Beiträge von Raket-O-Katz

    Am 13. März 2020 hatte ich in den ersten beiden Doppelstunden gerade je eine Klassenarbeit schreiben lassen. In der 3./4. Stunde hatte ich meine eigene Klasse, die nach der kurzen Arbeit noch praktisch am Zeichnen war. Die Klassensprecher waren in die Aule berufen worden. Die SL wollte "was verkünden".


    Während verkündet wurde haben wir parallel über den Lehrerlaptop die PK unseres Kultusministers gehört.


    Ich habe noch gesagt, dass den USA das alles mächtig um die Ohren fliegen wird.


    Ansonsten waren meine SuS entspannt, 10. Klasse halt.


    Die Lockdown bzw. Szenario B-Phase vom 13. März bis zu den Sommerferien wurde mehrheitlich als entspannt empfunden. Die stillen SuS gaben Rückmeldung, dass sie endlich ihre Arbeit mehr gewürdigt wüssten (habe allen individuelles Feedback gegeben), die guten drehten richtig auf, während die Schwachen merkten, dass sie nicht einfach wie so oft unter dem Radar durchtauchen konnten, und nahmen ihre Baustellen in Angriff.


    Jetzt nach einem Jahr Hin und Her setzt Müdigkeit ein.


    Sie SuS verlieren sich im Off der Videokonferenzen. "Hallo? Hörst du mich? Hmmmm, Mirko geht wohl nicht / ist wohl rausgeflogen." Etc. Für mich ist das gerade unerträglich viel Mehrarbeit bei der Vorbereitung.

    Danke für die ganzen Rückmeldungen.


    Bei uns wurde nun von Schülern und mit Ok der SL eine alternative Teil-Seite zur Homepage eröffnet und zugleich noch Präsenzen in allen sozialen Medien aufgestellt. Als Zuständige für die HP wundere ich mich mit meinem ebenfalls zuständigen HP-Kollegen nur noch, oder vielleicht doch nicht mehr......


    Das, was ihr schreibt, deckt sich mit meinen Erwartungen und wird von Friesin mit "Warum sollte eine Schule dort präsent sein, bei funktionierender HP und einem guten Mail-System?" auf den Punkt gebracht. Mal abgesehen davon, dass laut MK NDS eine Fanseite auf FB nicht wirklich erwünscht ist und die SL bei der HP sehr viel Wert auf Datenschutz legt, der bei FB und Co so nicht gegeben ist. Hmmmmm.

    Bei der Wahl des Thread-Themas habe ich mir gerade etwas schwer getan und die Suchfunktion hier habe ich in Erwartung vieler unpassender Treffer zum Stichwort "soziale Medien" lieber nicht angezapft. :-)


    Mir geht es um folgende Frage:

    Hat eure Schule eine eigene Präsenz in den sozialen Medien? D.h. eine eigene Facebook- oder Instagram-Seite, über welche (zusätzlich zur normalen Homepage) kommuniziert wird was das Schulleben betrifft?


    Wenn ja, wie ist die Akzeptanz und wie heftig muss dort moderiert werden um Trolls, unsinniges Blabla, Spam oder ähnliches rauszuhalten.


    Ich ergänze mal:

    Was spräche für euch gegen eine (zusätzliche) Präsenz einer Schule als solcher in den o.g. sozialen Medien?


    Grüße vom

    Raket-O-Katz

    Nofretete - nach fast 20 Jahren problemloser Zahlungen hat es mich nun auch erwischt.... Hat sich bei dir eine Lösung ergeben ? Wenn ja, wie?


    Hintergrund:
    Eltern zahlten nicht. Auf ein Mahnschreiben meinerseits erfolgte telenischer Kontakt initiiert durch die Mutter, welche mitteilte, sie hätten sie volle Summe nicht und wären nicht Hartz IV-berechtigt. Über Elterrat und Schulträger wurde dann bis auf 105€ alles gedeckt. Man wollte dann kurz vor Fahrt zahlen, was aber nicht passiert. Ich selber war um die Fahrt völlig durch mit Abitur, weitere Korrekturen, Fahrtplanung und zwei extrem nervigen Elternpaaren, so dass ich diesen Fall hier aus den Augen verloren hatte. Manchmal ist im Schulbetrieb alles zu viel.....


    Es folgten drei weitere Mahnschreiben. Ein Anrufsversuch scheiterte an nicht mehr gültiger Telefonnummer. Wir haben nur durch Zufall die aktuelle erhalten. Anruf war dann erfolgreich mit dem Versprechen, das Rate 1 von 2 sofort zu überweisen und Rate 2 im Folgemonat. Ergebis: Nichts!


    Mein Anruf bei der für Niedersachsen zuständigen Mahnstelle ergab, dass mir bei einem Mahnverfahren weitere Kosten entstehen. Was tun? Aus Primnzip noch mehr Geld reinbuttern?

    @MarlenH mit biologisch begründet, meinte ich, dass es ja tatsächlich nunmal so ist, dass Frauen die Kinder austragen, auf die Welt bringen und stillen. Das heißt also, dass Frauen in der Tat mehr Zeit für Aufgaben im Haushalt mit Kindern aufwenden.
    Die Bindung zur Mutter ist rein biologisch also auch schon mal eine ganz besondere und kann nicht durch die Zuwendung des Vaters in allen Bereichen ersetzt werden.

    Und das begründet dann auch, dass die Frau/Mutter qua biologischer Bestimmung einkauft, Wäsche macht, aufräumt, abwäscht, den Müll rausbringt, putzt, den Garten in Ordnunghält, kocht etc? Neee! Und auch der Vollerwerbsvater, der abends nach Hause kommt, kann im Haushalt anpacken und die Frau entlasten.


    Die sog. Mental Load, die Frauen tragen ist überbordend. Lese dir bitte mal Comic "You should have asked" der französischen Zeichnerin Emma durch. Der bringt das Problem fast aller Frauen auf den Punkt.

    Liebe Foristen,


    nach Stichwortsuche und Lektüre diverser Beiträge hier möchte ich nun doch in die Runde fragen.


    Ich möchte mich gerne an eine bestimmte Schule versetzen lassen und habe bereits Kontakt mit der dortigen SL aufgenommen. Diese signalisiert Bedarf für mich, und das sogar sehr zügig. Ich sehe allerdings eher schwarz für eine Freigabe seitens meiner jetzigen Dienststelle, da eines meiner Fächer sehr knapp besetzt ist und die Wahrscheinlichkeit, dass eine entsprechende Lehrkraft wie von Zauberhand auftaucht ist eher gering. Zudem stehen bei uns wieder Abordnungen an und es liegen bereits mehrere Versetztungsanträge vor, welche aber nicht meine Fächer betreffen.


    Dennoch werde ich einen entsprechenden Antrag stellen, welcher aber auch begründet sein muss. Und hier benötige ich Rat.


    Wie schon im vergangenen Jahr in einem anderen Beitrag geschrieben, hat sich die Arbeitsatmosphäre bei uns deutlich zum Negativen verändert. Ich merke ferner, dass mit zunehmenden Alter das Pendeln zur Schule mehr und mehr zur Belastung wird. Die sich veränderte Arbeitsatmosphäre sowie unterrichtliche und außerunterrichtliche Mehrbelastungen sorgen seit nunmehr 2 Jahren bei mir für massive Verspannungen, Rückeprobleme, teils Doppeltsehen, Ohrgeräusche und aktuell zum zweiten Mal zu einer Überlastungserschöpfung, welche zur Krankschreibung für zunächst einmal 1 Woche geführt hat. Ich kann nicht mehr und will an dieser Schule nicht mehr unterrichten. Die von mir kontaktierte Schule ist anders aufgestellt, so dass nicht nur durch die räumliche Nähe (5 Minuten statt 45 Minuten von der Wohnung entfernt), sondern auch durch Spezifika dieser Schulform sehr viele Stressfaktoren wegfallen.


    Zu viel zum Kontext.


    Wie begründe ich nun den Versetzungswunsch, ohne dass ich dastehe als eine Lehrkraft, die fertig ist und bei etwaigem Dienstantritt an der neuen Schule als nicht belastbar angesehen wird, so dass meine Chancen dort wirklich angefordert zu werden schrumpfen?


    Es handelt sich um eine Versetzung innerhalb Niedersachsens innerhalb einer Regionalabteilung.


    Grüße vom
    Raket-O-Katz

    Der Unterschied zwischen A13 und A14 dürfte (je nach Erfahrungsstufe) ca. 120-150€ im Monat ausmachen. Dafür 3 Anrechnungsstunden zu verlieren ist bitter, daraus ergibt sich nämlich quasi ein Stundenlohn von 45€ für diese 3 Stunden. Das ist horrend weniger als du eigentlich pro Unterrichtsstunde gerechnet bekommst (ca. 130€). So gesehen wäre der Aufstieg in A14 also wirklich ein Minusgeschäft. Ich würde die 3 Entlastungsstunden bevorzugen.

    Sehr gutes Argument. Zumal noch folgendes hinzukommt: Gehen die drei Entlastungsstunden nun im A14-Kontingent auf, sind bei gleich bleibender Stundenzahl (Reduzierung auf 85% momentan) ja drei Stunden frei - für Unterricht! Ich würde dann sehr wohl reduzieren wollen, da mich nicht 3 Stunden Funktion plus 3 Stunden Unterricht ontop machen will und kann. Da wird das dann ein völliges Minusgeschäft. :-(


    Wenn die Stundenentlastung wichtiger ist, ist die Entscheidung ja eigentlich gefallen, oder?

    Ja.

    habe mich aber eben gefragt, ob ein Versetzungswunsch (siehe anderer Thread) vielleicht weniger dringend/glaubwürdig erscheint, wenn man sich parallel auf der alten Schule um eine Beförderung bewirbt.

    Ein guter Einwand. :-) Absolut richtig. Ich käme dann wohl noch schlechter weg als wenn ich nicht befördert wäre.


    Danke für euren Input! Das hat mir geholfen. :-)

    Was für dich wichtiger ist, Geld oder Stundenentlastung, musst du natürlich selber abwägen.

    Stundenentlastung. Defintiv. Die drei Aufgaben kann ich mir mehr oder minder selber einteilen. Unterricht nicht vom der Zeit her, in der ich das zu erledigen habe.

    Bestimmt kennst du es, aber wenn nicht: Hier kannst du genau sehen, was netto übrig bleiben würde: oeffentlicher-dienst.info/beamte/land/

    Danke für den Link. Ich bekommen irgendwie komplett was anderes raus, als ich derzeit bekomme. (Bei Eingabe meiner jetztigen A13 Infos.)

    Aber kannst du abschätzen, was passiert, wenn sich niemand bewirbt?

    Wird nicht passieren. Es gibt mit mir insgesamt drei Kollegen, die befördert werden sollen und - so wie ich das erkenne - nur eine Stelle, die zur Ausschreibung frei gegeben wird. Der Chef muss nun entscheiden, für wen der die Stelle zuschneidet. Wir drei bewerben uns nicht auf die eine Fachobschaft, sondern würden diese Stelle für jeweils komplett andere Aufgaben erhalten. Würde ich die Stelle ablehnen, muss der Chef zwischen den anderen beiden Kollegen entscheiden, wer diesmal dran ist mit Beförderung.

    Ganz ärgerlich wäre es ja, wenn aus irgendwelchen Gründen die Entlastungsstunden wegfallen würden und du die Arbeit weiter für A13 machen würdest, obwohl du A14 hättest haben können.
    Ob das realistisch ist, weiß ich nicht, aber das war nur so ein Gedanke.

    Würden die Entlastungstunden wegfall, würde ich zwei der drei Aufgaben abgeben. Ich mache sie, weil ich Sinn in ihnen sehe, bin aber mit den Aufgabe nicht verheiratet. :-)


    Ich habe gerade bei der zuständige Stelle für meine Bezüge angerufen und bin erstaunt, was ich mehr verdienen würde. Bisher war ich von ca. 60 Euro netto im Monat augegangen. Ist aber anscheinend deutlich mehr. Ops.

    Ergänzend zu meinem Beitrag zum Thema Versetzung mit Hindernissen:


    Seit Anfang 2017 habe ich eine kommissarische Fachobschaft inne. Eine A14-Stelle hierfür war mir bereits damals anvisiert, aber bisher nicht ausgeschrieben worden. Nun scheint es so, als ob diese Stelle sich konkretisiert. Nach dem gesundheitlich schlimmen letzten Schuljahr frage ich mich inzwischen ob ich das wirklich will und ob sich das lohnt.


    Die Rahmenbedingungen:

    • A14-Stelle mit zwei Zusatzaufgaben
    • sehr kleine Fachschaft mit unkomplizierten Kollegen
    • denkbar schlechte Steuerklasse, da nicht verheiratet und kinderlos (was bleibt da über?)
    • mir würden drei Anrechnungsstunden wegfallen, da diese in der Stelle nebst Zusatzaufgaben aufgehen würden
    • ich habe keinerlei Ambitionen auf A15 oder ähnliches

    Dass man die Obschaft auch ohne A14 und nur über Anrechnung von Stunden machen kann, habe ich erst vor kurzem erfahren. Im Kern würde ich bei dieser Variante besser wegkommen. Wir haben eine Kollegin, welche so vorgeht.





    Die Stelle würde so ausgeschrieben werden, dass im Prinzip nur mein Profil passt. (Außerdem stehen noch ein gerade verbeamteter Jungkollege sowie ein weitere Kollege auf der Beförderungsliste und sind ganz heiß auf A14 für Funktionen im Hause.)


    Seht ihr noch irgendwelche Argumente, wieso ich mich auf A14 bewerben sollte? Ich tendiere dazu dem Chef zu sagen, dass ich


    Grüße vom
    Raket-O-Katz

    ARGH, diese Zitierfunktion..... Ich hänge meine Antworten unten dran. :-)


    (1) Entlastungen/ Funktionen:
    Ich bin A13, in der Tat. In die eine Funktion fing mir kurz vor Schuljahresende ein junger Kollege auf Karriere-Trip an reinzuquatschen. Er hat eine Funktion übernommenm, an welcher eine meiner zum Teil angegliedert ist. Das bedeutet aber nicht, dass ER meine Arbeit machen soll oder mir da reinreden soll. Wenn er kommende Woche wieder bestimmen will, wie mein Projekt gemacht wird, kann er das selber machen. Bin dann defintiv raus.


    Das andere Projekt soll nach Willen des SL eine AG werden. Ich will das nicht. Wenn das eine AG werden muss, bin ich raus.


    Allerdings sind zwei der drei Funktionen an eine Beförderung gekoppelt worden. Ich lasse die auch gerne sausen, da ich bei meiner Steuerklasse wohl ca. 30-40 Euro mehr raubekommen werde bei gleicher Arbeitsbelastung und ohne die drei Stunden, die ich momentan keinen Unterricht machen muss. Ich mag diese Funktions-Stunden, da ich das zuhause erledigen kann und fast immer wann ich das will.


    (2) Mobbing:
    Die Beratungskraft und auch die hauseigene Dame für Problemfälle (ist keine Sozialpädagogin) haben sich auch des Problems angenommen. Dennoch waren durch mich und meinen Tandem-Klassenlehrer-Partner Dinge zu erledigen.


    (3) G8/9/10
    Ja. So ist es. Alles wieder zurück auf G9. Herzlichen Dank! Einiges lässt sich ja recyceln, aber nicht alles.


    (4) 5te Klassen
    Das Grauen schlechthin! Elternwille zählt. Von 125 neuen Fünftklässlern könnten 25 auf jeden Fall an eine andere Schulform, da bei uns völlig überfordert. Seit mehreren Jahren sind zwei Klassen in Jahrgang 5 fast nicht beschulbar, so dass die Kollegen meist fast ein halbes Jahr brauchen, ehe sie vernünftig Unterricht machen können. Selbst hartgesottene Fans der Jahrgänge 5/6 möchten inzwischen nicht mehr oder nur sehr ungerne in diesen Jahrgängen unterrichten. Von 24 Kindern können 20 teils nicht richtig schreiben oder lesen. Die Deutsch-Kollegen haben dann den Druck, dass sie das Curriculum durcharbeiten müssen und gleichzeitig das nicht können, weil die SuS grundlegende Fertigkeiten nicht mitbringen. Von Verhaltensauffällgkeiten will ich gar nicht anfangen.....


    (5) faule Kollegen
    Für die übernehme ich gar nichts! Da weigere ich mich schlechthin. Und da stehe ich nicht alleine da. Es gibt noch weitere Kollegen, die für die Drückeberger nicht einspringen und das so wie ich konsequent umsetzen. :-)


    (6) junge Kollegen
    Sehe ich wie du, Mikael.
    Bei uns untertrumpfen sie sich, wie lange sie bis spät nachts an Vorbereitungen gesessen haben. Es fehlt jegliches Gefühl dafür, dass sie evtl. was nicht können oder wissen. Man hinterfragt sich nicht, wie wir das am Anfang gemacht haben. Wir können alles und wollen alles, ist die Devise.


    Ärgerlich wird es nur da, wo man 15 Jahre dabei ist, kontinuierlich gute Arbeit geleistet hat, Projekte angeschoben hat etc. und man dann mitbekommt, dass der junge Kollege noch vor seiner Verbeamtung schon für eine Beförderung vorgesehen ist. Versteh einer die Welt.


    Ich werde das neue Schuljahr erstmal langsam angehen lassen. Funktionen kommen weg, wenn sich nichts ändert oder es mir zu viel wird. Die Jungspunde können gerne machen. Und ich werde mich nicht mehr krank zur Schule schleppen, sondern dann - wie andere auch - zuhause bleiben. :-)

    Wenn du so lange krank warst, müsstest du doch Anspruch auf ein BEM (Berufliches Eingliederungsmanagement) haben. Im Rahmen des BEM ließe sich ein Wiedereingliederungsplan inklusive Versetzung an eine andere Schule mit deinem Arzt aushandeln.
    Wenn du innerhalb eines Kalenderjahres insgesamt länger als 6 Wochen erkrankt warst, hast du meines Wissen Anspruch auf ein BEM.
    Die 6 Wochen müssen nicht am Stück sein und die Krankheiten können auch verschieden sein.
    Deine Schwerbehindertenvertretung dürfte der Experte in dieser Richtung sein.

    Ich war krank, bin aber nicht ausgefallen. Dennoch danke für den Tipp. Ich merke ihn mir, falls es dieses Jahr wieder so schlimm kommen sollte.

    [...] Keine halben Sachen. Also nicht zum SL gehen und sagen "Mir geht's nicht so gut, die Kleinen nerven mich manchmal und es wäre schön, wenn ich nicht so weit fahren müsste".


    Deinem Arbeitgeber muss klar werden, dass du sonst komplett ausfällst.

    Das ist eh der Plan! ;-) Ich habe schon im Januar, zur Zeit der Frist der Teilzeitanträge, dem SL gesagt, dass ich in diesem Schuljahr nicht mehr so viel unterrichten werde und auch meine Überstunden einsetzen werde, da ich sonst mit Sicherheit ein paar Wochen ausfallen werde.


    Ich arbeite gerne, zuverlässig und gut. Aber nicht, wenn um mich herum die Kollegen schwänzen, mit dreisten Ausreden fehlen, während des Unterrichts Kaffee trinken gehen und die SuS alleine lassen, sie ihre OStr-Funktionen nicht erfüllen und die SL nichts, aber auch gar nichts unternimmt. Ich komme mir vor die der Depp vom Dienst. Und wie gesagt, die unteren Jahrgänge haben mal Freude bereitet, aber inzwischen nicht mehr. Der PR organsiert Grilfeste, die SL ergeht sich in Evaluationen für die runde Ablage und Organigrammen und die neuen Kollegen fordern schon ein halbes Jahr nach dem Ref die Beförderung. Bei uns ist es unerträglich geworden.

    Wie kommt es, dass "kein Tag" vor 20 Uhr zu Ende ist? Du bist doch schon 15 Jahre dabei, was machst du denn den ganzen Tag? Ich meine die Frage gar nicht böse, es wundert mich nur so.
    Wenn du solche gesundheitlichen Probleme hast, warst du dann nicht mal ein paar Wochen zu Hause zwischendurch? Hat das nicht geholfen?
    Hier hat der Beamte eine Fürsorgepflicht sich selbst gegenüber, in NDS doch sicher auch. :(

    Hallo Trapito,


    tja, gute Frage. Ich hatte 7 Lerngruppen und 18 Stunden. Dazu noch drei Funktionen, also rechnerisch 21 Stunden. Die Funktionen sind unterschiedlich getaktet und sind mal arbeitsintensiv, mal ist nur sehr wenig bis gar nichts zu tun.


    Der Unterricht an sich hat insofern Zeit gefressen, als dass ich in meiner eigenen Klasse zwei Mobbingfälle hatte, welche Zeit in Anspruch nahmen. Für den Jahrgang 10 musste ich eine Unterrichtsreihe neu aufbauen. Den Stoff es Leistungskurses hatte ich zwar zuvor im Grundkurs behandelt, doch der GK war dermaßen schwach, dass ich den Stoff entsprechend kaum recyceln konnte. Die 5er waren beides schwierige Klassen, so dass hier vieles aufzuarbeiten war. Etc. pp. Will sagen: 15 Jahre dabei, Ordner raus, Unterricht geht nunmal nicht immer.


    Die neue Gangart wird dann eben weniger Vorbereitung bedeuten. Muss dann halt gehen. Ist so. :-(


    Ich meine nicht den Personalrat an deiner Schule, sondern den übergeordneten. Wir haben für Gymnasien für meinen Regierungsbezirk mehrere Personalräte, die an anderen Schulen tätig sind und gleichzeitig in einer Gewerkschaft. Die Telefonnummern der Personalräte kann man bei uns auf den Seiten der Bezirksregierung nachlesen. Mehrmals in der Woche haben sie direkt bei der Bezirksregierung auch Sprechstunde (man muss sich vorher nur kurz anmelden).

    Danke! Da hatte ich dich missverstanden. Das ist eine sinnvolle Idee. Ich werde mich da schlau machen und schauen wer für meine Bezirk zuständig ist.

    Ich sehe da leider eher schwarz. Dass eine SL einen Mangelfachlehrer gehen lässt ohne Ersatz kann ich mir nicht vorstellen.


    Zu versuchen der SL direkt oder indirekt durch ein bestimmtes Verhalten zu Drohen, halte ich für sehr riskant. Und ob der Unterricht häufiger ausfällt oder total mies ist, interessiert viele SL gar nicht.

    Ersatz gäbe es in Form des Quereinsteigers, der bereits im System ist (andere Schule) und ausgesprochen gerne mit voller Stelle zu uns möchte.


    Drohen werde ich ganz bestimmt nicht. Allerdings werde ich mich nicht mehr zur Arbeit schleppen, wenn ich vor Schmerzen die ganz Nacht kein Auge mehr zubekommen habe oder vor Verkrampfungen nicht richtig sehen kann. Diese Zeiten sind vorbei. Andere Kollegen fehlen hier, weil ihr Kind Würmer hat und keiner sagt was.

    Das hier:
    "Nun ergab die Nachfrage beim SL einer anderen Schule [..,], dass dort wohl Bedarf für eines meiner Fächer ist. Ich möge bitte nach den Ferien dort am Ball bleiben und erneut vorstellig werden."

    klingt für mich auch nicht überzeugend. Die wissen ja noch nicht mal, ob sie Dich überhaupt brauchen.


    Viel Glück!

    Jein. :-) Sie brauchen noch einen Fachlehrer, allerdings war die Antwort so zögerlich, da der SL an meiner Wunschschule zum 31.7. in Pension gegangen ist und ein Nachfolger noch nicht feststeht. Von daher die o.g. Antwort. Ich werde da auf jeden Fall am Ball bleiben.

    In NRW wird uns geraten uns mit dem Personalrat in Verbindung zu setzen, da dieser bei Versetzungsentscheidungen zugegen ist und sich für den Kollegen einsetzen kann. Bei uns kann sich aber auch die BezReg über die Entscheidung des SL hinwegsetzen. Vll. hilft auch ein ärztliches Attest bzw. eine ärztliche Bescheinigung.

    Unser Personalrat hier im Hause taugt leider nichts. :-( Er kann Grillfeste organisieren, Parkausweise erstellen und sich um Kleinigkeiten mit der SL streiten.


    Ein Kollege wurde unter Vorspiegelung falscher Tatsachen für ein volles Jahr mit voller Stelle gegen seinen ausdrücklichen Willen versetzt. Der PR hat nichts unternommen.


    Ein Attest werde ich auf jeden Fall von diversen Ärzten beibringen können. Habe einen Marathon bei verschiedenen Fachärzten durch.

    Guten Morgen alle zusammen,


    seit langer Zeit melde ich mich wieder im Forum, da ich vor einem Problem stehe: Ich möchte einen Versetzungsantrag stellen, wobei es aber Hindernisse zu umschiffen gilt.


    Ich bin seit 15 Jahren an meiner Schule (Niedersachsen, GYM, verbeamtet). Das letzte Schuljahr hatte ich vom ersten Schultag an durchgehend gesundheitliche Probleme (Rücken, Ohrgeräusche etc.) und die Nerven lagen zudem teils blank. Ich habe reduziert, dennoch war die Arbeitsbelastung enorm. Kein Tag vor 20 Uhr zu Ende. Hinzukommt, dass sich die Arbeitsatmosphäre deutlich verschlechtert hat. Das Kollegium ist mittlerweile gespalten und die SL ist hochgradig Karriere orientiert, wobei vieles, das früher unsere nette Atmosphäre ausgemacht hat, verloren gegangen ist. Zudem strengt mich Arbeit mit den jüngeren Schülern mehr und mehr an. Ich mag hier nicht mehr arbeiten.



    Nun ergab die Nachfrage beim SL einer anderen Schule (ebenfalls GYM, reine Sek II, NDS), dass dort wohl Bedarf für eines meiner Fächer ist. Ich möge bitte nach den Ferien dort am Ball bleiben und erneut vorstellig werden. Eine Versetzung dorthin wäre mein Traum, da diese Schule auch an meinem Wohnort ist und nicht 50 Minuten entfernt wie die jetzige. Etliche mich derzeit belastende Punkte im Arbeitsalltag würden dort wegfallen.


    Nun bestehen folgenden Hindernisse:


    • eines meiner Fächer ist ein Mangelfach; wir bekommen mit den paar Kollegen in Fach 1 gerade so eben alle Stunde verteilt (mein zweites Fach weist zu viele Kollegen auf; 25 Lehrerstunden konnten nicht vergeben werden)
    • eine Kollegin aus Fach 1 ist nun schwanger und wird nach dem Mutterschutz an eine für sie Wohnort nahe Schule wechseln
    • der Markt für Fach 1 ist so gut wie leer und die räumliche Lage unserer Schule ist für Bewerber nicht attraktiv
    • es existiert ein Quereinsteiger, welcher großes Interesse an unserer Schule hat, doch er ist der SL nicht so richtig genehm


    Gibt es irgendeine Chance, dass ich doch noch eine Versetzung hinbekomme? Welche Argumente kann man in so einem Fall ins Feld führen?


    Danke für Antworten
    Raket-O-Katz

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