Beiträge von Friesin

    Silicium, was ich bei dir nicht verstehe, ist, dass du immer dein ach so schweres Studium anführst für die Forderung nach höherer Bezahlung;
    schon mal dran gedacht, dass jemand, der eine Begabung für Naturwissenschaften wie Physik und Chemie mitbringt, sich mit einem Germanistikstudium wesentlich schwerer tun könnte?
    Dass ein Schüler Mathe-LK wählt, weil ihm Mathe liegt und er sich grottig schwer täte mit allen gesellschaftswissenschaftlichen oder sprachlichen Fächern?
    Da schimmert in deinen Antworten immer ein gut Teil Arroganz mit durch, zumindest auf mich wirkt es so. Die beiseite gelegt, kann man weiterdiskutieren ;)

    Aber wir sind schon ganz schön von der Ausgangsfrage entfernt :!:

    bei schulscharfen Ausschreibungen (die Mehrheit in NRW) frage ich mich, was eine Schulleitung dazu bewegt, eine 50-55jährige einzustellen.

    Damit will ich nicht sagen, DASS ich keine 55jährige einstellen würde, sondern, dass es nicht unbedingt ein Plus auf dem Lebenslauf ist (wobei die Jahre Vertretung und gute Arbeitszeugnisse es durchaus aufwiegen können).

    vielleicht ist eine Lehrkraft in dem Alter besonders interessant, weil sie
    - persönlich gefestigter ist als manch junge Lehrerin
    - weniger Probleme mit ihrer Rolle als Lehrerin hat, weil sie nicht mehr gar so nah am Alter der Schüler ist
    - belastbarer ist
    - durch evtl. eigene Kinder erzieherische Kompetenzen erworben nhat, die man im Ref. nicht lernt
    - nicht mehr wegen Elternzeit ausfallen wird
    - keine eigenen kleinen Kinder betreuen muss
    - örtlich flexibler ist (s.o.)

    ??? nur mal so als Gedankenanregung ;)

    Der Test auf Hochbegabung kostet etwas, aber das sollte einem das Kind schon wert sein. Ich denke man würde sich immer ärgern, wenn man so etwas zu spät herausfindet und dadurch Potential verschenkt.

    Was für eine grauenhafte Aussage ! :cursing:
    Ein Kind ist doch mehr als die Summe seiner intellektuellen Möglichkeiten, die möglichst gewinnbringend herausgekitzelt werden müssen.

    [quote]Ich finde es super, dass Viele sich über alles Mögliche so wahnsinnig viele Gedanken machen und besser reflektieren als ein Wandspiegel, aber es ist bestimmt auch nicht verkehrt, an manchen Stellen zu fragen, ob diese tiefgründigen Analysen und Gedanken IRGENDWEN (außer die eigene Person) interessieren.
    /quote]

    Nun, immerhin war nach der Meinung anderer User gefragt worden.....

    tut mir Leid, Andran, da hast du anscheinend ein Problem mit deiner Zeiteinteilung.
    Warum musst du während des Unterrichts e-mails beantworten ? Hat das keine Zeit für nachmittags oder abends?

    Die Vorbereitungen für den Unterrichtstag kann man am Tag zuvor oder 2 Tage zuvor erledigen. Ich komme auch aus einem Ganztagsschulbetrieb, weiß also durchaus,wovon ich rede.

    Vielleicht überdenkst du deine Zeiteinteilung dahingehend, nicht alles auf den letzten Drücker zu erledigen, dann kannst du im Unterricht entspannter sein.
    Ist nicht bös gemeint, nur wirkt deine Beschreibung auf mich total konfus, geradezu gehetzt. DAS würde schon einen Großteil deiner Auagnagsfrage beantworten

    Zitat

    im Ref könnte man mir solche Arbeitseffizienz vielleicht negativ auslegen. So verrückt sind heute die Fachleiter.

    Dieses Mal muss ich eine Lanze für "die Fachleiter" brechen:

    einer solchen "Arbeitseffizienz" stehe ich auch höchst skeptisch gegenüber. Still- und Gruppenarbeitsphasen bedeuten ja nicht, dass man als Lehrer Däumchen dreht. Du musst schon präsent sein, ansprechbar, oftmals auch herumgehen um drauf zu achten, dass alle arbeiten, für Fragen sichtbar zur Verfügung stehen.
    Ich wage stark zu bezweifeln, dass man dabei konzentriert korrigieren kann.
    In solchen Anfangsphasen erledige ich Einträge ins Klassentagebuch, in meine Notenliuste (wenn vorher abgefragt worden ist), bereite die Tafel für die Weiterarbeit vor,
    verteile Folien und -Stifte etc.

    Auch halte ich das Signal, das man besonders Mittel- und Unterstufenklassen damit vermittelt, für falsch:
    "Der lässt uns arbeiten und korrigiert derweil."
    "Der korrigiert, also halten wir ein Schwätzchenund tun nur so, als ob wir arbeiten"
    "Der korrigiert so nebenbei, das ist also keine Arbeit / das kann ja nicht sehr gründlich sein"

    meine Patenkinder haben jeweils eine selbstverzierte Taufkerze und einen Kettenanhänger mit Namensgravur bekommen. Um die Kerzen hatten die Eltern gebeten, die Anhänger waren abgeprochen worden.
    mein kleiner Enkel hat von mir ein selbstgearbeitetes Taufkreuz aus Speckstein bekommen, da weiß ich aber auch, dass die Eltern Wert auf so etwas legen. Bist du handwerklich oder künstlerisch geschickt? Ein gemalter Lebensbaum ist nicht so schwierig zu machen, ein Engel ist schon angesprochen worden.

    meine Jüngste hatte zur Geburt auch so ein Armkettchen mit Namenszug bekommen. Das war sehr hübsch, passte aber bald nicht mehr um die speckig gewordenen Ärmchen :whistling:

    ich weiß schon, wie schülerzentrierter Unterricht abläuft. Aber ich wäre noch nie im Traum auf die Idee gekommen, dabei zu korrigeren. Entweder- oder.
    und das als Frau :whistling::whistling:

    Zitat


    Auch die Aufmerksamkeitsspanne zu verringern sollte möglich sein. Ich muss mich da selbst an der Nase nehmen; ich beantworte während dem Unterricht noch E-Mails von anderen Schülern und bereite während den Aufgabenphasen zum Teil noch Unterricht für andere Klassen vor oder korrigiere Klausuren.

    wie machst du DAS denn ??????

    wenn abends noch lange Termine in der Schule anliegen (Eltersprechtag o.Ä.), dann empfinde ich das auch als anstrengend.
    Ansonsten denke ich, Sylvana hat die Anforderungen ganz schön auf den Punkt gebracht.
    Wobei mir selbst das allerdings nicht viel ausgemacht hat, denn ich hatte bei Ref.Antritt bereits 4 Kinder großgezogen, und ich schwöre euch:
    dagegen ist Schule total easy, weil du da eben nicht rund um die Uhr 365 Tage im Jahr im Einsatz bist :D:D

    Nur Mut, ich denke, man gewöhnt sich dran, und vieles wird ja auch mehr zur Routine ;)

    Ich erkläre bei solchen Gelegenheiten immer, wieviele und welche Arten von Klassenarbeiten in dem Schuljahr geschrieben werden.
    Wie ich das Thema "Hausaufgaben" handhabe.
    Wie ich das Thema "Kleine Leistungsnachweise" handhabe.
    Und natürlich die von dir angesprochene Notengebung (mündlich:schriftlich usw. halt alles, was innerhalb der Fachschaft ausgemacht wurde).
    In manchen Jahrgängen gibt es auch zentrale Jahrgangsstufentests, die sind sicherlich für die EWltern interessant, ebenso wie evtl. Fachwettbewerbe.

    Und wenn das insgesamt nicht mehr als 15 Minuten dauert, umso besser -- für beide Seiten ;)

    Zitat

    Erstmalig fiel mir ihre kalte Haltung mir gegenüber bei meinem 2. UB auf
    Das tat richtig weh. Ich bin ein Mensch, der sich sehr für seine Arbeit einsetzt. Mit einem solchen Vorwurf mir gegenüber hat sie mich zutiefst verletzt. Vor allem leide ich darunter, dass sie von mir ein solch falsches Bild hat. Was habe ich ihr denn nur getant`?
    Auch damit hat sie es geschafft, mir einen erneuten Stich zu geben.

    Ähnlich wie Katta rate ich dir auch, von der perönlichen auf die sachliche Ebene runterzuschalten. Die oben genannten Zitate gehen aber eher von einer emotionalen Betroffenheit aus.
    Versuche, mit ihr zu reden, so z.B. wegen der Hände (Ganz wichtig!!). Aber mache dich frei von dem Gedanken, dass sie dich persönlich nicht mag. Bleibe professionell genug, solche Überlegungen beiseite zu schieben, denn sie muss nicht deine liebste Freundin sein.

    Zitat

    Bei uns gibt es einen klemmenden und einen funktionierenden Locher. Tesafilm kann man sich im Sekretariat holen (ein Streifchen). Irgendwo gibt es auch einen Moderationskoffer, aber wenn ich den haben will, ist der meistens nicht am Platz. Von Hand heften ist auch ein Ding der Unmöglichkeit, dazu bräuchte man ja einen funktionierenden Hefter UND Heftklammern.

    Das klingt in der Tat ziemlich heftig! :(

    wobei ich ehrlich gesagt "guten Unterricht" auch nicht an der Höhe der Privatausgaben fürUnterrichtsmaterial direkt festmachen möchte....

    Zitat


    Ich finde das eigentlich erbärmlich.Aber Lehrer kennen das offenbar nicht anders.


    In vielen Fällen (so bei Kleinkram wie tesafilm o.Ä.sehe ich das Ganze eher pragmatisch: warum sollte ich mir das Leben schwer machen ? Manches besorge/erledige ich eben auch privat.
    Erstaunlicherweise musste ich noch nicht viel in Schulbücher investieren, da ich die immer gestellt bekam. Zumindest die, mit denen in der Schule gearbeitet wird.
    Auch sonst halte ich mich beim Bücherkauf zurück, allein schon aus Platzgründen :D


    Allerdings bewahre ich jede Quittung, auch die für "nur" Füllerpatronen, akribisch auf für die Steuererklärung.

    Zitat

    Der Einstieg "Hallo, ich bin ein Deutscher und bei uns gibt's zu Weihnachten Plätzchen" scheint mir jedenfalls nicht wesentlich gehaltvoller.

    :D davon war auch nicht die Rede. Ich würde das Thema "Einstieg in meinen Unterricht" überhaupt nicht mit "Lockmitteln" kombinieren.Es ging mir also nicht um "Gummibärchen vs. andere Süßiglkeiten", sondern darum, dass ich wie oben bereits erläutert, Geschenke als allerersten Unterrichtseinstieg ungeschickt finde.
    Dass man in der Adventszeit kulinarische Traditionen thematisieren kann, dürfte jetzt nicht sonderlich überraschen -- egal, wieviel man sonst noch zu tun hat ;)

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