Beiträge von Mila

    Zitat

    Original von Remus Lupin


    Würdest du deinen eigenen Kindern auch erzählen, dass du oder sie nie sterben werden, wenn sie davor Angst haben? Ist eine solche Lüge zur Beruhigung gerechtfertigt? Sollte Schule (oder Eltern) Kinder belügen? Ich persönlich tendiere dazu, dies zu verneinen, selbst wenn es "gut gemeint" ist.


    Dass wir irgendwann alle sterben werden, wird aber nicht als konkrete Bedrohung empfunden. Wenn Kinder in diesem Alter mitbekommen, dass andere Kinder in ihrer Schule erschossen wurden, ist das m. E. etwas anderes.


    Für mich hat es mehr mit Schutz als mit "Belügen" zu tun, wenn ich versuche, Kindern zwischen 6 und 8 Jahren die Angst vor dem unwahrscheinlichen Fall zu nehmen, dass sie das gleiche Schicksal erleiden müssen. Und davor hatten meine Schüler heute tatsächlich Angst.


    Ich bin ja nicht dafür, dass man Kinder mit nichts konfrontieren soll, was ihnen Angst macht. Hier sehe ich aber die Gefahr einer psychischen Überforderung, die den Kindern mehr schaden als nützen könnte. Nicht jedes grauenhafte Detail der Lebenswirklichkeit gehört in die Welt eines Sechsjährigen.

    Ich hatte mir heute vor U-Beginn auch vorgenommen, von mir aus nicht auf das Thema zu sprechen zu kommen.


    Die Kinder (1.+2. Klasse) haben mir aber schon in der ersten Stunde erzählt, was sie im Fernsehen gesehen haben.


    Ich frage mich, warum Eltern das bei so kleinen Kindern zulassen. Jedenfalls gab es Gesprächsbedarf und ich habe die Kinder von ihren Eindrücken und ihren Gefühlen dazu erzählen lassen.


    Ganz wichtig war mir, ihnen die Angst zu nehmen und zu versichern, dass das bei uns nie passieren wird.


    Klar, sicher ist nichts, aber es macht meiner Meinung nach keinen Sinn, den Kindern diese Furcht zu lassen. Im Gegenteil. Schule darf doch nicht mit Angst verbunden sein.

    Hallo zusammen,


    ich bin auf der Suche nach Sachbüchern, die sich für das Erstlesealter eignen. Es sollten Bücher sein, in denen Erst- und Zweitklässler nach eigenem Interesse schmökern und auch gezielt Informationen entnehmen können. Die enthaltenen Texte sollten also sehr überschaubar, kurz, prägnant und leicht verständlich sein (dennoch informativ).


    Die Bücher aus der Reihe "Die kleine Kinderbibliothek" finde ich nicht schlecht. Sie enthalten jedoch fast schon wieder zu wenig Text, da sie auch schon für Kinder ab 4 Jahren konzipiert sind.


    Kann mir jemand eine bestimmte Sachbuchreihe empfehlen?


    Danke!


    Gruß


    Mila

    Hallo littlestar,


    zum Thema Streit habe ich schon von folgendem Buch gehört: "Streiten gehört dazu, auch wenn man sich lieb hat" von Dagmar Geisler und Jana Frey. Allerdings geht es in dem Buch eher um Streit in der Familie. Ich dachte, ich schreib's dir trotzdem mal. Wenn man den Titel nämlich bei Amazon eingibt, erscheinen ähnliche Bücher zum Thema. Vielleicht wirst du ja so fündig.


    Liebe Grüße


    Mila

    Das ist ja witzig!


    Bin gestern zufällig an anderer Stelle im Internet auf "Gut gegen Nordwind" aufmerksam geworden und habe mir das Buch sofort bestellt.


    Durch deine Empfehlung freue ich mich jetzt noch mehr auf das Buch!


    Liebe Grüße


    Mila

    Hallo Mark,


    ich habe mich letztes Jahr in BaWü um mehrere ausgeschriebene Stellen beworben und war mit einer Bewerbung erfolgreich. Folgende Bewerbungsunterlagen habe ich in einer üblichen Bewerbungsmappe abgeschickt:


    Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnis 1. Staatsexamen (das 2. war noch nicht vorhanden), Nachweise über Zusatzqualifikationen, Ausbildungsbericht meiner Lehrbeauftragten vom Seminar, Protokolle meiner sehr gut bzw. gut benoteten Unterrichtsbesuche und Fortbildungsnachweise.


    Allgemeine Tipps für das Bewerbungsanschreiben kannst du dir auf folgender Seite holen:


    http://www.stepstone.de/home_f….de/content/DE/DE/career/


    Von Initiativbewerbungen an Schulen habe ich noch nie etwas gehört.


    Viel Erfolg!


    Mila

    Ich habe mir für den Beginn einer Religionsstunde folgenden Spruch aus einem Religionsbuch ausgesucht:


    " Wir reichen uns die Hände und bilden einen Kreis. Alles Laute hat ein Ende, wir werden jetzt ganz leis'. "


    Danach lässt ein Schüler den Klangstab erklingen, was das Signal für absolute Stille ist, die mit dem nächsten Schlag auf den Klangstab wieder aufgehoben wird. Der Schüler, der an der Reihe ist, bestimmt selbst, wie lange diese Stillephase ist.


    Außerdem habe ich drei Gebetswürfel mit von den Kindern selbst formulierten Gebeten beklebt. Ab und zu "würfeln" wir dann nach dem Stilleritual ein Gebet und beten es gemeinsam.

    Hallo Juna,


    ich habe schon eine ähnliche Erfahrung gemacht, allerdings bei einem benoteten Aufsatz. Ich habe die Kinder natürlich auch nicht zu Hause schreiben lassen, aber da bekannt war, dass die Kinder eine Personenbeschreibung schreiben sollten, hat eine Mutter den Text für ihre Tochter vorgeschrieben und war dann so dreist, ihre Tochter dazu zu bringen, diesen Text in der Schule ins Aufsatzheft vom Blatt abzuschreiben. Ich habe das natürlich gesehen und war auch erst einmal baff, da ich nicht wusste, wie ich damit umgehen sollte.


    Ich habe mich dann dazu entschlossen, die Mutter ganz konkret und sachlich (!) damit zu konfrontieren, ohne ihr böse Unterstellungen und Vorwürfe zu machen. Ich habe ihr die Situation beschrieben, sie über den schulrechtlichen Umgang mit einem Täuschungsversuch aufgeklärt und erklärt, dass ich den Aufsatz auf dieser Grundlage nicht benoten möchte und dass ich es für wichtig halte, dass sie ihrer Tochter zutraut, selbst einen Aufsatz zu schreiben. Das Mädchen musste dann eben nachschreiben.


    Ich halte gar nichts davon, der Mutter "indirekt" etwas mitteilen zu wollen oder gar nicht darauf zu reagieren. Dabei wäre mir die Gefahr zu groß, dass eine falsche oder gar keine Botschaft bei der Mutter ankommen könnte. Es gibt doch genügend sachliche Argumente dafür, weshalb die Eltern ihre Leistungen nicht als die der Kinder ausgeben sollten:


    - Sie erziehen ihr Kind dazu, sich Leistungen durch Unehrlichkeit
    zu „erschleichen“


    - Sie vermitteln ihrem Kind, dass sie ihm eine gute Leistung oder eine
    Verbesserung nicht zutrauen


    - Sie stören die Vertrauensgrundlage zwischen Eltern, Kind und Lehrerin


    - Sie verhindern eine unverfälschte Lernprozessbeobachtung der
    Lehrerin und damit die Wirksamkeit von gezielten Fördermaßnahmen


    - Sie verstoßen gegen die schulrechtlichen „Spielregeln“


    Es gibt sicherlich noch mehr gute Gründe, die einem Erwachsenen in einem persönlichen Gespräch nachvollziehbar gemacht werden können.


    Viele Grüße


    Mila

    Ich finde, dass man das in der dritten Klasse ganz bedenkenlos machen kann. Bei mir hat's immer funktioniert und meine ehemaligen Drittklässler fanden das auch nicht zu "kindisch" (meine Ausbilder im Ref übrigens auch nicht.


    Grüße


    Mila

    Mein Vorsatz für das neue Jahr:


    Wieder erkennen, dass es im Leben auch noch etwas anderes als Schule gibt:


    - wieder meine Freundschaften pflegen
    - mehr Sport machen
    - bewusst abschalten
    - mehr Distanz gewinnen
    - ...

    Hallo zusammen,
    ich wäre dankbar für eure Meinung / euren Rat zu folgender Situation:


    Ich bin seit September Klassenlehrerin einer ersten Klasse.
    In den letzten Wochen kam es bei einer meiner Schülerinnen zu einer Verweigerungs- und Abschottungshaltung, die von Tag zu Tag schlimmer wird.


    Am Anfang hatte ich den Eindruck, dass die Schülerin vom Kennenlernen der Buchstaben über das freie Schreiben bis hin zum Rechnen (und was sonst noch in der 1. Klasse gemacht wird) alles gerne und motiviert angeht.


    In letzter Zeit ist sie aber kaum dazu zu motivieren, in einer Stunde auch nur mehr als zwei Wörtchen zu schreiben oder zwei Aufgaben zu rechnen. (Dabei kann sie das eigentlich recht gut.) Sie hat eine Ablehnung gegen alles, was mit Schreiben zu tun hat.


    Ich muss dazu sagen, dass die Kinder sehr selbstständig und in ihrem eigenen Tempo arbeiten können. Es besteht für das Mädchen also keinerlei Zeitdruck. Dennoch vermute ich eine Art von Überforderung, ich weiß bloß nicht, worauf sie zurückzuführen ist. Ich habe mir schon überlegt, ob sie von der auf Selbstständigkeit ausgerichteten Unterrichtsorganisation überfordert sein könnte und eigens für sie einen Plan entworfen, auf dem genau festgelegt ist, mit welchem Material bzw. Heft sie arbeiten soll, doch auch diese konkreten Vorgaben lehnt sie ab. Auch gemeinsame Phasen boykottiert sie und weigert sich beispielsweise gelegentlich in den Stuhlkreis zu kommen. Es könnte sein, dass sie sich in der Klasse nicht wohl fühlt, ich erkenne aber keine Anzeichen für die Ursachen. Gemeinsam mit ihr und ihrer Mutter habe ich überlegt, mit welchen ihrer Mitschülerinnen sie sich am besten versteht und habe die Kinder entsprechend zusammengesetzt. Doch sie versucht erst gar nicht, freundschaftlichen Kontakt zu diesen Kindern aufzunehmen, sondern fühlt sich wegen jeder Kleinigkeit von ihrer Sitznachbarin geärgert. (Fällt ihr beispielsweise ein Heft herunter und die Nachbarin hebt es netterweise auf, sagt sie zu ihr, sie solle ihr das Heft nicht wegnehmen.)


    Je deutlicher man eine Forderung an sie richtet, desto mehr blockt sie diese ab. Wenn ich hart bleibe und nicht nachgebe, spitzt sich die Situation derart zu, dass sie sich total abwendet und sich zurückzieht. Ich weiß nicht, wie ich auf dieses Verhalten reagieren soll. Bestehe ich auf meine Forderungen, macht sie total zu und lässt sich auch nicht von angekündigten (und eingehaltenen!) Konsequenzen beeindrucken, lasse ich sie gewähren, tut sie nichts. Ich habe das ungute Gefühl, dass so wertvolle Lernzeit für sie verloren geht.


    Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass es um die L-S-Beziehung nicht schlecht steht. Sie kommt morgens gut gelaunt in die Schule und sucht den Kontakt zu mir.


    Ich bin ratlos und weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Wie kann ich dieser Schülerin einen Weg in die Klassengemeinschaft ebnen und sie zum Lernen motivieren?


    Vielleicht hat jemand ähnlich Erfahrungen und einen Rat für mich.
    Ich möchte nicht, dass für dieses Kind schon in der 1. Klasse so vieles schief läuft!


    Vielen Dank schon einmal!


    Mila

    Hallo Muckele,


    da meine Mentorin schwanger wurde, war ich in den letzten sechs Monaten vor der Prüfung ziemlich auf mich alleine gestellt. Mich hat das aber ehrlich gesagt nicht großartig gestört, da sie mir bis dahin sowieso schon einmal alles Wesentliche über mich und meinen Unterricht rückgemeldet hatte. Außerdem konnte ich bei Bedarf (z. B. vor Unterrichtsbesuchen) auch immer andere Kollegen vom Fach fragen.


    Ich denke, dass man sich selbst mit der Zeit ziemlich gut einschätzen kann und auch selbstständig noch an sich und seinem Unterricht feilen kann.


    Meine Prüfung lief auch ohne inensive Mentoren-Betreuung super ;-)


    Ich denke nicht, dass aus einem Mentorenwechsel unbedingt Nachteile für dich entstehen müssen.


    Wünsche dir viel Erfolg!


    Grüße


    Mila

    Hallo,


    in Ba-Wü gilt der Grundsatz der "kontrollierenden Nachdrücklichkeit".


    Der Lehrer muss sich demnach immer so verhalten, dass sich die Schüler stets beaufsichtigt fühlen.


    Die auf dem Flur arbeitenden Kinder sollten also immer damit rechnen können, dass der Lehrer in jedem Moment nach ihnen schauen könnte.


    Sofern dies gewährleistet ist, wird die Aufsichtspflicht nicht verletzt.


    Gruß


    Mila

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