Ich möchte mich hier noch einmal abschließend äußern, da man das Thema differenziert betrachten muss.
Wenn man eine Familie, bestehend aus Vater, Mutter und Kind hat und ein großes soziales Netzwerk ist der Job sicher sehr angenehm. Vorausgesetzt, man ist nicht im Referendariat und bereits fertig und vorausgesetzt man arbeitet in der Grundschule und nicht in der gymnasialen Oberstufe, wo man stundenlang 5 seitige Aufsätze, Klausuren und Abiturprüfungen korrigiert. Das ist ein Unterschied. Es sei denn, man hat Projekte oder außerordentliche Aktivitäten.
Alleinerziehend in der Ausbildung ist es (zumindest bei krankheitsanfälligem Kind) und ohne familiärem Backround ein Höllenritt.
Ja, Kinder werden älter und das mag eine Momentaufnahme sein. In diesem sehr belastenden Abschnitt kriecht man als alleinerziehendes Elternteil aber auf dem Zahnfleisch. Und ich halte das nicht mit Jobs in der freien Wirtschaft vergleichbar, denn da muss man sich nach Feierabend nicht noch über Stunden vorbereiten. Wobei das im Vorbereitungsdioenst eh intensiver ist.
In meinem Seminar bin ich die einzige Alleinerziehende. Alle anderen haben ein großes familiäres Netzwerk und teilen die Kinder an den Wochenenden auf. Die Männer übernehmen regelmäßig Haushaltspflichten und bringen die Kinder ins Bett, die die Frauen an Seminartagen kaum sehen. Das ist ein ganz anderes Thema, als wenn man alles alleine rockt und das maximale rausholen möchte.
Und damit verabschiede ich mich und wünsche euch noch eine anregende Unterhaltung.