

    P.S.: Guck bitte mal nach, was ein Strohmann ist, bevor du anderen "[d]en Vorwurf des [...] Strohmannbauens [...] zurück[gibst]..., ergibt nämlich null Sinn, so wie du ihn benutzt. "Den Vorwurf des Sachlichen" nehme ich aber gerne an. ;)

    Und? Beantwortest du jetzt die Fragen?

    Sonst beenden wir das gerne, ist ohnehin OT.

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

    3 Mal editiert, zuletzt von PaPo (23. Januar 2026 19:52)

  • P.S.: Guck bitte mal nach, was ein Strohmann ist, bevor du anderen "[d]en Vorwurf des [...] Strohmannbauens [...] zurück[gibst]..., ergibt nämlich null Sinn, so wie du ihn benutzt. "Den Vorwurf des Sachlichen" nehme ich aber gerne an...

    Du kommst mit den Aufgaben eines Gymnasiums, während es um den Begriff der Selektion von Menschen mit Behinderung geht. Das nennt man im Internetjargon "Strohmann".

    Ich weiß nicht, was du durch deine Provokation erreichen möchtest, vielleicht stresst es dich auch nur, dass ich deine Beiträge meist ignoriere. Wenn du dir wirklich Antworten wünschst, dann solltest du freundlich nachfragen.

    Edit: OT ist das beileibe nicht, denn das Selektionsargument kam zur Verteidigung kirchlicher Institutionen.

  • Du kommst mit den Aufgaben eines Gymnasiums, während es um den Begriff der Selektion von Menschen mit Behinderung geht. Das nennt man im Internetjargon "Strohmann".

    Ich weiß nicht, was du durch deine Provokation erreichen möchtest, vielleicht stresst es dich auch nur, dass ich deine Beiträge meist ignoriere. Wenn du dir wirklich Antworten wünschst, dann solltest du freundlich nachfragen.

    Danke für die Bestätigung, dass du nicht weißt, was ein Strohmann ist. Insoferm dir sich offensichtlich nicht der themenbezogene Sinn und Zweck meiner Fragen (a) nach dem Sinn und Zweck von Schule insg. und (b) nach dem spezifischen Sinn und Zweck von Gymnasien erschließt, erläutere ich sie dir gerne:

    Es ist eine Wissensreproduktions- und Reflexionsaufgabe, nein eine sokratische Frage, bei der zwingend herauskommen muss, dass (a) Selektion eine der Hauptaufgaben von Schule ist und (b) Gymnasien (neben den allg. Aufgaben von Schule) diejenigen Schüler selektieren soll, die zur Studierbefähigung qualifiziert werden können, alle anderen entsprechend an andere Schulformen reallokiert. Der Selektionsbegriff ist hier so simpel wie unverfänglich. Leider hat auch die Spiegelung deiner 'Argumente' zur bemühten Problematisierung von Begrifflichkeiten nicht verfangen, weil du inhaltl. Replik vermeidest (oder sich zu viele 'Fremdworte' fanden).

    Dein Strohmann besteht aus der Unterstellung (und dies auch zur fehlsamen Textrezeption deinerseits), irgendwer der deinerseits hier Angeworfenen hätte irgendwie spezifisch über eine "Selektion von Menschen mit Behinderung" geschrieben - das ist pure Fantasterei deinerseits, von der ausgehend du dann von "menschenverachtend " u.ä. schwurbelst.ä (und dich dann über entsprechende Reaktionen wunderst - Maß halten).

    Gerne nochmsl langsam, was die eigtl. Aussage war:

    Zitat

    Es geht um ein konkretes Ziel (Studierbefähigung) und wer dieses aufgrund dessen, dass er die notwendige kognitiv-intellektuelle Leistungsfähigkeit, -bereitschaft u./o. -demonstration (trotz evtl. Förderung, scaffolding, Barrierefreiheit etc. etc. etc.) nicht mitbringt, egal warum, ob wegen einer Behinderung, charakterlicher, situationaler o.ä. (möglichst zu nivellierender) Faktoren, ist an der Schulform falsch. Gilt mutatis mutandem auch für Realschulen.

    Du kreirst ein Phantomproblem, an dem du dich abarbeiten willst, vulgo 'nen Strohmann. Auch angesichts dessen bizarr, dass ausgerechnet du von "Provokationen" schreibst. Mich "stresst" (^^) btw eher, dass du mich nicht ignorierst, dsss du Texte nicht richtig liest und allerortens persönlich wirst, aber das Echo nicht erträgst.

    Kömntest ja einfach die Fragen beantworten, dann würde sich einiges erübrigen. Absolut unsinnige 'Diskission'... Danke.

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

  • ... mir geht es also ganz schnöde und grundsätzlich um den Ansatz der Wahrung möglichst umfassender Homogenität und Ordnung im Schulbetrieb. Ich sehe darin einen großen Mehrwert privater Träger, die im Gegensatz zu staatlichen Schulen nicht verordnet im Chaos versinken müssen und wenigstens einen kleinen Teil der aktuellen Schülergenerationen noch auf angemessenem Niveau beschulen können. Das ist imo erhaltenswert.

    Wenn ich heute Elternteil wäre, würden meine Kinder auch Schulen in privater/kirchlicher Trägerschaft besuchen!

    Homogenität und Ordnung im Schulbetrieb, d.h. die Geborgenheit in einer stabilen, wertkonservativen Struktur wären auch mir für meine Kinder wichtig.

    Nehme zur Zeit in meinem Umfeld viel Postives über Schulen z.B. in katholischer Trägerschaft wahr. Die gab es auch schon in meiner Schulzeit in den 1960er/1970er Jahren. Nur, hat man damals noch nicht so viel darüber geredet, weil es in den staatlichen Schulen noch besser und geordneter lief. Die immer mehr negativ verlaufende Entwicklung fing nach meiner Wahrnehmung ab mitte der 1990er Jahre an. Da fing ich als Referendar an.8)

  • Ich nehme an, trance wollte auf den Punkt hinaus, dass du, Quittengelee, ja selbst in einem selektiven Setting mit einer selektierten Klientel arbeitest. Und nimms mir nicht böse, aber du pickst nach wie vor nur einzelne Punkte raus und verzerrst, was ich geschrieben habe - mir ist egal, ob das stategische Absicht oder Unvermögen zur Erfassung einer vollständigen Position ist, mir scheint die Diskussion an dieser Stelle nicht weiter sinnvoll.


    Grundsätzlich zur Thematik: bei der Argumentation...

    aus Sicht des Kindes und mit der Fragestellung "Welches ist der beste Förderort für das Kind"

    ...wird immer vergessen, dass da noch 25 oder mehr andere mit im Klassenraum sitzen, deren Lernumgebung und Förderung sich durch Mitschüler mit Verhaltensauffälligkeiten und Sonderbedarfen teils massiv verschlechtern kann. Alles selbst erlebt. Das ist aber leider egal und interessiert niemanden - bei Beschwerden weist man Eltern und Kinder darauf hin, dass sie das gefälligst hinzunehmen haben, weil Individualinteressen von Minderheiten nunmal höher gewichtet werden. Es ist gut, dass diese Eltern dann noch auf Privatschulen ausweichen können. Und im Gegensatz zu Privatschulen mit Schulgeldern, ziehen die kirchlichen Schulen keine finanziellen Hürden ein und ermöglichen qualitativ gute Bildung für alle Herkunftsschichten (sofern man sich verhaltenstechnisch an die Spielregeln hält). Ich halte das in diesen Zeiten für sehr wertvoll 😊

  • Ob da ein Zusammenhang besteht?

    Die Frage habe ich erwartet! Ich glaube aber nicht, dass ich so viel Einfluss auf die Entwicklung unserer Staatsschulen nehmen konnte. Habe aber allmählich immer Entwicklungen mitbeobachten müssen, die in eine ungute Richtung liefen. Aber, auf meine anderen noch verbliebenen wertkonservativen Kollegen und meine Wenigkeit wollte niemand hören.

    Kurzum: Ich habe es damals schon kommen sehen, wie es heute ist! Und das ist nicht gut!8)

  • Es ist eine Wissensreproduktions- und Reflexionsaufgabe, nein eine sokratische Frage, bei der zwingend herauskommen muss, dass (a) Selektion eine der Hauptaufgaben von Schule ist und (b) Gymnasien (neben den allg. Aufgaben von Schule) diejenigen Schüler selektieren soll, die zur Studierbefähigung qualifiziert werden können, alle anderen entsprechend an andere Schulformen reallokiert.

    Die Aufgaben der Schule sind (laut NRW Schulgesetz):

    • Unterricht und Erziehung: Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten zur Gestaltung des eigenen Lebens und Teilhabe an der Gesellschaft.
    • Wertevermittlung: Erziehung zu Demokratie, Umweltschutz, Toleranz und vorurteilsfreier Begegnung.
    • Individuelle Förderung: Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung und Leistungsfähigkeit.
    • Beratung und Betreuung: Beratung von Schülerinnen, Schülern und Eltern sowie Betreuung.
    • Beurteilung: Leistungsbewertung und Ausstellung von Zeugnissen.
    • Aufsicht: Gewährleistung der Sicherheit während des Unterrichts, der Pausen und Schulveranstaltungen.
    • Qualitätsentwicklung: Mitwirkung an der Verbesserung der eigenen Arbeit.

    Ich finde dort nichts von "Selektion".

    Nun magst du für dich entschieden haben, dass es für die Bewältigung dieser Aufgaben zwingend notwendig ist, dass selektiert werden muss.

    Aber

    a) wäre das dann keine Hauptaufgabe (wie du schreibst), sondern eher (in deinem Sinne) eine Voraussetzung

    b) ist dieses "muss zwingend herauskommen", eine deterministische Verkürzung der Voraussetzungen. Um zu diesem Schluss zu kommen, bräuchte man Beweise. Man muss erst einmal argumentativ nachweisen, dass das 3-gliedrige System / die Selektion mit einem erfolgreichen Bildungssystem korreliert. Dies einfach als Faktum hinzustellen (weil man nur auf diese Antwort kommen kann) ist normativ, verkürzend und falsch.
    Aufteilung kann ein Organisationsprinzip sein, aber sie ist keine notwendige Bedingung für hohe Leistung. Es gibt mehrere Top-PISA-Systeme mit später Selektion (z. B. Estland/Finnland/Kanada). Frühe Selektion korreliert eher mit mehr Ungleichheit als mit besserer Gesamtleistung.

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Mir ging es darum, dass jemand schrieb, dass Privatschulen behinderte Kinder selektieren und nicht aufnehmen würden. Dieses Superkind, das in meiner Klasse ist, wäre nicht aufgenommen worden. Es hat einen Schwerbehindertenausweis. Wo soll denn ein autistisches Kind hin? Normalerweise Sonderschule G. Diese Privatschulen können es sich wohl leisten, alle Kinder mit speziellen Bedarfen abzulehnen.

    Hier ist es so, dass die Systemsprenger oder gerade schwierige Kinder auf Privatschulen wechseln, wenn es in der Regelschule massive Probleme gibt, also genau andersherum.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Die Aufgaben der Schule sind (laut NRW Schulgesetz):

    • Unterricht und Erziehung: Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten zur Gestaltung des eigenen Lebens und Teilhabe an der Gesellschaft.
    • Wertevermittlung: Erziehung zu Demokratie, Umweltschutz, Toleranz und vorurteilsfreier Begegnung.
    • Individuelle Förderung: Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung und Leistungsfähigkeit.
    • Beratung und Betreuung: Beratung von Schülerinnen, Schülern und Eltern sowie Betreuung.
    • Beurteilung: Leistungsbewertung und Ausstellung von Zeugnissen.
    • Aufsicht: Gewährleistung der Sicherheit während des Unterrichts, der Pausen und Schulveranstaltungen.
    • Qualitätsentwicklung: Mitwirkung an der Verbesserung der eigenen Arbeit.

    Ich finde dort nichts von "Selektion".

    Schön rezitiert, aber nicht reflektiert oder die Frage tatsächlich beantwortet, denn dafür müsstest du schon überlegen, was Sinn und Zweck von Schule in einer gem. fdGO-verfassten Leistungsgesellschaft in einer globalisierten Welt sein soll und wie die Punkte, die du rezitierst, erfülllt werden können, was bspw. die Sache mit "Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten zur Gestaltung des eigenen Lebens und Teilhabe an der Gesellschaft", der "Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung und Leistungsfähigkeit" oder der "Leistungsbewertung" bedeutet (die ich ja ebenfalls benannt habe) und inwiefern Dgl. gewährleistet werden kann resp. was dafür realiter notwendige Bedingungen sind. Hilfreich wäre auch eine Reflexion des Bildungsbegriffes, des Konzepts von Leistungsgerechtigkeit und der Problematik der Ressourcenknappheit.

    Und eigtl. ist das ohnehin ein bildungswissenschaftl. Diskurs, der nicht über Verweis auf das SchulG NRW beantwortbar ist. Eine Antwort mit deinen eigenen Worten wäre diesbzgl. interessanter gewesen. Ich begrüße aber, dsss du inhaltlich geantwortet hast. Danke.

    Zitat

    a) wäre das dann keine Hauptaufgabe (wie du schreibst), sondern eher (in deinem Sinne) eine Voraussetzung

    Dein Versuch die Selektionsaufg. als eine der vier Hauptaufgaben damit zu negieren, dass Selektion "eher [...] eine Voraussetzung" darstelle, verfängt leider bereits nicht, weil kryptisch bleibt, was exakt du damit meinst: "Voraussetzung" für was? Die zitierten Punkte aus dem SchulG NRW?

    Zitat

    ist dieses "muss zwingend herauskommen", eine deterministische Verkürzung der Voraussetzungen. Um zu diesem Schluss zu kommen, bräuchte man Beweise. Man muss erst einmal argumentativ nachweisen, dass das 3-gliedrige System / die Selektion mit einem erfolgreichen Bildungssystem korreliert.

    Non sequitur-Fehlschluss, mithin bietet die Normativität des Faktischen (hier: die Realität des mehrgliedrigen Schulsystems) den Diskussionsrahmen (es geht nicht darum, was asch eigenen Wunschvorstellungen Schule leisten sollte, sondern was in der gegebenen Situation deren legitimer Sinn und Zweck ist). Mithin beisst sich die Katze in den Schwanz, wenn wir für deine "Beweise" keine entsprechend leistungshomogenen, optimal aufgestellten Schulen, rechtliche Rahmenbedingungen u.ä. haben... zumindest wenn du empirische "Beweise" möchtest (m.E. kann man hier aber auch mit simpler Logik argumentieren, nicht umsonst nannte ich eingangs Ressourcenknappheit von Lehrern als einen der relevsnten Punkte zur Sinn- und Zweckerfüllung und dass dieser mit weniger, kleineren und leistungshomogeneren Lerngruppen entgegengewirkt werden kann).

    Wir können btw gerne die PISA-Studien, deren Ergebnisse, aber auvh deren Methoden und Techniken im Detail besprechen, dürfen aber nichz ignorieren, was due einzelnen Schulsysteme so alles voneinander unterscheidet. Am Ende wird tatsächlich herauskommen, dass für "hohe Leistung" mehr ausschlaggebend ist, als exkl. die Frage, ob Schule mehrgliedrig oder einheitlich organisiert ist o.ä.

    Das ist aber nicht der springende Punkt, denn eineseits mpssen wir vorerst mit den arbeiten, was wir haben. Andererseity wirst du zudem Selektionsformen in der ein oder anderen Form wohl 0berall finden, von nach Leistungsniveau differenzierten Kursen, über Nichtversetzungsreglements, bis hin zu unterschiedlichen Abschlüssen (mal abgesehen davon, dass man danit der Feage entgejt, ob auch in einheitlicheren Systemen mehr Selektion bessere Ergebnisse erzielen würde, auch dort, so due Ergebnisse im Vgl. schon gut sind... aber de8ne Ausz0ge bestätige doch auf ihre Weise, dsss Selektion wohl irgendwie universelle Aufg. von Schule ist).

    Mithin, hier echsuffiert man sich ohne jede Differenzierung über den Begriff der "Sekekrion", wenn es irgendwie um Nenschrn gehr, das ist ja das eivtl. Thema (und der eigtl. Unsinn, selbst wenn man beim Sinn und Zweck von Schule und wie diese jene erfüllen kann im Detail unterschiedlicher Meinung ist - reflexartige Empörung).

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

    Einmal editiert, zuletzt von PaPo (23. Januar 2026 19:55)

  • Sächsisches SchulG:

    5) Die Schüler sollen insbesondere lernen,

    1..selbstständig, eigenverantwortlich und in sozialer Gemeinschaft zu handeln/ 2. für sich und gemeinsam mit anderen zu lernen und Leistungen zu erbringen,/ 3. eigene Meinungen zu entwickeln und Entscheidungen zu treffen, diese zu vertreten und den Meinungen und Entscheidungen anderer Verständnis und Achtung entgegenzubringen,

    4. allen Menschen vorurteilsfrei zu begegnen, unabhängig von ihrer ethnischen und kulturellen Herkunft, äußeren Erscheinung, ihren religiösen und weltanschaulichen Ansichten und ihrer sexuellen Orientierung sowie für ein diskriminierungsfreies Miteinander einzutreten,

    5. Freude an der Bewegung und am gemeinsamen Sport und Spiel zu entwickeln, sich verantwortungsvoll im Straßenverkehr zu verhalten, sich gesund zu ernähren und gesund zu leben,

    6. die eigene Wahrnehmungs-, Empfindungs- und Ausdrucksfähigkeit zu entfalten, kommunikative Kompetenz und Konfliktfähigkeit zu erwerben, musisch-künstlerische Fähigkeiten zu entwickeln,

    7. angemessen, selbstbestimmt, kompetent und sozial verantwortlich in einer durch Medien geprägten Welt zu handeln sowie Medien entsprechend für Kommunikation und Information einzusetzen, zu gestalten, für das kreative Lösen von Problemen und das selbstbestimmte Lernen zu nutzen sowie sich mit Medien kritisch auseinander zu setzen und

    8. Ursachen und Gefahren der Ideologie des Nationalsozialismus sowie anderer totalitärer und autoritärer Regime zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.

    (6) Die Schule ermutigt die Schüler, sich mit Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, mit Politik, Wirtschaft, Umwelt und Kultur auseinanderzusetzen, befähigt sie zu zukunftsfähigem Denken und weckt ihre Bereitschaft zu sozialem und nachhaltigem Handeln.

    (7) 1Die Schule fördert die vorurteilsfreie Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderungen. 2Inklusion ist ein Bestandteil der Schulentwicklung aller Schulen.

    (8) 1Die Schule fördert Schüler, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, durch zusätzliche Angebote zum Erwerb der deutschen Sprache. 2Sie sollen gemeinsam mit allen anderen Schülern unterrichtet werden und aktiv am gemeinsamen Schulalltag teilnehmen.

    (9) Bei der Gestaltung der Lernprozesse werden die unterschiedliche Lern- und Leistungsfähigkeit der Schüler inhaltlich und didaktisch-methodisch berücksichtigt sowie geschlechterspezifische Unterschiede beachtet.

    (10) In Erfüllung des Erziehungs- und Bildungsauftrags pflegt die Schule eine gute Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen Institutionen und gesellschaftlichen Partnern.2"


    Was der kleine Frosch für NRW schreibt, gilt offenbar auch für Sachsen.

    Möchtest du nicht mal langsam anfangen, deine Behauptungen zu belegen, PaPo ? Wenn wir uns schon die Mühe machen, auf deine Strohmännchen einzugehen wäre das nur höflich.

    Und lies doch als Kollege, der sich für was Besseres hält ab und an deine Texte auf Rechtschreibfehler durch. Zur lächerlich hohen Fremdwortdichte kommen nämlich unfassbar viele Schludrigkeitsfehler, wirkt gar nicht so gebildet, wie du dachtest.

  • ...

    Hier ist es so, dass die Systemsprenger oder gerade schwierige Kinder auf Privatschulen wechseln, wenn es in der Regelschule massive Probleme gibt, also genau andersherum.

    Kommt etwas drauf an, Schulen, die eine ausreichend hohe Nachfrage haben, sieben bei uns zumindest durchaus. Man muss ja nur "Geschwisterkinder" als Kriterium nehmen, um das Klientel auf einem stabilen Level zu halten.

  • Die Aufgaben der Schule sind (laut NRW Schulgesetz):

    • Unterricht und Erziehung: Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten zur Gestaltung des eigenen Lebens und Teilhabe an der Gesellschaft.
    • Wertevermittlung: Erziehung zu Demokratie, Umweltschutz, Toleranz und vorurteilsfreier Begegnung.
    • Individuelle Förderung: Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung und Leistungsfähigkeit.
    • Beratung und Betreuung: Beratung von Schülerinnen, Schülern und Eltern sowie Betreuung.
    • Beurteilung: Leistungsbewertung und Ausstellung von Zeugnissen.
    • Aufsicht: Gewährleistung der Sicherheit während des Unterrichts, der Pausen und Schulveranstaltungen.
    • Qualitätsentwicklung: Mitwirkung an der Verbesserung der eigenen Arbeit.

    Ich finde dort nichts von "Selektion".

    Die grün hervorgehobenen Partien würde ich "Selektion" zuordnen. Selektion muss auch für die Betroffenen nicht immer negativ sein, sondern kann Chancen auch überhaupt erst ermöglichen, siehe der Punkt "Teilhabe an der Gesellschaft".

  • Es gibt mehrere Top-PISA-Systeme mit später Selektion (z. B. Estland/Finnland/Kanada). Frühe Selektion korreliert eher mit mehr Ungleichheit als mit besserer Gesamtleistung.

    Man kann es natürlich mit nicht so ganz passenden Vergleichen immer so hindrehen, wie man es gerne hätte!

    Mal ein paar dumme Fragen dazu: Kann man Schulklassen, die kulturell homogener, wie z.B. in Estland, Finnland und Kanada sind, mit heutigen deutschen Schulklassen vergleichen, deren Zusammensetzungen wesentlich komplizierter und unübersichtlich heterogen erscheinen? Gibt es dort vergleichbare soziale und kulturelle Spannungen/Konflikte wie in deutschen Schulklassen?

    Wie sieht es mit dem Erziehungskonsens/Disziplin und grundsätzliche Leistungsorientierung in den o.g. Ländern aus? Wirklich so heterogen, widersprüchlich und konfliktgeladen wie in Deutschland?

    Lebt man z.B. in Finnland nicht doch ruhiger und gelassener als in Deutschland? Wenn ja, wirkt sich das nicht per se auf den Unterricht/Arbeitsverhalten aus?

    Und ja, wie sähe das Ergebnis aus, wenn o.g. Länder unser gegliederte Schulsystem hätten? Wirklich schlechter? Oder ist der gesellschaftliche Geist in Punkto Lernwille, Wertschätzung von Schule/Lehrern nicht letztenendes entscheidender? Und haben sich unsere Gesamtschulen wirklich so bewährt und Ungleichheiten beseitigt?

    Fragen über Fragen...8)

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