Das Problem ist doch nicht, dass man das nicht lösen könnte.
Es gibt schlicht keinen politischen Benefit. Offensichtlich ist die aktuelle Situation noch gut genug, sodass Lehrer und Eltern keinen politischen Druck machen und auch nicht entsprechend wählen.
Was wählt man denn für einen positiven Wandel im Bildungswesen?
Bücher lesen ist ja auch oft vom Dienstherrn vorgeschrieben.
Z.B. ist es in den Fremdsprachen Pflicht, in der Vorabiturklausur eine Auswahl anzubieten. Ein Vorschlag muss ein literarischer Text sein. Der darf nicht aus einem Lehrbuch stammen und auch kein alter Abitext sein. Nun: woher soll man sich den aus dem Ärmel schütteln??? Dazu MUSS man ja was lesen. Und das dauert...... Denn: man muss zusätzlich ja auch noch den Bezug zum Lehrplan nachweisen. Also muss man erst mal recherchieren, welches Buch dann überhaupt möglicherweise in Frage käme, es dann besorgen, dann lesen und eine geeignete Textstelle finden, wo man in maximal 550 Wörtern eine vernünftige Analyse hinkriegt, wo also genug drinsteht und was mit dem Lehrplan zu tun hat. Ja, toll. Das kriegt man nicht mal eben in 1-2 Stunden hin. Der Dienstherr möchte das aber so. Genauso gut könnte er auch eine Sammlung an Texten zur Verfügung stellen, wo man dann einfach aussuchen kann. Oder einfach den Text vorgeben. Joah, macht er aber nicht. Weil für "die da oben" ist es genauso viel Arbeit.
Deswegen würde ich mir keine schlaflosen Nächte machen. Ein bisschen googlen und von ChatGPT zusammenfassen lassen muss dann eben reichen.