Beiträge von elefantenflip

    Ich liebe meinen Beruf immer noch und würde ihn immer wieder wählen.

    Du schreibst:


    "die wachsende Heterogenität und damit verbunden die zunehmende Differenzierungsarbeit". --> natürlich ändern sich die Bedingungen,
    aber was macht es dir sicher, dass sich
    auch in deinem Ausbildungsberuf nicht viel ändert? Es
    könnte ja auch besser werden oder du findest eine Schule, die zu dir passt



    - die Ungewissheit, wo man später eine Stelle bekommt bzw. dass man später z.B. evtl. an eine Brennpunktschule kommt => nie gab es
    bessere Chancen auf eine Stelle

    und deren Auswahl

    , wer sagt dir, dass es nicht gut ist, an einer Brennpunktschule zu arbeiten?

    Jedes Einzugsgebiet ist anders - es gibt Vor- und Nachteile.


    - das Referendariat, wovon man immer hört, dass es sehr hart und anstrengend sein soll => Prüfungszeiten sind immer hart - aber man
    muss einfach da durch. Ich bin /war kein
    Prüfungsmensch - aber ich habe auch nie vergessen, dass mir das nicht liegt - auch
    meine SchülerInnen müssen zahlreiche Prüfungen bestehen - ich kann sie stark
    dafür machen - und sie ihn ihr=> in fast jeder Ausbildung muss man sich bewähren



    - dass man womöglich nie abschalten kann, da man keine festen Arbeitszeiten hat und theoretisch immer noch mehr für die Schule machen könnte => manchmal wünsche ich mir auch feste Arbeitszeiten, aber es hat auch Vorteile, sich einen Teil
    der Arbeit so legen zu können, wie man möchte. Wenn man ein Mensch ist, der schwer von der
    Arbeit abschalten kann, wird man auch in anderen Arbeitsfeldern an sich arbeiten müssen, um
    nicht einen Burnout zu bekommen.



    Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben und du wirst deinen Weg finden, wenn nicht, wirst du Alternativen im Nachhinein finden - noch nie war es leichter, eine Ausbildung zu finden. Die meisten von euch sind so jung, dass man auch nach de Studium etwas anderes aufsatteln kann.


    Was mir fehlt an deinen Überlegungen: Findest du einen Draht zu Kindern? Hast du schon (auch außerhalb der Schule) Erfahrungen im Umgang?


    flip

    Hast du eine Musikstunde oder kannst du die Musikstunde in Einzelelemente zerstückeln? Ich bin in Klasse 1-3 mit dem Musikwerk Rondo gut klar gekommen als Fachfremde (habe allerdings auch die alten Ausgaben und weiß nicht, wie die neuen sind)- in Klasse 4 hatte es schon recht hohen Anspruch.


    Zum Mitspielen könntest du Mumsicogamastücke (Youtube) nehmen, die Notenwerte werden angezeigt, Bewegungen u.U. auch (Body-Percussion) und so klappt es ganz gut, auch wenn du fachfremd bist. Ich habe mich hochgearbeitet und bin immer mutiger geworden.

    Perfekt bin ich nicht, aber Kinder singen bei mir mit und haben Spaß und lernen sogar etwas dabei - und ich auch- mit jedem Durchgang werde ich professioneller, mittlerweile traue ich mich sogar schon an Kanonsingen......

    Meine Erfahrung mit unterschiedlichen Kitas (und Elternhäusern, wobei mittlerweile viele Kinder länger in der Kita als zu Hause sind):


    Verschiedene Kitas haben verschiedene Umgangsformen und bereiten die Kinder unterschiedlich intensiv (ganze Bandbreite) auf die Schule vor.


    Wir in der Schule haben best. Vorgaben, die wir erreichen müssen und müssen die Kinder daran gewöhnen. Es ist für Kinder sehr schwierig, wenn die beiden Institutionen in ihrer Pädagogik und die Elternhäuser in ihren Umgangsformen sehr weit auseinanderliegen. Die Kinder können am wenigsten für die u.U. weite Diskrepanz, wir Lehrer aber auch nicht und auch wir müssen am Anfang der ersten Klasse annehmen und mit dem klar kommen, was bei uns ankommt. Aber die meisten Kinder sind anpassungsfähig.


    Ich würde die ersten Wochen beobachten und versuchen, meinen Umgangsstil in der Klasse selber durchzusetzen. Am Anfang Regel um Regel einführen und sehr konsequent versuchen, die (Klassen- und Schul)regeln durchzusetzen. Wenn du für einige Unterrichtsinhalte länger brauchst, dann ist das so, wir können auch nicht zaubern. Wenn sich viele Kinder nicht so schnell umstellen können, würde ich entweder einen Elternabend machen und von meinen Beobachtungen berichten (und um Unterstützung bitten, damit du die Ziele des 1. Schuljahres erreichen kannst). Wenn es nur einzelne Kinder sind, würde ich die Eltern einzeln miteinbeziehen und die Unterschiede von Erziehungsziel/Schule/Kita verdeutlichen. Ich hatte mal ein Kind, dem habe ich empfohlen auf eine freie Schule zu wechseln, weil das Kind nicht mit den unterschiedlichen Regeln klar kam.

    Vielleicht kannst du das gewohnte Freispiel auch als Belohnung einsetzen?


    Es hört sich sehr anstrengend an, was auf dich zukommt und ich wünsche dir gute Nerven. Ich selber bin nicht ganz konsequent und ich brauche für eine Umstellung sehr lange. Meine Kollegin ist sehr klar - und hat liebevoll, bestimmt und mit gut gewählten Konsequenzen die bunte Mischung zu einer tollen Klassengemeinschaft zusammengeführt. Ich brauche auch noch den Anfang der 3. Klasse dazu.


    Meine private Meinung: Ich selber habe meine eigenen Kinder in einen gebundenen Kindergarten gegeben, weil ich ihnen die krasse Umstellung auf die Schule ersparen wollte. Zwar finde ich , dass Kinder auch Raum für individuelle Entwicklung haben sollen, aber wir leben auch in einer Gemeinschaft und da muss der einzelne seine Bedürfnisse zurückschrauben, sonst funktioniert es nicht. Es ist leichter, wenn der Laden läuft und die Kinder in der Gemeinschaft klar kommen, individuelle Freiräume zu eröffnen als Freiheiten im Nachgang abzuschneiden.

    In meiner Grundschule gibt es keinen Kurzstundenplan/Hitzefrei mehr, seitdem es die OGS gibt und die Kinder dorthin gehen - da ist es noch wärmer. Es geht um Verlässlichkeit für die Eltern.

    Ich denke aber, dass es Konzepte braucht, wenn man den erwarteten Hitzerekord von 48 Grad in Sizilien sieht.


    flippi

    Liebe Sonne,

    du machst ja gar nichts fachfremdes.

    Logopädie geht in die Richtung So -derpädagogik und evt öffnet dir das Studium neue Möglichkeiten der Verknüpfung-

    Vielleicht bist du eher der Typ, der beide Ausbildungen hinterher verbinden kann und in einer Sprachheilschule arbeitet- als Logopäde oder Lehrer- wie auch immer-

    Wenn du unzufrieden bist, bilde dich weiter. Vlt findest du ja eine Möglichkeit, dich zT zu finanzieren. als ausgebildeter Lehrer bekommst du evt in einem Internat eine Stelle- es werden immer Leute gebraucht, die am Wochenende pädagogisch arbeiten….

    Und im Moment fällst du weich- du kannst immer an die Schule zurück- wo so ein großer Lehrermangel herrscht.

    Alles Gute!

    Angeregt von authenrieds Sammlung im allgemeinen Forum und weil es vlt. gerade noch aktuell ist, vlt könnten wir Ideen zum Abschied der 4. Klassen sammeln.


    Bei uns gibt es eine Versammlung in der Aula, in der die ganze Schule zusammenkommt. Es ist Brauch, dass die Viertes durch ein Pool-Nudelspalier hindurchgehen und sich in der Mitte versammeln (außen stehen Klasse 1-3). Jede vierte Klasse bereite ein Event - sei es ein Lied, einen Tanz, ein Gedicht vor.

    Dann werden Seifenblasen mit guten Wünschen für die 4ties losgeschickt, bevor alle verbleibenden das Lied : Wir sagen euch Tschüß singen.


    In den einzelnen Klassen gibt es eine Abschiedsfeier, für die jede Klasse selbst ein Programm zusammenstellt. Ein Theaterstück oder einzelnen Lieder oder Tänze. Einfach so, wie es sich für die jeweilige Klasse anbietet.


    Gibt es bei euch etwas Besonderes?

    Ich glaube, dieses Thema gilt es in den verschiedenen Schulformen zu diskutieren.


    Für die Grundschule:

    Es ergeben sich erhebliche Schwierigkeiten - und dadurch Dissonanzen, wenn es zu viele Teilzeitmodelle gibt (bei uns kann jeder eine individuelle Stundenzahl angeben zu unterrichten) und wenn ein Kollegium fast nur aus Teilzeitleuten besteht. Als Vollzeitkraft kann sich dann die Schwierigkeit ergeben, dass es zu viele Aufgaben gibt, die auf die "Vollen" verteilt werden. Mein Tag hat nur 24 Stunden und ein paar Stunden benötige ich auch zum Schlafen und Essen...., mal abgesehen, dass ich nicht jedes Jahr auf Klassenfahrt gehen kann. :) . Es kann nicht sein, dass ich als VZ jedes Jahr ein oder zwei AG´s anbieten muss, weil die anderen sagen: "Ich bin nur Teilzeit". Bei uns geht es mittlerweile so weit, dass Kolleg*Innen sagen: Als ich noch keine Kinder hatte, habe ich viel zu viel gearbeitet, nun habe ich Kinder und erwarte von den anderen Kolleg*Innen aufgefangen zu werden. Nicht falsch verstehen: Ich helfe gerne, wenn es spontane Schwierigkeiten gibt, aber das ich als Plan A gelte, falls ein Kind krank wird, sehe ich nicht ein. Es gibt TZ´ler, die sagen: Ich komme freitags nicht. .....


    Letztlich steht und fällt alles mit einer starken Schulleitung, die Transparenz herstellt und versucht, alles unter einen Hut zu bringen. Bei der Fülle der Aufgaben, die auf uns zu kommen und immer mehr werden, möchte ich aber keine SL sein. Vertackt ist die Lage, wenn die SL auch Teilzeit ist..... und Vollzeitler SLaufgaben übernehmen müssen.


    Ich finde Teilzeit ein leidiges Thema und wünsche mir mehr Vorgaben von oben - was wird erwartet, was kann gewählt werden...., vielleicht kann man dann auch nur noch eine Vollzeitstelle besetzen, die sich zwei Teilzeitler teilen und es ist nicht mehr so schön flexibel, aber dafür friedlicher im Kollegium.....

    flippi

    Hat jemand schon Erfahrungen mit diesen Bodenmatten gemacht? Die Bewertungen helfen nicht grade weiter, weil es zu wenige gibt, die sich dann z.T. widersprechen.

    Für die Nachhaltigkeit fände ich die Raster interessant - es gibt sie einmal als Taschen und einmal nur als Koordinatengitter auf einer großen Folie aufgezeichnet.

    Es gibt eine Europamatte, die ist aber anscheinend aus Stoff- dabei habe ich die Bedenken, dass sie verknautscht.

    flippi

    Die Betreuung war ein Grund, warum die Mischung gekippt wurde - wir müssen eine verbindliche Betreuung von 8 bis 11.30 Uhr anbieten- damit fällt Kursunterricht in der ersten Stunde weg.....

    Ich habe jahrelang in einer gemischten Eingangsstufe gearbeitet. Letztlich waren es in Klasse 1/2 9 Differenzierungsstufen.

    Bei jedem Konzept gibt es Verlierer und Gewinner - nicht jedes Konzept ist für jedes Kind geeignet. Wichtig ist, wenn man mischt, dass es auch genug Kursstunden gibt.

    Schwierig bei der Jahrgangsmischung fand ich, dass man schnell ins Ungleichgewicht kam - zu viele Jungen, zu viele Mädchen in einer Klasse, Erstklassüberhang/zu viele Zweitklässler...... Daraus resultiert auch das Problem einer ungünstigen sozialen Zusammensetzung, ich hatte mal nur 4 Zweitklässlerinnen, die so verschieden waren, dass sie sich nicht anfreundeten. Auch zu den Erstklässlern hatten sie nicht wirklich Kontakt gefunden. ,,,,


    Das Für- und Wieder wurde schon oft diskutiert - vielleicht magst du mal in der Suchfunktion schauen.

    Du kannst auch die Wörter als Wörterliste bei Anton eingeben, dann können die Kinder individuell an dieser Liste üben.

    Ersetzt nicht das Schreiben per Hand - aber als Ergänzung ...

    Ich bin ja weiblich - also krawattenlos.

    Normalerweise trage ich Klamotten, in denen ich mich wohlfühle und als Grundschullehrerin nicht grad schwarz.


    Als ich jünger war, habe ich mich für Elternabende oder unangenehme Gespräche eher in einen Blazer geworfen und schickere Schuhe Schuhe getragen. So habe ich mich selber unwohler gefühlt und baute dadurch Distanz auf.


    Und vor so einem Hintergrund kann ich es gut nachvollziehen, wenn jemand Krawatte tragen würde.

    Gerade in einem Einzugsgebiet, in dem es noch üblich ist.


    Bei mir hat dieses ganz gut funktioniert. Heute brauch ich das nicht mehr....

    flippi

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